In diesen Mengen ist Fruchtsaft für Kinder unbedenklich

Nur in diesen Mengen ist Fruchtsaft für Kinder unbedenklich

Fruchtsäfte enthalten nicht nur Frucht, sondern vor allem Zucker. Kinderärzte halten sie daher für genauso schädlich wie Cola oder Limonaden. Doch neue Studienergebnisse zeigen, dass die Skepsis übertrieben ist.

Ein kleiner Junge trinkt ein Glas Saft.
© komokvn2 via Bigstock

Natürlicher Zuckerlieferant

Fruchtsaft enthält von Natur aus viel Zucker. Laut der AOK-Gesundheitskasse enthalten 200 Milliliter Apfelsaft beispielweise 21 Gramm Zucker, bei Traubensaft sind es sogar 33 Gramm.

Kinderärzte haben in der Vergangenheit daher Eltern dazu geraten, Kinder keine Säfte trinken zu lassen, vor allem nicht unverdünnt. Das könnte zu Übergewicht und Karies führen.

Doch genau das zweifelt eine neue Untersuchung jetzt an. Brandon Auerbach von der Universität von Washington in Seattle und sein Team haben insgesamt acht bereits bestehende Studien zu dem Thema neu analysiert. Ihr Ergebnis haben sie in der Fachzeitschrift „Pediatrics“ veröffentlicht.

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Nur sehr geringe Auswirkungen durch Saft trinken

Das Ergebnis: „Auf der Grundlage der aktuellen Beweislage können wir nicht sagen, dass der Verzehr einer Portion [von 100% Fruchtsaft] pro Tag zu Gewichtsproblemen bei Kindern führt“, sagte Auerbach. Ist Fruchtsaft für Kinder also doch unbedenklich?

Eindeutig, jein. Auch Auerbach rät Eltern, den Fruchtsaft-Konsum ihrer Kind zu kontrollieren, denn Fruchtsaft ist kein Ersatz für eine Portion Obst. Die Expertengruppe der American Academy of Pediatrics (AAP) empfiehlt für Kinder folgende Tagesmengen an Fruchtsaft:

  • zwischen einem und drei Jahren – maximal 120 Milliliter
  • zwischen vier und sechs Jahren – maximal 170 Milliliter
  • zwischen 7 und 18 Jahren – maximal 230 Milliliter

Ein Glas purer Fruchtsaft ab und zu schadet deinem Kind also nicht. Besser ist es trotzdem, die süßen Säfte eher als frische Schorlen im Verhältnis „2 Teile Wasser – 1 Teil Saft“ zu trinken.

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