Schwangerschaftstest: Ab wann kann man ihn machen?

Ein Schwangerschaftstest: Ab wann kann man damit herausfinden, ob man schwanger bin? Und welcher Test ist der richtige für mich? Hier klären wir die wichtigsten Fragen zum richtigen Zeitpunkt für ein sicheres Ergebnis, zu den verschiedenen Test-Methoden und wie du richtig testest.

Im Video bekommst du einen schnellen Überblick über alle Infos zum Urinschwangerschaftstest.

Schwangerschaftstest: Ab wann funktioniert ein Urinschwangeschaftstest? Alle Infos!

#1 Schwangerschaftstest: Ab wann kann ich ihn machen?

Der beste Zeitpunkt für einen Schwangerschaftstest ist, wenn du erste körperliche Veränderungen spürst. Schwangerschaftsanzeichen wie Heißhunger, Morgenübelkeit oder spannende Brüste können schon vor dem Ausbleiben der Periode Schwangerschaftssymptome sein.

Viele herkömmliche Tests können bereits ab dem Ausbleiben der Periode ein sehr sicheres Ergebnis anzeigen. Das setzt aber voraus, dass man ganz genau weiß, wann die Menstruation einsetzen würde. Nicht alle Frauen haben einen solch präzisen Zyklus. Im Zweifel sollte man also ein wenig länger warten und erst drei bis fünf Tage nach dem erwarteten Einsetzen der Periode zum Schwangerschaftstests greifen. Laut Dr. med. Lisa Demel ist die Verlässlichkeit von Schwangerschaftstests mit Urin zu diesem Zeitpunkt zwischen  90 bis 99 Prozent.

Nun ist aber tatsächlich für viele Frauen der Zeitpunkt für einen Test gekommen – auch weil das Ausbleiben der Periode ein erstes Schwangerschaftsanzeichen ist. Die hCG-Konzentration im Urin ist nun so hoch, dass es gut im Urin nachgewiesen werden kann. Aber was genau ist hCG?

hcG Konzentration

Ein Schwangerschaftstest überprüft, ob in deinem Körper eine größere Menge des Hormons ß-hCG (sprich: beta-hCG = eine Untereinheit des humanen Choriongouadotropin) vorhanden ist. Dieses Hormon wird nach der Befruchtung einer Eizelle vom weiblichen Körper produziert und ist nur selten ohne eine Schwangerschaft im Körper nachweisbar. Es sorgt für die Erhaltung der Schwangerschaft und ist im Blut und Urin nachweisbar. Hier siehst du eine Übersicht über die hcG-Werte in den ersten Schwangerschaftswochen:

© TargetVideo

Das ß-hCG-Hormon verdoppelt sich in den ersten Wochen der Schwangerschaft jeweils alle zwei Tagen und erreicht den maximalen Wert zwischen der 8. und 10. Schwangerschaftswoche. Jetzt ist theoretisch die ideale Zeit für einen Schwangerschaftstest. Ab wann du ihn machen solltest, orientiert sich also an diesem Maximum. Danach sinkt der Wert bis ungefähr um die 20. SSW wieder ab.

#2 Verschiedene Arten: Schwangerschaftsfrühtest und Bluttest

Schwangerschaftstfrühtest: Ab wann liefert er ein Ergebnis?

Es ist aber auch möglich, sich mit einem speziellen Frühtest Schwangerschaft und Befruchtung schon bis zu sechs Tage vor Ausbleiben der Periode anzeigen zu lassen. Schwangerschaftsfrühtests reagieren sehr sensibel auf das ß-hCG.So können manche Tests schon bis zu zwei Tage vor der erwartenden Periodenblutung ein Ergebnis liefern.

Allerdings ist die Fehlerquote solcher Frühtests auch höher. Ist der Urin etwa durch reichliche Flüssigkeitsaufnahme zum Testzeitpunkt stark verdünnt, könnte ein falsch negatives Ergebnis angezeigt werden. Und aufgepasst, denn Frühtest ist nicht gleich Frühtest: Manche Produkte nennen sich zwar Frühtest, können jedoch erst ab dem Zeitpunkt des Ausbleibens der Menstruation verwendet werden.

Blut-Schwangerschaftstest: Ab wann ist der Nachweis hier möglich?

Der Bluttest beim Frauenarzt ist ebenfalls eine sehr frühe Art von Schwangerschaftstest. Ab wann ist er möglich? Der Frauenarzt kann etwa sechs bis neun Tage vor Ausbleiben der Periode Blut zur Untersuchung entnehmen, um das Schwangerschaftshormon nachzuweisen. Neben dem reinen Vorhandensein des Hormons wird bei diesem Test auch die Menge des Hormons mitbestimmt.

#3 Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest?

Ein Schwangerschaftstest funktioniert meist mit einem Teststreifen aus saugfähigem Gewebe. Oft ist er von einer Plastikhülle umgeben. Auf dem Teststreifen befinden sich Enzyme, die auf das Hormon ß-hCG im Urin reagieren. Und wie zeigt dieser Test an, ob du schwanger bist oder nicht?

Schwangerschaftstest positiv

Ist das Hormon vorhanden, zeigt der Test je nach Hersteller ein + beziehungsweise einen Strich, das Wort „schwanger“ oder mehrere farbige Streifen an. Somit sagt ein positiver Schwangerschaftstest aus, dass sehr wahrscheinlich eine Befruchtung stattgefunden hat – nicht jedoch, ob auch eine Einnistung im Uterus korrekt erfolgt ist. Er kann keine Auskunft geben, ob es sich um eine Zwillingsschwangerschaft oder gar eine Eileiterschwangerschaft handelt. In seltenen Fällen wird das hCG-Hormon sogar durch einen Tumor produziert und führt zu einem falsch positiven Schwangerschaftstest (siehe weiter unten).

Schwangerschaftstest negativ

Fehlt das Hormon oder ist die Konzentration im Körper zu niedrig, bleibt das Feld leer oder es erscheint ein Minus-Zeichen () beziehungsweise „nicht schwanger“ auf dem Teststreifen. Zusätzlich gibt es auf dem Schwangerschaftstest meist ein Kontrollfeld, welches anzeigt, ob der Test korrekt durchgeführt wurde. Im Kontrollfeld sollte sich auch bei einem negativen Testergebnis eine Veränderung zeigen, welche bestätigt, dass der Test funktioniert hat.

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#4 Wie zuverlässig sind Schwangerschaftstests für zu Hause?

Immer wieder hört man von Frauen, die trotz negativem Ergebnis des Schwangerschaftstests schwanger waren. Selbst bei korrekter Anwendung bleibt bei einem herkömmlichen Test ein Restrisiko von circa einem Prozent, dass das Ergebnis falsch ist. Das heißt, etwa einer von einhundert Tests zeigt ein falsches Ergebnis an. Solche Ergebnisse kommen jedoch überwiegend durch eine fehlerhafte Anwendung zustande. Daher an dieser Stelle ein paar Hinweise, die das Ergebnis sicherer machen:

  1. Richtiger Zeitpunkt für den Schwangerschaftstest: Ab wann?

    Wie bereits erwähnt: Drei bis fünf Tage nach dem Ausbleiben der berechneten Menstruation (siehe auch Eisprungkalender) ist ein Schwangerschaftstest recht zuverlässig. Wer ihn früher macht und ein negatives Ergebnis erhält, wird oft das Gefühl haben, dass ein weiterer Test zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht ein anderes Ergebnis bringen wird – und könnte damit Recht behalten.

  2. Richtige Tageszeit für den Schwangerschaftstest

    In den Herstellerangaben herkömmlicher Tests ist oft zu lesen, dass diese zu jeder Tageszeit angewendet werden können. Wer die Zuverlässigkeit des Tests aber erhöhen möchte, sollte den Morgenurin (erster Urin nach dem Aufwachen) verwenden oder wenigstens vier Stunden den Urin angehalten haben.
    Auch kann es sinnvoll sein, den Mittelstrahl des Urins zu verwenden: Du lässt zunächst ein wenig Urin ungetestet in die Toilette ab und verwendest den Urin, der danach aus der Blase kommt, zum Testen.

