Warum werde ich nicht schwanger? 12 mögliche Gründe

Warum werde ich nicht schwanger? Manchmal wird auf der Suche nach der großen, alles erklärenden Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch ganz vergessen, auf die kleinen Ursachen zu schauen. Lies hier 12 mögliche Gründe, warum du nicht schwanger wirst – und schau dir im Video wichtige Tipps an, wie du doch noch schwanger werden kannst:

Ich werde nicht schwanger - Was kann ich tun?

Warum werde ich nicht schwanger?! – 12 Ursachen, weswegen der positive Schwangerschaftstest ausbleibt

Das Timing ist perfekt, alle Signale stehen auf grün, aber du wirst und wirst nicht schwanger? Hier findest du 12 mögliche Antworten auf die Frage: „Warum werde ich nicht schwanger?“

#1 Künstliches Licht in der Nacht

Künstliches Licht in der Nacht, zum Beispiel auch vom Handy oder Tablet, unterdrückt die Melatonin-Produktion. Das sogenannte „Schlafhormon“ regelt den Schlafrhythmus. Licht hemmt diese Produktion. Das ist nicht nur schädlich für einen ruhigen, gesunden Schlaf, sondern wirkt sich auch direkt auf die Fruchtbarkeit aus. Der Zellbiologe Ph.D. Russel J. Reiter von der University of Texas Health Science Center fand in neuen Forschungen heraus, dass Melatonon auch die zelluläre Gesundheit unterstützt, indem es schädliche Stoffe (auch) von der Eizelle fernhält. Dieses Hormon schützt also deine Eizellen vor „freien Radikalen“ – besonders während des Eisprungs. Schlafe also am besten in dunklen Räumen und halte künstliche Lichtquellen von deinem Bett fern.

#2 Schlechte Zahnhygiene

Frauen mit Empfängnisproblemen haben deutlich häufiger Zahnfleischbluten und Zahnentzündungen (Parodontose) als solche, die problemlos schwanger werden. Eine finnische Studie von 2017 fand heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, nicht schwanger zu werden, bei Frauen mit Parodontose drei Mal höher ist.

Der Kölner Gynäkologen Dr. Klinghammer rät daher in einem Interview mit dem Deutschen Zahnärzte Verband e.V. zu regelmäßigen Kontrollen bei einem Kinderwunsch: „Eine gestörte Mundflora hat vielfältige negative Auswirkungen auf die Gesundheit unserer Patientinnen. Insbesondere die Volkskrankheit Parodontitis, von der rund 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland mehr oder weniger ausgeprägt betroffen sind, birgt weitreichende gesundheitliche Risiken für den ganzen Körper. Sie wird häufig erst sehr spät in dann bereits fortgeschrittenem Stadium entdeckt, wenn eindeutige Symptome auftreten. Daher sind frühzeitige regelmäßige Kontrollen dringend angeraten!“

Aber nicht nur Frauen mit Kinderwunsch sollten auf eine gute Zahnhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche samt Prophylaxe achten. Parodontitis in der Schwangerschaft gilt nämlich auch als Risikofaktor für Frühgeburten, eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie) und ein niedriges Geburtsgewicht.

#3 Hohes Cholesterin

US-amerikanische Forscher fanden heraus: Wer einen hohen Cholesterin-Wert hat, braucht deutlich länger, um schwanger zu werden. Insbesondere wenn beide Partner einen hohen Cholesterin-Spiegel aufweisen, reduziert dies die Fruchtbarkeit deutlich.

#4 Ungesunde Ernährung

Wenn dein Körper nicht die richtigen Inhaltsstoffe wie Zink, Vitamin D oder B-Vitamine erhält, dann kann dies die Produktion von Hormonen wie Progesteron, Testosteron und Insulin unterbinden. Diese Hormone sind jedoch für die Reproduktion notwendig. Zudem wird geraten, etwa die Hälfte der täglichen Kalorien in der ersten Tageshälfte zu sich zu nehmen, um die Fruchtbarkeit zu steigern. Ein ordentliches Frühstück kann also möglicherweise Wunder wirken.Die Medizinjournalistin und Autorin verschiedenener Bücher zum Thema Kinderwunsch Uta König empfiehlt überwiegend gegarte Speisen, Mahlzeiten, in denen alle fünf Geschmacksrichtungen enthalten sind und darauf zu achten, dass die Nahrungsmittel gerade Saison haben, da diese einen besseren Nährstoffgehalt haben.

Welche Nahrungsmittel die fruchtbarkeit fördern, erfährst du im Artikel 10 Nahrungsmittel für bessere Fruchtbarkeit.

Video-Empfehlung

#5 Stresshormone

Warum werde ich nicht schwanger? Vielleicht liegt es am Stress! Laut dem Deutschen Ärzteblatt Frauen mit einem hohen Wert an Alpha-Amylase (ein Stresshormon) haben Frauen mit einem hohen Alpha-Amylase-Wert eine fast 50 Prozent geringere Chance schwanger zu werden als Frauen mit niedrigem Stresslevel. Also öfter mal Beine und Seele baumeln lassen, Stress durch Bewegung abbauen und sich einfach mal nicht so leicht stressen lassen.

#6 Rauchen

„Ich kann ja dann immer noch aufhören …“ Keine gute Idee, denn Rauchen reduziert die Chance auf eine Schwangerschaft laut American Society of Reproductive Medicine um etwa 13 Prozent. Es braucht danach etwa ein Jahr, bis der Körper seine ursprüngliche Fruchtbarkeit zurück erhält. Auch das Passivrauchen kann sich auswirken: Frauen die dem Rauch anderer sechs oder mehr Stunden ausgesetzt sind, haben eine 36 prozentige Chance auf Empfängnisprobleme.

#7 Schilddrüsen-Funktionsstörung

Egal ob deine Schilddrüse eine Überfunktion oder eine Unterfunktion hat, dies ist ein häufig übersehener Faktor, der die Empfängnisfähigkeit reduziert. Laut Prof. Dr. med. Hans Udo Zieren vom Schilddrüsenzentrum Köln sind etwa zehn Prozent der ungewollt kinderlosen Frauen von einer Schilddrüsenstörung betroffen. Zum Glück lässt sich dies mit Medikamenten leicht beheben. Lass also einfach mal beim Hausarzt deinen Schilddrüsen-Werte überprüfen.

#8 Übergewicht und Untergewicht

Sowohl starkes Übergewicht (BMI über 30) als auch Untergewicht (BMI unter 18) lassen den Eisprung verrückt spielen oder gar ganz ausbleiben. Versuche also, dein Gewicht möglichst nah an Normalgewicht zu bringen. Und auch dein Partner sollte auf sein Gewicht achten: Übergewicht bei Männern führt zu einer Überproduktion von Östrogenen in den Fettzellen zu einem niedrigen Testosteronspiegel, was die Samenproduktion und Spermaqualität verringert.

#9 Stillen

Wenn du noch ein Kind stillst, während du schon auf das nächste hin arbeitest, dann kommt dir vermutlich das Hormon „Prolaktin“ in die Quere. Das „Milchbildungshormon“ kann die Fruchtbarkeit erschweren kann, weil ein erhöhter Wert häufig zum Ausbleiben des Eisprungs führen kann. Aber Vorsicht! Das heißt nicht, dass Stillen ein sicheres Verhütungsmittel ist! Gib deinem Körper also noch etwas Zeit, bis du abgestillt hast.

#10 Alter

Sämtliche Eier einer Frau sind bereits bei der Geburt vorhanden: Mit Eintritt der Pupertät sind das etwa 300.000. Doch ihre Anzahl nimmt im Laufe der Jahre ab. Dr. James T. Breeden, Präsident der American Congress of Obstetrics and Gynecology sagt: “Each month you probably lose a thousand or so. There’s just a natural death of them.” Außerdem verschlechtert sich die Qualität. Das beginnt etwa ab dem Alter von 32 Jahren, mit 35 und mit 40 Jahren sinkt die Fruchtbarkeit noch einmal jeweils deutlich. Jedoch werden auch noch viele Frauen in diesem Alter auf natürlichem Weg schwanger: Laut dem Statistischen Bundesamts liegt das durchschnittliche Alter von Müttern bei der Geburt ihres ersten Kindes bei 31,2 Jahren. Ein Frauenarzt kann die Menge und Qualität deiner Eizellen untersuchen.

#11 Scheidenflora

Warum werde ich nicht schwanger? Der Schleim in deiner Scheide ist möglicherweise zu dickflüssig und erschwert es dadurch den Spermien zum Ei zu gelangen. Auch eine zu trockene Scheide kann es den Spermien schwer machen, da hilft dann ein Gleitmittel für Kinderwunsch, um die Schwimmer auf den rechten Weg zu bringen. Lass dich von deinem Frauenarzt zu möglichen Medikationen beraten.

