Schwangerschaftsübelkeit – Hilfe für die ersten Wochen

Schwangerschaftsübelkeit beginnt bei vielen Frauen morgens gleich nach dem Aufwachen, bei anderen zieht sie sich durch den ganzen Tag. Lies hier, welche Ursachen Übelkeit in der Schwangerschaft haben kann, was dir jetzt helfen kann, ob dein Baby dadurch beeinträchtigt werden kann und ab wann du zum Arzt gehen solltest.

Nicht viel Zeit? Dann hol dir alle wichtigen Infos im Video in der Kurzzusammenfassung:

Die besten Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Schwangerschaftsübelkeit: Ursachen

Es gibt leider keine einfache Antwort darauf, warum viele Frauen in den ersten Wochen unter Schwangerschaftsübelkeit leiden. Es handelt sich vermutlich um eine Kombination von körperlichen Veränderungen, die dafür verantwortlich ist. Der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Prof. Dr. Kai J. Bühling von der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf sieht vor allem einen Zusammenhang zwischen dem rapiden Anstieg der Hormone Östrogen und ß-HCG ein, wodurch ein empfindlicher Geruchsinn, überschüssige Magensäure und einem Vitamin B-6 Mangel zustande kommen. Einige Wissenschaftler vermuten auch, dass Stress und Emotionen hierbei eine Rolle spielen.

Hilfe bei Übelkeit in der Schwangerschaft

Wenn du auf der Suche nach Hilfe gegen Übelkeit am Morgenbist, solltest du von Medikamenten auf jeden Fall die Finger lassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) weist darauf hin, dass handelsübliche Medikamente gegen Übelkeit wie Doxylamin sowie Medikamente mit Stoffen wie Dimenhydrinat oder Metoclopramid ausdrücklich nicht zur Behandlung von Morgenübelkeit in der Schwangerschaft zugelassen sind, weil aufgrund des Kindeswohls keine Studien an Schwangeren durchgeführt werden. Werden diese Medikamente doch eingenommen, spricht das Institut von einem „Off-label-use“, also einem nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch, der dringend mit einem Arzt abgesprochen werden muss. Wesentlich sicherer sind daher natürliche Hausmittel gegen Übelkeit in der Schwangerschaft:

Hausmittel gegen Übelkeit in der Schwangerschaft

Grundsätzlich hilft alles, was den Magen beruhigt:

  • Magenberuhigende Tees
    Tees aus Koriander, Fenchel, Anis, Kamille oder Melisse kannst du regelmäßig trinken.
  • Frühstücken
    Am besten noch vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen, wie zum Beispiel Zwieback. Ist der Kreislauf noch nicht in Schwung und der Blutzucker-Spiegel zudem niedrig, kann das die Übelkeit verstärken. Ein warmes Frühstück zum Beispiel mit zarten Haferflocken ist ein guter Start in den Tag. Die Flocken binden die überschüssige Magensäure.
  • Kaltes Wasser
    Manche Frauen schwören auf einen Schluck eiskaltes Wasser, wann immer das Unwohlsein zuschlägt.
  • Akupunktur oder Akupressur
    Dabei sollte der Punkt etwa Fingerbreit unter der Handgelenksbeugefalte stimuliert werden. Dafür gibt es auch spezielle Akupressur-Armbänder zu kaufen.

Vorsicht bei Ingwer in der Schwangerschaft! In kleinen dosen kann sie gegen Morgenübelkeit helfen, doch da die Knolle wehenfördernd sein kann, solltest du nach der 16. SSW keine größeren Mengen davon mehr zu dir nehmen. Ein noch ausführlichere Liste, was bei dir sonst noch helfen kann, findest du in dem Artikel: Mittel gegen Übelkeit.

Und ab wann wird die Übelkeit wieder besser?

Schwangerschaftsübelkeit: Ab wann und wie lange muss ich damit rechnen?

Die meisten Frauen leiden vor allem ab der 6. SSW an Morgenübelkeit, die bis zur 12. SSW anhalten kann. Doch auch das ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Die gute Nachricht ist: Übelkeit in der Schwangerschaft, vor allem in der Frühschwangerschaft, gilt als gutes Zeichen! Es zeigt, dass ein hohes Maß an Schwangerschaftshormonen vorhanden ist und dies macht eine Fehlgeburt unwahrscheinlicher.

Schwangerschaftsübelkeit: Wie lange ist mir noch schlecht?

Bislang scheinen ein Hauptgrund für die Übelkeit Schwangerschaft typische Hormonwerte zu sein. Somit hört man oft, dass sie ein gutes Zeichen ist, das die stabile Hormonlage bestätigt. Ein schwacher Trost! Doch wenn diese Hormone nach der 12. SSW bis 16. SSW im Wert wieder sinken, dann bessert sich meist auch die Übelkeit und die Schwangere fühlt sich plötzlich „zum Bäume ausreißen“. Unglücklicherweise kann die Übelkeit, zum Beispiel durch Gerüche ausgelöst, in der gesamten Schwangerschaft kommen und gehen.

Aber keine Schwangerschaft ist wie die andere und das gilt auch bei der Schwangerschaftsübelkeit. Sie kann also sowohl wenige Wochen als auch mehrere Monate anhalten, letzteres ist jedoch eher selten. Nicht immer müssen sich Schwangere auch übergeben. In der Regel besteht nur ein andauerndes Gefühl der Übelkeit, Appetitlosigkeit oder auch des Ekels bei Gerüchen und Anblick von Nahrung. Doch diejenigen Frauen, die erbrechen, fühlen meist zunächst einige Zeit der Erleichterung.

Doch was ist, wenn die Übelkeit in der Schwangeschaft einfach nicht besser werden will und du nichts mehr bei dir behalten kannst?

Video-Empfehlung

Hyperemesis Gravidarum – Was passiert, wenn ich nichts bei mir behalten kann?

Zum Glück geht es nur wenigen Frauen so schlecht, dass sie keine Nahrung oder Flüssigkeit bei sich behalten können. Wenn es bei dir so sein sollte, dann mache unbedingt einen Termin mit deinem Frauenarzt und sprich mit ihm über die Schwangerschaftsübelkeit und häufiges Erbrechen!

Die so genannte „Hyperemesis Gravidarum“ (starkes Erbrechen bei Schwangeren) kommt laut dem National Institute for Health Research Health Technology Assessment programme bei nur circa 0,3 bis einem Prozent der Schwangeren vor und kann behandelt werden. Unbehandelt allerdings kann es zur Unterversorgung, Dehydration (= starker Flüssigkeitsverlust) und anderen Komplikationen für dich und dein Baby kommen. Mehr Infos über diese krankhafte Übelkeit in der Schwangerschaft liest du hier: Hyperemesis gravidarum – wenn die Übelkeit nicht verschwindet.

Schwangerschaftsübelkeit: Häufigkeit

Auch wenn es dein Unwohlsein nicht verringert, vielleicht hilft es dir, zu wissen, dass du nicht allein bist. Laut dem Deutschen Ärzteblatt leiden 50 bis 90 Prozent der werdenden Mütter unter der Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft. Circa 28 Prozent der betroffenen Frauen haben nur einen flauen Magen, ohne zu erbrechen. Das Unangenehmste: Die Übelkeit in der Schwangerschaft kann zu jeder Tageszeit zuschlagen. Nur wenige Frauen haben sie nur am Morgen, fast immer begleitet sie die Schwangere durch den ganzen Tag.