  3. Richtige Anwendung

    Bei einigen Schwangerschaftstests soll der Urin in einem sauberen Gefäß aufgefangen werden, andere Test kannst du direkt in den Urinstrahl halten. Bei einigen Tests musst du eine Minute auf das Ergebnis warten, bei anderen wiederum länger.
    Jeder Hersteller hat seine eigenen Anwendungsrichtlinien, die sich auf das Ergebnis auswirken. Wichtig ist, sich wirklich ganz genau an die Anleitung des jeweiligen Herstellers zu halten und bei Unklarheiten die Hersteller-Hotline anzurufen (siehe Packungsbeilage).

#5 Welcher Schwangerschaftstest ist der richtige für mich?

Wer sich einen Schwangerschaftstest kaufen will, der steht vor einer großen Auswahl. Verschiedene Hersteller bieten verschiedene Produkte an. Und welcher ist der Beste? Hier ist ein kurzer Überblick über die verschiedenen Arten von Schwangerschaftstests:

Günstig oder teuer: Gibt es Qualitätsunterschiede?

Prinzipiell beziehen sich Preisunterschiede der verschiedenen Schwangerschaftstests bei idealem Anwendungszeitpunkt (wie im ersten Absatz des Artikels beschrieben) nicht auf die Sicherheit des Ergebnisses, sondern vielmehr auf die Ausstattung des Tests und die Empfindlichkeit des Teststreifens. Ein Test mit Wochenbestimmung wird in der Regel teurer sein als ein einfacher Teststreifen ohne Plastik-Ummantelung. Das Wirkprinzip beider Tests ist allerdings in der Regel dasselbe.

Sensibilität des Teststreifens

Grundsätzlich gilt: Je sensibler ein Schwangerschaftstest ist, desto eher zeigt er die Schwangerschaft an. Die Sensibilität wird gemessen in mIU/ml und wird manchmal auf der Packung mit angegeben. Ein Test der bereits bei 10 mIU/ml das Hormon hCG nachweisen kann, ist sensibler als ein Test mit 50 mIU/ml.

Digital oder analog? Welcher Test ist der richtige für mich?

Welcher Schwangerschaftstest der richtige für dich ist, beruht schlicht und ergreifend auf individuellen Vorlieben. Ein „+“ sagt das gleiche aus wie das Wörtchen „schwanger“ in einem digitalen Ergebnisfenster. Einige Frauen fürchten vor lauter Nervosität das Ergebnis misszudeuten und möchten daher das Ergebnis ganz eindeutig in Worten ablesen, andere möchten einen positiven Test als Erinnerung aufbewahren und greifen daher zum Test mit analogem Ergebnisfenster.

Schwangerschaftstest mit Wochenbestimmung

Bei einem solchen Test wird – sofern er positiv ist – angezeigt, wie lange die Befruchtung etwa zurückliegt. Dies ist nicht zu verwechseln mit der Schwangerschaftswoche, die immer vom ersten Tag der letzten Periode gezählt wird.

Schwangerschaftstest kaufen: Worauf muss ich außerdem achten?

Wer bereits einige Schwangerschaftstests verwendet hat, sollte beachten, dass sich die Anwendung je nach Hersteller unterscheiden kann. Die Packungsbeilage sollte daher immer genau beachtet werden.

Bei Tests, die direkt in den Urinstrahl gehalten werden, besteht nicht die Gefahr, dass Rückstände im Uringefäß das Ergebnis verfälschen. Die Tests gibt es in der Apotheke, in der Drogerie beziehungsweise in der Drogerieabteilung von gut sortieren Supermärkten und inzwischen auch online. Die Preise können variieren und liegen meist zwischen 2 und 10 Euro. Meist werden die Tests mit einem Plastikgehäuse verkauft.

Etwa günstiger sind die Tests, die nur aus dem Teststreifen bestehen. Die werden in der Regel nicht einzeln, sondern nur in größerer Stückzahl verkauft.

Frühtests zur Anwendung vor dem Ausbleiben der Menstruation sind meist etwas teurer. Sie kosten rund 10 Euro.

Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass das Verfallsdatum nicht überschritten ist!

#6 Schwangerschaftstest positiv oder negativ – und jetzt?

Wenn der Schwangerschaftstest negativ ist…

  • …aber die Regelblutung weiter ausbleibt, dann solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen und die Ursache klären lassen.
  • …du aber deutliche Anzeichen einer Schwangerschaft (ohne oder vor dem Ausbleiben der Menstruation) spürst, dann solltest du auch andere Ursachen in Betracht ziehen und einen Arzt aufsuchen.
  • …du aber bereits einen gerundeten Babybauch wie eine Schwangere hast oder meinst, Kindsbewegungen zu spüren, dann könnte der hCG-Wert bereits abgesunken und nicht mehr nachweisbar sein, weil die Schwangerschaft schon mehr als 20 Wochen vorangeschritten ist. Gehe zum Arzt und lasse eine Ultraschalluntersuchung durchführen.

Wenn der Schwangerschaftstest positiv ist…

  • …wird in den meisten Fällen tatsächlich eine intakte Schwangerschaft vorhanden sein. Dennoch solltest du den Frauenarzt aufsuchen und dir die Schwangerschaft bestätigen lassen. Es kann auch sein, dass sich die befruchtete Eizelle nicht an der richtigen Stelle eingenistet hat.
  • …und dennoch eine etwas verspätete Menstruation kommt, kann es sein, dass es sich um einen sehr frühen Abort (= Fehlgeburt) handelt, der häufig vorkommt und normalerweise ohne Test unbemerkt bleibt. Sicherheitshalber solltest du hierbei zum Frauenarzt gehen.
  • …und dennoch eine leichte Blutung stattfindet, kann es sich um eine Einnistungsblutung oder eine Störung der Schwangerschaft handeln. Auch in diesem Fall solltest du dich von einem Frauenarzt untersuchen lassen.
  • …besteht in sehr seltenen Fällen vielleicht ein Tumor, der hCG-Hormone produziert. Darum muss eine Schwangerschaft immer durch einen Arzt bestätigt werden.

#7 Schwangerschaftstest positiv – Termin beim Frauenarzt

Wer einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, wird es kaum erwarten können, beim Frauenarzt eine Ultraschalluntersuchung machen zu können. Ab wann ist aber diese Untersuchung sinnvoll? Meistens bekommt man einen Termin erst in ein bis zwei Wochen, sofern keine (anderen) besonderen Umstände vorliegen. Und das hat seinen Grund: Wer nämlich schon in der 5. oder 6. SSW einen Termin bekommt, wird manchmal enttäuscht. Oft ist die Schwangerschaft dann noch nicht im Ultraschall zu sehen.

Um dennoch einen sicheren Nachweis der Schwangerschaft zu erhalten, kann in einem solchen Fall ein Bluttest durchgeführt werden. Im Blut kann das betreffende hCG-Hormon noch sicherer nachgewiesen werden. Es wird dann nicht nur das Vorhandensein des Hormons bestimmt, sondern auch die Höhe des Wertes. Die Ultraschalluntersuchung wird dann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Wichtig: Frauen, die ungeplant schwanger wurden und sich in einer Konfliktsituation befinden, finden beim Frauenarzt ebenfalls Rat und Hilfe.

Hat der Schwangerschaftstest versagt?

Nur wenn der Schwangerschaftstest richtig angewendet wird, zur richtigen Zeit und nach Packungsanleitung, kann er auch ein sicheres Ergebnis liefern. Lies hier alle Infos zum Thema falsch negativem Schwangerschaftstest.

Dieses Foto kostete die Eltern vier Jahre und 35.000 Euro

Seine starke Symbolik macht es zum Hoffnungsträger für Millionen Paare.

Mutter hält gepucktes Neugeborenes im Arm
Wie ein Baby-Shooting zum Symbolbild kinderloser Paare wurde © Bigstock/ Saulich

Der Weg zum Wunschkind ist nicht immer ein leichter. Fast jedes zehnte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Immer mehr brauchen also medizinische Hilfe – in Form einer Hormontherapie oder einer künstlichen Befruchtung -, um sich den Traum von einer eigenen Familie erfüllen zu können.

