Handmilchpumpe gesucht? Das solltest du beim Kauf beachten

Stillen ist wunderschön. Aber manchmal möchtest du auch mal ohne Baby zum Friseur gehen oder dir in Ruhe mit deiner Freundin ein Stück Kuchen teilen. Wenn du dafür ab und zu deine Muttermilch für dein Baby abpumpen möchtest, ist eine Handmilchpumpe ideal – gerade auch unterwegs. Doch wie findest du im großen Angebot die richtige? Wir verraten dir, was du bei der Auswahl beachten solltest.

Handmilchpumpe Harmony von MEDELA
Mit der Handmilchpumpe Harmony von MEDELA ist das Abpumpen angenehm und effizient. © MEDELA

4 wichtige Kaufkriterien für Milchpumpen

  • Angenehm und effizient
    Gute elektrische Milchpumpen imitieren das natürliche Saugverhalten im Rhythmus deines Babys. Manuell funktioniert das auch mit einer hochwertigen Handmilchpumpe wie der Harmony von Medela. Sie basiert auf der forschungsbasierten 2-Phase-Expression-Technologie und unterstützt dich dabei, mehr Milch in weniger Zeit zu gewinnen. Mit der kurzen Seite des speziellen Griffs stellst du den anfänglichen Saugrhythmus (schnelle, kurze Abstände) ein. Ist dein Milchspendereflex ausgelöst, pumpst du anschließend mit der längeren Seite des Griffs im langsameren Rhythmus effizient ab – so, als würde dein Baby trinken.
  • Leichtes und kompaktes Format
    Wenn du eine Stillmahlzeit auslässt, möchtest du vielleicht auch unterwegs abpumpen, damit deine Brust nicht unangenehm spannt. Wichtig also: Die Handmilchpumpe deiner Wahl sollte leicht und kompakt sein – eben handtaschentauglich!
  • Leise und diskret
    Nichts soll Quietschen oder Knarzen! Weder unterwegs (schon gar nicht, wenn andere Leute dabei sind), noch zu Hause, neben deinem womöglich schlafenden Baby.
  • Einfaches Zusammenbauen, Bedienen und Reinigen
    Sportliche Verrenkungen beim Abpumpen? Energieraubend! Ein bequemer Griff – am besten ergonomisch wie bei der Harmony – ist wichtig. Und: Eine gute Handmilchpumpe muss zur hygienischen Reinigung einfach in ihre Einzelteile zerlegbar und danach mit einigen Handgriffen fix wieder aufgebaut sein. Schließlich soll sie dir das Leben in der Stillzeit erleichtern und keine wertvollen Minuten kosten.

Übrigens: Wenn dein Baby deine abgepumpte Muttermilch ab und zu mit der Flasche bekommt, sollte dies das Stillen auf keinen Fall beeinträchtigen und dein Baby zwischen Brust und Flasche problemlos hin und her wechseln können. Ideal ist hier ein Sauger wie Calma, der es ihm erlaubt, dasselbe natürliche Trinkverhalten wie an der Brust zu verwenden.

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Der erste Abend ohne Baby: Meine Reise zu mehr Unabhängigkeit

Als unsere Autorin Isabell Stern das Wochenbett eine Zeit lang hinter sich gelassen hatte, kam bei ihr langsam aber sicher der Wunsch nach einem Mädelsabend alleine auf. Doch dann kamen ihr die Zweifel: Wie kann mein Mann in dieser Zeit unseren Sohn füttern? Hier erzählt sie von ihrer Reise hin zu mehr Unabhängigkeit…

Mutter hat Kind auf dem Arm
"Ich wollte nicht auf das Stillen verzichten, aber mir kleine Freiräume schaffen." © Unsplash / Png Design

Ich war jetzt schon einige Zeit aus dem Wochenbett heraus und mir wurde langsam klar: Ich will mich endlich mal wieder in ein paar andere Kleidungsstücke als Jogginghose und Stillshirt werfen. Ich will auch mal einen Abend für mich haben! Und ich wusste: Es ist endlich an der Zeit für den ersten Mädelsabend! Als ich meinem Mann von dem Plan erzählte, bekam er große Augen: „Und was mache ich mit dem Kleinen, wenn der Hunger bekommt?“ Tja…

Kann ich meinen Sohn bei Papa alleine lassen?

