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Geschwisterliebe – so stärkst du die Bindung zwischen Bruder und Schwester

Die Beziehung zwischen Geschwistern ist einzigartig und verbindet deine Kinder meist ein Leben lang. Damit die Geschwisterliebe auch lange hält, haben wir Tipps wie du auf das Verhältnis deiner Kinder Einfluss nehmen kannst und so ihre Bande festigst.

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Laut der Bundeszentrale für politische Bildung gab es im Jahr 2019 rund 11,6 Millionen Haushalte mit Kindern. In 35 Prozent dieser Haushalte lebten mindestens zwei Kinder.
Gerade, wenn die Kinder noch klein sind, steht oft Gezanke um Kleinigkeiten auf der Tagesordnung. Daher gilt: Von Anfang an Geschwisterliebe fördern.
Das mit der Geschwisterliebe klingt ja schön und gut, aber wie genau stellt man das an? Hier einige Tipps, die du bei der Mission „Geschwisterbeziehung stärken“ beachten kannst.
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#1 Stärke das ZusammengehörigkeitsgefühlVermeide bei der Kindererziehung Konkurrenz zwischen den Geschwistern. Stärke stattdessen das Zusammengehörigkeitsgefühl, zum Beispiel durch viele gemeinsame Mahlzeiten und erst mit dem Essen beginnen, wenn alle sich „Guten Appetit“ gewünscht haben.
Auch eine gute Möglichkeit ist es, wenn die Kinder abwechselnd Ausflugsziele oder Vorlesebücher auswählen dürfen – so kommt jeder zu seinem Recht.
Auch kann man mit Spielen, bei denen deine Kinder etwas gemeinsam erreichen müssen, das Zusammengehörigkeitsgefühl und somit auch die Geschwisterliebe fördern.
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#2 Teilen will gelernt seinZum Beispiel, indem du ein Stück Kuchen für das Geschwisterchen aufbewahrst, das gerade nicht anwesend ist. So gehst du deinen Kindern als gutes Beispiel voran.
Gut ist es auch, wenn du deinem Kind zeigst, wie toll du es findest, wenn es etwas mit dir teilt. Deine überschwängliche Reaktion wird dein Kind wahrnehmen, was es dann eventuell auch motiviert, mit dem Bruder oder der Schwester zu teilen. Aber:
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#3 Zwinge niemanden zum TeilenEs ist wichtig deine Kinder zum Teilen zu motivieren, du solltest sie aber nie dazu zwingen. Das könnte nämlich statt zur Geschwisterliebe eher zu einem Konkurrenzkampf führen.
Besser ist es sanft zu intervenieren, wenn es Streit gibt: „Du spielst gerade mit dem Bagger? Ja? Okay. Wenn nicht, könnt ihr ihn vielleicht abwechselnd haben.“
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#4 Klare BesitzverhältnisseWas gehört mir und was gehört uns? Jeder sollte wissen, welche Dinge allen gemeinsam und welche dem Geschwister oder den Eltern gehören. Nur wenn sich ein Kind sicher sein kann, dass sich niemand an seinem Eigentum vergreift, wird es auch das Eigentum anderer Familienmitglieder respektieren.
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#5 Oasen für jedes Kind schaffenJedes Kind sollte einen Platz haben, an den es sich zurückziehen kann. Auch sollten Eltern niemals zum gemeinsamen Spielen zwingen.
Geschwisterliebe ist eben nicht, dass man sich immer und ständig mit Brüderchen oder Schwesterchen beschäftigt. Jeder darf – und sollte – auch mal sein eigenes Ding machen.
Die 21 besten Geschwister-Sprüche findest du hier: 21 Geschwister-Sprüche für die besten Brüder und Schwestern
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#6 Lass sie mal machenGanz nach dem Motto: Lass die Kinder mal machen. Manchmal entstehen die schönsten Spiele genau dann, wenn absolute Langeweile herrscht und sie ihre Kreativität und Fantasie benutzen, um Spiele zu erfinden. Dann fahren Dinosaurier in Barbies Traumauto zur Dino-Konferenz oder deine Kinder schlüpfen in die Rollen von Super-Geheimagenten und retten die Welt. So lernen Kinder, ihre Geschwister nicht mehr als Spaßbremsen zu sehen, sondern als jemanden, mit dem man gerne Zeit verbringt.
Die „Lass sie mal machen“-Regel gilt natürlich nicht, wenn sich die Kinder streiten oder gar handgreiflich werden, denn so entsteht sicher keine Geschwisterliebe. Sollte ein Streit gerade erst entstanden und noch nicht eskaliert sein, kannst du es allerdings erst einmal so versuchen:
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#7 Interveniere nur gezielt, und dann sehr bedachtIn Spielsituationen kann es ganz schön laut, wild und unordentlich werden und auch mal zum Streit kommen. Trotzdem solltest du widerstehen sofort einzugreifen. Geschwister streiten. Das ist einfach so. Gib deinen Kindern aber die Chance ihre Meinungsverschiedenheiten selbst zu klären.
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#8 Man darf auch mal sauer seinManchmal sind Geschwister halt einfach doof. Schlechte Gefühle sollten kein Tabu sein – denn nur wenn sie erlaubt sind, können auch positive Gefühle entstehen. Das solltest du deinem Kind auch kommunizieren.
Auch ein ruhiges Gespräch kann helfen zu erörtern was zum Streit geführt hat oder dein Kind verärgert hat. Das hilft dir zu erkennen, was das Problem zwischen den Geschwistern ist und dein Kind reflektiert über seine/ihre Gefühle.
Wie das Sternzeichen das Verhalten als Bruder oder Schwester beeinflussen kann, erfährst du hier: Geschwister Horoskop: So sind die Sternzeichen als Bruder und Schwester
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#9 Wichtig für eine gute Geschwisterbeziehung: Nie vergleichenAuch wenn sie dir auf der Zunge liegen, versuche Sätze wie „Schau mal, wie gut dein Bruder aufgegessen hat“ zu vermeiden. Diese Sätze heizen den ohnehin schon vorhandenen Wettbewerb zwischen Geschwisterkindern an. Du kannst Unterschiede natürlich trotzdem hervorheben – aber eben auf neutrale Weise. „Du kannst gut Fahrrad fahren, sie kann gut Ball spielen.“
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#10 Keine Rollen festlegenStecke deine Kinder nicht in Schubladen. Einer ist „der/die Wilde“, sie ist „der Tollpatsch“, der dritte ist „der Brave“. Sogar wenn man „Große/r” und „Kleine/r” sagt, weckt das Erwartungen. Reduziere deine Kinder nicht auf eine Charaktereigenschaft.
Geschwister sind nicht nur Spielgefährten, sondern beeinflussen maßgeblich den Charakter eines Kindes. Mehr Infos hier: Diesen Einfluss haben Geschwister aufeinander
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#11 Geschwisterposition beachtenHast du gewusst, dass die Geburtsreihenfolge die Persönlichkeit der Kinder und die Art wie sie miteinander umgehen beeinflusst? Weil das älteste Kind Verantwortung für seine jüngeren Geschwister übernimmt, ist es meist das fürsorgliche und tolerante Kind. Mittlere Kinder neigen dazu, ältere Geschwisterchen übertreffen zu wollen – deswegen sind sie oft ehrgeizig. Das jüngste Kind ist meist gesellig, kann aber auch unverantwortlicher sein.
Mehr Informationen findest du hier: „Das sagt die Geschwisterreihenfolge über den Charakter aus“
Du siehst: Mit einfachen Tricks kannst du es schaffen die Geschwisterliebe aufleben zu lassen. Wichtig ist natürlich die Konsequenz – wie bei allen Erziehungsdingen.

