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„Schlaf schön!“: So bringst du gemütliche Stimmung ins Kinderzimmer

Wir alle kennen das. Eigentlich sollen die Kinder längst friedlich schlummernd in ihren Betten liegen, stehen stattdessen aber mehrmals in der Tür. Durst, Hunger, ein Monster im Schrank oder komische Geräusche: die Gründe für Unruhe am Abend sind vielfältig. Eine Schraube, an der du jetzt drehen kannst, ist die Schlaf-Atmosphäre. Mit etwas mehr Gemütlichkeit fällt auch den Kleinen das Schlummern leichter.

Endlich ruhig einschlafen.
Endlich ruhig einschlafen.
© Unsplash/Annie Spratt

Kinderzimmer-Vorhänge erzeugen Geborgenheit

Die Fenster werden bei der Kinderzimmergestaltung nicht selten vernachlässigt. Dabei spielen sie insbesondere in der Nacht eine besondere Rolle, denn sie bilden die Barriere zwischen Innenraum und der großen weiten Welt. Wird es im Freien dunkel, kann dies bei Kindern für Ängste sorgen. Schließlich ist plötzlich nicht mehr erkennbar, was da vor dem Fenster passiert. Selbst bei geschlossenen Rollladen bleibt das Problem meist bestehen.

Die Anwesenheit und das „Kümmern“ der Eltern sind hier zwar eine Hilfe, am Abend allerdings nicht wirklich praktikabel. Immerhin möchtest du sicherlich auch Zeit mit deinem Partner oder deiner Lieblingsserie verbringen. Ein schlechtes Gewissen musst du dabei nicht haben, so lange es im Alltag genügend Qualitätszeit mit deinen Kindern gibt. In der Children’s Worlds+ Studie der Bertelsmann Stiftung wird das übrigens thematisiert und zum Glück haben die meisten Kinder das Gefühl, dass sich jemand um sie kümmert.

Eine einfachere Lösung als stundenlanges Händchen halten und Rücken streicheln: Gestalte das Fenster im Kinderzimmer so, dass es nicht wie ein bedrohliches Eintrittsportal für Monster, Dinosaurier oder Hexen wirkt. Kindern ist es wichtig, auch in der Nacht ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zu genießen. Nur dann können sie beruhigt die Augen schließen.

Es lohnt sich, die Fenstergestaltung gemeinsam mit dem Kind zu planen, denn so lassen sich auch persönliche Interessen und Vorlieben einbinden. Gut für die Dekoration und Gestaltung eignen sich:

  • bunte Vorhänge mit fröhlichen Motiven,
  • Fenster-Marker zum Bemalen der Scheibe,
  • Fensterbilder zum Kleben
  • und Lichterketten mit Saugnäpfen.

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Am Schluss sollte das Fenster natürlich nicht zu überladen wirken, aber beim kleinen Betrachter für Freude und ein gutes Gefühl sorgen.

Achtung! Einfache Einschlafprobleme unterscheiden sich von einer manifesten Schlafstörung. Hast du das Gefühl, dein Kind kommt gar nicht mehr zur Ruhe und helfen die ersten Maßnahmen nicht, sollte auch der Kinderarzt befragt werden. Manchmal nämlich können Schlafstörungen auch körperliche Ursachen haben, denen entsprechend auf den Grund gegangen werden sollte.

Zu hell? Licht muss ausgesperrt werden

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Wahl von Vorhängen ist die Helligkeit im Schlafbereich. Nicht alle Kinder mögen es, im schummrigen Dämmerlicht am Ende des Tages ins Bett zu gehen und wünschen sich entsprechende Dunkelheit. Gerade im Sommer, wenn es bis 22 Uhr hell bleibt, kann das entscheidend sein.

Fehlen Rollläden an Haus oder Wohnung, braucht es Kinderzimmer-Vorhänge zum Verdunkeln, bei denen es einiges zu beachten gibt. Sie sollten selbstverständlich nicht unfreundlich und trist wirken, sondern mit fröhlichen Farben sowie Motiven die entspannte Stimmung im Kinderzimmer fördern. Einen Vorteil bietet ein kunterbunt bedruckter Vorhang zusätzlich: Wird er am Abend zugezogen, sperrt er nicht nur das Licht, sondern auch alle bösen Eindringlinge kurzerhand aus und die Angst verschwindet.

© Unsplash / Bastien Jaillot
© Unsplash / Bastien Jaillot

Licht: Warme Quellen sind die besten

Es ist schon paradox. Können die Kinder bei Tageslicht nicht schlafen, ist vollkommene Dunkelheit ebenfalls nicht richtig. Hier bewegst du dich wie viele andere Eltern auch auf einem schmalen Grat zwischen Wachsein und Schlummern, kannst dich jedoch ganz leicht für die richtige Seite entscheiden.

Lichtquellen im Kinderzimmer können ebenfalls Geborgenheit suggerieren. Hierfür solltest du unbedingt auf Birnen und Co. mit blauem Licht verzichten. Diese Farbe nämlich ähnelt dem Tageslicht, was die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin blockiert und für lange Abende sorgt. Besser eignen sich warme Lampen zum Dimmen mit leicht gelblichem, orangefarbenem oder sogar rotem Licht. Farbige Birnen können dir hier eine große Hilfe sein und das Schlafzimmer in ein schummriges Traumland verwandeln.

Nicht die Ordnung vergessen

Die meisten Eltern haben das schon mindestens einmal erlebt: Das Kind soll schlafen, sitzt um 21 Uhr aber plötzlich auf dem Teppich und spielt mit den Bausteinen, Puppen oder Figuren, die seit dem Nachmittag dort liegengeblieben sind. Diesem Problem kannst du schnell aus dem Weg gehen, indem du im Kinderzimmer ein strukturiertes Ordnungssystem schaffst. Die wichtigste Regel: Vor dem Schlafen wird noch einmal aufgeräumt. So verschwinden Ablenkungen in passenden Kisten und locken kleine Abenteurer nicht aus dem Bett.

Offene Regale können in diesem Zusammenhang tatsächlich eine Schwierigkeit darstellen. Sie können nicht verschlossen werden und stellen alles zur Schau, was besonders zur Schlafenszeit spannend wird. Gibt es ein solches Regal im Kinderzimmer, solltest du es am besten verdecken. Ganz leicht funktioniert das erneut mit Kindervorhängen – vielleicht sogar die gleichen wie die am Fenster – die per Stange vor das Regal geschoben werden können.

Wichtig! Bodenlange Vorhänge bringen ein gewisses Verletzungsrisiko mit sich. Kinder können sich beim Spielen mit den Schals leicht verheddern. Bedenke dies bei der Zimmergestaltung und entscheide dich im Zweifelsfall für halbhohe Vorhänge, die sich nicht so einfach erreichen lassen.