Eine Liebeserklärung an alle alleinerziehende Mütter

Wir sind Superheldinnen!

Eine Liebeserklärung an alle alleinerziehende Mütter

Was wir alleinerziehnden Mütter jeden Tag leisten, ist unglaublich! Zeit, das auch mal anzuerkennen! Deswegen gibt es im Video eine emotionale Liebeserklärung an alle alleinerziehenden Mamas – denn wir sind wahre Superheldinnen!

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Dreimonatsspritze

Die Dreimonatsspritze zählt zu den hormonellen Verhütungsmitteln. Dabei werden dir die Hormone vier Mal im Jahr direkt injiziert. Doch auch Experten sehen die Nebenwirkungen der 3-Monatsspritze kritisch.

Frau genießt die Sonne
Dreimonatsspritze: Für mehrere Monate nicht an die Verhütung denken ©Unsplash/Radu Florin

In diesem Artikel:
Anwendung der Dreimonatsspritze
Sicherheit: Pearl-Index der Verhütungsspritze
Nebenwirkungen: Experten sehen Dreimonatsspritze kritisch
Für wen ist die Dreimonatsspritze geeignet?
Kosten: Wie viel kostete die Dreimonatsspritze?
Vorteile und Nachteile im Überblick

Dreimonatsspritze: Anwendung

Die Dreimonatsspritze zählt – wie die Pille – zu den hormonellen Verhütungsmitteln. Allerdings ist sie eine Methode zur Langzeitverhütung. Denn sobald die Hormonpräparate gespritzt wurden, wirken sie etwa drei Monate. Die Verhütungsspritzen enthalten das Hormon Gestagen (Gelbkörperhormon), das den Eisprung verhindert und bewirkt, dass sich der Schleim im Gebärmutterhals so verdickt, dass er für Spermien undurchlässig wird. Sollte das Ei doch befruchtet werden, kann es sich nicht einnisten, da die Gebärmutter-Schleimhaut nicht genügend aufbaut wird.

In Deutschland gibt es für die Dreimonatsspritze zwei verschiedene Präparate: Solche, deren Wirkstoffe der Frauenarzt in den Muskel am Oberarm oder im Gesäß spritzt, und solche, die er unter die Haut am Bauch oder am Oberschenkel spritzt.

Wirkt die Dreimonatsspritze sofort?

Ab wann der Schutz besteht, hängt vom Zeitpunkt ab, an dem du die 3-Monatsspritze bekommen hast. Wenn du das erste Mal mit dieser Methode verhütest, wird sie dir dein Frauenarzt irgendwann zwischen dem ersten und dem fünften Tag deines Zyklus geben. Die Dreimonatsspritze wirkt dann sofort und du bist ab dem Zeitpunkt der Injektion gegen eine ungewollte Schwangerschaft geschützt.

Theoretisch kann dein Arzt dir die Verhütungsspritze auch an jedem anderen Tag geben. Dann solltest du in den ersten sieben Tagen nach der Injektion aber zusätzlich verhüten, zum Beispiel mit einem Kondom. Erst danach kann ein Schutz sichergestellt sein und du brauchst die nächsten Monate nicht an deine Verhütung denken. Erst nach drei Monaten, spätestens jedoch nach 14 Wochen, ist die nächste Dreimonatsspritze fällig. Das bedeutet, du solltest dich rechtzeitig um einen Arzttermin kümmern, denn selbst spritzen darfst du dich nicht.

Dreimonatsspritze: Sicherheit

Die Dreimonatsspritze gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel. Der Pearl-Index (Sicherheit und Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode) der Depotspritzen beträgt 0,3 – 0,88. Dieser Wert gibt an, wie viele Frauen trotz Anwendung eines bestimmten Verhütungsmittels schwanger werden. Je niedriger der Wert, desto sicherer also die jeweilige Methode.

Zum Vergleich: Das Kondom hat einen Pearl-Index von 2 – 12, die Pille liegt bei 0,2 – 0,5..

Die 3-Monatsspritze gilt also als sehr sicher. Durch ihre Langzeitwirkung steigt das Risiko für Nebenwirkungen jedoch wahrscheinlicher. Die Bundeszentrale für gesundheitlichen Aufklärung teilt mit:

„Bei der Dreimonatsspritze treten häufiger als bei anderen Gestagen-Methoden Nebenwirkungen auf, zum Beispiel Kopfschmerzen, Stimmungsveränderungen oder Akne.“

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Dreimonatsspritze: Nebenwirkungen

Die 3-Monatsspritze greift in den körpereigenen Hormonhaushalt ein und damit in den natürlichen Zyklus und verhindert so den Eisprung. Als Nebenwirkung tritt bei der 3-Monatsspritze eine Gewichtszunahme zum Beispiel häufiger auf als bei anderen hormonellen Verhütungsmethoden. Weitere Nebenwirkungen der Dreimonatsspritze sind:

  • Kopfschmerzen
  • Depressionen
  • Abnahme der Libido
  • Gewichtszunahme
  • Akne und Haarausfall
  • Nervosität
  • Schwindel und vorübergehende Übelkeit

Bei vielen Frauen verändert die Verhütungsspritze meist auch die Regelblutung. So kann sie häufiger oder seltener kommen, bei manchen bleibt sie sogar ganz aus. Nach dem Absetzen der Dreimonatsspritze kann es dementsprechend lange dauern kann, bis der Zyklus wieder in Gang kommt.