#12 Folsäure-Mangel

Dein Körper braucht Folsäure für die Herstellung roter Blutkörperchen. Du findest Folsäure in Spinat, Getreide und Eiern, jedoch wird die Einnahme von Folsäurepräparaten vor und während der Schwangerschaft dringend empfohlen – auch um dem „offenen Rücken“ beim Fötus vorzubeugen.

Weitere Lesetipps zur Frage: „Warum werde ich nicht schwanger?“

10 Nahrungsmittel für bessere Fruchtbarkeit

Diese Nahrungsmittel helfen den Hormonhaushalt zu regulieren, Eizellen und Spermien zu schützen, entgiften und sogar Spermienanzahl und -qualität verbessern.

Die Schwangerschaft planen, den Körper vorbereiten

Wer eine Schwangerschaft plant, sollte für eine Empfängnis optimale Voraussetzungen schaffen und den Körper auf die kommende Schwangerschaft vorbereiten.

Schnell schwanger werden

Hier findest du Tipps, wie du schnell das Ziel des Babyglückes erreichst.


Quellen:

Cari Nierenberg: Stay Up Late? How It Could Hurt Your Fertility (letzter Abruf: Oktober 2018)

Susanna Paju: Porphyromonas gingivalis may interfere with conception in women. Journal of Oral Microbiology (letzter Abruf: Oktober 2018)

American Society for Reproductive Medicine, Birmingham, Alabama: Smoking and infertility: a committee opinion. (letzter Abruf: Oktober 2018)

Prof. Dr. med. Hans Udo Zieren: Schilddrüse und Kinderwunsch. Macht eine Schilddrüsenstörung unfruchtbar?(letzter Abruf: Oktober 2018)

Junge oder Mädchen berechnen: Geht das?

Junge oder Mädchen? Hauptsache ein Kind! Für manche Eltern ist das aber nicht ganz so egal und sie versuchen das Geschlecht zu beeinflussen. Aber gezielt einen Jungen oder ein Mädchen zeugen, geht das überhaupt? Angeblich lässt sich mit einem Eisprungkalender tatsächlich das Geschlecht berechnen. Diese Theorie steckt dahinter.

Bruder und Schwester stehen im Wald
Könnt ihr gezielt ein Mädchen zeugen? © Unsplash/ Annie Spratt

Junge oder Mädchen berechnen mit dem Eisprungkalender

„Jungs machen Jungs und Männer machen Mädchen!“ – dieser Spruch oder auch die Idee, dass man mit bestimmten Nahrungsmitteln oder bei Zeugung mit Gummistiefeln die Chancen auf ein bestimmtes Geschlecht des Kindes erhöhen kann, befinden sich meist im Bereich des Humors. Wissenschaftler haben sich dennoch damit auseinandergesetzt, ob sich das Geschlecht beeinflussen lässt.

Der amerikanischen Arzt Dr. Landrum Shettles hat als einer der Erstern untersucht, ob sich gezielt ein Junge oder ein Mädchen zeugen lässt. Er veröffentlichte seine Ergebnisse in dem Buch „How to Choose the Sex of Your Baby“, das bereits 1970 erschien. Darin beschreibt er eine Theorie, nach der es tatsächlich möglich sein soll, das Geschlecht – Junge oder Mädchen – berechnen beziehungsweise planen zu können. Und zwar nur mit Hilfe eines Eisprungrechners: Mädchen werden laut Shettles nämlich mehrere Tage vor dem Eisprung gemacht, Jung am Tag des Eisprungs.

In einer 2006 veröffentlichten Neuauflage von Shettles Buch sprechen die Autoren von einer Erfolgsquote von 75 Prozent, gezielt ein Mädchen zeugen zu können. Bei Jungs läge die Quote sogar bei 80 Prozent. Allerdings konnte die Shettle-Methode durch keine andere wissenschaftliche Studie bestätigt werden. Die meisten modernen Studien zweifeln seine Theorie sehr stark an.

Link zum Eisprungkalender

Geschlecht berechnen nach Shettle-Methode: Chromosomen und Genetik

Unbestritten ist: Spermien, die ein Y-Chromosom tragen, zeugen Jungs, während X-Chromosomen Mädchen zeugen. Was die Shettles Methode besagt ist im Grunde Folgendes: Weibliche Spermien sind langsamer als männliche, bleiben aber dafür länger am Leben. Das richtige Timeing spielt seiner Meinung nach also die entscheidende Rolle, wie sich das Geschlecht beeinflussen lässt.

Kannst du so ein Mädchen zeugen?

Nach der Theorie von Shettle sind Spermien mit einem X-Chromosom langsamer. Das bedeutet, dass bei Geschlechtsverkehr einige Tage vor dem Eisprung die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass die männlichen Spermien bis zum Eisprung bereits gestorben sind, dies macht ein Mädchen.

Beischlaf direkt am Tag des Eisprungs verschafft jedoch den männlichen Spermien den Schnelligkeitsvorsprung und macht somit einen Jungen wahrscheinlicher. Kann also die Ovulation durch einen Eisprungkalender bestimmt werden, kann dies für das richtige Timing nützlich sein. Oder anders ausgedrückt: Shettle war sich sicher, mit Hilfe eines Eisprungrechners Mädchen oder Junge berechnen zu können.

Was die Erfahrung uns sagt:
Es ist natürlich auch immer noch eine große Portion Zufall im Spiel. Der genaue Zeitpunkt des Eisprungs ist auch mit einem Eisprungkalender oft schwer zu ermitteln, Verschiebungen im Zyklus können immer mal stattfinden und somit gibt es auch genügend Paare, bei denen die Shettle-Methode in der Praxis kein entsprechendes Ergebnis liefern konnte.

Weitere Faktoren, die Einfluss nehmen:
Unabhängig von der Frage, ob es möglich ist Junge oder Mädchen berechnen zu können, gibt es aus biologischer Sicht einige Einflussfaktoren auf die Befruchtung. So spielt das Milieu in der Vagina für Spermien immer eine Rolle. Ja nachdem wie sauer es ist, kann es die Beweglichkeit von Spermien fördern oder hemmen beziehungsweise ihre Lebensdauer beeinflussen. So ist beispielsweise der Zervixschleim an unfruchtbaren Tagen grundsätzlich sauer und stellt eine lebensfeindliche Umgebung dar. Erst zum Zeitpunkt des Eisprungs wird es weniger sauer.

Auch die Position beim Geschlechtsverkehr kann eine Rolle spielen. Grundsätzlich sind Stellungen, bei denen eine tiefe Penetration möglich ist, förderlich für eine Befruchtung – egal ob ihr einen Jungen oder ein Mädchen zeugen wollt.

Video-Empfehlung

Junge oder Mädchen berechnen? Was die moderne Forschung ermittelt hat

Ohne dass Studien unter der Kernfrage stehen „Lässt sich das Geschlecht, Junge oder Mädchen, berechnen und planen?“ geben sie Hinweise darauf, dass verschiedene Faktoren das Geschlecht beeinflussen. Zu diesen Faktoren gehören: Das Alter von Vater und Mutter, die Ernährung, Stress vor der Schwangerschaft (Bluthochdruck), die Jahreszeit.

Hier sind exemplarisch ein paar Studien vorgestellt.

  • Das Alter der Eltern
    Sowohl das Alter der Mutter als auch das Alter des Vaters nehmen offenbar Einfluss auf das Geschlecht des Kindes. Es gibt einige Belege, dass Frauen mit zunehmendem Alter wahrscheinlicher ein Mädchen bekommen. Auch bei Männern sinkt die Wahrscheinlichkeit einen Jungen zu zeugen mit dem Alter.
  • Die Ernährung: Mehr Jungen durch mehr Kalorien
    Anhand einer britischen Studie mit 740 Erstgebärenden wurden die Ernährungsweisen vor und während der Empfängnis ermittelt, sowie in den ersten Schwangerschaftsmonaten. Dabei konnte festgestellt werden, dass 56 Prozent der Frauen die einen Jungen bekamen sich energiereich ernährt haben. Im Vergleich dazu hatten 46 Prozent der Frauen mit Mädchen die geringste Energiezufuhr in der Ernährung.Hinzu kam, dass die Mütter von Söhnen durch ihre Ernährung zuvor, mehr Kalium, Calzium, Vitamin C, E und B12 zu sich genommen hatten. Ähnliches wird übrigens in der Tierwelt beobachtet: Tiere die (etwa durch eine höhere Position im Rudel) bessere Ernährung erfahren, haben häufiger männlichen Nachwuchs.
    Obwohl also das Geschlecht durch die Spermien des Mannes bestimmt wird, scheint die Ernährung der Frau dennoch einen gewissen Einfluss zu haben. Offenbar erhöht ein höherer Blutzuckerspiegel bei Frauen die Chance auf einen Jungen. In Industrienationen entscheiden sich viele Frauen für eine kalorienarme Ernährung, dies könnte den Rückgang der männlichen Geburten erklären.