Ich konnte ein bisschen Angst in seinem Blick erkennen und musste zugeben, dass auch ich nicht völlig entspannt war bei dem Gedanken, meinen Kleinen ganz alleine bei Papa zu lassen. Leon war jetzt gut 4 Monate alt und ein richtiger Wonneproppen, der die meiste Zeit zufrieden gluckste. Dennoch war meine Brust immer noch sein sicherer Hafen und man merkte, wie sehr ihn die Zeit des Stillens jedes Mal unglaublich entspannte. Das wollte ich ihm auf gar keinen Fall nehmen. Ich war hin- und hergerissen.

Im Wochenbett hatte ich schon Erfahrungen mit Milchpumpen gemacht

„Aber wozu gibt es denn Milchpumpen?“, dachte ich mir und erinnerte mich an die Tage im Wochenbett, als Leon zu schwach zum Saugen war und ich auf Rezept die große gelbe, elektrische Milchpumpe aus der Apotheke gemietet hatte. So hatte ich uns das Zufüttern erspart: Die Milchpumpe (Medela Symphony hieß sie) hatte meine Milchproduktion weiter angeregt und so konnte Leon meine Milch mit der Flasche bekommen. Und was ich besonders super fand: Das Abpumpen fühlte sich auch gar nicht unangenehm an, weil die Pumpe das natürliche Saugen eines Babys nachahmt. Allerdings würde ich jetzt, wo sich das Stillen so gut eingespielt hatte, wohl kaum nochmal ein Rezept für eine Mietmilchpumpe bekommen. Ich machte mich also auf die Suche nach Alternativen.

Eine Verkäuferin riet mir dann zu der Medela Harmony Pumpe

Gleich am nächsten Tag fuhren wir los, um eine Milchpumpe zu kaufen. Im Geschäft stand ich dann wohl sehr fragend vor dem Regal, denn zum Glück kam direkt eine Verkäuferin auf uns zu. Ihre erste Frage war, wozu ich denn die Milchpumpe genau bräuchte. Als ich anfing, von Mädelsabenden zu sprechen und ab und zu zum Yoga zu gehen, riet sie mir direkt zu einer anderen Milchpumpen-Variante von Medela, der Harmony. Im Gegensatz zu der großen elektrischen Milchpumpe, die ich im Wochenbett genutzt hatte, ist das eine kleine Handpumpe, die nicht nur schick aussieht, sondern schnell auseinandergebaut sogar problemlos in meine Handtasche passte, für den Fall, dass ich sie mal mitnehmen und unterwegs abpumpen wollte.

Die Verkäuferin erklärte mir, dass auch die Medela Harmony das natürliche Saugverhalten des Babys imitiert und dafür einen speziellen Griff oder besser gesagt zwei Griffseiten hat: Mit der kurzen Seite wird das schnelle, stimulierende Saugen nachgeahmt, dass den Milchfluss in Gang bringt und dann kann man mit der längeren Seite langsam in seinem eigenen Rhythmus  abpumpen. So könne ich mich total entspannen und das Abpumpen sei so besonders sanft und effizient – das habe bisher bei jeder Kundin geklappt. Ich war ihr unendlich dankbar für diese persönliche Beratung und kaufte die Pumpe.

Ich kam ins Grübeln: Würde Leon die Flasche akzeptieren?

Zuhause angekommen musste ich mich mit Leon vor Erschöpfung erst einmal hinlegen – ja, mit Babys kann auch ein kurzer Einkauf wirklich anstrengend sein. Auch Leon war erschöpft und forderte meine Brust. Während ich ihn also stillte, kamen mir weitere Sorgen: Würde Leon die Flasche einfach so akzeptieren? Für ihn muss sich das doch bestimmt ganz anders anfühlen, als an meiner Brust! Noch während des Stillens fing ich an zu googeln.

Ich war sehr erleichtert, dass meine Recherche vor allem eines zeigte: Es gab so viele Mamas, die genau die gleichen Zweifel und Ängste hatten wie ich. Immer wieder las ich, wie wichtig der richtige Sauger der Flasche ist, damit das Kind einerseits die Flasche akzeptiert und andererseits danach auch wieder an die Brust will. Denn eines war mir besonders wichtig: Ich wollte mein Kind auch weiterhin stillen! Viele Mamas empfohlen in dem Zusammenhang den stillfreundlichen Sauger Calma, der genauso lang ist, wie eine natürliche Brustwarze beim Stillen und mit dem die Babys dank eines vakuumgesteuerten Milchflusssystems genauso so Saugen können, wie an der Brust.  Das klang so super, dass ich den Sauger sofort bestellte.