Wie hart eine Kinderwunschbehandlung sein kann und wie viele Jahre sie dauern kann, zeigt kaum ein anderes Bild eindrucksvoller als dieses von der Fotografin Samantha Packer. Ein Neugeborenes, behutsam eingewickelt in einem Regenbogen-bunten Tuch, umringt von tausenden von Spritzen.

This is the first time I have been asked to do a photo like this! I was honored and wanted to create something...

Gepostet von Packer Family Photography am Freitag, 10. August 2018

Vier Jahre, sieben Versuche, drei Fehlgeburten und 1.616 Spritzen

So lange hat es gedauert, bis die Eltern endlich ihr Wunschkind in den Händen halten konnten. Eigentlich wollten Patricia and Kimberly O’Neill mit diesem Foto nur für sich privat den Abschluss ihres schweren Weges dokumentieren. Doch mit über 65.000 Shares auf Facebook wurde es inzwischen zum Symbolbild der Hoffnung für viele andere, ungewollt kinderlose Paare.

„Ich hoffe, es gibt da draußen ein Paar, das gerade durchmacht, was wir durchmachen mussten und sieht, dass am Ende des Tunnels Hoffnung ist. Da ist ein Licht und du musst nur dorthin kommen.“, sagt Mutter Patricia gegenüber des CNN.

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Das Ziel ist, ein Kind lieben zu dürfen

Insgesamt investierten die O’Neills 40.000 Dollar, also rund 35.000 Euro, in ihre Kinderwunschbehandlung. Eine immense finanzielle Last. Doch schwerer wiegt der Verlust von drei Kindern, die gestorben sind, bevor sie das Licht der Welt erblicken konnten. Daher auch die bunten Regenbogenfarben: Sie symbolisieren die Hoffnung nach Sternenkindern und erinnern still an sie.

„Das Herz soll zeigen, dass diese ganze schmerzvolle Reise das Ziel hat, ein Kind lieben zu dürfen.“

So erklärt die Fotografin Packer dem CNN ihre Idee, die Spritzen in Herzform um das Neugeborene anzuordnen. Eine Reise, die sich für die O’Neills am Ende gelohnt hat, egal, wie viele tausende Spritzen sie sich selbst dafür setzen mussten.

Ovulationstest: Diese Tests gibt es und so funktionieren sie!

Ein Ovulationstest kann dir zuverlässig dabei helfen, schneller schwanger zu werden, indem er dir deine fruchtbaren Tage und deinen Eisprung anzeigt. Wie ein Ovulationstest funktioniert, kannst du dir in wenigen Sekunden in diesem Video ansehen. Eine genaue Anleitung und eine Übersicht, welche Tests es gibt und wo du sie bekommst, findest du im Artikel darunter.

So kannst du mit einem Ovulationstest schwanger werden

Es kann viele Gründe geben, wieso es mit dem Babywunsch nicht auf Anhieb funktionieren will. Einer davon: Du kennst die günstigste Zeit, um schwanger zu werden, nicht und verpasst sie. Die größten Chancen bestehen am Tag des Eisprungs sowie am Tag davor. Finde mit Hilfe eines Ovulationstests heraus, wann diese beiden Tage bei dir sind. So geht’s!

Wie funktioniert ein Ovulationstest überhaupt?

Die Funktionsweise eines Ovulationstests ist so einfach wie genial: Das sogenannte luteinisierende Hormon (LH) ist in deinem Körper verantwortlich für das Auslösen des Eisprungs. Etwa 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung steigt daher der LH-Spiegel im Urin stark an. Ovulationstests erkennen diesen rapiden Anstieg und sagen dir damit zuverlässig den günstigsten Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr voraus. Richtig angewendet, lässt sich so die Chance auf die erwünschte Schwangerschaft deutlich erhöhen.

Ovulationstest-Anwendung: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Bevor du mit der Anwendung eines LH-Tests beginnen kannst, musst du noch die eigene Zykluslänge bestimmen, damit du weißt, wann du den Test zum ersten Mal anwenden solltest. Am besten schaust du dafür auf die letzten Menstruationszyklen zurück. Ein Zyklus beginnt immer mit dem Einsetzen der Blutung und endet am letzten Tag vor der nächsten Periode. Bei geringen Abweichungen der Zyklusdauer (weniger als vier Tage) nimmst du einen Mittelwert. Frauen mit unregelmäßigeren Zyklen sollten die kürzeste Länge zur Berechnung verwenden. Wenn du nun die Länge kennst, ziehst du davon 18 Tage ab. Das ist dein erster Testtag! Bei einem Zyklus von beispielsweise 28 Tagen, wird also am zehnten Zyklus-Tag mit dem Ovulationstest begonnen. Den genauen Tag für den Testbeginn kannst du auch der Gebrauchsanweisung entnehmen.

Anleitung: So bestimmst du jetzt die fruchtbaren Tage

Die Anwendung eines Eisprungtests ist ebenso einfach, wie bei einem Schwangerschaftstest. Testen kannst du zu jeder Tageszeit, aber unbedingt immer zur ungefähr gleichen Uhrzeit. Da du mindestens vier Stunden vorher nicht uriniert haben solltest, empfiehlt es sich, den Ovulationstest immer nach dem Aufstehen mit dem Morgenurin durchzuführen. Eine Packung enthält mehrere Teststäbchen. Entnimm eines der Stäbchen und tauche die Testspitze wie auch bei einem Schwangerschaftstest in deinen Urin – entweder direkt in den Strahl oder in ein Behältnis mit aufgefangenem Urin. Halte aber unbedingt die Dauer des Eintauchens ein, die in der Beschreibung angegeben ist!

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Auswertung des Ovulationstests

Nach etwa drei Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden. Es gibt zwei Linien: Die Referenzlinie zeigt, ob der Test korrekt funktioniert hat. Die Ergebnislinie sagt dir, wie hoch die Konzentration des luteinisierenden Hormons im Urin ist. Je farbintensiver das Ergebnis, desto höher der Hormonspiegel. Kein oder nur ein sehr schwacher Streifen sagt aus, dass der Wert noch nicht gestiegen ist. Nun muss der Test jeden Tag zur gleichen Zeit wiederholt werden. Färbt sich die Ergebnislinie genauso deutlich oder stärker als die Referenzlinie, hat der Ovulationstest einen Anstieg des luteinisierendes Hormons erkannt. Somit ist der Test positiv und die fruchtbarste Zeit in diesem Zyklus hat begonnen. Jetzt heißt es binnen 48 Stunden mit dem Partner Geschlechtsverkehr zu haben, denn in diesem Zeitfenster sind die Erfolgschancen am größten.

Wird der Test nach allen fünf bzw. sieben Stäbchen noch immer nicht positiv, dann teste mit einer zweiten Packung weiter. Es könnte sich um einen sehr späten Eisprung oder einen Zyklus ohne Eisprung handeln. Das ist prinzipiell nicht ungewöhnlich, sollte aber mit dem Arzt besprochen werden, wenn es häufiger vorkommt.

Ovulationstest kaufen: Diese Arten bieten Clearblue & Co. an

In Apotheken, Drogerien und online erhältst du von mehreren Herstellern wie Clearblue oder TestaMed verschiedene Arten von Ovulationstests, die sich in ihrer Funktionsweise aber kaum unterscheiden: die von uns beschriebenen Teststäbchen, Kassettentests oder auch digitale Tests. Bei den Kassettensystemen werden einige Tropfen Urin mit einer Pipette auf ein Testfeld geträufelt. Bei einem digitalen Eisprungtest soll eine Fehlinterpretation beim Ablesen des Ergebnisses vermieden werden. Auf dem Display wird zum Beispiel ein eindeutiges Ei-Symbol oder ein Grinse-Gesicht angezeigt, falls ein LH-Anstieg ermittelt wurde. So bleibt kein Zweifel, wann der relevante Zeitraum beginnt.