 

  • Die Jahreszeit: Im Herbst werden mehr Jungs gezeugt
    Offenbar vertragen männliche Spermien Hitze schlechter als weibliche. Zwei unabhängige Studien konnten dieses Phänomen beobachten. Kristen Navara von der Universität von Georgia in Athens berichtet in den Biology Letters der britischen Royal Society, dass sie feststellen konnte, dass in warmen Ländern grundsätzlich mehr Mädchen zur Welt kommen. Dr. Angelo Cagnacci von der Universität Modena in Italien konnte das sogar auf Jahreszeiten herunterbrechen. Seine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Paare eine größere Chance haben, einen Sohn zu bekommen, wenn sie das Kind im Herbst zeugen; umgekehrt stehen die Chancen auf eine Tochter im Frühjahr besser.
  • Das Stresslevel der Mutter vor der Schwangerschaft
    Forscher aus Kanada und China haben herausgefunden, dass ein hoher Blutdruck der Frau vor der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit einen Jungen zu bekommen erhöht. Laut ihrer Studie konnten die Wissenschaftler angeblich nur anhand des Blutdrucks die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen oder Mädchen berechnen. Gegenüber dem „deutschen Ärzteblatt“, das Fachmagazin der Bundesärztekammer und der Kassenärztliche Bundesvereinigung, äußern Experten wie Bernhard Krämer von der Universitätsklinik Mannheim jedoch große Bedenken. Er hält es nicht für möglich, das Paare ein Mädchen zeugen können, indem die Frau vor der Schwangerschaft versucht ihren Blutdruck zu senken. Es handle sich bei der Studie um rein statistische Aussagen, die für Frauen im Alltag nicht anwendbar seien.

 

Geschlecht beeinflussen: Gängige Annahmen

Fernab der Wissenschaft gibt es noch einen großen Bereich der Mythen und Annahmen, was euch helfen soll, das Geschlecht des Kindes zu beeinflussen. Da tatsächlich viele Paare davon überzeugt sind, dass einer oder mehrere der nachfolgend aufgeführten Punkte ihnen geholfen haben soll, wollen wir sie nicht ungenannt lassen. Aber bitte bedenkt, am wahrscheinlichsten ist immer noch eine 50:50-Chance , ob ihr ein Mädchen oder einen Jungen bekommt.

Ihr erhöht die Chancen einen Jungen zu zeugen, wenn

  • ihr eine Woche vor dem Eisprung keinen Verkehr hattet und dann nur einmalig am Tag des Eisprungs.
  • der weibliche Partner zuerst zum Orgasmus kommt. Dabei wird eine alkalische Flüssigkeit ausgeschüttet, welche die männlichen Spermien besser vertragen.
  • eine tiefe Penetration stattfindet, etwa beim Verkehr von hinten.
  • der Mann über eine hohe Spermienzahl verfügt.
  • der Mann seine Genitalien kühl hält, zum Beispiel indem er leichte Shorts oder lockere Hosen trägt.
  • der weibliche Partner Fisch, Fleisch, Pasta, frisches Obst und salzige Nahrung zu sich nimmt, jedoch auf Milchprodukte verzichtet.

Ihr erhöht die Chancen ein Mädchen zu zeugen, wenn

  • ihr schon einige Tage vor dem Eisprung Geschlechtsverkehr habt.
  • ihr eine geringe Penetration habt.
  • der männliche Partner zuerst zum Orgasmus kommt.
  • ihr häufig Sex habt, so dass die Spermienanzahl verringert ist.
  • der Mann seine Genitalien durch enge, warme Kleidung warm hält.
  • der weibliche Partner sich salzarm, kalorienarm und mit vielen Milchprodukten ernährt.

Einflussnahme aufs Geschlecht moralisch betrachtet

Früher waren männliche Nachkommen als „Stammhalter“ wichtig. Heute können Paare ihren Namen bei der Eheschließung beibehalten oder frei wählen, Mädchen beerben ihre Eltern genauso wie Jungen und die Idee des Stammhalters ist längst überholt – auch wenn Männer bei der Geburt eines Sohnes immer noch gern dieses Wort benutzen.

Die medizinische Selektion des Geschlechts ist in den meisten Ländern nur erlaubt, wenn ein medizinischer Grund vorliegt. Zum Beispiel, wenn die jeweils männlichen oder weiblichen Nachkommen von einer Erbkrankheit betroffen wären.

Spricht man im Freundeskreis über sein „Wunschgeschlecht“, so kann dies sogar zu hitzigen Debatten führen, dass man sich doch bitte auf ein „gesundes“ Kind konzentrieren solle, statt zwanghaft Junge oder Mädchen berechnen zu wollen. Sicher hat jeder Standpunkt seine Berechtigung, dennoch darf es erlaubt sein, ein wenig zu träumen und zu wünschen. Ist das Baby auf der Welt, spielt das alles keine Rolle mehr und Eltern lieben ihr Kind, egal, ob der Wunsch in Erfüllung gegangen ist oder nicht.

Quellen: 

Shettles, Landrum B.; Rorvik, David M.: How to Choose the Sex of Your Baby: Fully revised and updated; Harmony 2006

Raith-Paula, Elisabeth; Frank-Herrmann, Petra; Freundl, Günter; Strowitzki, Thomas; Sottong, Ursula: Natürliche Familienplanung heute: Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung, Aufl. 5, Springer 2013

Cagnacci, Angelo: The male disadvantage and the seasonal rhythm of sex ratio at the time of conception; Human Reproduction, Band 18, Ausgabe 4, 1 April 2003, Seiten 885–887, https://doi.org/10.1093/humrep/deg185

Retnakaran, Ravi; Wu Wen, Shi; Tan, Hongzhuan; Zhou, Shujin; Ye, Chang; Shen, Minxue; Smith, Graeme N.; Walker, Mark C.: Maternal Blood Pressure Before Pregnancy and Sex of the Baby: A Prospective Preconception Cohort Study, American Journal of Hypertension, Band 30, Ausgabe 4, 1 April 2017, Pages 382–388, https://doi.org/10.1093/ajh/hpw165

Navara, Kristen J.: Humans at tropical latitudes produce more females, Biology Letters, Band 5, Ausgabe 4, Royal Society Publishing 1. April 2009 

Mathews, Fiona; Johnson, Paul J; Neil, Andrew: You are what your mother eats: evidence for maternal preconception diet influencing foetal sex in humans, Proceedings of the Royal Society B, Band 275, Ausgabe 1643, Royal Society Publishing 22. Juli 2008

Blutdruck beeinflusst Geschlecht des Babys noch vor der Schwangerschaft, URL: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/72428/Blutdruck-beeinflusst-Geschlecht-des-Babys-noch-vor-der-Schwangerschaft (Abrufdatum: 28.09.2018)

Bartens, Werner: Müsli macht Männer, URL: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/geschlecht-und-ernaehrung-muesli-macht-maenner-1.210120 (Abrufdatum: 28.09.2018) 

Stang, Michael: Der frühe Kampf der zwei Geschlechter, URL: http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/junge-oder-maedchen-der-fruehe-kampf-der-zwei-geschlechter-1895837.html (Abrufdatum: 28.09.2018) 

Schwangerschaftstest: Ab wann kann man ihn machen?

Ein Schwangerschaftstest: Ab wann kann man damit herausfinden, ob man schwanger bin? Und welcher Test ist der richtige für mich? Hier klären wir die wichtigsten Fragen zum richtigen Zeitpunkt für ein sicheres Ergebnis, zu den verschiedenen Test-Methoden und wie du richtig testest.

Im Video bekommst du einen schnellen Überblick über alle Infos zum Urinschwangerschaftstest.

Schwangerschaftstest: Ab wann funktioniert ein Urinschwangeschaftstest? Alle Infos!

#1 Schwangerschaftstest: Ab wann kann ich ihn machen?

Der beste Zeitpunkt für einen Schwangerschaftstest ist, wenn du erste körperliche Veränderungen spürst. Schwangerschaftsanzeichen wie Heißhunger, Morgenübelkeit oder spannende Brüste können schon vor dem Ausbleiben der Periode Schwangerschaftssymptome sein.

Viele herkömmliche Tests können bereits ab dem Ausbleiben der Periode ein sehr sicheres Ergebnis anzeigen. Das setzt aber voraus, dass man ganz genau weiß, wann die Menstruation einsetzen würde. Nicht alle Frauen haben einen solch präzisen Zyklus. Im Zweifel sollte man also ein wenig länger warten und erst drei bis fünf Tage nach dem erwarteten Einsetzen der Periode zum Schwangerschaftstests greifen. Laut Dr. med. Lisa Demel ist die Verlässlichkeit von Schwangerschaftstests mit Urin zu diesem Zeitpunkt zwischen  90 bis 99 Prozent.