Als besonders kritisch ist zu bewerten, dass bei längerer Anwendung der Dreimonatsspritze die Knochendichte abnehmen kann. Daher rät die deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung dringend davon ab, dass Jugendliche die 3-Monatsspritze bekommen. Nur in Ausnahmefällen sei die Anwendung gutzuheißen.

Für wen ist die Dreimonatsspritze geeignet?

Wegen der eben genannten Nebenwirkungen, wird die 3-Monatsspritze nur Frauen empfohlen, die andere Verhüttungsmittel nicht vertragen oder nicht mit ihnen zurechtkommen. Möchtest du nur vorübergehend verhüten, ist die Dreimonatsspritze nicht für dich geeignet, da ihre Wirkung sehr lange nachdauern kann. Vorerkrankungen und Allergien spielen bei der Anwendung ebenfalls eine große Rolle. „Bei bestimmten Erkrankungen oder Allergien darf die Dreimonatsspritze nicht verwendet werden“, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „In manchen Fällen ist die Anwendung der Dreimonatsspritze vielleicht nicht gefährlich, aber nicht zu empfehlen.“

Am besten zu besprichst mit deinem Frauenarzt, ob die Dreimonatsspritze die optimale Verhütungsmethode für dich ist.

Dreimonatsspritze: Kosten

Die Verhütungsspritzen sind verschreibungspflichtig und kosten circa 30 Euro für drei Monate. Zusätzlich können noch Kosten für das Setzen der Spritze von bis zu 15 Euro dazukommen.

Dreimonatsspritze: Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

Nachteile

Du musst nicht täglich an die Verhütung denken z.T. starke Nebenwirkungen
Sehr sicher; geringes Risiko durch Anwendungsfehler Spontanes Absetzen ist nicht möglich
Spontaner Sex möglich Greift stark in den Hormonhaushalt ein
Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten

 

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Quellen:

pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V.: Dreimonatsspritze, https://www.profamilia.de/fuer-jugendliche/verhuetung/dreimonatsspritze.html, (letzter Zugriff: März 2019)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2018): Die Dreimonatsspritze, https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/weitere-hormonelle-methoden/dreimonatsspritze/, (letzter Zugriff: März 2019)

Berufsverband der Frauenärzte e.V. (2018): Drei-Monats-Spritze/Depot-Spritze, https://www.frauenaerzte-im-netz.de/familienplanung-verhuetung/hormonelle-verhuetung-neben-der-pille/drei-monats-spritze-depot-spritze/, (letzter Zugriff: März 2019)

Onmeda (2014): Depotpräparate (Dreimonatsspritze), Hormonimplantat: Dreimonatsspritze (Depotspritze), https://www.onmeda.de/verhuetung/depotpraeparate-dreimonatsspritze-(depotspritze)-2178-2.html, (letzter Zugriff: März 2019)

„Meine Kinder fahren eine halbe Stunde in die Schule – alleine!“

Weil ihre Kinder den Schulweg alleine meistern, muss sich unsere Mama Daniela Kirschbaum so einiges anhören – positive und negative Kommentare gleichermaßen. Warum sie froh ist, dass sie ihren Kindern diese Autonomie zugestehen kann und weshalb sie Elterntaxis mit gemischten Gefühlen sieht, erzählt sie hier.

Würdest du deine Kinder alleine in die Schule fahren lassen? Stimme unter dem Artikel ab und schau, was andere Eltern denken.

Mädchen auf dem Weg zur Schule
Etwas mulmig war Mama Daniela schon, als ihr Kind zum ersten Mal alleine zur Schule fur. © Bigstock / VitaM

Selberfahrer? Eher die Ausnahme!

Die Schule unserer Kinder ist ein wenig entfernt. Das liegt daran, dass uns eine Mehrstufenklasse sehr wichtig war. Und diese gibt es hier nur selten. Die beiden haben also einen Schulweg von einer halben Stunde, dafür aber eine tolle Schule, eine hervorragende Klassengemeinschaft und großartige Lehrer. Sie gehen in dieselbe Klasse. Unser Sohn ist in der dritten Schulstufe, seine Schwester in der ersten. Jeden Tag fahren sie mit zwei verschiedenen Bussen alleine zur Schule und auch wieder nachhause zurück. Das sorgt mitunter für Verwunderung. Denn selbstverständlich ist das für den Großteil ihrer Mitschüler nicht. Ich finde: leider!