Mein Mann und Leon waren sofort ein eingespieltes Team

Voller Zuversicht machte ich mich ein paar Tage später an meine neu erstandene Harmony und hoffte, dass der Name Programm ist. Und was soll ich sagen? So war es dann auch. Das Abpumpen verlief reibungslos und ich konnte in kürzester Zeit eine Flasche voller Muttermilch für Leon in den Kühlschrank stellen. Mit meinem Mann machte ich aus, dass er die abendliche Fütterung übernehmen sollte, damit wir testen können, ob Leon die Flasche mit dem neuen Sauger auch gut annimmt. Und was kann ich sagen? Papa und Kind waren sofort ein eingespieltes Team, als wäre es nie anders gewesen. Mein Mann platze fast vor Stolz und redete ab dann nur noch von „seinem Männerabend mit Leon“, wenn es um den Abend mit meinen Freundinnen ging. Und ich konnte mich endlich so richtig auf meinen gemütlichen Mädelsabend freuen.

Willst du mehr über die Medela Harmony und den Calma Sauger wissen? Dann hier entlang:

Ich war am Ende. Mit diesen drei Worten rettete mir eine Fremde den Tag

Ihr Trotzkind brachte unsere Autorin Jenn an ihre Grenzen – mitten auf dem Supermarktparkplatz. Hier erzählt sie, wie ihr eine völlig Fremde das gab, von dem sie nicht wusste, dass sie es so dringend brauchte. Das sollten sich alle Mamas zu Herzen nehmen.

Kleinkind mit Trotzanfall weint
An manchen Tagen bringt dich Kinder-Gejammer an deine Grenzen © Unsplash/ Arwan Sutanto

Wutausbrüche sind normal, bitterliches Weinen aus Traurigkeit oder Müdigkeit, kein Problem. Frust und Enttäuschung dürfen Kinder selbstverständlich äußern, das ist nur menschlich. Wenn du Kinder hast, dann ist ein gewisser Lärm also ganz normal und eigentlich gar nicht schlimm. Doch dann gibt es noch diese eine Art von Gelärm, das kein Ende nimmt. Elendes Gejammer, dass sich durch wirklich nichts abstellen lässt. Du bist dagegen machtlos. Es macht dich fertig.

Ich wollte das Gejammer nicht mehr hören und die schiefen Blicke der anderen nicht mehr sehen.

Genau damit hatte ich es neulich im Supermarkt zu tun. Quelle: mein 3-jähriges, sehr selbstbewusstes und durchsetzungsfähiges Mädchen. Worum es ging ist nicht so wichtig, entscheidend ist, dass ich es irgendwann nicht mehr ertragen konnte. Ich wollte das Gejammer nicht mehr hören und die schiefen Blicke der anderen nicht mehr sehen.

Draußen am Parkplatz versuchte ich meine Tochter nochmals zu beruhigen. Aber als ich sie im Auto ohne Breze oder Wurstscheibe oder Süßigkeiten anschnallte, schrie sie noch lauter und mit erneuter Lust. Ich ließ die Fenster herunter damit sie Luft hatte, dann lief ich weg.

Aus einer Entfernung von circa 100 Meter konnte ich nun das Auto zwar noch sehen aber nicht mehr hören. Ich habe mir zwei Minuten gegönnt, um einmal tief durchzuatmen, um aufs Handy zu schauen und mich zu beruhigen. Als ich wieder aufblickte, sah ich zwei Frauen und ein Kind neben meinem Auto stehen, die so beunruhigt wie ich aussahen. Mist!

Normalerweise halte ich mich für einen friedlichen und freundlichen Menschen, aber heute war das anders. Wenn sie sich jetzt mit mir anlegen wollen, dachte ich, kracht es. Skeptisch sahen sie mich an als ich mich ausdruckslos dem Auto näherte. „Das gehört mir,“ sagte ich und meinte damit nicht das Auto, sonders die fragwürdige Situation, in der wir uns nun alle befanden.

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Diese Wörter wirkten wie ein magischer Balsam.