Nun ist aber tatsächlich für viele Frauen der Zeitpunkt für einen Test gekommen – auch weil das Ausbleiben der Periode ein erstes Schwangerschaftsanzeichen ist. Die hCG-Konzentration im Urin ist nun so hoch, dass es gut im Urin nachgewiesen werden kann. Aber was genau ist hCG?

hcG Konzentration

Ein Schwangerschaftstest überprüft, ob in deinem Körper eine größere Menge des Hormons ß-hCG (sprich: beta-hCG = eine Untereinheit des humanen Choriongouadotropin) vorhanden ist. Dieses Hormon wird nach der Befruchtung einer Eizelle vom weiblichen Körper produziert und ist nur selten ohne eine Schwangerschaft im Körper nachweisbar. Es sorgt für die Erhaltung der Schwangerschaft und ist im Blut und Urin nachweisbar. Hier siehst du eine Übersicht über die hcG-Werte in den ersten Schwangerschaftswochen:

© TargetVideo

Das ß-hCG-Hormon verdoppelt sich in den ersten Wochen der Schwangerschaft jeweils alle zwei Tagen und erreicht den maximalen Wert zwischen der 8. und 10. Schwangerschaftswoche. Jetzt ist theoretisch die ideale Zeit für einen Schwangerschaftstest. Ab wann du ihn machen solltest, orientiert sich also an diesem Maximum. Danach sinkt der Wert bis ungefähr um die 20. SSW wieder ab.

#2 Verschiedene Arten: Schwangerschaftsfrühtest und Bluttest

Schwangerschaftstfrühtest: Ab wann liefert er ein Ergebnis?

Es ist aber auch möglich, sich mit einem speziellen Frühtest Schwangerschaft und Befruchtung schon bis zu sechs Tage vor Ausbleiben der Periode anzeigen zu lassen. Schwangerschaftsfrühtests reagieren sehr sensibel auf das ß-hCG.So können manche Tests schon bis zu zwei Tage vor der erwartenden Periodenblutung ein Ergebnis liefern.

Allerdings ist die Fehlerquote solcher Frühtests auch höher. Ist der Urin etwa durch reichliche Flüssigkeitsaufnahme zum Testzeitpunkt stark verdünnt, könnte ein falsch negatives Ergebnis angezeigt werden. Und aufgepasst, denn Frühtest ist nicht gleich Frühtest: Manche Produkte nennen sich zwar Frühtest, können jedoch erst ab dem Zeitpunkt des Ausbleibens der Menstruation verwendet werden.

Blut-Schwangerschaftstest: Ab wann ist der Nachweis hier möglich?

Der Bluttest beim Frauenarzt ist ebenfalls eine sehr frühe Art von Schwangerschaftstest. Ab wann ist er möglich? Der Frauenarzt kann etwa sechs bis neun Tage vor Ausbleiben der Periode Blut zur Untersuchung entnehmen, um das Schwangerschaftshormon nachzuweisen. Neben dem reinen Vorhandensein des Hormons wird bei diesem Test auch die Menge des Hormons mitbestimmt.

#3 Wie funktioniert ein Schwangerschaftstest?

Ein Schwangerschaftstest funktioniert meist mit einem Teststreifen aus saugfähigem Gewebe. Oft ist er von einer Plastikhülle umgeben. Auf dem Teststreifen befinden sich Enzyme, die auf das Hormon ß-hCG im Urin reagieren. Und wie zeigt dieser Test an, ob du schwanger bist oder nicht?

Schwangerschaftstest positiv

Ist das Hormon vorhanden, zeigt der Test je nach Hersteller ein + beziehungsweise einen Strich, das Wort „schwanger“ oder mehrere farbige Streifen an. Somit sagt ein positiver Schwangerschaftstest aus, dass sehr wahrscheinlich eine Befruchtung stattgefunden hat – nicht jedoch, ob auch eine Einnistung im Uterus korrekt erfolgt ist. Er kann keine Auskunft geben, ob es sich um eine Zwillingsschwangerschaft oder gar eine Eileiterschwangerschaft handelt. In seltenen Fällen wird das hCG-Hormon sogar durch einen Tumor produziert und führt zu einem falsch positiven Schwangerschaftstest (siehe weiter unten).

Schwangerschaftstest negativ

Fehlt das Hormon oder ist die Konzentration im Körper zu niedrig, bleibt das Feld leer oder es erscheint ein Minus-Zeichen () beziehungsweise „nicht schwanger“ auf dem Teststreifen. Zusätzlich gibt es auf dem Schwangerschaftstest meist ein Kontrollfeld, welches anzeigt, ob der Test korrekt durchgeführt wurde. Im Kontrollfeld sollte sich auch bei einem negativen Testergebnis eine Veränderung zeigen, welche bestätigt, dass der Test funktioniert hat.

Video-Empfehlung

#4 Wie zuverlässig sind Schwangerschaftstests für zu Hause?

Immer wieder hört man von Frauen, die trotz negativem Ergebnis des Schwangerschaftstests schwanger waren. Selbst bei korrekter Anwendung bleibt bei einem herkömmlichen Test ein Restrisiko von circa einem Prozent, dass das Ergebnis falsch ist. Das heißt, etwa einer von einhundert Tests zeigt ein falsches Ergebnis an. Solche Ergebnisse kommen jedoch überwiegend durch eine fehlerhafte Anwendung zustande. Daher an dieser Stelle ein paar Hinweise, die das Ergebnis sicherer machen:

  1. Richtiger Zeitpunkt für den Schwangerschaftstest: Ab wann?

    Wie bereits erwähnt: Drei bis fünf Tage nach dem Ausbleiben der berechneten Menstruation (siehe auch Eisprungkalender) ist ein Schwangerschaftstest recht zuverlässig. Wer ihn früher macht und ein negatives Ergebnis erhält, wird oft das Gefühl haben, dass ein weiterer Test zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht ein anderes Ergebnis bringen wird – und könnte damit Recht behalten.

  2. Richtige Tageszeit für den Schwangerschaftstest

    In den Herstellerangaben herkömmlicher Tests ist oft zu lesen, dass diese zu jeder Tageszeit angewendet werden können. Wer die Zuverlässigkeit des Tests aber erhöhen möchte, sollte den Morgenurin (erster Urin nach dem Aufwachen) verwenden oder wenigstens vier Stunden den Urin angehalten haben.
    Auch kann es sinnvoll sein, den Mittelstrahl des Urins zu verwenden: Du lässt zunächst ein wenig Urin ungetestet in die Toilette ab und verwendest den Urin, der danach aus der Blase kommt, zum Testen.

  3. Richtige Anwendung

    Bei einigen Schwangerschaftstests soll der Urin in einem sauberen Gefäß aufgefangen werden, andere Test kannst du direkt in den Urinstrahl halten. Bei einigen Tests musst du eine Minute auf das Ergebnis warten, bei anderen wiederum länger.
    Jeder Hersteller hat seine eigenen Anwendungsrichtlinien, die sich auf das Ergebnis auswirken. Wichtig ist, sich wirklich ganz genau an die Anleitung des jeweiligen Herstellers zu halten und bei Unklarheiten die Hersteller-Hotline anzurufen (siehe Packungsbeilage).

#5 Welcher Schwangerschaftstest ist der richtige für mich?

Wer sich einen Schwangerschaftstest kaufen will, der steht vor einer großen Auswahl. Verschiedene Hersteller bieten verschiedene Produkte an. Und welcher ist der Beste? Hier ist ein kurzer Überblick über die verschiedenen Arten von Schwangerschaftstests:

Günstig oder teuer: Gibt es Qualitätsunterschiede?

Prinzipiell beziehen sich Preisunterschiede der verschiedenen Schwangerschaftstests bei idealem Anwendungszeitpunkt (wie im ersten Absatz des Artikels beschrieben) nicht auf die Sicherheit des Ergebnisses, sondern vielmehr auf die Ausstattung des Tests und die Empfindlichkeit des Teststreifens. Ein Test mit Wochenbestimmung wird in der Regel teurer sein als ein einfacher Teststreifen ohne Plastik-Ummantelung. Das Wirkprinzip beider Tests ist allerdings in der Regel dasselbe.

Sensibilität des Teststreifens

Grundsätzlich gilt: Je sensibler ein Schwangerschaftstest ist, desto eher zeigt er die Schwangerschaft an. Die Sensibilität wird gemessen in mIU/ml und wird manchmal auf der Packung mit angegeben. Ein Test der bereits bei 10 mIU/ml das Hormon hCG nachweisen kann, ist sensibler als ein Test mit 50 mIU/ml.

Digital oder analog? Welcher Test ist der richtige für mich?

Welcher Schwangerschaftstest der richtige für dich ist, beruht schlicht und ergreifend auf individuellen Vorlieben. Ein „+“ sagt das gleiche aus wie das Wörtchen „schwanger“ in einem digitalen Ergebnisfenster. Einige Frauen fürchten vor lauter Nervosität das Ergebnis misszudeuten und möchten daher das Ergebnis ganz eindeutig in Worten ablesen, andere möchten einen positiven Test als Erinnerung aufbewahren und greifen daher zum Test mit analogem Ergebnisfenster.

Schwangerschaftstest mit Wochenbestimmung

Bei einem solchen Test wird – sofern er positiv ist – angezeigt, wie lange die Befruchtung etwa zurückliegt. Dies ist nicht zu verwechseln mit der Schwangerschaftswoche, die immer vom ersten Tag der letzten Periode gezählt wird.