Egal für welche Art von Test du dich auch entscheidest, kostenfrei ist der Kinderwunsch nach Plan natürlich nicht: Je nach Test musst du pro Zyklus mit etwa 3 bis 20 Euro rechnen. Unbenutzte Teststreifen können im nächsten Zyklus wiederverwendet werden.

Sonderform des Ovu-Test: Fertilitätsmonitor und Zykluscomputer

Frauen, die das Thema Kinderwunsch noch strukturierter angehen möchten oder sich generell für eine natürliche Familienplanung (NFP) interessieren, könnten anstelle des gewöhnlichen Ovulationstests auch zu einem Zykluscomputer oder einem Fertilitätsmonitor greifen. Diese kleinen Computer erfassen deinen Zyklus anhand regelmäßiger Messungen der Basaltemperatur (z.B. die Zykluscomputer Daysy oder myWay) oder der Hormonkonzentration deines Urins (z.B. der Clearblue Fertilitätsmonitor) und zeigen dir so an, an welchen Tagen du schwanger werden kannst. Zykluscomputer gehen sogar noch darüber hinaus und können nach erfülltem Kinderwunsch zur Verhütung weiterverwendet werden. Zudem entstehen bei ihnen durch die Messung der Temperatur keine Folgekosten in den folgenden Zyklen. Einige der Computer und auch der Fertilitätsmonitor zeigen dir sogar an, ob du tatsächlich schwanger geworden bist. Der Nachteil an den kleinen Geräten: Du musst deutlich tiefer in die Tasche greifen – zwischen 90 und 300 Euro kosten dich Fertilitätsmonitor oder Zykluscomputer.

Kann der Eisprungkalender eine Alternative zum LH-Test sein?

Stellt sich noch die berechtigte Frage: Kann ich nicht auch kostenfrei meine fruchtbaren Tage bestimmen? Hierfür bietet sich der Eisprungkalender an. Mit seiner Hilfe kann man den Zeitraum der fruchtbaren Tage schon recht gut eingrenzen. Die Zykluslänge sowie der genaue Zeitpunkt des Eisprungs können allerdings von Monat zu Monat variieren. Einfluss darauf haben zum Beispiel Faktoren wie Stress, ein höheres Alter der Frau oder jahrelanges Einnehmen der Pille, was das Berechnen der fruchtbaren Tage recht schwierig machen kann. Für Frauen mit unregelmäßigen Menstruationszyklen bietet sich daher eher der beschriebene Ovulationstest an. Nicht zuletzt, weil sich damit auch erkennen lässt, ob überhaupt ein Eisprung stattfindet.

Trotz Kinderwunsch und LH-Test bloß nicht den Spaß im Bett verlieren

Was tut man nicht alles für die Erfüllung des Kinderwunsches? Doch achtet auch darauf, euch als Paar unter all dem Testen und Planen nicht aus den Augen zu verlieren. Liebt euch auch, wenn der Ovulationstest gerade keine fruchtbare Zeit anzeigt und setzt euch gegenseitig nicht zu sehr unter Druck. Denn sonst kann sich schnell Ernüchterung einstellen und der Geschlechtsverkehr auf Kommando wird zum notwendigen Akt, an dem beide keinen Spaß mehr haben. Ob das dann zum ersehnten Baby führt, ist fraglich. Also bewahrt euch die Lust aufeinander und respektiert es, wenn der Partner am Tag des Eisprungs mal überhaupt keine Lust auf Zärtlichkeiten hat.

Allen Paaren, die auf ein Baby „hinarbeiten“, wünschen wir viel Spaß und Erfolg, sodass sich der Kindersegen schon bald einstellt!

Wann kann man schwanger werden?

Wann kann man schwanger werden? Vielen Menschen ist der weibliche Zyklus ein Rätsel: Da ist die Rede von Eileitern, Follikeln und Hormonen, von Schleimhäuten und Menstruation – doch was das eine mit dem anderen zu tun hat und wann im Körper was passiert, bleibt meist unverstanden. Was genau geschieht im Körper einer Frau innerhalb eines Zyklus und wann kann man schwanger werden? Hier findest du alle Antworten!

Wann kann man schwanger werden? Frau hält eine Uhr
Wann kann man schwanger werden? Der Eisprung ist der Schlüssel! © Unsplash / Rachael Crowe

Wann kann man schwanger werden?

Ungefähr alle 28 Tage löst sich eine unbefruchtete Eizelle vom Eierstock ab. Diese Phase nennt man Eisprung oder Follikelsprung. In dieser Zeit wird die Eizelle in den Eileiter aufgenommen, wo sie zwölf bis 24 Stunden lang von einem Spermium befruchtet werden kann. Spermien können zwischen 72 Stunden und bis zu fünf Tagen im weiblichen Körper überleben. Also: Wann kann man schwanger werden? Maximal sieben Tage pro Zyklus. Am fruchtbarsten sind Frauen in der Zeitspanne von 72 Stunden vor dem Eisprung bis 12 Stunden danach. Wenn du schwanger werden willst, ist das der perfekte Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr! Und was passiert bei einem Follikelsprung?

Wann kann man schwanger werden? Der Follikelsprung auf Video

Die Wissenschaftler Stephan Gordts and Ivo Brosens des Leuven Institute for Fertility & Embryology in Belgien haben zum ersten Mal überhaupt den Vorgang des Eisprungs auf Video aufgezeichnet. Dafür haben sie eine transvaginale Laparoskopie (kleiner Einschnitt in die Scheidenwand) durchgeführt und sind mit einem Endoskop, also einer kleinen Kamara, der Frage: „Wann kann man schwanger werden und was passiert beim Eisprung?“ auf den Grund gegangen. Hier siehst du das faszinierende Videomaterial:

Der menschliche Follikelsprung auf Video

Die Frage: „Wann kann man schwanger werden?“ ist also geklärt. Doch was passiert eigentlich bei einer Befruchtung? Vereinfacht kann man den weiblichen Zyklus als eine Art „Reise mit Chance auf Schwangerschaft“ erklären und besser verstehen, denn der weibliche Zyklus nichts anderes als eine Art biologischer Kettenreaktion. Und das passiert:

Wann kann man schwanger werden und wie?

#1 Reisevorbereitung: Die Ovarien

Die Ovarien sind zwei etwa pflaumengroße Organe, die sich rechts und links etwas oberhalb der Gebärmutter befinden. In den Ovarien sind schon bei der Geburt alle Eizellen vorhanden. Kommt ein Mädchen in die Pubertät, beginnt nach und nach jeden Monat je eine Eizelle heranzureifen. Ein herangereiftes Ei wird zunächst von einer Kapsel umgeben, dem sogenannten Follikel. Der Follikel platzt und das Ei wird von einem kleinen Flüssigkeitsstrom in die Eileiter gespült – der Eisprung.

Der geplatzte, leere Follikel verbleibt im Ovar und wird zum Gelbkörper, der große Mengen der Hormone Östrogen und Progesteron produziert.

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#2 Die Reise: In den Eileitern

Die Eileiter sehen ein wenig wie altmodische Grammofon-Trichter aus und nehmen an ihrem weiten Ende das Ei auf. Eileiter haben innen eine Oberfläche, die das Ei durch Bewegungen weiter transportiert in Richtung Gebärmutter. Während das Ei in den Eileitern transportiert wird, kann es durch die Samen des Mannes befruchtet werden. Kommt es zu einer solchen Befruchtung, beginnt auf dem Weg zur Gebärmutter bereits die Zellteilung. Am 4.-5. Tag nach der Befruchtung erreicht das befruchtete Ei die Gebärmutter.

Kommt es zu keiner Befruchtung, beginnt der Gelbkörper nach einigen Tagen Oxytocin zu produzieren, verkümmert und löst damit einen Abfall des Werts des Hormons Progesteron aus. Dieser Abfall von Progesteron löst dann die Menstruationsblutung aus.

#3 Reiseziel: In der Gebärmutter

Erreicht eine befruchtete Eizelle die Gebärmutter, so schwimmt sie in dem dort befindlichen Sekret zunächst herum, bis sie sich in einem Stadium befindet, in dem sie sich an der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann.