Manchmal haben Frauen in der ersten Schwangerschaft keine Probleme, beim nächsten Kind kann es sie jedoch trotzdem treffen. Wer bereits Erfahrungen mit Schwangerschaftsübelkeit gemacht hat, und nun ein weiteres Kind plant, sollte vorab mit dem Frauenarzt über Möglichkeiten der Vorbeugung sprechen.

Übelkeit Schwangerschaft: Wird das Baby beeinträchtigt?

Eine milde Form der Schwangerschaftsübelkeit wird dein Baby nicht beeinträchtigen, solange du Nahrung bei dir behalten kannst und eine ausgewogene Kost sowie ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst.

Die meisten Frauen finden schnell heraus, was sie vertragen und wie oft sie am Tag etwas essen müssen, damit es ihnen besser geht. Wenn du Vitamin- und Nahrungsergänzungspräparate, etwa Folsäure, in der Schwangerschaft schlecht schlucken kannst, versuche es zusammen mit etwas Nahrung. Das ist dann auch verträglicher für den Magen.

Oft gibt es eine Tageszeit, zu der die Übelkeit in der Schwangerschaft besser ist und die daher für die Einnahme dann besser geeignet ist als andere Zeiten. Hilft auch dies nichts, iss täglich vitaminreiche Cerealien und achte auf eine vitaminreiche Ernährung, so bekommen du und dein Baby auch, was ihr braucht.

Übelkeit Schwangerschaft: Das kann sie verschlimmern

Alle eben genannten Tipps wirken vor allem vorbeugend gegen die Schwangerschaftsübelkeit. Doch im Alltag ist es schwer, sich Reizen zu entziehen, welche die Übelkeit verschlimmern können. Natürlich reagieren alle Schwangeren unterschiedlich, doch folgende sechs Übelkeits-Auslöser treten häufig auf. Ließ hier, was du dagegen tun kannst:

  • Gerüche
    Ein Tropfen Zitronen- oder Pfefferminz-Öl auf dem Handrücken, an dem man riechen kann, hilft, um sich vor anderen Gerüchen abzuschotten.
  • Hunger und ein niedriger Blutzucker-Spiegel
    Am besten gleich nach dem Aufwachen Zwieback oder Butterkekse essen, das stabilisiert den Blutzucker-Spiegel und Kreislauf. Tagsüber kleine Snacks dabeihaben und nicht erst bei großem Hungergefühl essen.
  • Flüssigkeitsmangel
    Genug trinken kann bei Übelkeit helfen. Bewährt haben sich Tees, eiskaltes oder warmes Wasser. Nimm kleinere Schlucke, das schont den Magen zusätzlich.
  • Fettige oder stark gewürzte Speisen
    Um den Magen durch schwer Verdauliches nicht zusätzlich zu stressen, auf leicht bekömmliche Kost ausweichen.
  • Stress
    Entspannung und Spaziergänge in den Tagesablauf einbinden
  • Müdigkeit
    Bewegung hilft, den Kreislauf etwas anzukurbeln. Ein Spaziergang an der frischen Luft, wirkt oft Wunder.

Risikofaktoren für Übelkeit in der Schwangerschaft

Untersuchungen haben ergeben, dass Frauen, die bestimmte Vorerkrankungen haben oder nachfolgende Voraussetzungen erfüllen, eher von Schwangerschaftsübelkeit betroffen sind:

  • Frauen, die Migräne mit Übelkeit und Erbrechen haben.
  • Frauen, die seekrank/ reisekrank werden und dabei Übelkeit oder Erbrechen erleben.
  • Frauen, die generell durch bestimmte Gerüche oder einen bestimmten Geschmack leicht unter Übelkeit leiden.
  • Frauen, die Erfahrung mit Übelkeit durch Einnahme der Pille haben.
  • Frauen, die Mehrlinge erwarten.
  • Frauen, die schon in vorherigen Schwangerschaft Übelkeit oder Erbrechen hatten

Ab wann sollte ich zum Arzt?

Menschen, die selbst nicht davon betroffen sind, verharmlosen diesen Zustand gern. Im Normalfall ist die Übelkeit sie ja auch weder für die Mutter noch für das Kind gefährlich, sondern hauptsächlich sehr störend und einschränkend in der Lebensqualität. Dennoch hat Schwangerschaftsübelkeit Krankheitswert und sollte auch so betrachtet werden. Hilfe bei der Verrichtung von Hausarbeit und Kinderbetreuung ist meistens angebracht und viele Schwangere können in diesem Zustand kaum arbeiten gehen, da die Konzentration unter dem Unwohlsein leidet. Manche Kollegen mögen das als Anstellerei betrachten, aber wer selbst einmal unter Schwangerschaftsübelkeit gelitten hat, wird Verständnis haben.

Wird eine Dehydration diagnostiziert, kannst du im Krankenhaus oder ambulant über eine intravenöse (= in die Vene) Zufuhr mit Flüssigkeit, Glucose und Elektrolyten versorgt werden. Außerdem ist die Gabe von Medikamenten gegen das Erbrechen abzuwägen, so dass eine Nahrungsaufnahme wieder möglich wird. Auf keinen Fall sollten solche Medikamente auf eigene Faust eingenommen werden. Die sorgfältige Auswahl des richtigen Wirkstoffs, der das Baby nicht schädigt und auch bei der werdenden Mutter keine Nebenwirkungen verursacht, ist unbedingt dem Arzt zu überlassen.

Du solltest übrigens auch mit deinem Arzt sprechen, wenn dir über längere Zeit absolut nicht nach Essen zumute ist und dadurch keine ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme erfolgt. Besonders wenn du Gewicht verlierst, muss überlegt werden, ob die Versorgung des Babys noch gewährleistet ist.

Babybauch: Ab wann wächst mein Bauch und wie werde ich aussehen?

Wie wird mein Babybauch aussehen? Wenn man noch keine Wölbung sehen kann, ist es oft schwer sich vorzustellen, wie sich der Schwangerschaftsbauch entwickeln wird. Hier bekommst du alle wichtigen Infos über alle Bauch-Veränderungen, erfährst, ab wann sich der Bauch endlich wölbt und ab wann du Umstandskleidung brauchst. Und im Video siehst du eine faszinierende Collage einer Frau, die in 1.000 Bildern ihren Bauch in jeder SSW dokumentiert hat:

Du weißt noch nicht, in welcher SSW du bist? Unser Schwangerschaftskalender zeigt dir Woche für Woche in anschaulichen Grafiken, was in deinem Bauch vor sich geht und versorgt dich mit wichtigen Infos rund um deine Schwangerschaft. Zum Beispiel wie genau die Entwicklung eines Embryos abläuft und ab wann du mit ersten Kindsbewegungen rechnen kannst:

Zum Schwangerschaftskalender

Babybauch: Ab wann sieht man die erste Wölbung?

Viele Frauen können es kaum erwarten, den Babybauch stolz zu zeigen und suchen ungeduldig nach ersten äußerlichen Beweisen der Schwangerschaft. Symptome wie Übelkeit, Kreislaufprobleme und Müdigkeit sind schon da – aber wo ist der Schwangerschaftsbauch?!

Schwangerschaftsbauch oder Blähungen!?

Durch die hormonelle Umstellung ist bei vielen Frauen tatsächlich schon in den ersten Wochen eine gewisse Wölbung zu sehen. Leider hat dieser Schwangerschaftsbauch oft nicht direkt etwas mit dem Baby zu tun. So enttäuschend das klingt, meist sind das nur Blähungen. Außerdem lagert der Körper jetzt mehr Wasser ein. In den allerersten Wochen ist weder das Baby noch die Gebärmutter groß genug, um eine deutliche Veränderung zu zeigen. Doch es dauert nicht mehr lang…!