Ich stieg ins Auto ein, lies den Motor an, fuhr rückwärts. Verdattert blickten die Frauen mich an. Ich trat auf die Bremse, lies das Seitenfenster herunter und fragte genervt: „Gibt’s noch was?“

„Passt alles?“ kam die besorgte Gegenfrage von der Frau ohne Kind. Jetzt musste ich mich entscheiden, ob ich etwas Sarkastisches zurückwerfe, ihr den Stinkefinger zeigen sollte, oder mit ihr ins Gespräch kommen wollte. „Nein“, sagte ich und machte eine Geste zum schreienden Rücksitz, „es ist alles scheiße!“

Dann sprach die andere: „Ich verstehe das! Ich bin auch Mama.“

Diese Wörter wirkten wie ein magischer Balsam. Ich fange unwillkürlich an, das Ganze zu erzählen: Sie hört nicht auf, sie wimmert ohne Unterbrechung, ich halte es nicht aus, ich habe Abstand gebraucht um nicht auszuflippen und sie wie einen Unmenschen anzubrüllen! Sie hörte mir zu und sagte noch mal: „Ich weiß, wie es ist. Ich bin selber Mutter.“

Aber wenn man ein trauriges Kind alleine im Auto entdecke, sei man doch verpflichtet, nicht vorbei zu laufen, meinte sie. „Danke,“ sagte ich. „Richtig.“ Und dann bin ich in Tränen ausgebrochen und merkte wie mein Bein auf der Bremse vor lauter Stress unkontrolliert zum Zittern anfing.

„Lasst euch Zeit,“ sagte sie. „Fahrt nicht weg bevor alles wieder gut ist.“

Ich war gleichzeitig beschämt, weil das so offen passiert ist aber auch stolz auf mich, weil ich weder Kind noch Fremde angebrüllt habe. Aber vor allem war ich beeindruckt mit welcher Güte und Verständnis mir die anderen Mütter begegneten. Ich war am Ende und sie haben mir geholfen.

Unser Job ist hart. Lasst uns nett zueinander sein!

Viel zu oft werden Eltern verurteilt oder sogar verteufelt, obwohl man gar nicht hinter deren Kulisse sehen kann. Am schlimmsten ist es meist unter uns Müttern.

Unser Job ist hart. Wir machen Fehler und oft muss man zwischen mehreren unattraktiven Optionen wählen. So ist das Leben. Umso mehr braucht man das gegenseitige Vertrauen unter Müttern, die alle für eins bis zehn kleine impulsive, unreife, emotionelle zerbrechliche Menschen zuständig sind. Lasst uns nett zueinander sein! Statt einer Beurteilung schenkt ein bisschen Verständnis. Ich habe damit nicht gerechnet und mir hat es in diesem Moment so viel gegeben. Ich werde dieses gute Gefühl auf jeden Fall weitergeben: Bist du auch dabei?

Der Anfang des Kindergartens, das Ende unserer gemeinsamen Zeit?

Auf den kommenden September wartet unsere Autorin Jenn Knott schon seit den ersten Lebensmonaten ihrer zweiten Tochter: Ihr anspruchsvolles Kind kommt in den Kindergarten. Doch jetzt, da der ersehnte Tag kurz bevorsteht, hat sie gemischte Gefühle…

Kinder stehen am Fenster und schauen raus
Wann geht's endlich los? Nicht nur viele Eltern können den Kindergartenstart kaum erwarten. © Unsplash / Andrew Seaman

Mit meinem ersten Kind war alles viel lockerer und entspannter: Es war schön, ein Baby zu Hause zu haben, besonders weil ich kein Büro hatte, das auf mich wartete. Ein Jahr waren wir immer zusammen. Das hat unsere Bindung gestärkt und es war wunderschön für mich, ihre unglaubliche Entwicklung mitzuerleben. Als ich sie in den Kindergarten gegeben habe war sie genau zwei Jahre alt. Als sie anfing, jeden Vormittag bei fremden Frauen zu verbringen, musste ich vor Trauer eine Runde weinen.

Irgendwie hatten wir kein Glück mit Kindergärten

Baby Nummer zwei war aber ein anderes Tierchen. Der Stress, den sie als Zweitgeborenes und auch als natürlich abfordernde Persönlichkeit mit sich brachte, war kaum zu ertragen. Das erste Jahr war ein purer Kampf, und als es mir endlich klar wurde, dass ich mir ruhig Hilfe holen durfte und nicht alleine mit dem Kind im eigenen Sumpf ertrinken musste, war die Anmeldezeit aller nahliegenden Kindertageseinrichtungen vorbei.

Eine Zeit lang habe ich mit ihr dann ehrenamtlich in einer Krippe gearbeitet, ein Waldkindergarten hat kurzfristig und nach langer Eingewöhnungszeit geklappt, bevor meine Tochter dort doch nicht mehr bleiben wollte. Ein netter Versuch.

Ich habe dann an zwei Tage die Woche eine Tagesmutter engagiert, damit ich endlich wieder wenigstens ein bisschen Zeit für meine eigene kreative Arbeit hatte. Es war kein einfacher Weg, bis wir endlich den gewünschten Kindergarten Platz bekommen haben. Nun, mit drei Jahren, wird der kleine Kobold mit der großen Schwester vereinigt. Und die Mutter ist komischerweise nicht nur glücklich darüber.

