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Kinderärzte geben 8 wichtige Hitze-Tipps

Sommer, Sonne, Hitzeschlag?! Die hohen Temperaturen können Kindern besonders zu schaffen machen. Kinderärzte geben Tipps, die Eltern bei großer Sommerhitze beachten sollten.

Hitze-Tipps für die Kleinsten
Hitze-Tipps für die Kleinsten
©Unsplash/Phil Goodwin

Sonnenbrände und Schwächeanfälle jetzt keine Seltenheit

Ja, der Sommer ist endlich auch in Deutschland angekommen. Doch nicht nur die Temperaturen steigen gerade, sondern auch „Sonnenbrände und hitzebedingte Schwächeanfälle sind zur Zeit häufige Vorstellungsgründe in der Kinder- und Jugendarztpraxis“, so Dr. Josef Kahl, Pressesprecher von „Kinder- und Jugendärzte im Netz“ in einer Pressemeldung. Dies sei allerdings leicht vermeidbar. Deswegen legt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte allen Eltern folgende Verhaltensregeln ans Herz.

Die besten Tipps für coole Kinder

Ob am Strand oder auf Balkonien: Mit diesen acht Tipps kann auch dein Zwerg den Sommer genießen:

#1 Konsequenter Sonnenschutz (Sonnenschutzmittel und Kleidung)

Deine Sonnencreme sollte sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlen blockieren und mindestens einen Lichtschutzfaktor von 20 haben. Außerdem solltest du darauf achten, dass „die ‚Sonnenterrassen‘ gründlich eingecremt werden: Nase, Ohren, Füße, Schultern“.

Am besten etwa eine halbe Stunde vor dem Hinausgehen eincremen – bei längerem aufhalten im Freien und nach jedem Baden wiederholen. Das gilt übrigens auch bei bedecktem Himmel.

Wichtig: Sonnenschutzmittel sollten im ersten Lebensjahr möglichst nicht verwendet werden, da sie die empfindliche Babyhaut unnötig belasten. Mehr Informationen findest du in unserem Ratgeberartikel: „Sonnenschutz für Babys und Kinder“.

Was die Bekleidung angeht, solltest du darauf achten, dass dein Kind immer etwas auf dem Kopf hat. Die Experten empfehlen eine Kappe mit Nackenschutz. Außerdem ist möglichst luftige Kleidung, die auch Arme und Beine bedeckt, für Kinder am besten.

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#2 Nie in die direkte Sonne
Das gilt vor allem für Babys und Kleinkinder unter drei Jahren. Sie sollten sich nur im Schatten aufhalten. Aber auch dort gilt: Kopfbedeckung mit Nackenschutz und Bekleidung mit UV-Schutzfaktor sind Pflicht!

Achtung: Auch im Planschbecken Kappe und T-Shirt tragen!

#3 Viel und oft trinken
Im Sommer braucht der Körper mehr Flüssigkeit. Die Trinkmenge muss dabei bei Temperaturen von 30°C und höher verdoppelt oder sogar verdreifacht werden. Dafür eignen sich Getränke sind Wasser, ungesüßter Früchtetee oder eine Apfelschorle am besten.

Mehr dazu hier: „Trinkmenge Baby: Wie viel sollen Kinder trinken?

#4 Keine schweren Mahlzeiten
Bei hohen Temperaturen haben viele Kinder keinen Appetit. Knurrt dann doch mal der Magen eignen sich leichte fettarme Speisen wie Salate, fettarme Joghurts oder Quarkspeisen.

Wichtig: Zwinge dein Kind nicht zum Essen.

#5 Eis ist erlaubt
Was wäre der Sommer ohne Eis?! Die gute Nachricht für alle Kinder: Eis ist erlaubt – wenn auch in Maßen. Super geeignet ist hier selbstgemachtes Eis aus Natursäften.

#6 Siesta einhalten
Verlege anstrengende körperliche Aktivitäten auf morgens oder abends. Zwischen 11:00 und 16:30 Uhr solltest du die pralle Sonne meiden. Dr. Hermann Josef Kahl, Sprecher der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte gegenüber dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte:

„Morgens und am späteren Nachmittag draußen spielen, während der heißen Mittagsstunden drinnen ruhen – so überstehen Kinder die heißen Tage am besten.“

#7 Kinder nie allein im Auto lassen!!!!
Jeden Sommer machen Schreckensnachrichten von Kindern die Runde, die in heißen Autos zurückgelassen wurden. Schon wenige Minuten reichen aus und das Auto wird zur Hitzefalle. Nimm die Warnung deswegen bitte ernst und lasse dein Kind nie allein im Auto – auch nicht für ein paar Minuten.

#8 Bei Sonnenbrand: Kind sofort aus der Sonne nehmen
Ist es doch passiert und dein Kind hat einen Sonnenbrand bekommen, können kühle Umschläge, lauwarme Duschen und entzündungshemmende Gels die Beschwerden lindern. Bei schwerem Sonnenbrand mit starker Spannung der Haut, Blasenbildung oder Fieber solltest du deinen Kinderarzt aufsuchen.

Mehr Informationen zu diesem Thema findest du hier: „Was hilft gegen Sonnenbrand?“