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Camping mit Kindern: Packliste und schöne Plätze in Europa

Camping mit Kindern steht bei vielen Familien auf dem Programm, wenn es um die Urlaubsplanung geht. Lieber mit dem Wohnmobil oder Zelt verreisen? Ganz egal, für welche Art des Campings ihr euch entscheidet, die Packliste mit allen wichtigen Grundlagen unterscheidet sich nicht wirklich. Zusätzlich stellen wir euch noch familienfreundliche Campingplätze in Europa vor.

Camping mit Kindern kann Fluch oder Segen sein
Camping mit Kindern kann Fluch oder Segen sein
© Unsplash/ Brooks Rice

Manche kennen es noch aus der eigenen Kindheit, für andere ist es komplettes Neuland: Camping. Egal, ob man es schon mal gemacht hat oder nicht – mit der eigenen Familie ist alles doch etwas anders, als man es kennt. Deshalb lohnt es sich besonders beim ersten Mal Camping mit Kindern vorerst ein Wohnmobil zu mieten oder ein Zelt zu leihen, bevor man sich die Ausrüstung kauft. Mit Sicherheit weiß man nämlich erst hinterher, ob Mama, Papa und die Kinder Spaß im Urlaub hatten. Falls ja, ist das großartig und das Investment lohnt sich, falls nicht, kann man froh sein, nicht alles über Kleinanzeigen wieder verkaufen zu müssen.

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Vor- und Nachteile von Camping

Naturnaher Urlaub ist nicht für jedermann. Wer Camping noch nicht ausprobiert hat, wird vor einigen Herausforderungen beim Urlaub stehen. Schließlich unterscheidet sich diese Art des Reisens doch sehr von einem Hotel-Urlaub. Camping mit Kindern bringt aber auch viele Vorteile mit sich. Wir haben hier unsere Highlights und Lowlights zusammengetragen.

Vorteile von Camping

  • Flexible Urlaubsplanung: Ist Regen vorausgesagt können einfach die Sachen gepackt und ein anderer Ort angefahren werden.
  • Günstig: Die erste Anschaffung ist zwar teuer, aber dann kann man das Equipment über viele Jahre benutzen. Wohnmobile kann man günstig mieten.
  • Naturnah: Kein Hotel kann einem das Gefühl eines Campingurlaubs vermitteln. Krabbelt man morgens aus dem Zelt, steht man direkt in der Natur.
  • Selbstbestimmt: Frühstücksbuffet zwischen 7 und 10 Uhr? Fehlanzeige! Mann entscheidet selbst über seine Essenszeiten und was auf den Tellern landet.
  • Nachbarschaftsgefühl: Camper halten zusammen. Schnell finden Kinder Anschluss und schon bald grillt man gemeinsam.

Nachteile von Camping

  • Privatsphäre mangelhaft: Der Raum im Zelt oder Wohnmobil ist begrenzt. Viel Privatsphäre haben die einzelnen Familienmitglieder nicht.
  • Selbst machen: Was oben als „selbstbestimmt“ noch ein Vorteil ist, kann man auch als Nachteil sehen. Kochen, Spülen und Aufräumen muss man selbst. Ob Eltern im Urlaub das auch machen möchten ist eine Persönlichkeitsfrage.
  • Luxus? Fehlanzeige!: Während man im Wohnmobil vielleicht noch ein eigenes Klo hat (das man auch selbst leeren muss), müssen Zelturlauber sich mit vielen anderen Campern ein gemeinschaftliches Toilettenhäuschen teilen. Auch die Luftmatratze im Zelt ist nicht für jeden das Wahre.

Camping mit Kindern: Packliste

Für das Camping mit Kindern gibt es eine essenzielle Packliste mit Dingen, die für den Nachwuchs nicht fehlen dürfen:

  • Bademantel
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Insektenschutzmittel
  • Gummistiefel
  • Badeschuhe
  • Badesachen (Strandtuch, Badeklamotten, Schwimmflügel)
  • Regenklamotten
  • Kinder-Reiseapotheke
  • Sonnenschutzmittel
  • Gesellschaftsspiele
  • Sonnenhut
  • Sonnenbrille
  • Kosmetikbeutel für Zahnbürste und Co.
  • Bücher
  • Rucksack

Wildcamping: Darf ich das?

Campen mit Kindern wo man will? Das ist leider in vielen Ländern Europas verboten. Dazu zählen unter anderem Deutschland und Österreich. Das sogenannte Wildcampen (also außerhalb von Campingplätzen) wird zum Beispiel in Schweden und Norwegen toleriert – zumindest für eine Nacht. Länger sollte man nicht am gleichen Ort verweilen. Generell sollte man sich die Campingregeln des zu besuchenden Landes genau durchlesen. Es gibt keine einheitliche Regelung zum Thema Wildcampen.

Schöne Campingplätze für Familien in Europa

Für den naturnahen Urlaub eignen sich alle Länder in Europa. In vielen Ländern findet man sogar ganzjährig Camping-Stellplätze. Camping mit Kindern ist somit wirklich flexibel möglich und muss sich nicht auf Deutschland beschränken: Wir stellen euch ein paar Gegenden in Europa vor.

Camping mit Kindern: Holland

Holland bietet jede Menge Campingplätze, die für Familien geeignet sind. So zum Beispiel „Camping de Paal“ bei Bergeijk, der sogar ein beheiztes Freibad und Hallenbad besitzt. Dazu gibt es noch einen Abenteuerspielplatz. Was will man als Kind mehr?

Wer Lust auf Meer hat, der wird sich im „Ardoer Vakantiepark de Paardekreek“ wohlfühlen. Hier gibt es sogar eine Wasserskischule.

Camping mit Kindern: Österreich

Ein beliebtes Ziel für Camper: Österreich. Auch hier gibt es einige Plätze, die Camping mit Kindern ermöglichen. Ein Reiseziel, dass sich besonders für jüngere Kinder eignet, ist „Terrassencamping Maltatal“. Das Highlight ist hier neben einem Pool der Streichelzoo mit Ponys.

Mit einem etwa 8000 qm großem Badesee kann „Camping Rosental Rož“ aufwarten. Noch ein Pluspunkt für Familien mit Vierbeinern: Der Hund darf mit!

Camping mit Kindern: Kroatien

Wer ein bisschen weiter in den Süden reisen möchte, der wird in Kroatien sicherlich fündig. Richtig luxuriös ist das „Krk Premium Camping Resort“: Infinity Pool, Sauna und Massagen für die Großen – Wasserpark und Animationsprogramm für die Kleinen.

Wer es gern natürlich mag, der sollte sich den Campingplatz „Bijar“ anschauen. Er liegt direkt an einen Felsstrand und hat eine Anlegestelle für Boote.

Camping mit Kindern: Italien

Übernachten unter Pinienbäumen? Ist in „Le Pianacce“ in der Toskana möglich. Für Sportfans bietet der Campingplatz Tennis, Fußball, Volleyball und Minigolf. Außerdem gibt es auch hier ein Schwimmbad mit Rutschen und Wasserspielen.

Ein Pool ist nicht genug? Dann ist vielleicht das „Tahiti Camping & Thermae“ etwas für die kleinen Wasseratten in der Familie. Vier Pools gibt es hier und der Strand ist nur 800 Meter entfernt.