Unser Sohn wollte seinen Schulweg unbedingt allein meistern

Unser Sohn hatte sich dieses Alleinefahren damals im zweiten Halbjahr der ersten Klasse erkämpft. Und es war ein harter Kampf, denn zunächst war ich alles andere als begeistert. Gerade erst hatte er doch erst seine Schultüte bekommen und jetzt wollte er alleine durch die Gegend dahren?! Der Schulweg selbst ist allerdings nicht so schwierig, es gibt keine gefährlichen Straßen zu überqueren oder ähnliches. Es waren eher die Busse, die mir Sorgen machten. Was, wenn er die Station verpasste? Was, wenn er in den falschen Bus stieg? Was können wir dann machen!? Was, wenn? Was, wenn? Was, wenn?

Schon war ich mittendrin im Helikopter-Eltern-Elend… Damals, in meiner eigenen Kindheit, da fuhren wir doch auch alleine zur Schule, rief ich mir in Erinnerung. Weshalb also sollte unser Sohn das nicht? Gerade er, ein vernünftiges und sorgsames Kind durch und durch. Wir handelten also einen Kompromiss aus: Er darf seinen Schulweg Stück für Stück alleine probieren. Immer ein bisschen mehr, bis er schließlich zum ersten Mal ganz alleine fährt…

Man muss dem Nachwuchs etwas zutrauen

Wir weihten die Lehrerinnen ein. Gemeinsam mit Sohn würde eine von ihnen bei mir anrufen, gleich, wenn er in der Schule ankommt. Und dann ging’s los! Mir war sehr mulmig! Meinem lieben Sohn dafür gar nicht! Der freute sich, dass man ihm endlich das zutraute, was er doch ohnehin längst im Schlaf konnte. Tag für Tag erweiterte sich sein Radius und nach einer Woche fuhr er schließlich ganz allein. Ich geb’s zu: Die ersten Tage habe ich ihn beschattet! Aber: Er hat sich wirklich vorbildlich verhalten. Und natürlich war ich immer heilfroh, wenn der Anruf aus der Schule kam.

Sohnmann kam also super zurecht. Er wusste genau, wie er sich verhalten muss und an wen er sich wenden soll, wenn etwas nicht klappt, etwa bei einem verspäteten Bus oder wenn er die Station verpasst hatte. Und bald schon war das Alleinefahren Routine geworden.

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Das sorgt durchaus für Verwunderung!

Wenn wir oder unsere Kinder erwähnen, dass sie allein fahren, ernten wir unterschiedliche Blicke. Dabei fallen abfällige sowie bewundernde Kommentare. Andere Kinder finden es meist cool (wenn sie nicht alleine fahren dürfen) oder normal (wenn sie auch alleine fahren dürfen). Die ältere Generation findet ein Kind, das seinen Schulweg alleine meistert, völlig selbstverständlich („Die Kinder von heute sind ohnehin oft so unselbständig!“). Nur meine eigene Generation, die sieht das anders… Die bleibt skeptisch und fährt ihre Kinder oftmals sogar bis zum Ende der Grundschulzeit im Auto bis vor die Türe.

Hast du denn gar keine Angst?

Einmal hat solch ein Elternteil meine Kinder gefragt, ob sie denn gar keine Angst hätten, alleine zu fahren. Meine Tochter hat kurz überlegt und dann sehr ehrlich geantwortet: „Weißt du: Am Schulweg selbst hab‘ ich keine Angst. Aber vor der Schule, da fahren so viele Autos, weil die meisten Kinder gebracht werden. Das ist manchmal richtig gefährlich! Warum gehen nicht einfach alle Kinder selbst zur Schule? Das wäre viel sicherer!“ Da habe ich mir ein Grinsen nicht verkneifen können! Denn wo sie recht hat, hat sie eben recht!

Bin ich eine Helikopter-Mutter? 4 Anzeichen

Teste dich selbst: Erkennst du dich in den vier Punkten aus dem Video wieder?

Bin ich eine Helikopter-Mutter? Mach den Test!

Die Entwicklung zur Helikopter-Mama ist meist schleichend: Schließlich will man ja nur das Beste für sein Kleines. Über-mutterst du dein Kind schon? Diese vier Anzeichen können dafür sprechen: Schau dir jetzt das Video an.

cyclotest® mySense – die smarte Art zu verhüten

Wusstest du, dass das Risiko, schwanger zu werden, nur an einigen Tagen im Zyklus besteht? Ja genau, und diese Tage sollte man kennen. cyclotest® mySense unterstützt dabei.

Mit cyclotest® mySense kannst du hormonfrei verhüten. © cyclotest®

Was ist cyclotest® mySense?

Einfach. Sicher. Ohne Nebenwirkungen. Hormonfrei.

cyclotest® mySense ist eine Zyklus-App, entwickelt für Frauen, die keine Lust auf Hormone haben und ohne viel Aufwand natürlich verhüten möchten. cyclotest® mySense besteht aus einer App und dem zugehörigen digitalen Basalthermometer mit Bluetooth-Funktion.