Zweite Schwangerschaft: Bauch

Anders ist das bei den nächsten Schwangerschaften. Ab dem zweiten Kind können Schwangere deutlich früher mit einem Babybauch rechnen. Dann ist oft schon ab der 8. SSW ein kleines Bäuchlein zu sehen.

12.SSW: Der Babybauch wird endlich sichtbar

Ab der 12. SSW wird dein Baby mit jedem Tag größer und die Gebärmutter passt sich dem an. Du wirst sie bald oberhalb deines Schambeins ertasten können. In unserem Schwangerschaftskalender kannst du nachlesen, wo du in der jeweiligen Schwangerschaftswoche dein Baby ertasten kannst. Man spricht dabei vom sogenannten Fundusstand. Der ist auch für deine Hebamme ein wichtiger Messwert für die Entwicklung deines Babys:

Das passiert im Schwangerschaftsbauch

Doch der Babybauch besteht nicht nur aus „Baby“. Auch die Plazenta wächst und das Fruchtwasser in der Fruchtblase, welches dein Baby vor äußeren Stößen schützt, nimmt an Volumen zu. Diese Veränderungen führen dazu, dass der Schwangerschaftsbauch stetig größer wird. Beim ersten Kind kann man etwa ab der 12. SSW damit rechnen, dass der Babybauch sichtbar und fühlbar wird. Dann füllt die Gebärmutter das kleine Becken weitgehend aus und sucht Platz in andere Richtungen.

Ob der Bauch dann aber auch wirklich „sichtbar“ ist, hängt von der eigenen Statur und Figur ab. Oft ist erst zwischen der 16. und 25. Woche deiner Schwangerschaft ein Bauch sichtbar. Ab dem zweiten Kind ist die erste Wölbung – wie bereits oben erwähnt – schon etwa ab der 8. Woche zu erwarten.

Generell gilt: Bei Übergewicht kann es schwieriger sein, die Gebärmutter zu ertasten und auch der Babybauch wird vielleicht erst später sichtbar sein. Untergewichtige Frauen können die Gebärmutter vielleicht besser ertasten und schon früher einen kleinen Schwangerschaftsbauch erkennen.

Video-Empfehlung

Schwangerschaft: Bauch und Körper entwickeln sich unterschiedlich

Wie groß ein Babybauch wird, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Manchen sieht man die Schwangerschaft bis zum Ende kaum an, andere Frauen sehen schon im 5. Monat aus, als müssten sie bald entbinden. Auch die Bauchform ist verschieden und hängt unter anderem vom Becken ab. Das Bindegewebe spielt ebenfalls eine Rolle.

Der Mythos, ein runder oder schmaler Bauch sage etwas über das Geschlecht des Babys aus, ist falsch. Egal ob Junge oder Mädchen: Von Schwangerschaft zu Schwangerschaft kann der Babybauch unterschiedlich geformt sein und meist wird der Schwangerschaftsbauch mit jedem Kind etwas größer.

Eine entscheidende Rolle spielt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft natürlich auch die Lage des Kindes im Bauch. Positioniert es sich quer, wird der Bauch breiter aussehen, liegt es vertikal, wirkt er schmaler.

Babybauch-Fotos: Babybauchshooting, Gipsabdruck oder Bauch bemalen?

Viele Frauen wollen gut dokumentieren, wenn sich in der Schwangerschaft Bauch und Körper verändern. Ein Gipsabdruck vom Babybauch ist zum Beispiel eine beliebte Möglichkeit. Auch das Messen und Dokumentieren des Bauchumfangs ist eine Idee und macht Vergleiche zu weiteren Schwangerschaften möglich.
Am einfachsten ist es aber natürlich immer noch, mit dem Smartphone Fotos zu machen oder in einem Babybauch-Shooting diese wunderschöne Zeit professionell festhalten zu lassen.

Hier ein paar süße Inszenierungen als Anregungen:

 

 

 

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Schwangerschaftsstreifen sind bei vielen Frauen eine Sorge, wenn es um den wachsenden Bauch geht. Ein gutes Bindegewebe wird nicht so leicht reißen wie ein schwaches. Aber auch der „Trainingszustand“ der Schwangeren kann eine Rolle spielen: Mit starken Bauchmuskeln kann der Körper dem Druck von innen besser Stand halten. Ein sanftes Bauchmuskeltraining in der Frühschwangerschaft kann hierbei also helfen. Jedoch ist zu empfehlen, bevorzugt die schräge Bauchmuskulatur zu trainieren. Eine gute Übung gegen Dehnungsstreifen sind Situps bei denen die rechte Hand und der linke Fuß aufeinandertreffen – beziehungsweise umgekehrt. Bevor du diese oder andere sportliche Aktivitäten durchführst, solltest du dich darüber jedoch mit deinem Frauenarzt absprechen. Im Video siest du hilfreiche Tipps, wie du Schwangerschaftsstreifen am Bauch vorbeugen kannst:

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Wenn der Babybauch Probleme macht

Mit fortschreitender Schwangerschaft wächst der Bauch meist zu einer stattlichen Größe und bereitet zunehmend Beschwerden. Bücken wird schwieriger, Schuhe binden fast unmöglich (bedenke das schon mal beim Schuhkauf in der Frühschwangerschaft!) und manchmal sind auch Verspannungen und Rückenschmerzen die Folge davon, dass die ganze Körperbalance verändert und zugleich der Bandapparat gelockert ist. Dein Baby fordert viel Platz! Vermutlich fällt das Atmen nun schwerer da die Lunge im Schwangerschaftsbauch nach oben gedrückt wird und weniger Volumen hat. Diese Animation zeigt, wie sehr das Baby deine Organe verschiebt:

Animation des Museum Of Science+Industy in Chicago.

How a woman’s internal organs move when she’s pregnant

Wann brauche ich Umstandskleidung?

„Ab wann braucht man Umstandskleidung?“ fragen sich viele Schwangere. Die Hosen werden als erstes eng. Doch viele Umstandshosen sind dann noch zu weit und rutschen – oder sie verraten zu früh „das kleine Geheimnis“. Über diese Phase helfen offene Knöpfe und weite Oberteile hinweg. Letztere braucht man oft auch schon wegen der neuen Oberweite.

Wer Sorge hat, dass eine unglückliche Bewegung den Blick auf die offene Hose frei gibt, kann sich mit ein paar kleinen Tricks aushelfen: Bauchbänder und Hosenerweiterungen helfen! Schwangeren-Leggins in Kombination mit einem Hemdkleid können ebenfalls eine dezente Lösung sein.

