Schwere Rassismusvorwürfe gegen H&M: Schuld ist dieser Pullover

„Habt ihr den Verstand verloren?“: H&M wegen Rassismus in der Kritik

Ein schwarzer Junge als „Dschungel -Äffchen“? Seine neue Safari-Kollektion bringt H&M in Erklärungsnot.

Kleiner junge mit Strohhut
Schwere Rassismusvorwürfe gegen H&M © Unsplash/ Samantha Sophia

Schwere Rassismusvorwürfe gegen die Modemarke H&M

Für eine neue Safari-Kollektion der Kinder-Linie modelt ein schwarzer Junge. Das Problem: Auf dem Pullover den er trägt steht „Coolest monkey in the jungle“. Ein Äffchen-Pullover für ein schwarzes Kind, während die weißen Kinder sich als „Überlebensexperte“ bezeichnen dürfen?

Als erster ist das dem Journalisten Charles Blow aufgefallen. Er ist CNN-Redakteur und Kolumnist bei der New York Times. Mit einem Tweet richtete er sich Anfang des Jahres an H&M und fragte provokant „have you lost your damned minds?!?!?!“, ob das Unternehmen seinen verdammten Verstand verloren hätte.

Dieser Meinung schlossen sich immer mehr Twitter-Nutzer an, darunter auch viele Prominente, wie zum Beispiel der kanadische R&B-Sänger The Weeknd. Auch er äußerte sich öffentlich zum Thema und kündigte mit sofortiger Wirkung seine Zusammenarbeit mit H&M.

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Der 27-jährige Musiker mit äthiopischen Wurzeln hatte zuvor mit der schwedischen Modekette eine eigene Kollektion herausgebracht und für die Kette gemodelt. „Ich war diesen Morgen geschockt und beschämt von diesem Foto. Ich bin zutiefst beleidigt und werde nicht mehr mit H&M zusammenarbeiten“, schrieb er auf Twitter.

Boykottaufruf: Entschuldigung von H&M läuft ins Leere

Inzwischen hat sich H&M öffentlich für die Kampagne entschuldigt: „Rassismus und Voreingenommenheit in jeder Form, bewusst oder unbewusst, absichtlich oder unabsichtlich, sind einfach inakzeptabel und müssen aus der Gesellschaft verbannt werden. In diesem Fall waren wir nicht sensibel genug für diese Aufgabe. Bitte akzeptieren Sie unsere demütigen Entschuldigungen.“ Das Bild wurde inzwischen von der Webseite genommen.

Doch in den sozialen Netzwerken reagierte man auf die Entschuldigung weniger versöhnlich. Teilweise wurde sogar zum Boykott der Marke aufgefordert.

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