Bookmark

Dreijähriger pinkelt auf Parkplatz – die Polizei reagiert sofort!

Ihr Sohn musste so dringend pinkeln, dass er es nicht mehr aufs öffentliche Klo geschafft hätte: Deswegen lies Brooke Johns ihn auf den Parkplatz pinkeln – das sah ein Polizist und verhängte eine Strafe, die die Mutter so gar nicht nachvollziehen konnte…

Weil ihr Sohn es nicht mehr zu den Toiletten geschafft hat bekommt diese Mutter einen Strafzettel
Weil ihr Sohn es nicht mehr zu den Toiletten geschafft hat bekommt diese Mutter einen Strafzettel
© Bigstock/ maxim ibragimov

Ein typischer Pipi-Notfall

„Mama, ich muss mal ganz dringend!“ Den Satz hat wahrscheinlich jede Mutter schonmal gehört. Wenn die Kleinen gerade trocken werden, dann gibt es eben manchmal plötzlich einen Pipi-Notfall. Und da muss es dann schnell gehen. Unterwegs bleibt da oft keine Zeit für die Suche nach einem öffentlichen Klo – da muss dann ein Baum oder Busch herhalten. So ging es auch Brooke Johns aus South Carolina. Sie war mit ihrem dreijährigen Sohn Cohen im Auto, als der plötzlich ganz dringend musste.

Im Interview mit dem Augusta-Lokalnachrichtensender WRDW beschreibt die Mutter die Situation: Ihr Sohn Cohen habe ihr gesagt, WIE DRINGEND er mal müsse. „Ich habe gesagt ‚Baby, ich kann nirgendwo anhalten‘ und Cohen sagte nur ‚Mamma, ich pinkel mir gleich in meine Hose!“.

Johns fuhr also auf einen Parkplatz in Augusta. Ihr sei aber klar gewesen, dass sie es nicht auf die Rastplatz-Toilette schaffen würden. „Ich kann ihn nicht hochheben – ich soll ihn auch nicht hochheben“, erklärt Jons, die 34 Wochen schwanger war. Deswegen pinkelte der Junge mitten auf dem Parkplatz. „Er hat laufenlassen bevor seine Hose überhaupt ganz unten war, also musst er wirklich dringend.“

Ein Deputy beobachtet das Ganze – und mit ihm ist nicht zu Spaßen

Johns hat versucht, Cohen abzuschirmen – das hat allerdings nicht wirklich funktioniert und so wurde ein Deputy von Richmond County auf die Situation aufmerksam. Er forderte die beiden auf, zur Toilette in der Tankstelle zu gehen. Dafür war es aber längst zu spät. „Was wäre, wenn wir zur Toilette gerannt wären und dann sind die besetzt? Hätte ich ihn dann auf den Boden im Tankstellenklo pinkeln lassen sollen?“, so Johns.

Viele Eltern nicken hier jetzt wohl wissend den Kopf und stimmen der Mutter zu. Der Deputy sah das aber gar nicht so und stellte der Mutter eine Strafzettel für ordnungswidriges Verhalten aus.

PARENTS: We've all had potty-training emergencies, but this one is NEXT LEVEL.This (very pregnant) Beech Island mother…

Gepostet von Meredith Anderson WRDW am Mittwoch, 3. April 2019

Video-Empfehlung

Auf dem Strafzettel heißt es:

Sie hat ihrem männlichen Kind erlaubt, auf dem Parkplatz zu urinieren. Ich habe selbst die Genitalien und das Urinieren beobachtet. Öffentliche Toiletten sind auf dem Gelände vorhanden.

Auf Johns könnte eine Haftstrafe von bis zu 60 Tagen oder ein Bußgeld von bis zu 5.000 US-Dollar zukommen.

Johns war Ende April vor Gericht, um sich wegen dem Vorfall zu verantworten. In der Verhandlung plädierte sie auf ‚nicht schuldig‘. Der Strafzettel besteht aber erstmal weiterhin. Laut dem Fernsehsender KPRC-TV will Johns‘ Anwalt eine richtige Verhandlung.

Online-Aufruhr: Eltern sind fassungslos

In den sozialen Netzwerken meldeten sich schnell Unterstützer von Johns. „Dieser Officer ist eine Verschwendung von Steuergeldern“, schreibt eine Mutter, die solch einen Pipi-Notfall selbst kennt. „Wenn er die Genitalien des Kindes gesehen hat, dann WOLLTE er sie sehen“, schreibt ein anderer Nutzer.

Viele Eltern finden die Situation einfach total seltsam. „Danke Officer, dafür, dass sie die Straßen von dieser Epidemie an unzivilisierten Kleinkindern befreien! 🙄“, heißt es in einem Kommentar.

Aber es gibt auch hier Leute, die finden, dass der Deputy im Recht war. „Letztendlich ist öffentliches Urinieren illegal. Die Mutter hat also das Gesetz gebrochen und muss jetzt mit den Konsequenzen leben“, schreibt ein Facebook-Nutzer. „Wieso sind alle sauer auf den Officer, der einfach nur seine Arbeit getan hat?“, fragt ein anderer.