Häufige Fragen zum Babybauch

  1. „Statt einen Bauch zu bekommen, nehme ich ab.“
    Manche Frauen verlieren in den ersten Schwangerschaftswochen Gewicht, z.B. weil sie durch Übelkeit weniger essen oder oft erbrechen müssen. In diesen Fällen sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob Mutter und Kind ausreichend versorgt werden. In den meisten Fällen ist eine vorübergehende Gewichtsabnahme in den ersten Schwangerschaftswochen harmlos. Im Bedarfsfall können über Infusionen Flüssigkeit und Nährstoffe zugefügt werden. Doch das passiert sehr selten. Schwangere leiden dann meist unter einer besonderen Form der Schwangerschaftsübelkeit: der sog. Hyperemesis gravidarum. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Herzogin Kate Middleton.
  2. „Meine Freundin ist zwei Wochen weiter als ich und hat einen kleinen Bauch! Was stimmt da nicht?“
    Vermutlich kein Grund zur Sorge! Der Bauchumfang ist nicht an die Schwangerschaftswoche gebunden. Bei jeder Frau wächst der Babybauch im eigenen Tempo. Manchmal stagniert das Wachstum sogar und dann wieder – praktisch über Nacht – ist der Bauch deutlich größer. Wenn du das genau beobachten willst, miss und notiere täglich morgens deinen Bauchumfang.
  3. „Ich habe einen Babybauch, aber der Schwangerschaftstest ist negativ.“
    Es ist möglich, dass die Schwangerschaft bereits so fortgeschritten ist, dass der Schwangerschaftstest die Schwangerschaft nicht mehr anzeigt. Das für den Test relevante Hormon ß-HcG verringert sich nach einigen Wochen, so dass der Test es eventuell nicht mehr anzeigen kann. Ein Bauch ist aber kein sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft. Zum einen kann eine Gewichtszunahme durch vermehrtes Essen, Hormoneinnahme, Stress oder weniger Bewegung ausgelöst werden und nach einem Babybauch aussehen. Zum anderen gibt es medizinische Ursachen, die mit Symptomen einhergehen, die an einen Schwangerschaftsbauch erinnern. Zu solchen Problemen gehören z.B. Zysten am Eierstock die recht groß werden können.
  4. „Mein Babybauch ist so groß, Leute fragen schon ob ich Zwillinge erwarte. Bekomme ich ein besonders großes Baby?“
    Ob dein Baby besonders groß sein wird, hängt von anderen Faktoren ab: z.B. wie gut es von der Gebärmutter versorgt wird. Ein großer Babybauch deutet jedenfalls nicht unbedingt auf ein großes Baby hin. Es kann auch bedeuten, dass du viel Fruchtwasser oder eine große Plazenta hast. Vielleicht hast du auch viel Flüssigkeit eingelagert. Es gibt so viele Gründe. Und wenn Zwillinge per Ultraschall ausgeschlossen sind, dann fällt diese Erklärung wohl auch aus.

Schwangerschaft: Bauch und Körper als großes Wunder

Weil er für all sichtbar ist, bleibt in jeder Schwangerschaft „Bauch“ das Interessanteste. Doch eigentlich passiert das Spannende hinter der Bauchdecke. Es ist wirklich jedes Mal ein kleines Wunder, wie in 40 Wochen ein kleiner Mensch in deinem Babybauch entsteht.

Noch mehr Informationen rund um Schwangerschaft und „Mama werden“ findest du auch auf dein-schwangerschaftskalender.de.

„Ich bekomme ein Baby“ – Die 12 unpassendsten Reaktionen auf deine Baby-News

Die folgenden zwölf Antworten möchte wohl niemand hören, der gerade erzählt hat, dass er schwanger ist. Klick dich durch unsere Bildergalerie. Aber vorher noch eine kleine Warnung: Achtung Aggressionsgefahr!

„Gratuliere“ hätte es auch getan!

Wenn du jemanden sagst, dass du ein Baby bekommst ist ein herzliches „Gratuliere“ die angemessene Reaktion. In den meisten Fällen. Denn es geht auch anders: von „War es geplant?“ bis hin zu „Hast du vergessen deine Pille zu nehmen?“ ist alles dabei. Klick dich durch unsere Galerie und erfahre die zwölf unpassendsten Reaktionen auf deine Baby-News.

Kindsbewegungen: Ab wann spürt man das Baby?

Kindsbewegungen sind ein kleiner Tritt für das Menschlein – und ein großer Schritt für die werdenden Eltern. Ab wann spürt man das Baby genau? Bis aus dem ersten leichten Flattern ein unmissverständlicher Tritt deines ungeborenen Babys wird, musst du leider etwas Geduld haben. Erfahre hier, wie sich für dich erste Kindsbewegungen anfühlen und ab wann auch dein Partner mit dem ersten Tritt rechnen kann.

Mann hält Schwangeren den Bauch
Ab wann spürt man Kindsbewegungen? © Bigstock/ Fotogravidas

Kindsbewegungen: Überblick

Das Ungeborene bewegt sich schon seit der 8. Schwangerschaftswoche im Bauch. Doch ist es noch zu klein und zu schwach um sich damit bemerkbar zu machen. Bis zu den ersten Kindsbewegungen, die du deutlich spüren kannst, vergehen noch mindestens zehn Wochen.

Ab wann spürt man das Baby treten?

Wenn das Baby endlich seine ersten Tritte austeilt, ist das ein ganz besonderer Moment. Das kleine Menschlein, das bisher irgendwie doch nur ein verschwommenes Ultraschallbild war, macht sich endlich deutlich bemerkbar. Daher fragen die meisten Schwangeren ungeduldig: „Ab wann tritt ein Baby?“

Ab dieser Woche kannst du Tritte deutlich spüren

Bis es soweit ist, muss sich jede Schwangere gedulden. Richtig kräftig und damit ganz deutlich werden die Kindsbewegungen erst gegen Endes des 2. Trimesters. Dann ist dein Baby groß genug und beherrscht seine Muskeln so gut, dass du seine Tritte und Knuffe durch die Bauchdecke spüren kannst. Für die ersten Tritte eine genaue Schwangerschaftswoche vorherzusagen ist trotzdem kaum möglich. Das kommt nämlich auch darauf an, wie das Baby gerade im Bauch liegt. In der Regel kannst du aber zwischen der 24. SSW und der 28. SSW damit rechnen. Auch die Lage der Plazenta ist entscheidend, wie deutlich und ab wann Kindsbewegungen spürbar sind – bei einer Vorderwandplazenta zum Beispiel sind Tritte oft kaum zu spüren. Bei übergewichtigen Frauen stellt sich das Spüren der Tritte grundsätzlich meist später ein, bei Zwillingen fühlen Schwangere es dagegen schon früher.

Doch das ist nicht das Einzige, was dein Kind in deinem Bauch macht! Im Video siehst du fünf Dinge, von denen du mit Sicherheit nicht gedacht hättest, dass sie dein Baby schon im Bauch kann:

5 faszinierende Dinge, die dein Baby schon im Bauch kann

Kindsbewegungen: Wann spürt der Vater sie?

„Ab wann spürt man das Baby“ ist natürlich auch für deinen Partner eine spannende Frage. Leider müssen sich Väter und der Rest der Welt müssen mindestens bis zur 24. SSW warten, bis sie die Tritte spüren können. Und dann ist es oft auch wie verhext: Kaum legt jemand seine Hand auf den Bauch, verstummen die Tritte und Bewegungen. Die beste Gelegenheit die Kindsbewegungen zu spüren bietet sich abends, wenn die Schwangere liegt. Meist werden die Kleinen besonders aktiv, wenn ihre Mutter zur Ruhe kommen will. Am Tag hingegen schlafen sie mehr, stündlich etwa 40 Minuten.

Erste Kindsbewegungen schon viel früher bemerkbar

In der Zeit vor dem ersten Tritt ist dein Baby keineswegs untätig. Um die 20. SSW ist meistens der Zeitpunkt gekommen, an dem eine Schwangere die ersten zarten Kindsbewegungen spürt. Sie machen sich als leichtes Ziehen in der Gebärmutter bemerkbar. Tatsächlich ist es so, dass Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, die Signale häufig zunächst mit Blähungen und Darmbewegungen verwechseln. Es fehlt einfach an Erfahrung diese neuen Gefühle richtig einzuordnen. Ab wann spürt man Kindsbewegungen, das muss also auch individuell beantwortet werden. Doch werden die Tritte erst einmal kräftiger, lassen sie sich bald eindeutig zuordnen.