Schwangerschaftstest kaufen: Worauf muss ich außerdem achten?

Wer bereits einige Schwangerschaftstests verwendet hat, sollte beachten, dass sich die Anwendung je nach Hersteller unterscheiden kann. Die Packungsbeilage sollte daher immer genau beachtet werden.

Bei Tests, die direkt in den Urinstrahl gehalten werden, besteht nicht die Gefahr, dass Rückstände im Uringefäß das Ergebnis verfälschen. Die Tests gibt es in der Apotheke, in der Drogerie beziehungsweise in der Drogerieabteilung von gut sortieren Supermärkten und inzwischen auch online. Die Preise können variieren und liegen meist zwischen 2 und 10 Euro. Meist werden die Tests mit einem Plastikgehäuse verkauft.

Etwa günstiger sind die Tests, die nur aus dem Teststreifen bestehen. Die werden in der Regel nicht einzeln, sondern nur in größerer Stückzahl verkauft.

Frühtests zur Anwendung vor dem Ausbleiben der Menstruation sind meist etwas teurer. Sie kosten rund 10 Euro.

Beim Kauf unbedingt darauf achten, dass das Verfallsdatum nicht überschritten ist!

#6 Schwangerschaftstest positiv oder negativ – und jetzt?

Wenn der Schwangerschaftstest negativ ist…

  • …aber die Regelblutung weiter ausbleibt, dann solltest du deinen Frauenarzt aufsuchen und die Ursache klären lassen.
  • …du aber deutliche Anzeichen einer Schwangerschaft (ohne oder vor dem Ausbleiben der Menstruation) spürst, dann solltest du auch andere Ursachen in Betracht ziehen und einen Arzt aufsuchen.
  • …du aber bereits einen gerundeten Babybauch wie eine Schwangere hast oder meinst, Kindsbewegungen zu spüren, dann könnte der hCG-Wert bereits abgesunken und nicht mehr nachweisbar sein, weil die Schwangerschaft schon mehr als 20 Wochen vorangeschritten ist. Gehe zum Arzt und lasse eine Ultraschalluntersuchung durchführen.

Wenn der Schwangerschaftstest positiv ist…

  • …wird in den meisten Fällen tatsächlich eine intakte Schwangerschaft vorhanden sein. Dennoch solltest du den Frauenarzt aufsuchen und dir die Schwangerschaft bestätigen lassen. Es kann auch sein, dass sich die befruchtete Eizelle nicht an der richtigen Stelle eingenistet hat.
  • …und dennoch eine etwas verspätete Menstruation kommt, kann es sein, dass es sich um einen sehr frühen Abort (= Fehlgeburt) handelt, der häufig vorkommt und normalerweise ohne Test unbemerkt bleibt. Sicherheitshalber solltest du hierbei zum Frauenarzt gehen.
  • …und dennoch eine leichte Blutung stattfindet, kann es sich um eine Einnistungsblutung oder eine Störung der Schwangerschaft handeln. Auch in diesem Fall solltest du dich von einem Frauenarzt untersuchen lassen.
  • …besteht in sehr seltenen Fällen vielleicht ein Tumor, der hCG-Hormone produziert. Darum muss eine Schwangerschaft immer durch einen Arzt bestätigt werden.

#7 Schwangerschaftstest positiv – Termin beim Frauenarzt

Wer einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand hält, wird es kaum erwarten können, beim Frauenarzt eine Ultraschalluntersuchung machen zu können. Ab wann ist aber diese Untersuchung sinnvoll? Meistens bekommt man einen Termin erst in ein bis zwei Wochen, sofern keine (anderen) besonderen Umstände vorliegen. Und das hat seinen Grund: Wer nämlich schon in der 5. oder 6. SSW einen Termin bekommt, wird manchmal enttäuscht. Oft ist die Schwangerschaft dann noch nicht im Ultraschall zu sehen.

Um dennoch einen sicheren Nachweis der Schwangerschaft zu erhalten, kann in einem solchen Fall ein Bluttest durchgeführt werden. Im Blut kann das betreffende hCG-Hormon noch sicherer nachgewiesen werden. Es wird dann nicht nur das Vorhandensein des Hormons bestimmt, sondern auch die Höhe des Wertes. Die Ultraschalluntersuchung wird dann zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Wichtig: Frauen, die ungeplant schwanger wurden und sich in einer Konfliktsituation befinden, finden beim Frauenarzt ebenfalls Rat und Hilfe.

Hat der Schwangerschaftstest versagt?

Nur wenn der Schwangerschaftstest richtig angewendet wird, zur richtigen Zeit und nach Packungsanleitung, kann er auch ein sicheres Ergebnis liefern. Lies hier alle Infos zum Thema falsch negativem Schwangerschaftstest.

Dieses Foto kostete die Eltern vier Jahre und 35.000 Euro

Seine starke Symbolik macht es zum Hoffnungsträger für Millionen Paare.

Mutter hält gepucktes Neugeborenes im Arm
Wie ein Baby-Shooting zum Symbolbild kinderloser Paare wurde © Bigstock/ Saulich

Der Weg zum Wunschkind ist nicht immer ein leichter. Fast jedes zehnte Paar in Deutschland ist ungewollt kinderlos. Immer mehr brauchen also medizinische Hilfe – in Form einer Hormontherapie oder einer künstlichen Befruchtung -, um sich den Traum von einer eigenen Familie erfüllen zu können.

Wie hart eine Kinderwunschbehandlung sein kann und wie viele Jahre sie dauern kann, zeigt kaum ein anderes Bild eindrucksvoller als dieses von der Fotografin Samantha Packer. Ein Neugeborenes, behutsam eingewickelt in einem Regenbogen-bunten Tuch, umringt von tausenden von Spritzen.

This is the first time I have been asked to do a photo like this! I was honored and wanted to create something...

Gepostet von Packer Family Photography am Freitag, 10. August 2018

Vier Jahre, sieben Versuche, drei Fehlgeburten und 1.616 Spritzen

So lange hat es gedauert, bis die Eltern endlich ihr Wunschkind in den Händen halten konnten. Eigentlich wollten Patricia and Kimberly O’Neill mit diesem Foto nur für sich privat den Abschluss ihres schweren Weges dokumentieren. Doch mit über 65.000 Shares auf Facebook wurde es inzwischen zum Symbolbild der Hoffnung für viele andere, ungewollt kinderlose Paare.

„Ich hoffe, es gibt da draußen ein Paar, das gerade durchmacht, was wir durchmachen mussten und sieht, dass am Ende des Tunnels Hoffnung ist. Da ist ein Licht und du musst nur dorthin kommen.“, sagt Mutter Patricia gegenüber des CNN.

Video-Empfehlung

Das Ziel ist, ein Kind lieben zu dürfen

Insgesamt investierten die O’Neills 40.000 Dollar, also rund 35.000 Euro, in ihre Kinderwunschbehandlung. Eine immense finanzielle Last. Doch schwerer wiegt der Verlust von drei Kindern, die gestorben sind, bevor sie das Licht der Welt erblicken konnten. Daher auch die bunten Regenbogenfarben: Sie symbolisieren die Hoffnung nach Sternenkindern und erinnern still an sie.

„Das Herz soll zeigen, dass diese ganze schmerzvolle Reise das Ziel hat, ein Kind lieben zu dürfen.“

So erklärt die Fotografin Packer dem CNN ihre Idee, die Spritzen in Herzform um das Neugeborene anzuordnen. Eine Reise, die sich für die O’Neills am Ende gelohnt hat, egal, wie viele tausende Spritzen sie sich selbst dafür setzen mussten.

Ovulationstest: Diese Tests gibt es und so funktionieren sie!

Ein Ovulationstest kann dir zuverlässig dabei helfen, schneller schwanger zu werden, indem er dir deine fruchtbaren Tage und deinen Eisprung anzeigt. Wie ein Ovulationstest funktioniert, kannst du dir in wenigen Sekunden in diesem Video ansehen. Eine genaue Anleitung und eine Übersicht, welche Tests es gibt und wo du sie bekommst, findest du im Artikel darunter.

So kannst du mit einem Ovulationstest schwanger werden

Es kann viele Gründe geben, wieso es mit dem Babywunsch nicht auf Anhieb funktionieren will. Einer davon: Du kennst die günstigste Zeit, um schwanger zu werden, nicht und verpasst sie. Die größten Chancen bestehen am Tag des Eisprungs sowie am Tag davor. Finde mit Hilfe eines Ovulationstests heraus, wann diese beiden Tage bei dir sind. So geht’s!

Wie funktioniert ein Ovulationstest überhaupt?

Die Funktionsweise eines Ovulationstests ist so einfach wie genial: Das sogenannte luteinisierende Hormon (LH) ist in deinem Körper verantwortlich für das Auslösen des Eisprungs. Etwa 24 bis 36 Stunden vor dem Eisprung steigt daher der LH-Spiegel im Urin stark an. Ovulationstests erkennen diesen rapiden Anstieg und sagen dir damit zuverlässig den günstigsten Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr voraus. Richtig angewendet, lässt sich so die Chance auf die erwünschte Schwangerschaft deutlich erhöhen.

