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Kreative Bestrafung: So kann sich ein Junge aus seinem Hausarrest „freikaufen“

Weil Louis nach der Bettzeit noch am Handy war, bekommt er von seiner Mutter Hausarrest. Und zwar so lange, bis er sich quasi freigekauft hat. Für ihr kreatives wird Louis‘ Mutter von anderen Eltern gefeiert. Was sagst du dazu?

© Pexels/ Kevin Fai

„Glückwusch, du hast Hausarrest!“

Hausarrest heißt im Normalfall – auf’s Zimmer gehen und abwarten, bis die Ausgangssperre vorbei ist. Eine US-Mutter hatte da eine andere Idee für ihr Kind. Ihr sechsjähriger Sohn Louis hat, obwohl es ihm verboten war, nach der Schlafenszeit noch mit seinem Handy gespielt. Seine Schwester Sophie erwischt ihn dabei auf frischer Tat und, wie Schwestern es halt so tun, verpetzt ihn bei ihrer Mutter.

Louis bekommt dafür prompt die Quittung: einen Zettel auf dem in Großbuchstaben steht: „Herzlichen Glückwunsch! Du hast Hausarrest!!“ Das Vergehen: „Am Handy spielen NACH der Schlafenszeit“.

Louis braucht 500 Punkte

Louis muss den Hausarrest aber nicht einfach absitzen – sondern mit einem Punktesystem abarbeiten. Die Strafe ist erst vorbei, wenn er 500 Punkte gesammelt hat. Mit 16 verschiedenen Aufgaben kann Louis zwischen 10 und 100 Punkten verdienen.

Too harsh or about right?

Gepostet von MagicMum am Sonntag, 25. Oktober 2015

Auf der To-Do-Liste findet sich alles, von Fenster putzen über Essen kochen bis hin zu „Schreibe einen netten Brief an jemanden aus der Familie“. Die Anzahl der verdienten Punkte ist abhängig vom Aufwand. Die Pflanzen zu bewässern bringt zehn Punkte – das Bad aufräumen ist 50 Punkte wert. Spitzenreiter mit 100 Punkten ist eine Ladung Wäsche zu waschen, trocknen, zusammenzulegen und wegzuräumen.

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Mit diesen 16 Aufgaben konnte Louis Punkte verdienen

  • Schreibe einen netten Brief an ein Familienmitglied = 10 Punkte
  • Abendessen zubereiten = 50 Punkte
  • Eine Ladung Wäsche (waschen, trocknen, falten, wegräumen) = 100 Punkte
  • Küchenschrank auswischen und aufräumen = 50 Punkte per Schrank
  • Spülmaschine ausräumen = 25 Punkte
  • Spülmaschine einräumen = 25 Punkte
  • Tisch abräumen und abwischen = 25 Punkte
  • Mikrowelle reinigen = 40 Punkte
  • Wohnzimmer aufräumen und staubsaugen = 30 Punkte
  • Boden in der Küche wischen = 30 Punkte
  • Fenster putzen = 10 Punkte pro Fenster
  • Zimmerpflanzen gießen = 10 Punkte
  • Im Wohnzimmer Staub wischen = 25 Punkte
  • Bad aufräumen (Waschbecken, Toilette und Boden) = 50 Punkte
  • Müll rausbringen (und neuen Müllsack reintun) = 10 Punkte pro Mülleimer
  • Katzenklo saubermachen = 10 Punkte

Das Netz feiert die Strafe der Mutter

Auf der Facebook-Seite „MagicMum“ wurde die Punkteliste veröffentlicht mit der Frage: „Zu streng oder richtig so?“.

„Für’s Spielen am Handy?? Viel zu streng. Vor allem weil Mami das sicher jede Nacht macht“, schreibt eine Nutzerin. Eine Mutter versucht zu erklären: „Es geht weniger um das wirkliche Vergehen und mehr darum, dass die Kinder Regeln brechen und etwas verheimlichen. Ich find‘ es gerecht!“

Die Mehrheit der Kommentare stimmt der Mutter zu: „Das ist auf keinen Fall zu streng. Ich hätte die 500 Punkte einfach an einem Tag bekommen“, schreibt ein Facebook Nutzer. „Ich finde, dass das eine brillante Idee ist. Werde ich selbst jetzt auch so machen“, schreibt eine Mutter. „Wieso sollte das zu streng sein? Früher war das meine Aufgabenliste – ganz ohne Hausarrest!“