Völlig absurd: Kita lehnt Mädchen wegen ihres Namens ab

Kita lehnt Mädchen wegen ihres Namens ab

In Berlin lehnte ein Kindergarten ein Mädchen ab, weil sie den falschen Vornamen hat. Auf Twitter veröffentlicht die Mutter die absurde Absage der Kita.

Blondes Mädchen steht vor einer bunten Wand
Kita-Plätze sind oft immer noch Mangelware ©Unsplash/Jeremy McKnight

Kita-Plätze sind Mangelware

Lange Wartelisten, kein Kindergarten in der Nähe und zahlreiche Absagen. Obwohl Eltern seit August 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz haben, fehlen laut dem „Institut der deutschen Wirtschaft“ deutschlandweit noch immer fast 300.000 Plätze für unter Dreijährige. Kita-Plätze sind in Deutschland also immer noch Mangelware. Wie schwer die Suche nach dem richtigen Kitaplatz tatsächlich sein kann und wie absurd die Absagen teilweise ausfallen können, zeigt ZDF-Journalistin Andrea Maurer auf Twitter.

„Wir haben bereits eine Ella“: Kita-Absage wegen doppelten Namen

„Aus der Reihe ‚wir haben leider keinen Kitaplatz für Sie‘ heute diese Erklärung“, kommentierte die Journalistin die Absage-Mail, die sie auf ihrem Twitter-Account veröffentlichte.

„Das tut uns leid, wir haben bereits eine Ella“. Mit diesem Satz begründet die Kita ihre Entscheidung, das Kind nicht aufzunehmen. Warum dies ein Problem sein soll, wird so erklärt: Es gestalte sich „im Alltag sehr schwierig mit zwei gleichnamigen Kindern“, heißt es in der Absage. So würde es ein Problem im Kindergartenalltag darstellen, da sie sich beim Aufrufen ihres Namens beide Mädchen angesprochen fühlen würden. Die beiden Ellas würden es laut der Einrichtung also nicht verstehen, welches der beiden Mädchen angesprochen wäre.

Twitter-Gewitter: Zwischen Empörung und Sarkasmus

Die E-Mail löst nicht nur bei der Mutter, sondern auch bei den Usern kräftiges Kopfschütteln aus und so war das Twitter-Gewitter groß. In hunderten Kommentaren zu Maurers Nachricht machten zahlreiche User und Eltern ihrem Ärger Luft.

Ein Mann schrieb: „Da fragt man sich doch, ob man sein Kind überhaupt in die Obhut von Pädagogen geben will, die bereits mit zwei gleichen Namen überfordert sind.“

ZDF-Kollegin Dunja Hayali antwortete: „Is‘n Witz, oder? Bitte lass‘ es ein Witz bzw. ein Test sein.“

 

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Andere User nahmen es mit Humor und haben ihre Sarkasmus-Schilder mal so richtig hochgehalten. Eine Userin twitterte: „Wie bitte?! Wir hatten 3 Jennys die leben heute noch irritiert, orientierungslos und keine fühlt sich angesprochen…“

Eine andere Userin stellte sich die Frage, ob es in der Kita auch verboten sei, dass zwei Erzieherinnen denselben Namen haben.

„Deswegen gibt es so wenig Kita plätze! Alle Namen schon verbraucht. Aber für eine Waltraud wäre noch Platz. Dürfen 2 Pädagoginnen mit gleichem Namen sich auch nicht bewerben?

Übrigens: Ella schaffte es 2017 übrigens gerade mal so in die Top 20 der beliebtesten Vornamen. Wenn dieses „Kein-Name-doppelt“-Prinzip zur Norm wird, dann haben Emma, Hannah, Ben und Jonas bald keine Chance mehr.