Ovulationstest-Anwendung: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Bevor du mit der Anwendung eines LH-Tests beginnen kannst, musst du noch die eigene Zykluslänge bestimmen, damit du weißt, wann du den Test zum ersten Mal anwenden solltest. Am besten schaust du dafür auf die letzten Menstruationszyklen zurück. Ein Zyklus beginnt immer mit dem Einsetzen der Blutung und endet am letzten Tag vor der nächsten Periode. Bei geringen Abweichungen der Zyklusdauer (weniger als vier Tage) nimmst du einen Mittelwert. Frauen mit unregelmäßigeren Zyklen sollten die kürzeste Länge zur Berechnung verwenden. Wenn du nun die Länge kennst, ziehst du davon 18 Tage ab. Das ist dein erster Testtag! Bei einem Zyklus von beispielsweise 28 Tagen, wird also am zehnten Zyklus-Tag mit dem Ovulationstest begonnen. Den genauen Tag für den Testbeginn kannst du auch der Gebrauchsanweisung entnehmen.

Anleitung: So bestimmst du jetzt die fruchtbaren Tage

Die Anwendung eines Eisprungtests ist ebenso einfach, wie bei einem Schwangerschaftstest. Testen kannst du zu jeder Tageszeit, aber unbedingt immer zur ungefähr gleichen Uhrzeit. Da du mindestens vier Stunden vorher nicht uriniert haben solltest, empfiehlt es sich, den Ovulationstest immer nach dem Aufstehen mit dem Morgenurin durchzuführen. Eine Packung enthält mehrere Teststäbchen. Entnimm eines der Stäbchen und tauche die Testspitze wie auch bei einem Schwangerschaftstest in deinen Urin – entweder direkt in den Strahl oder in ein Behältnis mit aufgefangenem Urin. Halte aber unbedingt die Dauer des Eintauchens ein, die in der Beschreibung angegeben ist!

Video-Empfehlung

Auswertung des Ovulationstests

Nach etwa drei Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden. Es gibt zwei Linien: Die Referenzlinie zeigt, ob der Test korrekt funktioniert hat. Die Ergebnislinie sagt dir, wie hoch die Konzentration des luteinisierenden Hormons im Urin ist. Je farbintensiver das Ergebnis, desto höher der Hormonspiegel. Kein oder nur ein sehr schwacher Streifen sagt aus, dass der Wert noch nicht gestiegen ist. Nun muss der Test jeden Tag zur gleichen Zeit wiederholt werden. Färbt sich die Ergebnislinie genauso deutlich oder stärker als die Referenzlinie, hat der Ovulationstest einen Anstieg des luteinisierendes Hormons erkannt. Somit ist der Test positiv und die fruchtbarste Zeit in diesem Zyklus hat begonnen. Jetzt heißt es binnen 48 Stunden mit dem Partner Geschlechtsverkehr zu haben, denn in diesem Zeitfenster sind die Erfolgschancen am größten.

Wird der Test nach allen fünf bzw. sieben Stäbchen noch immer nicht positiv, dann teste mit einer zweiten Packung weiter. Es könnte sich um einen sehr späten Eisprung oder einen Zyklus ohne Eisprung handeln. Das ist prinzipiell nicht ungewöhnlich, sollte aber mit dem Arzt besprochen werden, wenn es häufiger vorkommt.

Ovulationstest kaufen: Diese Arten bieten Clearblue & Co. an

In Apotheken, Drogerien und online erhältst du von mehreren Herstellern wie Clearblue oder TestaMed verschiedene Arten von Ovulationstests, die sich in ihrer Funktionsweise aber kaum unterscheiden: die von uns beschriebenen Teststäbchen, Kassettentests oder auch digitale Tests. Bei den Kassettensystemen werden einige Tropfen Urin mit einer Pipette auf ein Testfeld geträufelt. Bei einem digitalen Eisprungtest soll eine Fehlinterpretation beim Ablesen des Ergebnisses vermieden werden. Auf dem Display wird zum Beispiel ein eindeutiges Ei-Symbol oder ein Grinse-Gesicht angezeigt, falls ein LH-Anstieg ermittelt wurde. So bleibt kein Zweifel, wann der relevante Zeitraum beginnt.

Egal für welche Art von Test du dich auch entscheidest, kostenfrei ist der Kinderwunsch nach Plan natürlich nicht: Je nach Test musst du pro Zyklus mit etwa 3 bis 20 Euro rechnen. Unbenutzte Teststreifen können im nächsten Zyklus wiederverwendet werden.

Sonderform des Ovu-Test: Fertilitätsmonitor und Zykluscomputer

Frauen, die das Thema Kinderwunsch noch strukturierter angehen möchten oder sich generell für eine natürliche Familienplanung (NFP) interessieren, könnten anstelle des gewöhnlichen Ovulationstests auch zu einem Zykluscomputer oder einem Fertilitätsmonitor greifen. Diese kleinen Computer erfassen deinen Zyklus anhand regelmäßiger Messungen der Basaltemperatur (z.B. die Zykluscomputer Daysy oder myWay) oder der Hormonkonzentration deines Urins (z.B. der Clearblue Fertilitätsmonitor) und zeigen dir so an, an welchen Tagen du schwanger werden kannst. Zykluscomputer gehen sogar noch darüber hinaus und können nach erfülltem Kinderwunsch zur Verhütung weiterverwendet werden. Zudem entstehen bei ihnen durch die Messung der Temperatur keine Folgekosten in den folgenden Zyklen. Einige der Computer und auch der Fertilitätsmonitor zeigen dir sogar an, ob du tatsächlich schwanger geworden bist. Der Nachteil an den kleinen Geräten: Du musst deutlich tiefer in die Tasche greifen – zwischen 90 und 300 Euro kosten dich Fertilitätsmonitor oder Zykluscomputer.

Kann der Eisprungkalender eine Alternative zum LH-Test sein?

Stellt sich noch die berechtigte Frage: Kann ich nicht auch kostenfrei meine fruchtbaren Tage bestimmen? Hierfür bietet sich der Eisprungkalender an. Mit seiner Hilfe kann man den Zeitraum der fruchtbaren Tage schon recht gut eingrenzen. Die Zykluslänge sowie der genaue Zeitpunkt des Eisprungs können allerdings von Monat zu Monat variieren. Einfluss darauf haben zum Beispiel Faktoren wie Stress, ein höheres Alter der Frau oder jahrelanges Einnehmen der Pille, was das Berechnen der fruchtbaren Tage recht schwierig machen kann. Für Frauen mit unregelmäßigen Menstruationszyklen bietet sich daher eher der beschriebene Ovulationstest an. Nicht zuletzt, weil sich damit auch erkennen lässt, ob überhaupt ein Eisprung stattfindet.

Trotz Kinderwunsch und LH-Test bloß nicht den Spaß im Bett verlieren

Was tut man nicht alles für die Erfüllung des Kinderwunsches? Doch achtet auch darauf, euch als Paar unter all dem Testen und Planen nicht aus den Augen zu verlieren. Liebt euch auch, wenn der Ovulationstest gerade keine fruchtbare Zeit anzeigt und setzt euch gegenseitig nicht zu sehr unter Druck. Denn sonst kann sich schnell Ernüchterung einstellen und der Geschlechtsverkehr auf Kommando wird zum notwendigen Akt, an dem beide keinen Spaß mehr haben. Ob das dann zum ersehnten Baby führt, ist fraglich. Also bewahrt euch die Lust aufeinander und respektiert es, wenn der Partner am Tag des Eisprungs mal überhaupt keine Lust auf Zärtlichkeiten hat.

Allen Paaren, die auf ein Baby „hinarbeiten“, wünschen wir viel Spaß und Erfolg, sodass sich der Kindersegen schon bald einstellt!

Wann kann man schwanger werden?

Wann kann man schwanger werden? Vielen Menschen ist der weibliche Zyklus ein Rätsel: Da ist die Rede von Eileitern, Follikeln und Hormonen, von Schleimhäuten und Menstruation – doch was das eine mit dem anderen zu tun hat und wann im Körper was passiert, bleibt meist unverstanden. Was genau geschieht im Körper einer Frau innerhalb eines Zyklus und wann kann man schwanger werden? Hier findest du alle Antworten!

Wann kann man schwanger werden? Frau hält eine Uhr
Wann kann man schwanger werden? Der Eisprung ist der Schlüssel! © Unsplash / Rachael Crowe

Wann kann man schwanger werden?