Mit dem Thermometer wird morgens die so genannte Basaltemperatur gemessen, das ist die Aufwachtemperatur. Deren Entwicklung im Zyklusverlauf gibt Aufschluss darüber, wann eine Frau fruchtbar ist und wann nicht. Jede Temperaturmessung wird automatisch per Bluetooth an die App übertragen, wodurch Eingabefehler ausgeschlossen sind und manueller Aufwand erspart bleibt.

In der App werden die wichtigsten Informationen auf einen Blick angezeigt. Details können in unterschiedlichen Darstellungsformen abgerufen werden – über eine Zykluskurve, den Kalender oder eine umfangreiche Zyklenübersicht. Und damit nicht genug – die App ermöglicht das Monitoring weiterer Faktoren, die dabei helfen können, den weiblichen Zyklus besser zu verstehen. Dazu zählen die Stimmung, sportliche Betätigungen oder das Hautbild.

Was unterscheidet cyclotest® mySense von anderen Zyklus-Apps?

Die cyclotest® mySense App ist ein Medizinprodukt, das zur Verhütung zugelassen ist. Die fruchtbaren Tage im Zyklus werden auf Basis des bewährten cyclotest® Algorithmus berechnet. Dieser basiert auf der Temperaturmethode bzw. der Symptothermalen Methode (NFP). Die Symptothermale Methode greift, wenn neben der Basaltemperatur auch Informationen zum Zervixschleim eingegeben werden.

Wo kann man cyclotest® mySense kaufen?

Für cyclotest® mySense gibt es kein Abo-Modell – einmal kaufen, keine Folgekosten. Die App steht zum kostenlosen Download in den jeweiligen App Stores zur Verfügung, das Thermometer ist im cyclotest® Shop erhältlich. Mit dem Gutscheincode „halloeltern“ erhältst du eine Rabattierung von 10 Euro. Der Gutschein ist gültig bis zum 15.5.2019 und nicht mit anderen Aktionen kombinierbar.

Noch unsicher?

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„Warum mich die Frage nach dem 3. Kind wahnsinnig macht“

Mag es eigentlich irgeneine Frau gefragt zu werden, wann sie plant, sich schwängern zu lassen? Frauen ohne Kinder hassen das bestimmt besonders, aber auch unsere Autorin Jenn Knott ist von dieser Frage schwer genervt. Hier erzählt sie, warum sie die Frage nach einem dritten Kind wahnsinnig macht.

Frau schreit im Regen
"Wann kommt das nächste Kind?" - Unsere Autorin fordert: Schluss mit dieser Frage! © Unsplash / Gage Walker

Ein Leben ohne Windeln? Her damit!

Zwei Kinder haben wir schon. Vor sechs Jahren sind wir Eltern geworden, haben viele schöne Zeiten und einige schlimme Phasen durchlebt und können auch einige graue Haare vorweisen, die uns in der Zeit gewachsen sind. Aber wir haben beschlossen: Mit dem Kinderkriegen ist es nun vorbei, und die Sicherheit, dass ich nie wieder ein eigenes Kind in Windeln haben werde, verleiht mir ein wunderbares Wohlgefühl.

„Wann plant ihr denn das dritte Kind?“

Obwohl mein Mann und ich jetzt näher an der 40 als an der 30 stehen und noch leicht gestresst durch den Alltag mit einer 6- und einer 3-Jährigen gehen, kommt immer wieder von außen die Frage, wann wir denn endlich das dritte Kind bekommen? Komischerweise kommt sie nicht von meiner Mutter oder den Schwiegereltern, sondern immer von anderen jungen Eltern, die entweder das dritte schon haben oder das dritte oder vierte erwarten.

Ich antworte immer das selbe

Meine Antwort ist immer die gleiche, und immer mit dem gleichen bestimmten Kopfschütteln: „Ein drittes bekommen wir nicht. Das zweite hat uns fast kaputtgemacht.“ Was ich noch dazu sagen würde, wenn ich ganz ehrlich und vielleicht auch ein bisschen unhöflich wäre, wäre: „Gott sei Dank, dass es Verhütung gibt“, „Was geht das dich/euch eigentlich an?“, und „Es gibt mehr im Leben als das Kinderkriegen!“

Vielleicht ist das der wunde Punkt für mich

Die Frage ist natürlich nicht böse gemeint aber sie nervt mich trotzdem. „Sehen die nicht, was wir schon geleistet haben?“ denke ich mir. „Sind drei Kinder besser als zwei?“ Und wenn die Frage von einem Mann kommt, natürlich: „Glaubst du, dass es nur schön und lustig ist, Babys zu bekommen?“

Vielleicht ist das der wunde Punkt für mich. Eine Schwangerschaft heißt nicht nur winzige Babyklamotten einkaufen oder rumsitzen, Bauch streicheln und entkoffeinierten Kaffee trinken. Eine Schwangerschaft ist eine äußerst verrückte Umwandlung des ganzen Körpers, die in einem schmerzhaften Hervorbringens eines kleinen und vollkommen hilflosen Menschen endet.

