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Günstig geht auch – Warum Geburtstagspartys nicht die Welt kosten müssen!

Geburtstagspartys im Wert von einem Kurztrip? Nicht mit Papa Markus Kirschbaum! Warum er findet, dass der Preis eines Kinderfestes nichts über dessen Gelingen aussagt, erzählt er uns heute.

Geburtstagswahnsinn? Muss echt nicht sein!
Geburtstagswahnsinn? Muss echt nicht sein!
© Unsplash/ Thanh Tran

Kindergeburtstage als Statussymbol

Kinder geben einem ja so einiges mit auf dem Weg. Was ich aus mittlerweile neun Jahren des Papadaseins jedenfalls mit Gewissheit sagen kann: Kindergeburtstage gibt’s heutzutage fast nur noch in der Superlative! Nachdem ich einige Jährchen Kindergarten und Schule mit zwei Kindern hinter mir habe, die durchaus nicht unbeliebt sind, traue ich mir dieses Urteil zu. Immerhin haben wir eine stolze Sammlung von Einladungskarten vorzuweisen. Mein bescheidenes Fazit also: Wenn Kinder feiern, bleibt kein Geldbeutel gefüllt!

Wo sich Veranstalter „Kinderparty“ ans Revers heften, werden die Eltern des Geburtstagskindes zur Kasse gebeten, dass es nur so klingelt! Eine rauschende Party im Wert eines Kurzurlaubes? Das ist nun wirklich keine Seltenheit! Da werden schnell mal mehrere große Scheine für zwei Stunden Kinderspaß samt Animation fällig. Im Museum, Schwimmbad, Naturpark-Tipi oder Klettergarten – Möglichkeiten sind schier unendlich! Solch ein lukratives Nebeneinkommen lässt sich eben kein Veranstalter entgehen. Die wären ja auch schön blöd! Und so kann man selbstverständlich auch in Pizzerien oder Fast-Food-Restaurants den ultimativen Partytraum buchen. Wieso denn nicht Notwendiges mit Angenehmem verbinden? Brot und Spiele sozusagen!

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Fließband-Partys sind nicht so mein Ding

Fließbandabfertigung also, für die man anschließend tapfer lächelnd sein sauer verdientes Geld hinblättert. Entspannt sieht bei solchen Spektakeln außer dem Veranstalter irgendwie kaum jemand aus. Nicht mal das Geburtstagskind selbst!

Man merkt schon, ich bin nicht unbedingt ein Freund von einem 250-Euro-Geburtstagsspaß. Vor allem dann nicht, wenn ich selbst das rauschende Fest berappen muss. Ganz ehrlich: Was ist denn bitteschön aus den 0815-Geburtstagsfeiern meiner Kindheit geworden? Topfschlagen, blinde Kuh, Torte, Würstchen und mittendrin ein Haufen satter und glücklicher Kinder? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das als zu wenig empfunden habe. Ganz im Gegenteil: Genau richtig war das! Nicht zu viel und nicht zu wenig. Aber solche Geburtstagspartys scheinen irgendwie aus der Mode gekommen zu sein. Eine aussterbende Spezies sozusagen… Und wird dann doch mal in den eigenen vier Wänden gefeiert, dann auf jeden Fall mit galawürdigen Programmpunkten. Da schwingt dann mindestens ein Magier seinen Zauberstab oder ein Clown gibt seine Slapstick-Nummern zum Besten! Und im Nu verschlingt die kleine Houseparty – man ahnt es bereits – wieder zwei bis drei große Scheine!

Geburtstagswahnsinn? Muss echt nicht sein!

Ich gebe es gerne zu: Wir sind aus dem Wahnsinn recht schnell ausgestiegen! Das ist allerdings bei einem Sommerkind um einiges einfacher als bei einem Winterkind (wir haben übrigens beides im Angebot). Eine Sommerparty kann man nämlich ohne viel Aufwand im Handumdrehen ins Freie verlegen. Auf zum nächsten Spielplatz, lautet die Devise! Picknickdecken eingepackt, ein Fußball darf natürlich ebenfalls nicht fehlen und ein kleines Buffet mit allem, was Kinderherzen höherschlagen lässt (sprich: Zucker, Zucker und Zucker!). Die Torte kommt in einer Kühltasche mit und bei Bedarf wird abends Pizza bestellt.

 

So praktizieren wir das bei Söhnchen schon lange und sein Gefolge und er sind jedes Jahr aufs Neue hochzufrieden. Fernab von jeder Animation ihr Ding machen dürfen – das haben die Knirpse eben am liebsten! Kostenpunkt? Maximal 60-80 Euro, je nachdem, ob man sich für die Torte selbst in die Küche stellt oder sie beim Bäcker der Wahl ordert.

Günstige Winterparty? Geht auch!

Bei Töchterchen ist die Sache schon ein wenig kniffliger. Die hat nämlich im Winter Geburtstag. Outdoor ist da natürlich nicht viel möglich und nachdem unser Haus zu klein für die feiernde Meute ist, müssen Alternativen her. Meistens mieten wir irgendwo günstig einen Veranstaltungssaal (Jugendzentren sind ein heißer Tipp) und handhaben den Rest fast genauso wie bei Söhnchens Partys. Beschwert hat sich noch kein Kind. Und auch Magier oder Clown gehen niemandem ab. Im Gegenteil, die Kinder spielen, lachen, blödeln, tanzen und essen. Gerade Kinder brauchen in Wirklichkeit nämlich gar nicht viel Brimborium. Raum für sich, Süßes, Salziges und ein bisschen Musik – und alles ist gut!