Bei der zweiten oder späteren Schwangerschaft spüren Mütter die Kindsbewegungen dann häufig schon früher, weil sie wissen worauf sie achten müssen – sie kennen das Gefühl bereits. Viele denken dann: Hätte mir das mal jemand früher gesagt!

Video-Empfehlung

Wie fühlen sich Kindsbewegungen an?

Das schöne ist, Frauen beschreiben das Gefühl unterschiedlich, was nahelegt, dass es auch verschieden wahrgenommen wird. So sammelt jede Schwanger ihre ganz persönlichen ersten Mama-Baby-Momente:

  • „Ich hatte das Gefühl, dass ein Schmetterling in meinem Bauch umherfliegt,“ beschreibt eine Schwangere ihre ersten gespürten Kindsbewegungen.
  • „Es war als würde Popcorn in mir aufspringen,“ berichtet eine andere Frau.
  • „Wie Brausepulver auf der Zunge – nur eben im Bauch“ oder wie
  • „ein kleines Erdbeben“.

Dies sind nur einige Beschreibungen, wie sich erste Kindsbewegungen anfühlen können. Tatsächlich wird das Bild „Schmetterlinge im Bauch“ aber am häufigsten verwendet. Im Laufe deiner Schwangerschaft wird sich aus diesem Flattern aber natürlich ein deutlicheres und regelmäßigeres Bewegungsmuster entwickeln. Nachmittags und abends wirst du die Kindsbewegungen grundsätzlich am häufigsten spüren können, dann ist dein Baby wach und bewegt sich.

Schluckauf im Bauch

Babys trinken bereits im Bauch den einen oder anderen Schluck Fruchtwasser – in der Folge bekommen sie oft Schluckauf. Zu erkennen ist dies an den rhythmischen Zuckungen aus dem Babybauch und diese können sogar intensiver sein als die Kindsbewegungen. Eine perfekte Gelegenheit, andere an dem spürbaren Vorhandensein deines Kindes teilhaben zu lassen.

Wann die Kindsbewegungen weniger werden

Kindsbewegungen sind natürlich immer ein Zeichen dafür, dass es deinem Kind gut geht. Doch auch nicht jede Bewegung des Kindes ist spürbar. Ultraschall-Untersuchungen haben gezeigt, dass Schwangere etwa 80 Prozent der Bewegung eines Ungeborenen spüren, den Rest jedoch nicht bemerken. Oft werden die gespürten Tritte auch im weiteren Verlauf der Schwangerschaft irgendwann weniger bewusst wahrgenommen weil sich die werdende Mutter daran gewöhnt und weniger darauf achten. Oder du bemerkst sie im Alltag nicht immer, weil du gerade sehr beschäftigt oder aktiv bist.

Am Ende der Schwangerschaft werden die Stöße, Tritte und Kindsbewegungen ohnehin weniger. Das ist ganz normal, weil das Baby schlicht weniger Platz zum Bewegen hat. Ab der 36. SSW drehen sie sich meist auch schon in die Startposition für die Geburt. Zusätzlich halten die Muskeln der Gebärmutter und des Unterleibs das Baby jetzt in dieser Position fest, dass es weiter im das Becken rutschen kann.

Weniger Kindsbewegungen: Wann sollte man den Arzt einschalten?

Weniger Kindsbewegungen bedeutet also per se nicht, dass etwas mit deinem Ungeborenen passiert ist. Zum einen kommt es auf deine Schwangerschaftswoche an. Zu Beginn sind die Kindsbewegungen noch eher unregelmäßig und manche Babys sind sehr ruhig und bewegen sich wenig. Gleiches gilt für das Ende der Schwangerschaft. Durch den beengten Platz, werden auch die Bewegungen weniger.

Vielleicht hast du auch schon von der Faustregel „10 Kindsbewegungen pro Tag“ gehört. Demnach sollten sich gesunde Kinder mindestens zehn Mal am Tag bewegen. Diese Regel gilt jedoch inzwischen als überholt. „Es gibt keine bestimmte Anzahl von Bewegungen, die normal ist. Sie werden während Ihrer Schwangerschaft herausfinden, welche Bewegungen für Ihr Baby normal sind. Ein Nachlassen oder eine Veränderung dieser Bewegungen ist das, was wichtig ist.“, fasst es Regine Knobloch, beratende Hebamme für den deutschen Hebammenverband, in einem Artikel für das „Hebammenforum“ (Fachmagazin des deutschen Hebammenverbandes) zusammen.

Falls es in deinem Bauch zu ruhig sein sollte, helfen dem Baby vielleicht diese Tricks:

  • Iss eine Kleinigkeit oder trinken ein Glas Orangensaft. Viele Babys werden nach solcher Energiezufuhr aktiver
  • Leg dich auf die linke Seite, so dass die Blutzufuhr zum Bauch optimiert wird.
  • Streichle deinen Bauch an einer Stelle. Oft reagiert das Baby darauf und stupst zurück.

Sollten diese Tipps das Baby auch nicht animieren können, und spürst du zwischen der 24. und 28. SSW  für länger als 24 Stunden keine Kindsbewegungen beziehungsweise auffällig wenige, sollte unbedingt den Frauenarzt informieren oder die Hebamme um Rat fragen.

 

Quellen:

Prof. Dr. med. Franz Kainer, Annette Nolden: Das große Buch zur Schwangerschaft – Umfassender Rat für jede Woche. Gräfe und Unzer Verlag, München 2009

Berufsverband der Frauenärzte e.V., www.frauenaerzte-im-netz.de

Regine Knobloch: „Was uns die Kindsbewegungen erzählen“ erschienen im „Hebammenforum – das Fachmagazin des deutschen Hebammenverbandes“ Ausgabe November 2017 (S. 1248 ff.)

Verstopfung & Schwangerschaft: So bekommst du deine Verdauung in den Griff

Verstopfung & Schwangerschaft – diese Kombination ist leider keine Seltenheit. Viele Schwangere können ein Liedchen singen von einer verlangsamten Verdauung, einem ständigen Völlegefühl und Stuhlproblemen. Schuld daran sind wieder einmal die Hormone, aber häufig auch die wachsende Gebärmutter, die Druck auf den Darmbereich ausübt, sowie ein veränderter Flüssigkeitshaushalt. Was du tun kannst, um die Verstopfung in der Schwangerschaft zu lösen und ihr dauerhaft entgegenzuwirken, erfährst du hier.

Eine Frau hält sich angestrengt die Hände vors Gesicht: Eine Verstopfung in der Schwangerschaft kann sehr belastend sein
Nicht verzweifeln: Die Kombination Verstopfung & Schwangerschaft ist unangenehm, kommt aber recht häufig vor und lässt sich mit ein paar Tricks gut in den Griff bekommen. © Hanna Postova via Unsplash

Was versteht man unter einer Verstopfung in der Schwangerschaft?

Von einer Verstopfung – medizinisch Obstipation genannt – spricht man, wenn Stuhl seltener als zwei Mal pro Woche abgeht, die Stuhlmengen dabei eher gering ausfallen und der Prozess des Stuhlens starkes Pressen erfordert.