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Ein Einblick in das Leben wilder Tiere

Und was dann? Selbstverständlich geht der Spaß danach weiter: Als Mutter bin ich rund um die Uhr auf Abruf, ganz egal was meine eigenen Bedürfnisse sind. Als frischgebackene Mama darf ich fast keine eigenen Ansprüche haben: Meine Aufgabe ist es, mich selbst am Leben zu halten, damit das neue Wesen die ersten Monaten auch überlebt. Meinen Schlaf, eine gesunde und vernünftige Ernährung, und natürlich auch die Grundhygiene werden dafür geopfert. Eine neue Einsicht in das Leben wilder Tiere ist in dieser Zeit unvermeidbar.

Ich will kein Ballon mehr sein

Das ganze erste Jahr wird dem Kind gewidmet, die ersten drei Jahre sind von wunderschönen Höhen aber auch vernichtenden Tiefen ausgezeichnet. Mit dem ganzen muss man rechnen, wenn man auf die Idee kommt, sich zu vermehren. Erst nach drei Jahren kann eine Mutter langsam wieder ein eigenes erwachsenes Leben führen – und genau das habe ich jetzt vor. Schluss mit Kacka auf den Händen, wie ein Zombie durch den Tag zu wandern und meinen Körper als Brutmaschine oder Imbisswagen zu verwandeln. Ich will kein dehnbarer Ballon voller Baby oder Muttermilch mehr sein.

Verzeiht mir, wenn ich das nur zwei Mal machen will

Die Entscheidung, wann und ob man überhaupt Kinder kriegt, ist und bleibt eine ganz persönliche und mittlerweile respektiere ich es, wenn ein Pärchen sagt, es will lieber sein Leben genießen und nicht dauernd von lauten, überemotionalen, teuren Kindern gestört werden. Tja, denke ich mir. Ich auch nicht.

Die eigenen Kinder zu kriegen und sie gut zu erziehen ist gleichzeitig ein Privileg, eine Ehre, eine Herausforderung, und – belügen wir uns nicht selber– eine knochenharte Aufgabe, die einen zur zackigen Kante des Wahnsinns hinführt.

Verzeiht mir also bitte, wenn ich das nur zwei Mal machen will.

Verhütungsring: Eine Hormon-Alternative zur Pille?

Du möchtest hormonell verhüten, bist aber kein großer Fan der Pille? Vielleicht ist dann der Verhütungsring eine Alternative. Hier erfährst du alles über Wirkung, Zuverlässigkeit und Nebenwirkungen.

Paar liegt gemeinsam auf einem Hausdach
So funktioniert der Verhütungsring ©Unsplash/Sweet Ice Cream Photography

In diesem Artikel:

Wirkung: So funktioniert der Verhütungsring
Anwendung: So setzt du den Ring ein
Sicherheit: Pearl-Index des Verhütungsrings
Zuverlässigkeit: Wirkt der Verhütungsring sofort?
Kosten: So teuer ist der Verhütungsring
Nebenwirkungen: So kann dein Körper reagieren
Entscheidungshilfe: Vor- und Nachteile im Überblick

Verhütungsring: hormonell verhüten mit einem Vaginalring

Der Verhütungsring gehört zu den hormonellen Verhütungsmitteln und kann eine echte Alternative zur Pille sein. Der Vaginalring besteht aus durchsichtigem, flexiblen Kunststoff und wird wie ein Tampon in die Scheide eingeführt. Dort setzt er eine konstante Menge an Östrogen und Gestagen frei. Diese abgegebenen Hormone gelangen langsam in den Blutkreislauf und verhindern so, dass du deine fruchtbaren Tage und den Eisprung bekommst. Zusätzlich machen die Hormone den Zervixschleim zäh. Den Spermien wird so der Weg in die Gebärmutter erschwert. Die Hormone beeinflussen außerdem die Gebärmutterschleimhaut und verhindern, dass eine befruchtete Eizelle sich dort einnisten kann. Der große Vorteil des Verhütungsrings: Im Vergleich zur Pille ist die Hormondosis viel geringer.

Wie wird der Verhütungsring angewendet?

Der Verhütungsring besteht aus einem silikon- und latexfreien, medizinischen Kunststoff, der ihn weich und flexibel macht. Der Vaginalring hat einen Durchmesser von 54 Millimeter. Verschiedene Größen gibt es nicht, nur eine Universalgröße. Er passt sich aber der Form jeder Frau an.

Der große Vorteil: Der Verhütungsring kann von dir selbst eingesetzt und wieder entfernt werden. Du musst also nicht jedes Mal einen Frauenarzt aufsuchen, wie zum Beispiel bei der Dreimonatsspritze, die nur von einem Arzt gesetzt werden darf.

Verhütungsring einsetzen: So geht’s

Das Einsetzen des Verhütungsrings ist mit ein bisschen Übung relativ einfach. Drücke dazu den Verhütungsring zusammen und führe ihn ähnlich wie einen Tampon in die Vagina ein, bis du ihn nicht mehr spüren kannst. Der flexible Ring passt sich nach dem Einführen individuell an die Scheide an.