Ist die Eizelle nicht befruchtet, kommt es durch den oben bereits erwähnten Abfall des Progesteron-Wertes zur Menstruation. Die Menstruation bewirkt, dass sich die gut durchblutete Schleimhaut in der Gebärmutter löst und abblutet, sodass sich im nächsten Zyklus eine neue Schleimhaut bilden kann, die wieder bereit ist, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Dann verzögert sich die Frage: „Wann kann man schwanger werden?“ wieder um einen Monat.

„Es war Liebe auf die erste Temperaturmessung!“ – Daysy, meine natürliche Rettung!

Ihre erste Schwangerschaft war für unsere Autorin Jenn Knott eine komplette Überraschung, bei der ihr bewusst wurde, dass sie ihren Körper und ihren Zyklus bislang gar nicht verstanden hatte. Nach der Geburt entdeckte sie den Zykluscomputer Daysy – und damit ganz ungeahnte Freiheiten. Hier erzählt sie ihre Geschichte.

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Frau fährt in einem Auto
Endlich frei von künstlichen Hormonen: Der Zykluscomputer Daysy macht's möglich! © Unsplash / Averie Woodard

Meine erste Schwangerschaft war eine große Überraschung: Ich hatte die Pille erst zwei Monate davor abgesetzt und nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen könnte. Außerdem war der entsprechende Sex „das eine Mal“ kurz nach meiner Regelblutung – und da kann man doch noch nicht schwanger werden, oder? Offensichtlich schon. Nach mehreren Jahren, in denen ich die Pille genommen habe, wurde mir in diesem Moment, in dem ich den uringetränkten Stab anstarrte, der das Dasein meiner Tochter ankündigte, klar, dass ich meinen Körper, meine Hormone und meinen natürlichen Zyklus gar nicht verstanden hatte.

So funktioniert der Zykluscomputer Daysy (sponsored)

Die Pille wurde mir unheimlich – muss ich mich wirklich mit den ganzen Wirkstoffen zuschütten?

Auch wenn die Pille unkompliziert einzunehmen ist, hatte ich immer das Gefühl, dass sie etwas mysteriös wirkt: Da schüttet man jeden Tag künstliche Hormone in sich rein – nur um nicht schwanger zu werden?! Ich fing an, mich zu fragen: Was passiert dabei eigentlich in meinem Körper und muss ich denn zwingend meinen natürlichen Rhythmus stören? Also habe ich mich entschlossen, die Pille abzusetzen, weil mir die zusätzlichen, unnatürlichen Östrogene und Progesterone langsam verdächtig wurden.

Frau lacht
Es müssen nicht immer Hormone sein © Unsplash / Jeremy Cai

In der Schwangerschaft habe ich gelernt, meinen Körper zu lieben

Während der Schwangerschaft habe ich meinen Körper dann bewusst näher kennen gelernt: Ich wollte genau wissen, was in meiner Gebärmutter stattfindet und warum. Durch diese wunderbare und verrückte Umgestaltung habe ich meinen erstaunlichen, weiblichen Körper zu schätzen gelernt – und nach der Heldentat der Geburt habe ich ihn vergöttert. Ich habe mir geschworen: Nie mehr würde ich ihm aus Bequemlichkeit irgendein Mittel zumuten – geschweige denn eine tägliche Dosis davon!

Ich würde meinem Kind nie künstliche Wirkstoffe zumuten – warum also mir selbst?!

Als wir unser neues, kleines Wesen dann endlich zu Hause hatten, war das nochmal mehr eine Erinnerung daran, wie perfekt und rein unsere Körper sind, bevor wir sie jahrelang mit bekannten und noch unbekannten Schadstoffen bombardieren. Ich wollte von Anfang an mein Bestes tun, um mein Kind von unnötigen, ungesunden und unnatürlichen Mitteln zu schützen. Parabene in der Körperpflege? Weg! Pestizide im Essen? Sowas von weg! Mich selbst musste ich nun natürlich genauso gut wie mein Baby ernähren und pflegen, um meinem Kind die bestmögliche Muttermilch schenken zu können. Und mir wurde klar: Wenn das Baby es verdient, verdiene ich es auch.

Nach der Geburt überlegte ich: Wie kann ich natürlich verhüten?

Kurz nach der Geburt war es aber auch Zeit, wieder an Verhütung zu denken. Für mich stellte sich die Frage: Wie kann ich hormonfrei, aber auch zuverlässig verhüten, ohne dass ich gleich zur Zervixschleim-Expertin werden oder mir Kupferteile in die Gebärmutter implantieren lassen muss?

Daysy Computer liegt auf einem Nachttisch
Daysy ist ein hochmoderner Zykluscomputer mit 99,4 prozentigem Schutz. © Daysy

Es war Liebe auf die erste Temperaturmessung

Ich habe zum Glück die perfekte Lösung für mich gefunden: einen kleinen, schlauen Computer namens Daysy, der mir mit 99,4 prozentiger Sicherheit sagt, ob ich fruchtbar bin oder nicht. Es war Liebe auf die erste Temperaturmessung! Man wacht auf, aktiviert die kleine Daysy, steckt sie sich 30 Sekunden unter die Zunge und kriegt danach alle wichtigen Infos: An Tagen, an denen ich fruchtbar bin, leuchtet ein rotes Licht, an unfruchtbaren ein grünes. An roten Tagen sollte ich also keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, wenn ich nicht schwanger werden will, an grünen ist das kein Problem. Hier bekommt ihr mehr Infos, wie die Daysy funktioniert. Für mich waren diese Infos wie eine Revolution!

Mit Daysy habe ich es hingekriegt, meinen Hormonhaushalt wieder in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen und meinen eigenen Zyklus wirklich kennen zu lernen. Für mich war das nicht nur ein großer Schritt zurück zu meiner natürlichen Weiblichkeit, sondern auch eine ganz neue Freiheit. Ich weiß jetzt jeden Tag, was in meinem Körper passiert und fühle mich frei, weil ich ganz natürlich planen kann. Wenn ich also morgens ein rotes Licht auf meiner Daysy sehe, kann ich entweder auf Sex verzichten, ein zusätzliches Verhütungsmittel einsetzen – oder eben versuchen, schwanger zu werden…

Daysy hat mich bei meinem Kinderwunsch unterstützt

Und auch für genau diesen Wunsch habe ich meine Daysy eingesetzt: Meine zweite Schwangerschaft konnte ich so ganz einfach planen. Mit der zugehörigen App DaysyView habe ich jederzeit einen Überblick über alle meine Zyklusdaten dabei, etwa bei einem Termin beim Frauenarzt. Außerdem gibt mir die App eine individuelle Voraussage meines Zyklus über die nächsten Wochen und hat es mir so sehr einfach gemacht, meinen Kinderwunsch zu planen. Und was soll ich sagen? Innerhalb von zwei Monaten hat es geklappt! Dieses Mal keine Überraschung und jetzt bin ich Mutter von zwei wunderbaren Mädchen.

Diese Freiheit wünsche ich mir auch für meine Töchter

Wenn man ein gesundes und glückliches Leben ganz ohne künstliche Hormone führen will und sein Schicksal gerne in die eigene Hand nimmt, ist Daysy die beste Option, die ich mir vorstellen kann. Ich kann alles selbst entscheiden und bin in Verbindung mit meinem Körper. Dadurch weiß ich über meinen persönlichen Zyklus immer Bescheid, auch wenn er sich über die Jahre ändert.  Für mich ist das die ultimative, moderne Freiheit, die jede Frau verdient und die ich mir eines Tages auch für meine beiden Töchter wünsche, wenn es mal soweit ist.

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Samenspende für das Wunschkind: So funktioniert es

Eine Samenspende kommt für Paare dann in Frage, wenn der Mann unfruchtbar ist, oder das Risiko zu groß ist, dass er schwere Erbkrankheiten weitergibt. Hierfür gibt es spezielle Samenbanken und Kinderwunschkliniken, aber es besteht auch die Möglichkeit sich über private Online-Plattformen einen Samenspender zu suchen. Die Infos im Überblick.