Symptome, die sich bei einer Verstopfung in der Schwangerschaft häufig noch dazugesellen sind:

  • Völlegefühl
  • aufgeblähter Bauch, Blähungen
  • unvollständige Entleerung des Darmes
  • Blockadegefühl während des Stuhlganges
  • sehr harter Stuhl
  • Hämorrhoiden

Die besten Ernährungstipps für Schwangere

Warum gehen Verstopfung & Schwangerschaft so häufig Hand in Hand?

Gerade während einer Schwangerschaft können die vielen körperliche Veränderungen Magen-Darm-Beschwerden, insbesondere die Verstopfung, begünstigen.

Endlich eine Schwangerschaft! Verstopfung durch die hormonelle Umstellung

Tritt eine Schwangerschaft ein, verändert sich der Hormonspiegel sehr schnell: Unter anderem steigt der Progesteronspiegel an – und der wirkt sich auf die Darmmuskulatur aus. Sie wird träger und transportiert Nahrung dadurch langsamer. Nicht selten ist eine Verstopfung in der Schwangerschaft die unangenehme Folge. Vor allem in der Frühschwangerschaft sind Probleme beim Stuhlgang zumeist auf hormonelle Umstellungen im Körper zurückzuführen.

Verstopfung in der Schwangerschaft: physiologische Ursachen

Während einer Schwangerschaft legt nicht nur die Gebärmutter deutlich an Größe und Gewicht zu, auch Fötus, Mutterkuchen und Fruchtwasser schlagen diesbezüglich ordentlich zu Buche. Gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft kommt es daher häufig zur Verstopfung, weil der Druck auf den Darmbereich zunimmt und die Nahrung weniger leicht weitertransportiert werden kann.

 

Video-Empfehlung

Verstopfung in der Schwangerschaft: Flüssigkeitshaushalt

Während der Schwangerschaft wird vermehrt Flüssigkeit im Gewebe eingelagert. Die Folge? Es steht weniger Flüssigkeit zur Verfügung, um unseren Nahrungsbrei zu verdünnen. Ist dieser in Folge fester, erschwert das seinen Transport durch den Darm. In vielen Fällen kommt es dann zur Verstopfung in der Schwangerschaft.

Verstopfung: Schwangerschaft & Nahrungsergänzungen

Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, deren Einnahme während der Schwangerschaft notwendig werden können, bringen als Nebenwirkung unter Umständen eine Verstopfung mit sich. Vor allem auf Eisenpräparate trifft dies zu.

Was kann ich gegen eine Verstopfung in der Schwangerschaft unternehmen?

Neben einigen Basics, die du unbedingt berücksichtigen solltest (Zeit nehmen für den Stuhlgang, nicht zu fest pressen…), kannst du mit einigen Tipps ergänzend dafür sorgen, dass dein Darm wieder in Schwung kommt.

  • Dörrobst: Dörrobst ist ein echter Geheimtipp gegen Schwangerschaftsverstopfung. Vor allem Pflaumen, aber auch Datteln oder Aprikosen sind ballaststoffreich und kurbeln deine Verdauung an. Alternativ kannst du auch Pflaumensaft trinken, dieser wirkt leicht abführend.
  • Weizenkleie, Floh- oder Leinsamen: Diese kleinen Ballaststoff-Bomben regulieren deinen Stuhlgang und wirken so auch vorbeugend gegen Verstopfung in der Schwangerschaft. Am besten, du mischt sie morgens in deinen Joghurt oder dein Müsli. Auch im Salat machen sie sich gut. Achte aber darauf, zeitgleich ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.
  • Ballaststoffe: Ballaststoffe regen also die Verdauung an und können bei Verstopfung in der Schwangerschaft Wunder wirken. Achte daher generell auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung mit Vollkornprodukten sowie frischem Obst und Gemüse, Samen, Nüssen und Hülsenfrüchten.
  • Magnesium: Magnesium wirkt stuhllockernd, daher kannst du bei Verstopfung in der Schwangerschaft probieren, ob du das Problem mit magnesiumreichen Lebensmitteln (Vollkorn, Haferflocken, grünes Gemüse, Nüsse, Bohnen…) lösen kannst. Übermäßig viel Magnesium ist allerdings auch nicht gut für dich, daher solltest du die Einnahme von Magnesium-Präparaten immer mit einem Arzt absprechen.
  • Flüssigkeit: Wenn du auf ausreichend Flüssigkeitsaufnahme achtest, hältst du deinen Darm bei Laune. Der Nahrungsbrei verflüssigt sich und kann so leichter transportiert werden. Verstopfungen lösen sich besser. Mindestens zwei Liter Wasser, ungesüßte Tees, die für Schwangere unbedenklich sind, und ab und zu verdünnter Fruchtsaft sind zu empfehlen.
  • Bewegung: Der Darm wird durch Bewegung in Schwung gehalten. Deshalb solltest du gerade bei Verstopfung in der Schwangerschaft darauf achten, dass du dich moderat, aber ausreichend bewegst. Spaziergänge, Yoga, Schwimmen oder Radfahren sind zu empfehlen.
  • Kauen: Einfach, aber effektiv! Wird die Nahrung schon im Mund ordentlich zerkleinert, hat der Verdauungstrakt weniger zu tun. So wirst du die Verstopfung trotz Schwangerschaft schnell los.
    Sprich auch mit deiner Hebamme. Sie hat sicher noch weitere Tipps für dich.

Verstopfung & Schwangerschaft: Darauf solltest du jetzt verzichten

Vermeide Lebensmittel, die zusätzlich stopfen. Das sind beispielsweise Bananen, Kartoffeln, Eier, Käse oder Schokolade. Auf keinen Fall solltest du bei Verstopfung in der Schwangerschaft eigenmächtig auf Abführmittel zurückgreifen. Im Gegenteil: Bleibt das Problem bestehen, sprich unbedingt mit deinem Hausarzt oder Gynäkologen.

Ungeborene haben einen Lieblings-Song: Er ist von „Queen“

Dass Babys auf Musik schon im Mutterleib positiv reagieren, ist allgemein bekannt. Neu ist aber: Feten stehen auf Freddie Mercury! Das haben spanische Wissenschaftler jetzt nachgewiesen.

Schwangere trägt Kopfhörer auf dem Bauch
Haben Babys schon im Bauch einen eigenen Musikgeschmack? © Bigstock/ Anna Dr.

15 Songs von Mozart bis Adele

Das Institut Marquès, eines der führenden Zentren für künstliche Befruchtung in Spanien, untersuchte für eine neue Studie die Musikvorlieben von 300 Föten. Dafür spielten die Wissenschaftler jedem der Babys 15 verschiedene Lieder vor: Sonaten von Bach, Mozart und Bethoven, traditionelle Musik aus Afrika und China und bekannte Pop-Songs von Queen, den Village People, Adele und Shakira. Um die Soundqualität zu verbessern wurden dafür spezielle Vagina-Mikrofone genutzt – was tatsächlich so aussieht, wie du dir das vielleicht gerade vorstellst.

Gemessen werden Mund- und Zungenbewegungen

Während die kleinen also der Musik lauschten, die aus dem Vagina- Mikrofon schallt, beobachten die Forscher ganz genau die Mund- und Zungenbewegungen der Babys. Je intensiver die Feten „mitsangen“ desto besser hat ihnen der Song gefallen, so die Annahme der Wissenschaftler.