Während der folgenden drei Wochen verbleibt der Verhütungsring in der Scheide. Danach ziehst du ihn selbst heraus, indem du einen Finger in die Vagina einführst und das untere Ende des Rings umfasst. Es folgt eine einwöchige Pause, in der deine Periode (Abbruchblutung) eintritt. Der Empfängnisschutz bleibt auch während dieser Woche erhalten. Danach kannst du den nächsten Verhütungsring einsetzen. Der benutzte Ring sollte im Hausmüll und nicht in der Toilette entsorgt werden.

Ähnlich wie bei der Antibabypille solltest du den Verhütungsring immer am gleichen Wochentag einsetzen. Wenn du beispielsweise den Vaginalring an einem Montag einführst, solltest du ihn drei Wochen später am Montag auch wieder entfernen. Der nächste Verhütungsring wird am darauffolgenden Montag eingesetzt.

Kann der Verhütungsring aus der Vagina rutschen?

Normalerweise verhindert deine Beckenmuskulatur, dass der Verhütungsring herausrutschen kann. Sollte dies dennoch passieren, kannst du ihn mit kaltem Wasser abspülen. Solange du ihn in den nächsten drei Stunden wieder einsetzt, wird die empfängnisverhütende Wirkung des Rings dadurch nicht beeinflusst. „Der Ring darf pro Tag 3 Stunden herausgenommen werden“, informiert der Berufsverband der Frauenärzte auf ihrer Homepage. „Was zum Beispiel notwendig werden kann, wenn er beim Geschlechtsverkehr als störend empfunden wird. Das ist jedoch nur selten der Fall“.

Vorsicht: Den Verhütungsring mit Seifenlösungen oder Desinfektionsmittel zu reinigen, solltest du auf jeden Fall vermeiden. Da du so die Hormon-Imprägnierung des Vaginalrings zerstören würdest.

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Der Pearl-Index des Verhütungsrings

Die Verhütung mit einem Vaginalring ist als sehr sicher anzusehen. Der Pearl-Index (Sicherheit und Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode) des Verhütungsrings beträgt 0,4 bis 0,65. Das heißt: Weniger als 1 von 100 Frauen, die ausschließlich mit einem Vaginalring verhüten, werden im Laufe eines Jahres ungewollt schwanger.

Zum Vergleich: Die Pille hat einen Pearl-Index von 0,2–0,5, die Dreimonatsspritze liegt bei circa 0,5 und das Kondom hat einen Index von 2–12.

Ähnlich wie bei der Pille schränken bestimmte Arzneimittel den Empfängnisschutz des Vaginalrings ein. Dazu gehören unter anderem Medikamente gegen Epilepsie, bestimmte Antibiotika sowie Johanniskraut. Sprich hier am besten nochmal mit deinem Frauenarzt.

Wirkt der Verhütungsring sofort?

Wie tief du den Verhütungsring eingeführt hast, spielt für die Wirksamkeit keine Rolle. Wichtig ist nur, dass er dich nicht stört. Wenn du den Vaginalring zum ersten Mal anwendest, setze dir den Ring zwischen dem ersten und fünften Zyklustag ein. Beginnst schon am ersten Zyklustag mit der Anwendung, schützt der Ring sofort. Führst du ihn erst am zweiten bis fünften Zyklustag ein, solltest du in den folgenden sieben Tagen zusätzlich verhüten, zum Beispiel mit einem Kondom.

Verhütungsring Kosten: Damit musst du rechnen

In Deutschland, der Schweiz und in Österreich ist der Verhütungsring rezeptpflichtig und wird von deinem Frauenarzt ausgestellt. Der Vaginalring kostet zwischen 60 und 90 Euro pro halbes Jahr. Die Kosten werden bis zum 20. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die zwei in Deutschland derzeit zugelassenen Ringe sind der „Nuvaring“ und der „Circlet“. Egal für welches Präparat du dich letztendlich entscheidest, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät, den Verhütungsring möglichst lichtgeschützt in der Originalverpackung und nicht über 30 °C aufzubewahren.

Auch der Verhütungsring kann Nebenwirkungen haben

Als Alternative zur Pille hat der Vaginalring den Vorteil, dass er Hormone in niedriger Dosis abgibt. Das bedeutet, dass auch hormonbedingte Nebenwirkungen bei dem Verhütungsring seltener auftreten. So bleiben zum Beispiel Unregelmäßigkeiten bei deiner Periode meist aus.

Aber auch der Verhütungsring ist nicht ganz frei von Nebenwirkungen. Er hat grundsätzlich die gleichen Risiken und möglichen Nebenwirkungen wie die Pille. So zum Beispiel ein erhöhtes Risiko an Thrombose oder Depressionen zu erkranken. Die häufigsten Nebenwirkungen sind außerdem:

  • Kopfschmerzen,
  • Scheidenentzündungen, Scheidenausfluss und Juckreiz
  • Stimmungsschwankungen
  • Spannen in der Brust
  • verringerte Libido

Auch Akne, Gewichtszunahme, Bauchschmerzen und Übelkeit können gelegentlich auftreten. Das Risiko für Blutgerinnsel wird durch den Verhütungsring ebenfalls erhöht. Neigst du also zu Gerinnungsstörungen und zu Thrombose solltest du vor der Anwendung unbedingt deinen Frauenarzt zurate ziehen.

