Eltern von erfolgreichen Kindern haben diese 8 Dinge gemeinsam

Eltern von erfolgreichen Kindern haben diese 8 Dinge gemeinsam

Es gibt keine magische Grundregel, wie dein Kind später erfolgreich wird. Aber laut verschiedenen Studien, können diese Faktoren helfen.

Junge spielt Kapitän
So wird dein Kind später erfolgreich ©Unsplash/Hari Nandakumar

#1 Soziale Kompetenz
Forscher der Pennsylvania State University und der Duke University haben im Rahmen einer Studie mehr als 700 Kinder über 20 Jahre lang begleitet und einen Zusammenhang zwischen der sozialen Kompetenz im Kindergarten und dem Erfolg im späterem Leben festgestellt.

Durch die früh erlangten sozialen Fähigkeiten wären Kinder hilfsbereiter, könnten besser mit anderen zusammenarbeiten und würden ihre Gefühle besser verstehen, so die amerikanischen Wissenschaftler. Laut ihrer Studie würden Kinder mit diesen Fähigkeiten später wahrscheinlicher ihren Universitäts-Abschluss machen und einen Vollzeitjob bekommen.

#2 Gute Beziehung zwischen den Eltern
Wenn es zwischen den beiden Eltern keine oder sehr wenige Konflikte gibt, entwickeln sich ihre Kinder tendenziell deutlich besser. Wer dagegen viel Konflikt im Elternhaus miterleben musste, leidet später deutlich häufiger an starken Gefühlen von Verlust und Bedauern. Dies belegt eine Studie der Universität von Illinois.

Hier spielt es übrigens keine Rolle, ob die Eltern geschieden sind oder nicht. Es gab durchaus Kinder von alleinerziehenden Eltern, die bei den Forschungstests besser abgeschnitten hatten als Kinder, deren Eltern zwar verheiratet waren, aber öfters stritten.

#3 Hausarbeit ist wichtig
Gute Nachricht für alle Eltern: Wer im Haushalt mitarbeitet wird später erfolgreicher. Kinder, die zum Beispiel ihren Teller selbst abspülen, lernen, dass das keiner sonst für sie erledigt. Das hilft später bei der Zusammenarbeit mit Kollegen und treibt zur Selbstständigkeit an.

Bei der Mithilfe im Haushalt entwickelt das Kind eine praktische Hands-On-Mentalität und die Angewohnheit auch bei unangenehmen Aufgaben mit anzupacken. Die Einstellung sich anzustrengen und zur Besserung des großen Ganzen beizutragen, bringe das Kind später in der Arbeitswelt weiter, so Stanford-Wissenschaftlerin Julie Lythcott-Haims über ihre Studie.

#4 Ihre Mütter arbeiten
Eine große, weltweit durchgeführte Studie der Harvard Business School zeigt, dass Kinder von berufstätigen Müttern länger zur Schule gehen und später deswegen mehr verdienen. Die Wahrscheinlichkeit ist ebenfalls größer, dass diese Kinder später eine Führungsposition einnehmen.

Der Grund: Kinder lernen durch ihre Eltern und kopieren Verhaltensweisen und Eigenschaften. Diese Kinder nehmen sich also ihre Mutter zum Vorbild und arbeiten selbst genauso hart und viel. Besonders Töchter würden davon profitieren, so das Ergebnis der Studie.

#5 Höhere Bildung der Eltern
Auch hier spielt die Vorbildfunktion eine wichtige Rolle: Kinder von Akademikern besuchen später wahrscheinlicher ebenfalls eine Universität und machen ihren Abschluss.

Eine Studie der Universität Michigan zeigt, dass Kinder von Teenager-Müttern (18 oder jünger) weniger wahrscheinlich die Highschool abschlossen oder eine Universität besuchen. Eine weitere Studie der New Yorker Bowling Green State University kam zu einem ähnlichen Ergebnis. „Der Bildungsgrad, den die Eltern haben, wenn das Kind acht Jahre alt ist, ist entscheidend für den schulischen und beruflichen Erfolg des Kindes 40 Jahre später“, so der Studienleiter Eric Dubow.

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#6 Weniger Stress
Wenn die Eltern im Stress sind, wirkt sich das negativ auf das Kind aus. Der Grund dafür ist eine sogenannte emotionale Ansteckung. Der Begriff kommt aus der Psychologie und beschreibt den Zustand, dass Menschen Gefühle und Emotionen anderer übernehmen – sich also wortwörtlich anstecken. Grund dafür sind Spiegelneuronen, also „Nervenzellen, die im eigenen Körper ein bestimmtes Programm realisieren können, die aber auch dann aktiv werden, wenn man beobachtet oder auf andere Weise miterlebt, wie ein anderes Individuum dieses Programm in die Tat umsetzt“, so der Psychoneuroimmunologe Joachim Bauer. Wir erleben also die Emotionen anderen, in einer inneren Simulation. Wenn du also frustriert oder erschöpft bist, kann sich das auf kein Kind übertragen.

#7 Mathe gehört zur Früherziehung
Wenn Kinder schon vor der Schulzeit mit Matheaufgaben konfrontiert werden, würden sie ebenfalls auch leichter Lesen lernen. Dies hat zumindest eine Meta-Analyse von insgesamt 35.000 Kindern aus den USA, Kanada und England ergeben. Demnach hatten Kinder klare Vorteile, wenn ihnen Basiskenntnisse der Mathematik schon früh beigebracht wurden. Wieso das so ist und warum die beiden Faktoren zusammenhängen, können sich die Forscher selbst nicht erklären.

#8 Harmonisches Familienleben
Die Eltern-Kind-Beziehung ist auch für den späteren Erfolg des Kindes wichtig. Dies zeigt eine 2014 durchgeführte Studie der Universität von Delaware.

Kinder die schon in jungen Jahren eine „einfühlsame Pflege“ bekommen haben, schnitten später in akademischen Tests besser ab. Außerdem zeigt die Studie, dass Kinder, die schon früh eine stabile Beziehung zu ihren Eltern entwickeln, später in der Schule besser sind und selber stabilere Beziehungen führen.