Vor allem bei dem Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ hielt kaum einer der Feten still: 90 Prozent der untersuchten Kinder bewegten den Mund und 40 Prozent streckten ihre Zunge heraus. Im Greatest-Hits-Ranking der Babys landet „Y.M.C.A“ von den Village People nur knapp dahinter. Songs von Adele oder Shakira beeindruckten dagegen kaum – lediglich 60 Prozent ließen sich zu einer Reaktion hinreißen.

Video-Empfehlung

Warum genau „Queen“?

Der Grund ist leider nicht das brillante Gesamtkonzept der Songs, sondern lediglich die hohe Gesangsstimme von Freddie Mercury. Die können Babys nämlich besser wahrnehmen. „Die erste Sprache war mehr musikalisch als verbal. Wir neigen daher immer noch instinktiv dazu, mit einer hohen Stimme [zu Neugeborenen] zu sprechen, weil wir wissen, dass Neugeborene diese besser wahrnehmen. „, erklärt die Studienleiterin Dr. Marisa López-Teijón, in einem Statement zur Studie. Mehr zur Studie erfährst du auch hier: „Which music stimulates your baby?“

Und um fair zu bleiben: Auf klassische Musik von Mozart reagierten die Babys immer noch am besten. 91 Prozent der Feten zeigten bei „Eine kleine Nachtmusik“ Mundbewegungen und 73 Prozent streckten ihre Zunge heraus. Irgendwie war Mozart zu seiner Zeit aber ja auch so etwas wie ein Rockstar.

Schwangerschaftscholestase: Wenn der Juckreiz quält

Von einer Schwangerschaftscholestase sind nur sehr wenige Frauen während ihrer Schwangerschaft betroffen. Wirklich behandelt werden kann sie jedoch nicht. Wie du die Leberfunktionsstörung erkennst, erfährst du hier.

Eine Frau zeigt ihr Hände
Nicht nur die Hände leiden bei einer Schwangerschaftscholestase. © Unsplash / David Fanuel

Schwangerschaftscholestase: Ursachen

Eine Schwangerschaftscholestase wird auch intrahepatische Schwangerschaftscholestase genannt (ISC). Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine vorrübergehende Funktionsstörung der Leber. Die Gallenflüssigkeit, die in Leber gebildet wird, kann nicht weiter in die Gallenblase abfließen. Die Folge: Die Konzentration an Gallensäure im Blut steigt an.

Die genauen Ursachen, wodurch eine Schwangerschaftscholestase ausgelöst werden, sind nicht bekannt. Vermutet werden familiäre Veranlagungen oder hormonelle Störungen. Auch weibliche Hormone wie Östrogene und Gestagene, die gegen Ender der Schwangerschaft eine besonders hohe Konzentration im Blut erreichen, können die Entstehung der Cholestase begünstigen.

Schwangerschaftscholestase: Symptome

Die Schwangerschaftscholestase tritt in den meisten Fällen erst in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft auf. Typische Cholestase-Symptome ist ein quälender Juckreiz an Hände und Fußsohlen – obwohl kein Hautausschlag auszumachen ist. Manchmal ist der Juckreiz sogar so stark, dass sich Betroffene sogar blutig kratzen.

Das liegt an der erhöhten Gallsäurekonzentration im Blut, die sich auch in deiner Haut ablagert. Das reizt dort die Nervenverbindungem was zu dem unangenehmen Jucken führt.

Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann die Funktionsstörung der Leber bei betroffenen Frauen eine gelbliche Verfärbung der Haut auslösen, also eine Gelbsucht verursachen.

Video-Empfehlung

Ist mein Kind dabei in Gefahr?

Die häufigste Komplikation, die im Zusammenhang mit Cholestase & Schwangerschaft genannt wird, ist ein erhöhtes Risiko einer frühzeitigen Geburt. Weil dein Blutkreislauf so eng mit dem deines Ungeborenen zusammenhängt, werden die Werte deines Kindes zur Vorsorge jetzt besonders gut überwacht. Droht Gefahr für dein Kind oder ist der Juckreiz für dich zu schwer auszuhalten, dann wird dein Arzt dir wahrscheinlich dazu raten, eine frühzeitige Geburt einzuleiten. Denn die Ursache für die Schwangerschaftscholestase kann nicht behandelt werden, nur die Cholestase-Symptome gelindert. Das bedeutet, der quälende Juckreiz verschwindet erst nach der Geburt wieder.

Schwangerschaftscholestase: Was kann der Arzt tun?

Während der Schwangerschaft gibt es keine Therapiemöglichkeiten, um den Gallenfluss wieder zu regulieren. Das einzige, das dein Arzt tun kann ist, dir etwas gegen den Juckreiz zu verschreiben. Salben und Antihistamin-Tabletten können etwas Linderung verschaffen.

Das Gute ist, nach der Geburt wird sich dein Hormonhaushalt schnell wieder einpendeln und die Leberwerte werden sich normalisieren. Die Schwangerschaftscholestase verschwindet also von alleine wieder. Natürlich wird dein Arzt deine Blutwerte nach der Geburt bei Nachfolgeuntersuchungen nochmals kontrollieren.

Leider ist die Wahrscheinlichkeit bei deiner nächsten Geburt an einer erneuten Schwangerschaftscholestase zu erkranken ziemlich hoch. Zwischen 40 und 60 Prozent aller Schwangeren haben wieder mit dem quälenden Juckreiz zu kämpfen.

Schwanger in der Probezeit

Unverhofft kommt oft: Plötzlich schwanger, in der Probezeit? Was nun? Sag ich’s dem Arbeitgeber und riskiere eine Kündigung? Oder trage ich weite Kleidung und versuche es zu kaschieren und zu verheimlichen bis die Probezeit vorüber ist? Juristisch eine einfache Entscheidung, persönlich vielleicht ein wenig kniffliger. Hier findest du alle Informationen, die jetzt für dich wichtig sind.

Und wenn’s ganz schnell gehen soll: Alle wichtigen Infos, wenn du in der Probezeit schwanger wirst, findest du auch in der Kurzzusammenfassung im Video.

Schwanger in der Probezeit? Das solltest du jetzt sofort wissen!

Schwanger in der Probezeit: Rechtliche Grundlagen

Der Schwangerschaftstest zeigt es deutlich an, kein Zweifel: Schwanger! In der Probezeit – ausgerechnet. Und nun?

In der Probezeit sind Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen kündbar – aber gilt das auch bei Schwangeren? Dank dem Mutterschutzgesetz nicht!

Kündigungsschutz Schwangerschaft

§ 17 des Mutterschutzgesetzes (MuSchG) regelt das Kündigungsverbot von Schwangeren. Demnach darf Frauen während der Schwangerschaft und mindestens vier Monate nach der Entbindung nicht gekündigt werden. Während der Probezeit kommen die Regelungen dieses Gesetzes genauso zur Anwendung, wie nach der Probezeit. Das bedeutet: Schwanger in der Probezeit darf dir nicht gekündigt werden.

Nur in sehr seltenen Fällen kommt es zu Ausnahmeregelungen, die meist beim Gewerbeaufsichtsamt genehmigt werden müssen, etwa bei Insolvenz des Unternehmens oder bei Gründen für eine außerordentliche Kündigung aufgrund eines Fehlverhaltens des Arbeitnehmers. Selbst dann kann man versuchen, Widerspruch einzulegen und juristisch gegen die Kündigung vorzugehen.

Wenn die Schwangerschaft in der Probezeit nicht bekannt war

Du hast selbst nicht damit gerechnet, aber plötzlich heißt es du bist schwanger, in der Probezeit wurde dir aber bereits gekündigt? Auch hier greifen dann Sonderregelungen.

