Eingewöhnung in Kita/Kindergarten: So klappt's ohne Tränen!

Eingewöhnung in Kita/Kindergarten: So klappt’s ohne Tränen!

Gerade noch waren sie noch soo klein, dann ist es plötzlich so weit: Der erste Tag in Kita oder Kindergarten steht an! Jetzt ist die richtige Vorbereitung und Unterstützung wichtig, damit die Eingewöhnung im Kindergarten nicht zur Zerreißprobe wird. Lies hier, wie ihr euch auf die Eingewöhnung vorbereiten könnt und was ihr tun könnt, damit keine Tränen fließen.

Kleiner Junge kommt mit der Eingewöhnung in den Kindergarten gut zurecht
Die Eingewöhnung in den Kindergarten ist für viele Kinder sehr anstrengend. Eltern müssen in dieser Zeit viel Geduld und Verständnis haben. Unsplash / Levi Saunders

Richtige Vorbereitung für Eingewöhnung in Kita/ Kindergarten

So fällt es deinem Kind leichter, sich einzugewöhnen:

Übe das Loslassen

Loslassen kann schon im Vorfeld geübt werden. Wenn dein Kind es gewöhnt ist, dass Mama und Papa ab und zu nicht verfügbar sind und es währenddessen bei Oma, Opa oder dem Babysitter ist, wird ihm auch die Eingewöhnung in Kita oder Kindergarten leichter fallen.

Neue soziale Kontakte

Regelmäßiger Kontakt mit anderen Kindern, zum Beispiel in Spielgruppen, hilft deinem Kind, sich in (neue) soziale Gefüge einzufinden und erleichtert ihm so die Eingewöhnung

Thematisiere den Kindergarten /Kita

Mit Bilderbüchern zum Thema Kindergarten kannst du dein Kind spielerisch an den neuen Lebensabschnitt heranführen. Viel mit dem Kind über den Kindergarten sprechen hilft ebenso.

Beziehe dein Kind ein

Beziehe dein Kind in die Vorbereitungen zum Kindergartenstart ein, also zum Beispiel in die Besichtigung des Kindergartens oder überlasse ihm die Auswahl von Rucksacks, Brotzeitbox und Trinkflasche. So fühlt es sich nicht machtlos sondern vorbereitet und selbstständig.

10 Tipps für die Eingewöhnung ohne Tränen

  1. Der frühe Vogel
    Gerade für die ersten Tage der Eingewöhnung solltest du morgens genug Zeit einplanen, damit der Kindergartenstart nicht in Stress ausartet. Wenn du mit deinem Kind recht früh vor Ort bist, profitiert ihr davon, dass noch nicht so viele Kinder da sind. So kann sich dein Kind in Ruhe einfinden.
  2. Alle Zeit der Welt
    Gerade für die Eingewöhnung gilt: Es sollten ausreichend Zeitressourcen vorhanden sein, denn im Vorfeld ist nicht abschätzbar, wie viel dein Kind davon benötigt. Bei manchen Kindern geht die Eingewöhnung im schnell, andere brauchen etwas länger. Sinnvoll ist es daher, Urlaub einzuplanen oder mit der Eingewöhnung noch während der Berufspause zu starten.

Video-Empfehlung

  1. Sanfte Eingewöhnung
    In den meisten Kitas und Kindergärten gehört sie zum Glück längst zum Konzept: eine sanfte, kindgerechte Eingewöhnung. Das heißt, zu Beginn bist du bei deinem Kind und die Zeitspanne, in der es alleine bleibt, wird langsam verlängert. In der Regel startet man mit wenigen Minuten.
  2. Übergangsobjekt
    Wenn das Lieblingskuscheltier, ein Spielzeugauto oder eine ganz besonders wichtige Puppe beim Abschied dabei sind, ist der Schmerz nicht allzu groß.
  3. Vertrauen haben
    Traue deinem Kind die Trennung von dir zu, denn bereits auf kleine Unsicherheiten merken Kinder deutlich. Wenn Mama oder Papa ein Problem mit dem Abschied haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieses Gefühl auch auf das Kind abfärbt.
  1. Der Kindergarten als fixer Bestandteil im Leben des Kindes
    Mache deinem Kind deutlich, dass der Kindergarten (s)ein Ort ist, an dem es Freunde trifft und Spaß hat, während Mama und Papa arbeiten. Der Besuch ist nicht optional und das sollte man als Elternteil auch unbedingt so vermitteln.
  2. Dramatische Abschiede vermeiden
    Ziehe den Abschied vom Kind nicht unnötig in die Länge. Das verunsichert und schafft Platz für Zweifel und Tränen. Verabschiede dich herzlich, wünsche dem Kind viel Spaß und erkläre ihm, wann du wieder da sein wirst. Zum Beispiel: „Viel Spaß mein Schatz! Heute nach dem Mittagessen hole ich dich wieder ab!“ Einfach raus schleichen ist natürlich tabu!
  1. Vernetzung mit den Erziehern
    Gerade während der Eingewöhnung ist es wesentlich zu wissen, wie das Kind mit der Trennungssituation umgeht und ob es sich von den Erziehern trösten lässt und Vertrauen fasst. Daher solltest du wichtige Infos zu deinem Kind und über dessen aktuelle Lebenssituation unbedingt weitergegeben, damit darauf Rücksicht genommen werden kann. Das erleichtert den Pädagogen nicht nur die Arbeit, auch dein Kind profitiert davon. Frage regelmäßig nach dem Befinden deines Kindes vor Ort.
  2. Die richtige Kleidung
    Bequeme Kleidung, ohne störende Knöpfe, Schnallen, Gürtel oder Schnürsenkel, erleichtert deinem Kind das selbständige An- und Ausziehen im Kindergarten. Das ist vor allem während der Eingewöhnung wichtig, wenn sich das Kind eventuell noch nicht so richtig traut, um Hilfe zu fragen.
  1. Für ausreichend Ruhe sorgen
    Die Eingewöhnung im Kindergarten ist für dein Kind ungeheuer anstrengend. Viele neue Eindrücke, Personen, Begebenheiten und Regeln prasseln auf es ein. Sorge in der ersten Zeit also unbedingt dafür, dass dein Kind nachmittags Ruhe und Erholung hat und verschiebe stressige Termine auf später.
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