Ungefähr alle 28 Tage löst sich eine unbefruchtete Eizelle vom Eierstock ab. Diese Phase nennt man Eisprung oder Follikelsprung. In dieser Zeit wird die Eizelle in den Eileiter aufgenommen, wo sie zwölf bis 24 Stunden lang von einem Spermium befruchtet werden kann. Spermien können zwischen 72 Stunden und bis zu fünf Tagen im weiblichen Körper überleben. Also: Wann kann man schwanger werden? Maximal sieben Tage pro Zyklus. Am fruchtbarsten sind Frauen in der Zeitspanne von 72 Stunden vor dem Eisprung bis 12 Stunden danach. Wenn du schwanger werden willst, ist das der perfekte Zeitpunkt für Geschlechtsverkehr! Und was passiert bei einem Follikelsprung?

Wann kann man schwanger werden? Der Follikelsprung auf Video

Die Wissenschaftler Stephan Gordts and Ivo Brosens des Leuven Institute for Fertility & Embryology in Belgien haben zum ersten Mal überhaupt den Vorgang des Eisprungs auf Video aufgezeichnet. Dafür haben sie eine transvaginale Laparoskopie (kleiner Einschnitt in die Scheidenwand) durchgeführt und sind mit einem Endoskop, also einer kleinen Kamara, der Frage: „Wann kann man schwanger werden und was passiert beim Eisprung?“ auf den Grund gegangen. Hier siehst du das faszinierende Videomaterial:

Der menschliche Follikelsprung auf Video

Die Frage: „Wann kann man schwanger werden?“ ist also geklärt. Doch was passiert eigentlich bei einer Befruchtung? Vereinfacht kann man den weiblichen Zyklus als eine Art „Reise mit Chance auf Schwangerschaft“ erklären und besser verstehen, denn der weibliche Zyklus nichts anderes als eine Art biologischer Kettenreaktion. Und das passiert:

Wann kann man schwanger werden und wie?

#1 Reisevorbereitung: Die Ovarien

Die Ovarien sind zwei etwa pflaumengroße Organe, die sich rechts und links etwas oberhalb der Gebärmutter befinden. In den Ovarien sind schon bei der Geburt alle Eizellen vorhanden. Kommt ein Mädchen in die Pubertät, beginnt nach und nach jeden Monat je eine Eizelle heranzureifen. Ein herangereiftes Ei wird zunächst von einer Kapsel umgeben, dem sogenannten Follikel. Der Follikel platzt und das Ei wird von einem kleinen Flüssigkeitsstrom in die Eileiter gespült – der Eisprung.

Der geplatzte, leere Follikel verbleibt im Ovar und wird zum Gelbkörper, der große Mengen der Hormone Östrogen und Progesteron produziert.

Video-Empfehlung

#2 Die Reise: In den Eileitern

Die Eileiter sehen ein wenig wie altmodische Grammofon-Trichter aus und nehmen an ihrem weiten Ende das Ei auf. Eileiter haben innen eine Oberfläche, die das Ei durch Bewegungen weiter transportiert in Richtung Gebärmutter. Während das Ei in den Eileitern transportiert wird, kann es durch die Samen des Mannes befruchtet werden. Kommt es zu einer solchen Befruchtung, beginnt auf dem Weg zur Gebärmutter bereits die Zellteilung. Am 4.-5. Tag nach der Befruchtung erreicht das befruchtete Ei die Gebärmutter.

Kommt es zu keiner Befruchtung, beginnt der Gelbkörper nach einigen Tagen Oxytocin zu produzieren, verkümmert und löst damit einen Abfall des Werts des Hormons Progesteron aus. Dieser Abfall von Progesteron löst dann die Menstruationsblutung aus.

#3 Reiseziel: In der Gebärmutter

Erreicht eine befruchtete Eizelle die Gebärmutter, so schwimmt sie in dem dort befindlichen Sekret zunächst herum, bis sie sich in einem Stadium befindet, in dem sie sich an der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann.

Ist die Eizelle nicht befruchtet, kommt es durch den oben bereits erwähnten Abfall des Progesteron-Wertes zur Menstruation. Die Menstruation bewirkt, dass sich die gut durchblutete Schleimhaut in der Gebärmutter löst und abblutet, sodass sich im nächsten Zyklus eine neue Schleimhaut bilden kann, die wieder bereit ist, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen. Dann verzögert sich die Frage: „Wann kann man schwanger werden?“ wieder um einen Monat.

„Es war Liebe auf die erste Temperaturmessung!“ – Daysy, meine natürliche Rettung!

Ihre erste Schwangerschaft war für unsere Autorin Jenn Knott eine komplette Überraschung, bei der ihr bewusst wurde, dass sie ihren Körper und ihren Zyklus bislang gar nicht verstanden hatte. Nach der Geburt entdeckte sie den Zykluscomputer Daysy – und damit ganz ungeahnte Freiheiten. Hier erzählt sie ihre Geschichte.

Wollt auch ihr Daysy einmal ausprobieren? Hier bekommt ihr die Daysy mit 20% Rabatt mit dem Promocode HalloEltern!  Der Code ist bis zum 30.08.2018 gültig.

Frau fährt in einem Auto
Endlich frei von künstlichen Hormonen: Der Zykluscomputer Daysy macht's möglich! © Unsplash / Averie Woodard

Meine erste Schwangerschaft war eine große Überraschung: Ich hatte die Pille erst zwei Monate davor abgesetzt und nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen könnte. Außerdem war der entsprechende Sex „das eine Mal“ kurz nach meiner Regelblutung – und da kann man doch noch nicht schwanger werden, oder? Offensichtlich schon. Nach mehreren Jahren, in denen ich die Pille genommen habe, wurde mir in diesem Moment, in dem ich den uringetränkten Stab anstarrte, der das Dasein meiner Tochter ankündigte, klar, dass ich meinen Körper, meine Hormone und meinen natürlichen Zyklus gar nicht verstanden hatte.

So funktioniert der Zykluscomputer Daysy (sponsored)

Die Pille wurde mir unheimlich – muss ich mich wirklich mit den ganzen Wirkstoffen zuschütten?

Auch wenn die Pille unkompliziert einzunehmen ist, hatte ich immer das Gefühl, dass sie etwas mysteriös wirkt: Da schüttet man jeden Tag künstliche Hormone in sich rein – nur um nicht schwanger zu werden?! Ich fing an, mich zu fragen: Was passiert dabei eigentlich in meinem Körper und muss ich denn zwingend meinen natürlichen Rhythmus stören? Also habe ich mich entschlossen, die Pille abzusetzen, weil mir die zusätzlichen, unnatürlichen Östrogene und Progesterone langsam verdächtig wurden.

Frau lacht
Es müssen nicht immer Hormone sein © Unsplash / Jeremy Cai

In der Schwangerschaft habe ich gelernt, meinen Körper zu lieben

Während der Schwangerschaft habe ich meinen Körper dann bewusst näher kennen gelernt: Ich wollte genau wissen, was in meiner Gebärmutter stattfindet und warum. Durch diese wunderbare und verrückte Umgestaltung habe ich meinen erstaunlichen, weiblichen Körper zu schätzen gelernt – und nach der Heldentat der Geburt habe ich ihn vergöttert. Ich habe mir geschworen: Nie mehr würde ich ihm aus Bequemlichkeit irgendein Mittel zumuten – geschweige denn eine tägliche Dosis davon!

Ich würde meinem Kind nie künstliche Wirkstoffe zumuten – warum also mir selbst?!

Als wir unser neues, kleines Wesen dann endlich zu Hause hatten, war das nochmal mehr eine Erinnerung daran, wie perfekt und rein unsere Körper sind, bevor wir sie jahrelang mit bekannten und noch unbekannten Schadstoffen bombardieren. Ich wollte von Anfang an mein Bestes tun, um mein Kind von unnötigen, ungesunden und unnatürlichen Mitteln zu schützen. Parabene in der Körperpflege? Weg! Pestizide im Essen? Sowas von weg! Mich selbst musste ich nun natürlich genauso gut wie mein Baby ernähren und pflegen, um meinem Kind die bestmögliche Muttermilch schenken zu können. Und mir wurde klar: Wenn das Baby es verdient, verdiene ich es auch.

Nach der Geburt überlegte ich: Wie kann ich natürlich verhüten?

Kurz nach der Geburt war es aber auch Zeit, wieder an Verhütung zu denken. Für mich stellte sich die Frage: Wie kann ich hormonfrei, aber auch zuverlässig verhüten, ohne dass ich gleich zur Zervixschleim-Expertin werden oder mir Kupferteile in die Gebärmutter implantieren lassen muss?

Daysy Computer liegt auf einem Nachttisch
Daysy ist ein hochmoderner Zykluscomputer mit 99,4 prozentigem Schutz. © Daysy

Es war Liebe auf die erste Temperaturmessung

Ich habe zum Glück die perfekte Lösung für mich gefunden: einen kleinen, schlauen Computer namens Daysy, der mir mit 99,4 prozentiger Sicherheit sagt, ob ich fruchtbar bin oder nicht. Es war Liebe auf die erste Temperaturmessung! Man wacht auf, aktiviert die kleine Daysy, steckt sie sich 30 Sekunden unter die Zunge und kriegt danach alle wichtigen Infos: An Tagen, an denen ich fruchtbar bin, leuchtet ein rotes Licht, an unfruchtbaren ein grünes. An roten Tagen sollte ich also keinen ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, wenn ich nicht schwanger werden will, an grünen ist das kein Problem. Hier bekommt ihr mehr Infos, wie die Daysy funktioniert. Für mich waren diese Infos wie eine Revolution!