Selbst wenn die Kündigung vor der Feststellung der Schwangerschaft ausgesprochen wurde, kann noch innerhalb von zwei Wochen der Kündigungsschutz greifen, indem die Schwangere gegenüber dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft bekannt gibt.

Auch wenn diese „Zwei-Wochen-Frist“ überschritten wurde, kann es Gründe geben, weshalb die Kündigung rückgängig gemacht werden muss: Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Schwangerschaft zum Zeitpunkt der Kündigung schon vorlag, die Schwangere davon jedoch keine Kenntnis haben konnte. Wichtig ist dann, den Arbeitgeber unverzüglich von der Schwangerschaft zu unterrichten.

Video-Empfehlung

Kündigungsschutz auch bei befristeten Arbeitsverträgen?

Grundsätzlich bist du bei einer Schwangerschaft in der Probezeit rechtlich abgesichert. Anders verhält es sich jedoch bei einer befristeten Stelle. So ist eine häufige Frage, ob die Befristung eines Arbeitsvertrags durch den Kündigungsschutz in der Schwangerschaft unwirksam wird. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Bei befristeten Verträgen endet das Arbeitsverhältnis auch bei Bestehen einer Schwangerschaft zum vertraglich festgelegten Zeitpunkt. Sollte der Arbeitgeber eine Verlängerung anbieten, muss er dabei nicht über die bestehende Schwangerschaft in Kenntnis gesetzt werden. Die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft ist unzulässig und muss nicht beantwortet werden, es besteht sogar ein „Recht zur Lüge“.

Wichtiger Hinweis: Diese Informationen auf dieser Seite ersetzen keine juristische Beratung. Durch Änderungen in der Gesetzgebung, und im individuellen Fall, können andere Regelungen gelten. Es ist daher ratsam, sich juristisch von einem Anwalt oder der Gewerkschaft beraten zu lassen.

Schwanger in der Probezeit: Wann soll ich den Arbeitgeber informieren?

Grundsätzlich musst du dem Arbeitgeber deiner Schwangerschaft nicht melden – weder in der Probezeit noch danach. Das schreibt dir kein Gesetz vor. Allerdings ist es trotzdem ratsam, den Arbeitgeber so früh wie möglich zu informieren. Tatsächlich wird auf diese Weise eine Kündigung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit gar nicht erst ausgesprochen und das Mutterschutzgesetz kann umgehend zur Anwendung kommen. Jedoch bedenken werdende Eltern auch oft, dass eine Schwangerschaft in manchen Fällen vorzeitig mit einer Fehlgeburt endet. Sie wägen dann ab, die ersten Monate der Schwangerschaft abzuwarten und erst nach der 12. SSW über die Schwangerschaft zu informieren.

Gut zu wissen: Bei einer Fehlgeburt nach der 12. SSW greift ebenfalls der Kündigungsschutz in der Schwangerschaft. Bis zum Ablauf von vier Monaten nach dem Abort darf der Arbeitnehmerin nicht gekündigt werden.

Bei deiner Entscheidung solltest du auch bedenken, dass in vielen Berufen die Einhaltung des Mutterschutzgesetzes für das Ungeborene und die Mutter sehr wichtig sind. Du hast beispielsweise das Recht auf Arbeitsschutzmaßnahmen, etwa wenn du in einer sehr lauten Umgebung arbeitest oder nachts arbeiten musst.

Du brauchst dir also keine Sorgen machen: Schwanger in der Probezeit ist dank des Mutterschutzgesetzes kein Kündigungsgrund und du bist gut abgesichert.

Muss ich wirklich immer auf Sushi in der Schwangerschaft verzichten?

Viele Schwangere kennen das: Der Gusto auf so manche Lebensmittel kann als sehr quälend empfunden werden. Vielleicht also hast du großen Appetit auf Sushi? Schwangerschaft hin oder her? Lies hier, welche Gefahren dir und deinem Baby drohen und welche Alternativen zu geräuchertem Sushi in der Schwangerschaft es gibt.

Ist Sushi in der Schwangerschaft erlaubt?
Sushi & Schwangerschaft: Frauenärzte haben dazu eine klare Meinung! © Bigstock / Subbotina Anna

Ist Sushi in der Schwangerschaft erlaubt?

Viele werdende Mamas sind unsicher: Was kann man noch essen und wovon lässt man besser die Finger, um das Ungeborene nicht zu gefährden? Was ist zum Beispiel mit Sushi? Schwangerschafts-Berater haben zum Thema Sushi in der Schwangerschaft eine klare Meinung:

Auf jegliche Art von rohem, zu kurz erhitztem und geräuchertem Fisch solltest du in der Schwangerschaft verzichten. Das trifft auch auf Sushi oder Sashimi zu, sofern es rohen Fisch beinhaltet – natürlich ist vegetarisches Sushi völlig unbedenklich. Aber warum ist Sushi & Schwangerschaft so gefährlich?

Warum auf Sushi in der Schwangerschaft verzichten?

Sushi in der Schwangerschaft kann im schlimmsten Fall für die werdende Mama, vor allem aber für das Ungeborene, verheerende Folgen haben. Wenn es nämlich nicht von einwandfreier Qualität ist können dadurch schlimme Lebensmittelinfektionen wie Listeriose oder Toxoplasmose ausgelöst werden. Aber auch Botulismus oder eine bestimmte Wurmart (Nematoden) können durch verunreinigtes Sushi in der Schwangerschaft besonders leicht übertragen werden.

Video-Empfehlung

Sushi & Schwangerschaft: Folgen können verheerend sein

Toxoplasmose und Listeriose sind beides Infektionskrankheiten, genauer gesagt Lebensmittelinfektionen, die durch rohen oder zu wenig erhitzten Fisch übertragen werden können. Außerhalb der Schwangerschaft verläuft eine Infektion oftmals nur leicht oder gar unbemerkt: Bei Nicht-schwangeren wird eine stattgefundene Toxoplasmose-Infektion häufig erst mit einem Antikörpertest festgestellt.

Listeriose und Toxoplasmose: Mögliche Folgen für dein Baby

Während der Schwangerschaft kann eine Infektion allerdings schlimme Folgen für das Ungeborene nach sich ziehen: Schwere Schäden, Fehlbildungen, Erkrankungen des Immunsystems oder Frühgeburten. Im schlimmsten Falle sogar den Tod im Mutterleib. Gründe genug also, um auf Sushi in der Schwangerschaft besser zu verzichten.

Doch das sind nicht die einzigen Gefahren, die von Sushi in der Schwangerschaft ausgehen:

Sushi & Schwangerschaft: Weitere Gefahren

Rohe Fleisch-, Fisch- und Wurstwaren sind ganz besonders anfällig für Kontamination. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit Botulismus (Lebensmittelvergiftung) oder speziellen Würmern (Nematoden) zu infizieren, ist ungleich höher als bei entsprechend erhitzten Lebensmitteln. Also: Sushi in der Schwangerschaft unbedingt vom Speiseplan streichen.

Sushi & Schwangerschaft: Alternativen

Wer auf Sushi während der Schwangerschaft nicht verzichten möchte, der wählt ganz einfach Varianten, die ohne Zusatz von rohem oder geräuchertem Fisch auskommen. Vegetarisches Sushi mit Avocado, Gurke oder Rettich mag vielleicht als Kompromiss erscheinen, schmeckt aber auch gut!