Verhütungsring: Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
Du musst nicht täglich an die Verhütung denken Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen
Absetzen ist jederzeit möglich Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten
Spontaner Sex möglich im Vergleich mit Pille und Kondom teurer
Verhütungsschutz auch bei Erbrechen oder Durchfall Manchen Frauen fällt das Einsetzen schwer
Hormondosis ist geringer das Entfernen und Wiedereinsetzen des Vaginalringes zu den vorgegebenen Zeitpunkten wird oft vergessen
Schwächere Menstruationsblutung und weniger Menstruationsschmerzen

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Quellen:

Berufsverband der Frauenärzte (2018): Vaginalring, https://www.frauenaerzte-im-netz.de/familienplanung-verhuetung/hormonelle-verhuetung-neben-der-pille/vaginalring/, (letzter Zugriff: März 2019)

pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e. V.: Verhütungsring, https://www.profamilia.de/fuer-jugendliche/verhuetung/verhuetungsring.html, (letzter Zugriff: März 2019)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2018): Der Vaginalring, https://www.familienplanung.de/verhuetung/verhuetungsmethoden/weitere-hormonelle-methoden/vaginalring/, (letzter Zugriff: März 2019)

Onmeda (2014): Verhütungsring (Vaginalring), https://www.onmeda.de/verhuetung/verhuetungsring.html, (letzter Zugriff: März 2019)

So viel Perfektionsdruck muss jede Mutter täglich aushalten

Mamas machen sich das Leben manchmal wirklich unnötig schwer. Der Grund? Alles muss nicht nur passen, sondern unbedingt perfekt sein. Unsere Autorin Daniela Kirschbaum erzählt, wie viel Druck dabei auf Mamas liegt – und wie sie damit umgeht.

Fühlst du dich manchmal als Mama unter Druck gesetzt, alles schaffen zu müssen? Am Ende des Artikels kannst du abstimmen und sehen, wie es anderen Mamas geht.

Traurige Frau sitzt auf einem Bett
"Mamas, hört auf, euch mit eurem Perfektionismus selbst kaputt zu machen!" © Unsplash / Asdrubal Luna

Perfekt durch Schwangerschaft und Geburt

Schon für werdende und gebärende Mamas liegt die Latte hoch. Fit und strahlend schiebt die Mama von heute ihren Babybauch ins nächste Geburtshaus oder bringt ihren Sonnenschein am besten gleich in den eigenen vier Wänden zur Welt. Selbstbestimmte Geburt nennt sich das! Aber eben nur dann, wenn „selbstbestimmt“ strenge Kriterien erfüllt. PDA oder gar ein Wunschkaiserschnitt harmonieren mit „selbstbestimmt“ nicht sonderlich gut. Verurteilende Blicke sind dann nämlich garantiert. Ich frage mich: Wieso eigentlich? Schließlich hat frau doch auch hier selbst bestimmt!

Mama + Baby = pure Perfektion

Weiter geht’s durch Babys erstes Jahr. Natürlich wird so lange wie möglich gestillt. Pre-Milch? Böse! Die folgende Beikost ist selbstverständlich bio. Am besten wird aus dem eigenen Schrebergarten geerntet und der Brei mit vorfreudig gurgelndem Baby im Tragetuch lächelnd zubereitet.

Das Kind stundenweise abgeben? Bloß nicht! Selbst ist die Mama, lautet die Devise! Immer! 24 Stunden, sieben Tage die Woche! Schlafen, duschen, essen, in Ruhe aufs Klo gehen oder auch einmal ein wenig Zweisamkeit mit dem Partner genießen? Wer das will, muss ich Vorwürfe anhören, noch nicht reif genug für ein Baby zu sein, wenn man all das vermisse oder gar brauche. Die perfekte Mama? Muss da jetzt durch!

Für das soziale Wohl des Sprösslings ist gesorgt

Im Wahnsinn, der sich Alltag nennt, bringt man selbstverständlich mindestens zwei Kurse unter, die man gemeinsam mit seinem Knirps besucht. Ob der will oder nicht! Schließlich gehört sich das so! Babyschwimmen und Pekip zum Beispiel. Oder musikalische Früherziehung und Babyturnen. Vielleicht auch Babymassage und Baby-Yoga. Angebote gibt es wie Sand am Meer. Der Sprössling braucht nämlich ganz, ganz dringend soziale Kontakte. Am besten schon im Mutterleib!

Schlaf? Braucht die perfekte Mama nicht!