Geschwisterliebe: Starke Beziehung – starke Kinder

Ganz wichtig ist, dass du immer Rücksicht auf die Individualität deiner Kinder nimmst. Jeder ist anders und das schon in frühen Jahren und das kann natürlich auch hin und wieder Einfluss auf die Beziehung deiner Kleinen nehmen.

Sollten sich deine Kinder besonders oft streiten, ist es zu empfehlen den genauen Gründen auf den Grund zu gehen. Denn, kennt man die Ursachen nicht, ist die Lösung schwer zu finden.

Wenn die Ursachen für dich nicht klar ersichtlich sind, ist es auch keine Schande sich professionelle Hilfe zu holen, um die Geschwisterliebe wieder aufleben zu lassen. Wende dich hier zum Beispiel an deine/n Kinderarzt/ärztin oder ein/e Kinderpsychologen/in. Sie werden dich beraten und die deine Möglichkeiten aufzeigen. Generell gibt es ein paar Dinge, die du im Zusammenleben mit deinen Kindern tun kannst.

Welche Faktoren haben Einfluss auf die Geschwisterbeziehung?

Es ist ganz wichtig, dass man den Unmut zwischen Geschwistern nicht verallgemeinert. Es gibt viele Faktoren, warum Geschwister nicht miteinander klarkommen, die man in Betracht ziehen sollte. Faktoren, die auf Geschwisterliebe Einfluss nehmen:

  1. Persönlichkeit der Kinder
  2. Altersunterschied
  3. Geburtsreihenfolge
  4. Behandlung durch die Eltern
  5. Einflüsse außerhalb der Familie

Jeder Geschwisterbeziehung ist individuell und sollte auch so behandelt werden. Nimm dir Zeit und bring ein bisschen Geduld mit, dann klappt das schon mit der Geschwisterliebe.

Quellen

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