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Ich werde freier sein – aber meine Kinder auch viel weniger sehen

Obwohl ich die Reduzierung meiner Kinderbetreuungszeiten so sehr brauche und auch wirklich verdient habe, ist es mir nicht entgangen, dass der Kindergarten-Anfang des letzten Kindes das Ende einer bestimmten Zeit ankündigt. Ab September werde ich endlich frei sein – aber nie mehr meine eigenen Kinder so viel oder intensiv sehen.

Hätte ich sie länger bei mir zu Hause lassen sollen? Die jungen Jahre sind so wichtig und flüchtig – wäre eine Mutter nicht dumm, wenn sie nicht jeden Moment als wahren Schatz, als Geschenk betrachtet und leidenschaftlich genießt?

Ich will auch mal Zeit für mich haben!

Nicht ganz. Schön wär‘s, wenn wir immer nur Freude an der Zeit mit unseren Kindern hätten. Aber jedes Elternteil weiß wie herausfordernd Kinder sein können. Es gibt so viele schöne Momente, aber auch die Momente voller Frustration, Irrationalität, Widerwilligkeit. Ich finde es vollkommen in Ordnung und sogar richtig, wenn die Haupterziehungsperson, die nicht unbedingt arbeiten muss, die noch kleinen Kinder in eine Tageseinrichtung gibt, wenn sie sonst überfordert, übermüdet und insgesamt überlastet ist.

Auch wenn ich keinen Druck habe, Geld zu verdienen, möchte ich ab und zu eine Tätigkeit ausüben, die etwas mit erwachsenen Themen zu tun hat, mich nicht mit fremder Körperflüssigkeit konfrontiert und eventuell sogar noch meine Bemühungen mit einem Einkommen anerkennt. So lohnend, wie sie sein kann, stimmt das alles nicht für die Mutterschaft. Das heißt nicht, dass ich nicht auch mit einem weinenden Auge dem Tag entgegen sehe…

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt…

Aber das heißt natürlich nicht, dass man nichts verliert, wenn die Kinder nicht mehr Vollzeit zu Hause sind. Der Verlust unserer gemeinsamen Zeit ist traurig, auch wenn ich viele Ruhe, Entspannung und Kreativität für mich gewinnen werde. Mein Gehirn darf seine Beine ausstrecken, mein Herz aber wird die kleinen, süßen Widerborsten vermissen.

Die kleinere Widerborste kann den September auch kaum erwarten. Die ganze Familie freut sich auf den Kindergartenstart, weil er uns endlich wieder ins Gleichgewicht bringen wird. Für uns ist der Lebensabschnitt mit Babys vorbei, die Reise geht weiter.

Ihr Baby hatte einen Autounfall: Mit dieser SMS rettete sie ihm das Leben

„Weil ich eine Glucke bin, lebt mein Baby noch!“

Diese Geschichte beweist, es ist gut, manchmal eine Glucke zu sein. Schau dir das Video an: Rebecca hat eine wichtige Botschaft für alle Mütter, die auch du dir zu Herzen nehmen solltest.

„Mama, machen wir Gartenarbeit?“ – Warum die Natur meinem Sohn so gut tut

Warum Gartenarbeit Daniela Kirschbaums Sohn erdet und wie sehr sie dieses gemeinsame Hobby mit ihm schätzt, das erzählt sie hier.

Kind riecht in einem Garten an einer Blume
Im Garten findet der Sohn von Daniela Kirschbaum Ruhe und Entspannung. © Unsplash / Annie Spratt

Unser Sohn und der Garten: Liebe auf den ersten Blick

Unser Sohn konnte sich gerade so halbwegs auf den Beinen halten, da wackelte er auch schon geschäftig durch den Garten und das bei Wind und Wetter. Seine Mission war klar: Stöcke schlichten, Steinhaufen bauen und Erde sieben! Einmal pflückte er gar unseren Brombeerstrauch ab und ordnete die Früchte gewissenhaft nach Größe. Blöderweise waren die noch grün!

Er, der stets so quirlig und auf der Suche nach Action ist, findet im Grünen Ruhe und Entspannung. Schon immer faszinierte es mich, ihm dabei zuzusehen, wie er im Garten ganz bei sich selbst ist. Anders als seine Schwester, die zwar auch gerne draußen ist, dann aber am liebsten Fahrrad und Inliner fährt, Springschnur hüpft und Fangen spielt.