Parallel dazu wird vorbildlich Rückbildungsgymnastik eingeschoben. Und selbstverständlich sieht die Mama von heute spätestens zwei Monate nach der Geburt figurtechnisch so aus wie davor. Gelingt den Promis doch auch mit spielender Leichtigkeit! Wie Mama das schafft? Na ganz einfach: Statt sich das bisschen Schlaf zu gönnen, das irgendwo zwischen stillen, stillen, stillen und Windel wechseln übrigbleibt, wirft sie sich ins Sportdress und gibt alles. Schlaf wird sowieso überbewertet! Auch regelmäßige Besuche bei Friseur, Kosmetik und im Nagelstudio sind angezeigt. Und der Partner bekommt natürlich ebenso die Aufmerksamkeit, die er verdient. Schließlich ist man immer auch Paar, nicht bloß Eltern!

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Haushalt und Mama? Strahlen um die Wette!

Und zwischendurch, wenn etwas Zeit übrig ist? Da wird natürlich geputzt! Schließlich muss das traute Heim vorzeigbar glänzen. Für den Besuch, der sich regelmäßig ansagt! Denn selbstverständlich bleibt man als junge Mama mit Baby gesellig wie eh und je. Die Gäste werden nach allen Regeln der Kunst bewirtet. Kosten oder Mühen scheut Mama dabei natürlich nicht!

Kindergarten und Schule? Auf Mama kann man sich verlassen!

Auch währen der Kindergartenzeit und später, wenn der Sprössling in der Schule kommt, glänzt die perfekte Mama durch Anwesenheit! Neben Fulltime-Job, Haushalt, Alltag und Fitness, absolviert sie top-gestylt und stets freundlich lächelnd Bastelnachmittage, Buchstabentage und gemütliche Weihnachtsfeiern. Zwischendurch werden leckere Muffins und köstliche Kuchen gebacken. Dass sie im Elternverein engagiert ist, das versteht sich von selbst!

Die Wahrheit über Perfektionismus?

Natürlich war diese Schilderung etwas überspitzt – aber das sollte sie auch sein. Schließlich ist es genau diese Art von Erwartungshaltung, mit der sich Mamas tagtäglich konfrontiert sehen. Diese Erwartungshaltung führt zu einem Perfektionismus, der alles andere als gesund ist! Und wer stellt all diese Erwartungen an uns Mamas? Medien, die Gesellschaft und nicht zuletzt leider andere Mütter! Was folgt, ist von der glänzenden Fassade häufig hübsch verdeckt: Überforderung, Verdruss, im schlimmsten Fall gar ein deftiges Burnout.

Jeder versucht sein bestes, auch ich – aber ich bin nicht perfekt!

  1. Ich habe meine Kinder im Krankenhaus bekommen. Beim ersten bin ich sogar für ein paar Tage dort geblieben. Freiwillig! Ich schwöre es!
  2. Stillen war bei mir ein Selbstläufer. Wäre es anders gewesen, weiß ich nicht, was ich getan hätte! Ich ziehe meinen Hut vor Mamas, die sich da durchquälen, ganz ehrlich! Sehe ich ein Baby, das ein Fläschchen bekommt, denke ich mir übrigens absolut gar nichts! Genährt und geliebt müssen die Zwerge werden! So einfach ist das!
  3. Beikost war bei uns BLW und bio. Ich stehe auch dazu, dass mir Ernährung wichtig ist.
  4. Dafür haben meine Kinder und ich keinen einzigen Babykurs besucht. Ich war froh, wenn ich so wenig Stress wie möglich hatte, wenn ich ehrlich bin. Trotzdem sind meine Sprösslinge zu recht sozialen Wesen geworden, glaube ich…
  5. Schlaf hätte ich ganz, ganz dringend gebraucht. Und ab und zu eine ruhige Minute, um zu duschen oder aufs Klo zu gehen. Woran ich im ersten Jahr keine Sekunde lang gedacht habe: Friseur, Kosmetik, Nagelstudio oder Sport!
  6. Rückbildungsgymnastik habe ich gemacht! Ist absolut wichtig!
  7. Haushalt? Bei uns kann man vom Boden essen, man findet immer etwas! Ich bin übrigens wirklich froh, dass wir eher selten spontanen Besuch bekommen!
  8. Bastelnachmittage, Buchstabentage und Weihnachtsfeiern? Die meiste Zeit schicke ich meinen Mann!
  9. Elternverein? Bei der Suche nach einem Elternvertreter mache ich mich immer ganz klein. Bisher hat’s zum Glück auch immer geklappt!

Gerade frischgebackenen Mamas fällt die Abgrenzung schwer

Dass sich Mamas leicht verunsichern lassen und versuchen, Erwartungen zu erfüllen, kommt nicht von ungefähr. Denn egal wie tough und im Leben stehend frau ist: Sobald sich das erste Baby ankündigt, ist sie eben absolute Beginnerin. Und das macht unsicher! Nur allzu rasch lässt man sich dann etwas aufzwingen. Authentisch ist das nicht! Und notwendig ebenso wenig! Man lebt schließlich nur einmal und sollte das deshalb so tun, wie man selbst es möchte, nicht, wie andere sich das vorstellen! Aus genau diesem Grund habe ich dem Perfektionismus mittlerweile so ziemlich abgeschworen. Und damit fahre ich ganz gut!