Ein Pärchen blickt sich glücklich in die Augen.
Eine Samenspende kann eine Möglichkeit sein, sich den Kinderwunsch zu erfüllen. © Unsplash / Priscilla du Preez

Samenspende über eine Samenbank

Eine Samenbank sucht nach Männern, die ihr Sperma spenden wollen. Dabei soll es aber nicht um den wirtschaftlichen, sondern vor allem um den sozialen Aspekt gehen, Paaren helfen zu wollen. Der Spender wird gesundheitlich untersucht, wobei eine gesunde Lebensweise, Ernährung und der allgemeine Gesundheitszustand eine große Rolle spielen.

Bei der Samenspende wird das Sperma auf Krankheiten, wie HIV, Gelbsucht, Chlamydien, Syphillis, Gonorrhö und Cytomegalie untersucht. Außerdem dürfen in der Familie keine genetischen Erkrankungen vorliegen. Nach einem halben Jahr wird eine weitere Blutuntersuchung beim Spender durchgeführt, um mögliche Krankheiten nochmals auszuschließen.

Samenspender gesucht: Ablauf der Samenspende

Habt ihr euch für eine Samenspende mithilfe einer Samenbank entschieden, könnt ihr euch beraten lassen und erhaltet eine Dokumentenmappe mit allen wichtigen Informationen. Wenn ein Samenspender gesucht wird, dürft ihr ihn euch anhand der persönlichen Daten, wie Lebenstil und Aussehen aussuchen.

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Anschließend werden die Samen von der Samenbank an euren behandelnden Arzt verschickt. Mittels Ultraschall-und Hormonuntersuchungen bestimmt der Arzt den optimalen Zeitpunkt für die Samenübertragung der Samenspende. Dabei werden die Samen in der Regel mithilfe eines Plastikschlauches über die Scheide in die Gebärmutter eingesetzt (Insemination). Wenn nach zwölf bis 14 Tagen keine Regelblutung eintritt, könnt ihr einen Schwangerschaftsstest durchführen. Grundsätzlich liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei etwa 15 bis 20 Prozent.

Kosten für eine Samenspende

Die Kosten für die Samen der Samenspende können von Klinik zu Klinik variieren: Bei der Erlanger Samenbank betragen die Kosten pro Spendersamenprobe etwa 500 Euro und die dazugehörigen Versandkosten etwa 110 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für das Lagern und Aufbereiten der Samen und die ärztlichen Behandlungskosten von insgesamt etwa 400 bis 500 Euro.

Samenspende über private Anbieter: Besser nicht

Wer schon einmal nach „Samenspender“ gegooglet hat, der wir vielleicht schon auf diverse fragwürdige Online-Portale gestoßen sein. Auch wenn die Angebote „preiswert“ sind, solltet ihr euch besser auf eine seriöse Samenbank verlassen. Diese geht mit der Samenspende viel bewusster um und überprüft die Spermien und den Spender zuverlässig

Jenny Elvers will mit 46 nochmal Mama werden

Gibt es eine Zeit, ab der man nicht mehr Mutter werden sollte? Für Jenny Elvers nicht, denn sie wünscht sich mit 45 noch ein Kind. Und Deutschland diskutiert: Ist man mit 46 zu alt, um nochmal Mama zu werden?

Schwangere Frau steht auf einer Wiese
Gibt es ein "zu spät" beim Kinderkriegen? © Bigstock / www.BillionPhotos.com

„Ich will nochmal Mutter werden!“

In einem Interview mit der Zeitschrift Closer verriet sie: „Ich hätte gerne weitere Kinder gehabt – und habe diesen Wunsch auch noch nicht vollends aufgegeben.“ Aus einer Kurzzeitbeziehung mit dem ehemaligen „Big Brother“-Star Alex Jolig (55) hat Elvers einen Sohn, Paul (17). Dieser ist auch der Grund für ihren weiteren Kinderwunsch. „Ich bin mit Leib und Seele Mama und mein Sohn zeigt mir auch immer, dass ich diese Rolle immer gut ausgefüllt habe. Mit seinem Erwachsenwerden ändert sich alles. Und da frage ich mich schon: Hätte ich doch noch mehr Kinder bekommen sollen?“

„Das Baby muss ja nicht aus meinem Bauch rauskrabbeln.“

Dabei steht die Schauspielerin kurz vor ihrem 46. Geburtstag. Doch das ist für sie kein Hindernis: „Das Baby muss ja nicht aus meinem Bauch rauskrabbeln. Es geht mir nicht direkt um die Schwangerschaft an sich. Vielleicht kann ja auch der Mann ein Kind mit in die Beziehung bringen. Oder man setzt sich mich dem Thema Adoption auseinander.“

„Den Mann zu den Plänen gibt es noch nicht.“

Und ein weiteres Hindernis stellt sich Elvers in den Weg: Momentan ist sie single! „Ja, stimmt. Den Mann zu eventuellen Plänen gibt es da noch nicht.“ Gibt sie in dem Interview zu. Doch sie nimmt es mit Humor: „Da bin ich im Moment offen für Angebote.“

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Gibt es ein Zeitlimit für einen Kinderwunsch?

Jenny Elvers wäre nicht die erste, die sich in späteren Jahren noch ein Kind bekommt: Die ARD-Moderatorin Sandra Maischberger wurde mit 40 zum ersten Mal Mutter, die US-Schauspielerin Halle Barry war bei der Geburt ihres Sohnes 47 Jahre alt und die italienische Rocksängerin Gianna Nannini brachte mit 54 Jahren ihr erstes Kind zur Welt.

Doch sind auch immer Risiken für die Gesundheit des Kindes und der Mutter mit einer Schwangerschaft 40plus verbunden. Das Risiko für schwere Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt steigt um fast sechs Prozent, wenn die Mutter über 50 Jahre ist. Ist das Risiko also zu hoch oder sollte das jede Frau selbst für sich entscheiden? Wir wollen eure Meinung wissen: Stimmt ab!

Künstliche Befruchtung – Chancen, Kosten und Risiken im Überblick

Eine künstliche Befruchtung ist für manche Paare die letzte Chance auf ein Wunschbaby. Erfahre hier, welche Möglichkeiten es in Deutschland zur künstlichen Befruchtung gibt, wie eine künstliche Befruchtung abläuft, welche Kosten die Kasse übernimmt und mit welchen Risiken du rechnen solltest.

Nur wenig Zeit? Dann schau dir im Video eine Kurzzusammenfassung der gängigsten Methoden Insemination, IVF und ICSI an.

Ablauf einer Insemination, IVF und ICSI

Künstliche Befruchtung: Wann wird sie notwendig?

Als unfruchtbar gilt ein Paar per Definition dann, wenn es nicht schwanger werden kann, auch wenn es schon mehr als ein Jahr ungeschützten Geschlechtsverkehr hat. Paare, die sich jetzt ernsthaft mit der Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung befassen, sollten die genauen Ursachen der Unfruchtbarkeit von einem Reproduktionsmediziner abklären lassen. Denn die Kinderwunschbehandlung richtet sich vor allem danach, wo die Defizite liegen. Mehr Infos dazu bekommst du in dem Punkt: Methoden der künstlichen Befruchtung & Ablauf.

Methoden der künstlichen Befruchtung & Ablauf

Je nach Ursache muss entschieden werden, welche Methode jeweils die größten Erfolgsaussichten hat. Zu den am häufigsten angewendeten Methoden in der Reproduktionsmedizin gehört die Insemination. Auch wenn die Befruchtung dabei streng genommen nicht künstlich ist, da das Ei im Körper der Frau befruchtet werden kann, ist sie hier der Vollständigkeit halber mit aufgenommen.

Die sogenannte IVF und ICSI zählen zu den bekanntesten Formen der künstlichen Befruchtung bei der die Eizelle wirklich außerhalb des Körpers im Labor befruchtet wird. Erfahre nachfolgend mehr dazu: künstliche Befruchtung Ablauf.

