Junge tritt in HIV-Spritze: Wie sicher sind unsere Spielplätze?

Junge tritt in HIV-Spritze: Wie sicher sind unsere Spielplätze?

In Berlin ist ein Fünfjähriger letzte Woche in eine Spritze getreten, an der HI-Viren festgestellt wurden. Das berichtete die Onlineausgabe der Berliner Zeitung. Noch sei unklar, ob er sich infiziert habe. Viele Eltern sind jetzt alarmiert: Wie sicher ist mein Kind auf dem Spielplatz?

Kind spielt auf dem Spielplatz.
Wie sicher sind unsere Spielplätze? ©Unsplash/Jelleke Vanooteghem

Albtraum für alle Eltern: HIV-Nadel am Spielplatz

Letzte Woche sorgte diese Meldung für Schlagzeilen: Ein Fünfjähriger Junge ist auf einem Spielplatz in Berlin in eine benutzte Spritze getreten. Die Nadel bohrte sich mehrere Millimeter in den Fuß des Jungen. Nach einem Schnelltest wurde dann festgestellt, dass die Spritze mit dem HI-Virus infiziert war. Für die Eltern ein riesiger Schock. Unklar ist bis jetzt, ob sich das Kind infiziert hat, denn verlässliche Testergebnisse liegen erst in sechs Wochen vor. Wie groß ist die Gefahr auf Spielplätzen wirklich?

Sicherheit auf dem Spielplatz

Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt keine einheitliche Regelung zur Sauberkeit von Spielplätzen. Die Betreiber der Spielanlage sind dazu verpflichtet, regelmäßige Kontrollen bezüglich der Sauberkeit und der Wartung und Pflege der Geräte durchzuführen. Der TÜV Rheinland gibt allerdings in einem Test von 75 Spielplätzen 68 die Note mangelhaft, nur sieben konnten der geforderten Norm entsprechen. Auf was sollten Eltern also bei dem nächsten Spielplatzbesuch achten?

4 Tipps für einen sicheren Spielplatz-Besuch

#1 Festes Schuhwerk ist ein Muss!

Natürlich kann man sich trotzdem nicht zu 100 Prozent sicher sein, dass sich kein Fremdkörper durch die Sohle bohrt, doch festes Schuhwerk ist ein guter Anfang.

#2 Achte auf Abgrenzungen

In sozial schwierigen Stadteilen werden die Spielplätze nachts meist sowieso verschlossen, doch auch bei Privatspielplätzen solltest du darauf achten, dass abends die Tore geschlossen werden. So kann man den Zugang besser regulieren.

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#3 Vertraue deiner Intuition

Lasse deinen Blick kritisch kreisen: Wie sieht das allgemeine Bild des Spielplatzes aus? Sind die Geräte in Stand? Ist der Spielplatz sauber? Hast du einen schlechten ersten Eindruck, dann lohnt es sich vielleicht einen neuen Spielplatz auszuprobieren.

#4 Melde Schäden, Mängel oder Verunreinigungen

Das kann wirklich jede Mama oder jeder Papa tun. Hier kann dir das Bezirksamt weiterhelfen oder es kann dich zumindest an die Verantwortliche Stelle weiterleiten. So trägst du dazu bei, dass Spielplätze ein sicherer Ort werden.

Berliner AIDS-Hilfe hält Infektion für unwahrscheinlich

Die Berliner AIDS-Hilfe hält eine Infektion im Übrigen für unwahrscheinlich. Die Begründung: HIV-Erreger werden bei längerem Sauerstoffkontakt abgetötet. Wie lange die Spritze allerdings schon in dem Sandkasten lag, ist noch unklar.