Ein Naturfreund durch und durch

Unser Sohn beschäftigt sich direkt mit der Natur und das ausdauernd. Stundenlang sitzt er in Bäumen, platziert Vogelhäuschen, beobachtet die Frösche im Teich und rettet Kröten von der Kellertreppe, wenn die sich mal wieder verirrt haben.

Die Natur und seine Bewohner interessieren ihn nicht nur, sie liegen ihm am Herzen. Mit einer verblüffenden Selbstverständlichkeit ist er schon seit einigen Jahren Vegetarier und würde niemals etwas aus Leder am Körper tragen. Und zu meiner grenzenlosen Freude liebt er Gartenarbeit!

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Gemeinsame Gartenarbeit macht Spaß und fördert die Kommunikation

Auf der einen Seite ist das für mich natürlich super, denn so bleibt erstens weniger an mir hängen (mit seinen acht Jahren packt er überraschend gut mit an), doch das gemeinsame Arbeiten im Garten hat auch etwas sehr Verbindendes. Schon so manches interessante Gespräch hat sich beim Anlegen von Beeten, Schneiden von Hecken, Hochbinden von Tomaten und Graben von Pflanzlöchern ergeben. Der Weg vom Samenkorn zur fertigen Pflanze fasziniert den kleinen Gärtner jedes Jahr aufs Neue und sobald man ihm Gartenschere, Säge oder Schaufel in die Hand drückt, ist er glücklich und zufrieden.

Beim Arbeiten im Garten Kompromisse finden

Gut, manchmal gibt es auch Streitpunkte. Wenn er meine Forsythie abholzt und in die Biotonne befördert zum Beispiel, weil die „eh überbewertet“ ist. Oder wenn er der Meinung ist, wer die Tomaten gießt, hat auch das Recht, sie ganz alleine zu vertilgen. Meistens finden wir aber Kompromisse und die Stimmung im Garten, die bleibt heiter bis sonnig!

Meine Tochter muss sich nicht entschuldigen, wenn sie das nicht will

Ist es unsere elterliche Aufgabe von unseren Kindern eine Entschuldigung zu fordern, wenn wir als Eltern denken, dass ein „Es tut mir leid!“ angebracht wäre? Unsere Autorin Jenn Knott sagt: Nein, meine Töchter müssen sich nicht entschuldigen, wenn sie nicht wollen. Hier erklärt sie, warum sie keine Entschuldigungen einfordert.

Geschwister streiten sich
"Sag deiner Schwester, dass es dir leid tut!" - Unsere Autorin findet: So ein Satz ist völlig überflüssig. © Bigstock / Nadezhda1906

Vor vier Jahren in meiner ersten Baby-Gruppe gab es eine große Diskussion über eine Mutter-Kolumne, die mir nie aus dem Kopf gegangen ist. Die Standardeinstellung vieler Eltern ist: Wenn dein Kind einem anderen weh tut oder sonst verletzt, egal was passiert ist, sollten Eltern eine Entschuldigung von ihm verlangen, wenn es das nicht automatisch tut. Das Argument der Kolumne war aber, dass genau das falsch ist: Eltern sollten sich nicht einmischen, damit die Kinder den Konflikt selber lösen können. Seitdem denke ich darüber nach: Sollte man eine Entschuldigung erzwingen oder nicht?

Wann sollte ich mich einmischen – und wann nicht?

Die Überlegung dahinter: Durch eine erzwungene Entschuldigung geht eine Schuld nicht einfach weg und noch dazu ist eine Aussage, die nicht vom Herzen kommt, vollkommen wertlos. Das stimme dieser Meinung zu, frage mich aber, wie stark ich mich in solche Situationen einmischen sollte. Ich lasse die Kinder sowieso gerne alleine spielen und finde es total wichtig, dass sie sich selber beschäftigen können. Da gibt es auch öfters mal Streit. Wer „Elsa“ und wer „Anna“ ist interessiert mich herzlich wenig, wenn es aber lautes Geschrei oder Gewalt gibt, ziehe ich die Grenze.