Intrauterine Insemination (IUI)

Bei der Insemination erfolgt die Samenübertragung in den Körper der Frau. Dazu kann der Samen des Partners oder eines Spenders verwendet werden. Die Spermien werden mit einem Schlauch entweder in die Gebärmutter oder in die Eierstöcke gespritzt. Diese Methode wird meist angewendet, wenn die Spermien-Qualität beeinträchtigt ist (zu unbeweglich, zu wenige). Ebenso, wenn der männliche Partner keinen Geschlechtsverkehr haben kann (z. B. Querschnittslähmung). Auch wenn der Partner eine schwerwiegende Erbkrankheit weitergeben könnte, kann eine Insemination fremden Spermas die Lösung sein.

 

In-Vitro-Fertilisation (IVF)

Bei der künstlichen Befruchtung mittels IVF werden der Frau zunächst Hormone gegeben, damit möglichst viele Eizellen heranreifen. Diese werden dann durch die Scheide abgesaugt. Der Mann steuert per Masturbation Spermien bei. Das Ejakulat wird untersucht und aufbereitet. Minderwertige Spermien werden aussortiert – dieser Vorgang wird in der Reproduktionsmedizin auch „Waschen“ genannt. Anschließend werden die übrig gebliebenen Spermien in einer Glasschale mit Nährlösung mit den Eizellen zusammengefügt, sodass dort eine Befruchtung stattfinden kann. Teilen sich die Zellen und entwickeln sich zu Embryonen, werden hiervon bis zu drei befruchtete Eizellen durch die Scheide in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. Eine weitere Hormonbehandlung soll die Schwangerschaft unterstützen.

Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Bei einer ICSI erfolgt die künstliche Befruchtung eigentlich ähnlich wie bei der IVF, jedoch wird hierbei nur ein einzelnes Spermium des Mannes ausgewählt und verwendet. Dieses wurde entweder durch Masturbation oder (bei Verschluss des Samenleiters) durch einen operativen Eingriff gewonnen. Es wird direkt in die Eizelle hineingespritzt. Nach erfolgreicher Zellteilung wird der Embryo mittels eines kleinen Schlauches durch die Scheide in die Gebärmutter der Frau eingesetzt. Auch hier ist vor und nach dem Eingriff die Einnahme von Hormonen notwendig.

Intratubarer Gametentransfer (Gift)

Die ist eine Mischform aus Insemination und In-vitro-Fertilisation. Bei dieser Methode der künstlichen Befruchtung werden die Eizellen und das Sperma mit einem kleinen Schlauch direkt in den Eileiter der Frau übertragen, sodass es dort zur Befruchtung kommen kann. Es ist ein operativer Eingriff mit Narkose, bei dem der Frau die Eizellen per Punktion durch die Bauchdecke entnommen und noch im selben Eingriff zusammen mit dem Sperma durch die Scheide wieder eingesetzt werden. Diese Methode gilt als veraltet und kommt nur noch selten zur Anwendung.

Egal welche Methode letztendlich zum Einsatz kommt, Ärzte in Deutschland müssen bei jeder künstlichen Befruchtung stets das Embryonenschutzgesetz einhalten. Außerdem ist in Deutschland die Eizellenspende ebenso wenig erlaubt wie die Leihmutterschaft. Besonders das Verbot der Eizellenspende erschwert manchen Paaren den Weg zum Kind. Meist kann dann nur der Umweg über eine Behandlung im Ausland Abhilfe schaffen. Länder wie USA, Tschechische Republik, Spanien und Belgien bieten auch deutschen Paaren diese Alternative.

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Künstliche Befruchtung: Kosten

Bis Paare wirklich ein Baby in den Händen halten können braucht es meist mehr als nur eine künstliche Befruchtung: Kosten steigen also schnell in die Tausende und belasten Paare auch finanziell.

Laut dem Sozialversicherungsgesetz haben gesetzlich Versicherte seit dem Jahr 2014 den Anspruch, dass die Krankenkasse 50 Prozent der anfallenden Kosten für die Fortpflanzungsmedizin übernimmt. Zumindest für:

  • 8 Zyklen einer Insemination ohne vorherige hormonelle Stimulation plus
  • 3 Zyklen einer Insemination mit hormoneller Stimulation plus
  • 3 Zyklen einer IVF oder einer ICSI-Behandlung.

Doch die Maßnahme muss zuvor von der Kasse genehmigt werden und oft müssen dafür bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Es muss ärztlich betätigt worden sein, dass die Behandlung medizinisch notwendig ist.
  • Es muss ärztlich betätigt worden sein, dass eine realistische Erfolgs-Chance besteht.
  • Keiner der Partner darf jünger als 25 Jahre sein.
  • Die Frau darf nicht älter als 40 Jahre alt sein.
  • Der Mann darf nicht älter als 50 Jahre alt sein.
  • Die Partner müssen heterosexuell sein.
  • Die Partner müssen verheiratet sein.
  • Es werden ausschließlich Ei- und Samenzellen der beiden Ehepartner verwendet.

Zusätzlich bietet auch der Bund gewisse Förderprogramme für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch an. Bei der Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ kann finanzielle Hilfe für Kinderwunschbehandlungen beantragt werden. Seit Anfang des Jahres 2016 stehen diese Leistungen auch unverheiratet Paaren zur Verfügung.

Private Kassen übernehmen die Kosten für die künstliche Befruchtung je nach Vertragsart. Kosten für solche Eingriffe im Ausland sollten vorab mit der jeweiligen Kasse geklärt werden.

Künstliche Befruchtung: Risiken und Nachteile

Entscheidet sich ein Paar für eine künstliche Befruchtung, stehen plötzlich zwei Menschen auf dem Prüfstand und sollen die Frage klären, an wem es liegt, dass sie auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können. Mangelnde Spermaqualität oder fehlende Durchlässigkeit der Eierstöcke? Untersuchungen dieser Art bedeuten für Paare eine große psychische Belastung. Angst davor, an der Kinderlosigkeit die Schuld zu tragen, belastet ebenso, wie die Angst vor dem eigenen Versagen. Darum sollte vorab darüber geredet werden, wie mit dem Ergebnis der Untersuchungen umzugehen ist. Vorwürfe oder Häme dürfen hier keinen Platz haben. Gegenseitiger Respekt und Unterstützung sind angebracht. Auch sollte geklärt werden, wie mit dem Untersuchungsergebnis bezüglich der Außenwelt verfahren werden soll: Bleibt es zwischen den Partnern oder dürfen auch Freunde und Verwandte das Ergebnis erfahren?

Risiken einer künstlichen Befruchtung:

  • Hohe psychische Belastung.
  • Gefahr von Mehrlingsschwangerschaften.
  • Hohe finanzielle Belastung.
  • Hormonelle Belastung für den Körper mit Folgen wie etwa Gerinnungsstörungen.
  • Möglichkeit der schmerzhaften Überstimulation der Eierstöcke durch Hormone.
  • Risiko von Infektionen bei den Eingriffen.
  • Narkoserisiko bei operativen Eingriffen.
  • Es gibt vermehrt Hinweise auf ein etwas häufigeres Vorkommen von Frühgeburten, Fehlbildungen und Chromosomenanomalien.

Künstliche Befruchtung: Was du darüber wissen solltest

Bei einer künstlichen Befruchtung ist die Befruchtung einer Eizelle mit einem Spermium losgelöst von einem sexuellen Akt und wird zum medizinischen Eingriff. Der Vorgang hat nichts Romantisches, sondern kann beide Partner ängstigen und belasten. Leider gibt es auf diesem Weg keine Garantie für eine Schwangerschaft. Eine 100%-ige Erfolgschance besteht also nicht.

Auch kommt es bei einer künstlichen Befruchtung häufiger zu Mehrlingsschwangerschaften, da mehrere Eier befruchtet und eingesetzt werden oder durch unterstützende Hormongabe mehrere Eizellen gleichzeitig heranreifen. Leider überleben nicht immer alle Embryonen und es besteht auch die Möglichkeit, dass der Körper die Schwangerschaft nicht annimmt. Dann müssen erneute Versuche unternommen werden – das Paar lebt zwischen Angst und Hoffnung. Das verdient Achtung und Respekt – und die Unterstützung all derer, die davon wissen.