Mit Daysy habe ich es hingekriegt, meinen Hormonhaushalt wieder in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen und meinen eigenen Zyklus wirklich kennen zu lernen. Für mich war das nicht nur ein großer Schritt zurück zu meiner natürlichen Weiblichkeit, sondern auch eine ganz neue Freiheit. Ich weiß jetzt jeden Tag, was in meinem Körper passiert und fühle mich frei, weil ich ganz natürlich planen kann. Wenn ich also morgens ein rotes Licht auf meiner Daysy sehe, kann ich entweder auf Sex verzichten, ein zusätzliches Verhütungsmittel einsetzen – oder eben versuchen, schwanger zu werden…

Daysy hat mich bei meinem Kinderwunsch unterstützt

Und auch für genau diesen Wunsch habe ich meine Daysy eingesetzt: Meine zweite Schwangerschaft konnte ich so ganz einfach planen. Mit der zugehörigen App DaysyView habe ich jederzeit einen Überblick über alle meine Zyklusdaten dabei, etwa bei einem Termin beim Frauenarzt. Außerdem gibt mir die App eine individuelle Voraussage meines Zyklus über die nächsten Wochen und hat es mir so sehr einfach gemacht, meinen Kinderwunsch zu planen. Und was soll ich sagen? Innerhalb von zwei Monaten hat es geklappt! Dieses Mal keine Überraschung und jetzt bin ich Mutter von zwei wunderbaren Mädchen.

Diese Freiheit wünsche ich mir auch für meine Töchter

Wenn man ein gesundes und glückliches Leben ganz ohne künstliche Hormone führen will und sein Schicksal gerne in die eigene Hand nimmt, ist Daysy die beste Option, die ich mir vorstellen kann. Ich kann alles selbst entscheiden und bin in Verbindung mit meinem Körper. Dadurch weiß ich über meinen persönlichen Zyklus immer Bescheid, auch wenn er sich über die Jahre ändert.  Für mich ist das die ultimative, moderne Freiheit, die jede Frau verdient und die ich mir eines Tages auch für meine beiden Töchter wünsche, wenn es mal soweit ist.

Wollt auch ihr Daysy einmal ausprobieren? Hier bekommt ihr die Daysy mit 20% Rabatt mit dem Promocode HalloEltern!  Der Code ist bis zum 30.08.2018 gültig.

Samenspende für das Wunschkind: So funktioniert es

Eine Samenspende kommt für Paare dann in Frage, wenn der Mann unfruchtbar ist, oder das Risiko zu groß ist, dass er schwere Erbkrankheiten weitergibt. Hierfür gibt es spezielle Samenbanken und Kinderwunschkliniken, aber es besteht auch die Möglichkeit sich über private Online-Plattformen einen Samenspender zu suchen. Die Infos im Überblick.

Ein Pärchen blickt sich glücklich in die Augen.
Eine Samenspende kann eine Möglichkeit sein, sich den Kinderwunsch zu erfüllen. © Unsplash / Priscilla du Preez

Samenspende über eine Samenbank

Eine Samenbank sucht nach Männern, die ihr Sperma spenden wollen. Dabei soll es aber nicht um den wirtschaftlichen, sondern vor allem um den sozialen Aspekt gehen, Paaren helfen zu wollen. Der Spender wird gesundheitlich untersucht, wobei eine gesunde Lebensweise, Ernährung und der allgemeine Gesundheitszustand eine große Rolle spielen.

Bei der Samenspende wird das Sperma auf Krankheiten, wie HIV, Gelbsucht, Chlamydien, Syphillis, Gonorrhö und Cytomegalie untersucht. Außerdem dürfen in der Familie keine genetischen Erkrankungen vorliegen. Nach einem halben Jahr wird eine weitere Blutuntersuchung beim Spender durchgeführt, um mögliche Krankheiten nochmals auszuschließen.

Samenspender gesucht: Ablauf der Samenspende

Habt ihr euch für eine Samenspende mithilfe einer Samenbank entschieden, könnt ihr euch beraten lassen und erhaltet eine Dokumentenmappe mit allen wichtigen Informationen. Wenn ein Samenspender gesucht wird, dürft ihr ihn euch anhand der persönlichen Daten, wie Lebenstil und Aussehen aussuchen.

Video-Empfehlung

Anschließend werden die Samen von der Samenbank an euren behandelnden Arzt verschickt. Mittels Ultraschall-und Hormonuntersuchungen bestimmt der Arzt den optimalen Zeitpunkt für die Samenübertragung der Samenspende. Dabei werden die Samen in der Regel mithilfe eines Plastikschlauches über die Scheide in die Gebärmutter eingesetzt (Insemination). Wenn nach zwölf bis 14 Tagen keine Regelblutung eintritt, könnt ihr einen Schwangerschaftsstest durchführen. Grundsätzlich liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei etwa 15 bis 20 Prozent.

Kosten für eine Samenspende

Die Kosten für die Samen der Samenspende können von Klinik zu Klinik variieren: Bei der Erlanger Samenbank betragen die Kosten pro Spendersamenprobe etwa 500 Euro und die dazugehörigen Versandkosten etwa 110 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für das Lagern und Aufbereiten der Samen und die ärztlichen Behandlungskosten von insgesamt etwa 400 bis 500 Euro.

Samenspende über private Anbieter: Besser nicht

Wer schon einmal nach „Samenspender“ gegooglet hat, der wir vielleicht schon auf diverse fragwürdige Online-Portale gestoßen sein. Auch wenn die Angebote „preiswert“ sind, solltet ihr euch besser auf eine seriöse Samenbank verlassen. Diese geht mit der Samenspende viel bewusster um und überprüft die Spermien und den Spender zuverlässig

Jenny Elvers will mit 46 nochmal Mama werden

Gibt es eine Zeit, ab der man nicht mehr Mutter werden sollte? Für Jenny Elvers nicht, denn sie wünscht sich mit 45 noch ein Kind. Und Deutschland diskutiert: Ist man mit 46 zu alt, um nochmal Mama zu werden?

Schwangere Frau steht auf einer Wiese
Gibt es ein "zu spät" beim Kinderkriegen? © Bigstock / www.BillionPhotos.com

„Ich will nochmal Mutter werden!“

In einem Interview mit der Zeitschrift Closer verriet sie: „Ich hätte gerne weitere Kinder gehabt – und habe diesen Wunsch auch noch nicht vollends aufgegeben.“ Aus einer Kurzzeitbeziehung mit dem ehemaligen „Big Brother“-Star Alex Jolig (55) hat Elvers einen Sohn, Paul (17). Dieser ist auch der Grund für ihren weiteren Kinderwunsch. „Ich bin mit Leib und Seele Mama und mein Sohn zeigt mir auch immer, dass ich diese Rolle immer gut ausgefüllt habe. Mit seinem Erwachsenwerden ändert sich alles. Und da frage ich mich schon: Hätte ich doch noch mehr Kinder bekommen sollen?“

„Das Baby muss ja nicht aus meinem Bauch rauskrabbeln.“

Dabei steht die Schauspielerin kurz vor ihrem 46. Geburtstag. Doch das ist für sie kein Hindernis: „Das Baby muss ja nicht aus meinem Bauch rauskrabbeln. Es geht mir nicht direkt um die Schwangerschaft an sich. Vielleicht kann ja auch der Mann ein Kind mit in die Beziehung bringen. Oder man setzt sich mich dem Thema Adoption auseinander.“

„Den Mann zu den Plänen gibt es noch nicht.“

Und ein weiteres Hindernis stellt sich Elvers in den Weg: Momentan ist sie single! „Ja, stimmt. Den Mann zu eventuellen Plänen gibt es da noch nicht.“ Gibt sie in dem Interview zu. Doch sie nimmt es mit Humor: „Da bin ich im Moment offen für Angebote.“

Video-Empfehlung

Gibt es ein Zeitlimit für einen Kinderwunsch?

Jenny Elvers wäre nicht die erste, die sich in späteren Jahren noch ein Kind bekommt: Die ARD-Moderatorin Sandra Maischberger wurde mit 40 zum ersten Mal Mutter, die US-Schauspielerin Halle Barry war bei der Geburt ihres Sohnes 47 Jahre alt und die italienische Rocksängerin Gianna Nannini brachte mit 54 Jahren ihr erstes Kind zur Welt.

Doch sind auch immer Risiken für die Gesundheit des Kindes und der Mutter mit einer Schwangerschaft 40plus verbunden. Das Risiko für schwere Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt steigt um fast sechs Prozent, wenn die Mutter über 50 Jahre ist. Ist das Risiko also zu hoch oder sollte das jede Frau selbst für sich entscheiden? Wir wollen eure Meinung wissen: Stimmt ab!