Ich versuche Streitigkeiten anders zu lösen…

Idealerweise läuft es so: Erst frage ich nach dem objektiven Verlauf des Geschehens. Wenn das „Was“ schon klar ist, kommt das „Warum?“. Dann versuche ich meinen beiden Mädchen zu erklären, wie sich ihr Verhalten auf die jeweils andere ausgewirkt hat: „Du hast ihr weh getan“ oder „Sie ist wütend, weil du ihr das Buch weggenommen hast.“ Gerade wenn es auch körperliche Verletzungen gibt frage ich schon auch mal, ob es der „Täterin“ leid tut: „Würdest du deiner Schwester gerne etwas sagen?“

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Ihr tut es oft nicht leid – mir aber schon

Manchmal lautet die Antwort aber ganz einfach „Nein“ – und das akzeptiere ich auch genau so.Ich als Mutter kann aber ausdrücken, dass es mir Leid tut, dass zum Beispiel die Große gehauen wurde und nun Schmerzen hat, vor allem wenn die Kleine keine Reue zeigt. Das ist die Wahrheit und ehrlich – im Gegensatz zu einer erzwungenen Entschuldigung.

Ich denke, man muss auch nicht immer nett sein. Besonders in einer Verteidigungssituation ist es erforderlich, dass wir uns eben nicht immer „nett“ verhalten. Kinder dürfen böse und traurig und verletzt sein. Das erlaube ich mir selber auch und damit selbstverständlich auch meinen Kindern.

Ich glaube der Schlüssel zum Thema ‚Entschuldigungen’ ist die Ehrlichkeit. Wenn es einem Leid tut, sollte man das laut sagen. Wenn nicht, müssen wir vielleicht auch lernen, mit dem Schmerz der Reuelosigkeit umgehen zu können. Ich finde es einfach sinnlos, einem Kind eine Entschuldigung herauszuzerren. Da Kinder aber noch keine Erwachsene sind, können wir ihnen helfen, ihre Empathie zu entwickeln und die Gefühle in eine soziale Richtung zu steuern.

Hört auf euer Bauchgefühl

Auf jeden Fall finde ich, wir sollten mit unserem Verhalten nicht so streng sein. In manchen Situationen dürfen wir es die Kinder selber lösen lassen, manchmal brauchen sie unsere Hilfe, manchmal wissen wir selber nicht, was richtig ist. Man befürchtet immer als Elternteil, dass man entweder zu viel oder zu wenig macht – und damit bei den Kindern irreparable Schäden anrichtet. Vielleicht ist die ehrliche Art auch für uns Eltern auch die beste Art: immer das tun, was wir für richtig halten, auf unser Bauchgefühl hören – und nicht so viel nachdenken. Die Kinder machen es doch genau so.

„Mama, du bist peinlich!“ – Mein Achtjähriger benimmt sich präpubertär!

Für unsere Kinder sind wir die alles umkreisende Sonne! Oder etwa nicht? Spätestens, wenn der Nachwuchs zum ersten Mal verschämt darum bittet, von mütterlichen Küssen in der Öffentlichkeit verschont zu bleiben, ist es notwendig, die rosarote Brille ein wenig zurecht zu rücken. Unsere Autorin Daniela Kirschbaum berichtet.

Ein Junge steht auf einem Feld
"Maaamaa, sei doch nicht so peinlich!!" - Wenn die Kleinen richtig cool werden, ist das für Eltern eine ungewohnte Situation. © Unsplash / Jared Sluyter

Ist er wirklich erst acht Jahre alt?

Mein Sohn hat gerade Geburtstag gefeiert. Den achten! Das ist eine wesentliche Ergänzung! Wüsste man es nämlich nicht besser, müsste man meinen, der Kerl sei 15 und stecke mitten in der tiefsten Pubertät fest. Dem ist aber ganz und gar nicht so! Zarte 1,24 Meter ist er groß und steckt in Kinderschuhen der Größe 30. Von der Pubertät ist er also noch ein ordentliches Stückchen entfernt. Das Mundwerk aber, das darf man getrost als recht pubertär bezeichnen.

Vorpubertät? Gibt’s das denn überhaupt?

Vorausgreifend muss man sagen, dass Sohn hier in Wien eine Mehrstufenklasse besucht. Seine Klassenkameraden sind also zwischen sechs und zehn Jahre alt und sicherlich merkt man den älteren Kindern die nahende Pubertät an. Gut möglich, dass sich mein Lieblingsbub an ihnen ein Beispiel nimmt.