 

Aber: Trotzdem gelingt es vielen Menschen die mit einer künstlichen Befruchtung zu einem oder gar zu mehreren Kindern zu kommen und ihren Lebensplan von der Familie zu verwirklichen. Und die Erfolgschancen – in der Reproduktionsmedizin auch als Baby-take-home-rate bezeichnet – werden immer besser. Das bestätigen die Zahlen aus den Jahrbüchern des deutschen IVF-Registers: Lag die Baby-take-home-rate einer IVF im Jahr 2015 nur knapp bei 23 Prozent, stieg sie ein Jahr später schon auf 26 Prozent.

Ob das Kind auf natürliche Weise oder mit Hilfe einer künstlichen Befruchtung entstanden ist, wird später niemanden mehr interessieren, und auch die betroffenen Kinder selbst, haben meistens kein Problem mit ihrer Entstehungsgeschichte.

Auch psychische Ursachen abklären

Trotz ausführlicher Untersuchungen bleibt oft genug völlig unklar, warum bisher keine Schwangerschaft zustande gekommen ist: Beide bringen die notwendigen Voraussetzungen mit. In diesen Fällen könnte die Ursache im psychischen Bereich zu suchen sein. Stress gehört nach wie vor zu einer der Hauptursachen von Unfruchtbarkeit. Man darf diese Einflüsse nicht unterschätzen. Einer von 100 Fällen von Unfruchtbarkeit ist auf Stress zurückzuführen, sagen verschiedene Studien zum Thema. Schenkt man auch diesen Ursachen ausreichend Beachtung, kann man oft genug eine künstliche Befruchtung umgehen.

Daher solltest du vorab für dich folgende Fragen beantworten:

  • Sind wirklich beide bereit für ein Kind?
  • Wie waren eigenen Erfahrungen mit der Kindheit, den Eltern und Geschwistern? Gibt es hier belastende Ereignisse, die nicht aufgearbeitet wurden?
  • Wie sieht es mit dem persönlichen Stresslevel aus (beruflich und privat)?
  • Welcher (evtl. unterschwellige) Druck wird bezüglich der Schwangerschaft von Familie und Freunden ausgeübt?

Basaltemperatur messen und Eisprung bestimmen

Die Basaltemperatur ist eines der vielen verschiedenen Dinge, die dich unterstützen können, wenn du dir ein Baby wünschst. Lies hier, wie du die Basaltemperatur messen und auswerten und so deinen Eisprung bestimmen kannst.

Nicht viel Zeit? Dann schau die im Video den Schnellüberblick zum Thema an:

So misst du deine Basaltemperatur richtig

Was misst die Basaltemperatur?

Die Basaltemperatur ist die Körpertemperatur, die du morgens direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen hast. Sie verändert sich während deines Zyklus und folgt dabei einem gewissen Muster: Die Basaltemperatur steigt bei einem Eisprung leicht an, bleibt dann einige Tage erhöht und fällt kurz vor Beginn deiner Periode wieder ab. Diese typische Temperaturkurve hilft dir, dass du deine fruchtbaren Tagen bestimmen kannst.

Balsatemperatur normaler Zyklus

  1. 1. Phase
    individuelle, normale Körpertemperatur
  2. 2. Phase
    Eisprung, erkennbar durch einen Abfall der Temperatur und einem unmittelbar folgenden deutlichen Anstieg (mindestens 0,2 °C)
  3. 3. Phase
    Gelbkörperphase, 13 – 14 Tage eine konstant erhöhte Temperatur
  4. 4. Phase
    Kurz vor Beginn der Menstruation sinkt die Temperatur wieder

Die Basaltemperatur zu messen, ist eine einfache und kostengünstige Methode der natürlichen Familienplanung (NFP) – bei Kinderwunsch und zur Verhütung. Denn mehr als ein Thermometer brauchst du dafür im Grunde nicht. Es gibt spezielle Basalthermometer, die einen kleinen Computer besitzen, der die Messergebnisse direkt interpretiert und dir sagt, ob du einen fruchtbaren oder unfruchtbaren Tag hast. Doch mit der richtigen Technik genügt ein gewöhnliches Fieberthermometer auch.

Basaltemperatur messen: So geht es richtig

An welchem Tag du beginnst, die Basaltemperatur zu messen ist prinzipiell egal – ob zu Beginn eines neuen Zyklus, in der Mitte oder am Ende. Am einfachsten wird es für dich allerdings, wenn du mit dem ersten Tag deiner Menstruation, also am Anfang deines Zyklus, beginnst. Dabei ist es ganz wichtig, dass du immer gleich vorgehst, um Schwankungen und kleine Messfehler möglichst ausschließen zu können. Auf folgende Punkte solltest du beim Temperaturmessen achten:

  • Immer an derselben Stelle messen, am besten in der Scheide oder im After, da eine Messung unter der Achsel oder im Mund zu ungenau ist
  • Immer direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen messen
  • Möglichst immer zur selben Zeit messen
  • Stets dasselbe Thermometer verwenden
  • Vor der Messung mindestens fünf bis sechs Stunden Schlaf

 

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Basaltemperatur auswerten

Die Ergebnisse hältst du am besten in einem speziellen Kurvenblatt fest. Die gibt es entweder direkt beim Kauf eines Basalthermometers dazu oder du lädst dir eine Version aus dem Internet runter und druckst sie aus. Um eventuelle Schwankungen der Basaltemperatur richtig interpretieren zu können, solltest du auch notieren, wenn du Stress hattest, krank warst, zu wenig Schlaf bekommen oder Alkohol getrunken hast.

Mit der Basaltemperatur Eisprung bestimmen

Hattest du einen Eisprung, dann bildet dein Körper das Geschlechtshormon Gestagen. Das wiederum hat die Eigenschaft, dass es unsere Körpertemperatur leicht hochschraubt (um mindestens 0,2 °C). Gestagene werden nur dann gebildet, wenn auch ein Eisprung vorausgegangen ist. Kannst du also eine leicht erhöhte Basaltemperatur messen, ist das auch ein relativ verlässliches Anzeichen dafür, dass eine Eizelle gerade Richtung Gebärmutter wandert.

Laut Weltgesundheitsorganisation (englisch: World Health Organization, WHO) gelten die folgenden drei Bedingungen, um mit Hilfe der Basaltemperatur den Eisprung bestimmen zu können:

  1. Die Basaltemperatur erhöht sich leicht um mindestens 0,2 °C (im Vergleich zu den vorangegangenen sechs Tagen) und bleibt an drei aufeinanderfolgenden Tagen konstant erhöht.
  2. Wenn ein Eisprung stattgefunden hat, erfolgt der Temperaturanstieg innerhalb von höchstens 48 Stunden.
  3. Ändert sich die Basaltemperatur innerhalb eines Zyklus nicht, gab es auch keinen Eisprung.

Rund um diesem Zeitpunkt hast du also deine fruchtbaren Tage: direkt vor dem Anstieg der Temperatur bis zu dem Tag, an dem die Temperaturlinie deutlich ansteigt.

Basaltemperatur: Schwangerschaft erkennbar?

Um mit Hilfe der Basaltemperatur-Methode schwanger zu werden, brauchst du Geduld und musst deinen Körper und Zyklus gut kennen lernen. Denn den exakten Zeitpunkt des Eisprungs kannst du selbst mit der Basaltemperatur nicht vorhersagen. Du kannst ihn durch Beobachtung und Kurvenblätter mehrerer Zyklen jedoch mit steigender Wahrscheinlichkeit immer weiter eingrenzen.

Und wenn es mit dem Baby dann endlich geklappt hat, dann siehst du das auch an der Basaltemperatur: Schwangerschaft bedeutet nämlich, dass die Temperatur gegen Ende des Zyklus nicht abfällt, sondern sogar weiter steigt. Dann wird es Zeit, für einen ersten Schwangerschaftstest.