Irgendwann im letzten Jahr fing es an: Dezentes (also unübersehbares) Augenverdrehen, theatralisches Aufstöhnen über die Begriffsstutzigkeit der uncoolen Eltern und ein genervtes „Eeeecht jetzt?“ gefühlte 3.000 Mal am Tag. Letzterer Spruch dürfte der Renner in seiner Klasse sein. Und seit neuestem eben auch eine gewisse Scham, was mütterliche Liebesbekundungen in der Öffentlichkeit angeht…

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„Mama, du bist voll peinlich!“

Gut, der Kuscheligste war er nie, aber den ein oder anderen Schmatzer in der Öffentlichkeit, den konnte man ihm schon abringen. Oder eine herzliche Umarmung! Oder einfach irgendeine Form von körperlicher Nähe… Seit kurzem ist das nicht mehr so selbstverständlich möglich. Je nach Tagesverfassung, lässt er es verschämt zu oder wird auch eine Spur direkter:

„Mama, hör auf! Das ist ja voll peinlich!“

Knutschen mit Mama in der Öffentlichkeit ist halt nicht so wirklich angesagt…

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Naja, ich nehm’s mit Humor! Und mit ein klein bisschen Wehmut. So groß ist er schon! Und so präpubertär! Ich glaube ja, diese Phase ist in Wirklichkeit eine kleine Hilfestellung für Eltern, damit die in der echten Pubertät vor lauter Abnabeln und Coolness nicht gar so vor den Kopf gestoßen sind!

Zum Glück ist uns bisher noch die Light-Version beschert. Sprich: In der Öffentlichkeit ist Mamis Liebe unendlich peinlich, aber im sicheren Hafen der eigenen vier Wände wird gekuschelt, geherzt und Mama ist eigentlich gar nicht so übel. Bis zur echten Pubertät dauert’s eben noch ein Weilchen!

„Mama hat frei! Warum mir meine Auszeiten heilig sind“

Bekommt unsere Autorin Daniela ihre Auszeiten nicht, hängt der Haussegen bei Familie Kirschbaum gehörig schief. Warum kinderfrei so wichtig ist und wie sie die Zeit ohne Familie verbringt, das erzählt sie gerne.

Frau ist im Urlaub
Kleine Momente alleine können sich als Mutter wie Urlaub anfühlen. © Unsplash / Hector Martinez

Ab und zu einfach nötig für alle Mamas (und Papas): eine Extraportion Ruhe!

Ich liebe es, von Zeit zu Zeit einfach nur für mich allein zu sein. Kein Mann, keine Kinder, keine Verpflichtungen… Zumindest ein paar Stunden lang. Niemand, der UNBEDINGT Schokolade braucht! Niemand, der sich vor Verzweiflung windet, weil seine Lieblings-Playmobilfigur wie vom Erdboden verschluckt ist! Kein verschütteter Saft, kein Chaos wie nach einer schlimmen Naturkatastrophe, kein „Mamaaa?“ im Sekundentakt. Einfach nur: nichts! Wie herrlich!

Für einen entspannten Familienalltag sind regelmäßige Auszeiten wichtig

Diese Zeiten, in denen mein Mann Markus mit den Kindern „Action ohne Mama“ macht, sind mir heilig. Die drei haben Spaß beim Wandern, beim Eis essen oder auf dem Spielplatz und ich habe Zeit und Muße für mich und kann ganz nebenbei meine inneren Batterien wieder aufladen. Das katapultiert meine Stimmung in ungeahnte Höhen und zur Freude aller Familienmitglieder gilt bei uns: Geht’s Mama gut, geht’s allen gut! Nach meinen Auszeiten habe ich nämlich wieder haufenweise Geduld und Verständnis für verlorene Spielzeugfiguren, verschütteten Saft und natürlich auch das eine oder andere „Mamaaaa?“

Kinderfreie Zeit bloß nicht mit Arbeit füllen

Damit dieser einzigartige Auszeit-Effekt aber auch tatsächlich eintritt, gibt es eine goldene Regel, die unbedingt befolgt werden muss: Was auch immer passiert, die freie Zeit darf AUF GAR KEINEN FALL mit Arbeit ausgefüllt werden! Dringende Wege, Gartenarbeit oder der Haushalt sind tabu! Stattdessen dürfen, sollen und müssen Dinge wie ein gutes Buch samt Badewanne, Kino- oder Schwimmbadbesuch, ein Treffen mit Freunden oder auch einfach nur eine Mütze voll Schlaf in den Mama-Auszeiten ganz besonders viel Platz finden.

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Selbstverständlich gilt: Gleiches Recht für alle!

Zum Schluss der Vollständigkeit halber noch eine kurze Ergänzung: Natürlich hat Markus ebenso seine Auszeiten von der Familie. Dann gibt’s für die Kinder speziell zugeschnittenes Extraprogramm à la Mama. Die freut das ebenso wie ihren Papa, der sich in der kinderfreien Zeit wunderbar regenerieren kann. Das muss er auch – um die nächste Mama-Auszeit durchzustehen natürlich!