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Sonnencreme Baby und Kinder: Welcher Lichtschutzfaktor ist nötig?

Wenn die Sonne wieder stärker strahlt, wird es Zeit für Sonnencreme. Baby und Kind sollen schließlich vor den schädlichen UV-Strahlen geschützt werden. Ab wann Sonnencreme für Babys Sinn macht, welcher Lichtschutzfaktor (LSF) notwendig ist und was du beim Auftragen und Kauf beachten solltest, liest du hier.  

 

©Unsplash/Nikola Radojcic

Wann braucht Baby Sonnencreme?

Zu viel Sonne und die damit verbundene UV-Strahlung schadet. In den ersten Lebensjahren ist die Haut von Babys und Kleinkindern noch sehr empfindlich und dadurch auch anfälliger für UV-Strahlungen. Der eigene Schutz, gegen die Sonnenstrahlen entwickelt sich erst mit den Jahren.

In den ersten 12 Lebensmonaten sollte dein Baby laut Kindergesundheit.info gar keiner Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Daher solltest du nur in Ausnahmefällen Baby Sonnencreme verwenden.

Am besten sorgst du dafür, dass dein Baby nicht der prallen Sonne ausgesetzt wird. Sucht euch ein schönes schattiges Plätzchen, am allerbesten eignet sich Schatten von Bäumen oder anderen Pflanzen. Unter Sonnenschirmen oder Markisen staut sich Wärme an. Babys sind noch nicht in der Lage ihre eigene Körpertemperatur zu regulieren. Daher ist das Risiko für eine Überhitzung, gerade in den ersten Lebensmonaten, sehr hoch.

Auch für Kleinkinder ist die pralle Sonne nicht optimal geeignet. Sie sollten ihr maximal 15 Minuten ausgesetzt sein. Um ihnen den Spaß draußen nicht zu verwehren, ist auch hier das Maß entscheidend sowie der richtige Sonnenschutz und die passende Kleidung. Ein Sonnenhut und eine Sonnenbrille darf auch nicht fehlen.

Welche Sonnencreme für Baby und Kind  

Für Babys und Kinder eignen sich besonders Produkte, die ausschließlich auf physikalischen Filtern wie Zinkoxyd oder Titanoxyd basieren. Sie versprechen eine bessere Verträglichkeit und die mineralischen Filter wirken sofort. Sie dringen nicht so stark in die Haut ein und bilden einen Film auf der Haut. Wie ein Abwehrschirm reflektiert dieser die Lichtstrahlen. 

Welche Sonnencreme am besten ist, hat Öko-Test herausgefunden. Hier geht es zu den Testergebnissen.

Welche Sonnencreme für Babys mit Neurodermitis? 

Für Babys mit Neurodermitis sollten nur dermatologisch getestete Sonnencremes verwendet werden. Es ist auch wichtig darauf zu achten, dass keine Konservierungsstoffe, Duftstoffe, Parabene oder Emulgatoren enthalten sind.

Eltern sollten, laut Kinderärzte im Netz, die Sonnencreme nicht unbedacht auftragen. Durch die Creme könnte die Haut gereizt werden und im schlimmsten Fall einen Krankheitsschub auslösen. Es empfiehlt sich, die Creme vorab an einer kleinen Stelle zu testen.

Nach dem Sonnenbaden tut es Babys Haut dann sehr gut, wenn es mit einer Pflegecreme eingerieben wird. Eine spezielle After Sun Lotion ist aber nicht von Nöten.

Sonnencreme, Sonnenmilch oder Sonnenspray?

Wenn du die Haut deines Kindes schützen möchtest, ist es wichtig auf sensitive Produkte zu setzen. Hierbei ist es völlig egal, ob es sich um eine Sonnencreme, Sonnenmilch oder ein Sonnenspray handelt.

  • Sonnencreme: hat einen höheren Fettanteil
  • Sonnenmilch: hat einen höheren Feuchtigkeitsanteil
  • Sonnenspray: eignet sich besonders gut wenn es Mal schnell gehen muss.

Wie wende ich Sonnencreme bei Kindern richtig an?

Freie Stellen wie Hände, Gesicht, Fußrücken oder Beine müssen regelmäßig mit Sonnencreme versorgt werden. Wenn ihr euch länger draußen aufhaltet, achte darauf das regelmäßig Sonnencreme aufgetragen wird. Denn durch Schwitzen oder Abrieb kann ein Teil der Creme verschwinden und bietet so keinen Schutz mehr.

Tipps für optimalen Sonnenschutz bei Kindern

  • 30 Minuten vor Verlassen des Hauses eincremen
  • Alle freien Stellen eincremen: Ohren, Kniekehle, Nacken oder Fußrücken werden gerne vergessen
  • Nicht zu sparsam sein, gerne die Haut großzügig eincremen

Wenn ihr badet oder im Wasser planscht, ist das Risiko für einen Sonnenbrand am höchsten. Achte deshalb darauf, eine wasserfeste Sonnencreme zu verwenden und erneuere nach jedem Baden den Schutz. Vergiss dabei auch nicht deine eigene Haut einzucremen, denn gerade im Wasser reicht der hauteigene UV-Schutz nicht aus. Kinder lernen von den Menschen, die sie umgeben. Wenn du dich selbst regelmäßig eincremst und vor der Sonne schützt, wird dein Kind auch von selbst verstehen wie wichtig Sonnenschutz ist.

Welcher Lichtschutzfaktor für Baby und Kind? 

Wenn du dich fragst, welcher Lichtschutzfaktor für Babys und Kinder geeignet ist, solltest du auf den Hauttyp deines Kindes achten. Hat es besonders helle Haut, ist in jedem Falle ein Lichtschutzfaktor von 50 erforderlich, aber auch Kinder mit dunklerer Haut sollten im Hochsommer Lichtschutzfaktor 50 verwenden. Im Frühjahr, Herbst oder Winter sollte mindestens LSF 30 verwendet werden.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich nur auf die UVB-Strahlung. Achte zusätzlich darauf, dass die Sonnenmilch UVA-Schutz bietet und den so genannten „Australischen Standard“ erfüllt: Dann werden mindestens 90 Prozent der UVA-Strahlen abgeblockt. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und lassen sie frühzeitig altern.  

Kaum bekannt ist, dass der Lichtschutzfaktor nur einmal am Tag wirkt: Auch wenn du dein Kind oder dich noch einmal eincremen, verlängert das die Schutzzeit nicht! Dermatologen empfehlen außerdem, den Schutz niemals ganz auszureizen, sondern bereits nach zwei Dritteln der Zeit aus der Sonne zu gehen. 

Was ist beim Kauf zu beachten? 

Die Wahl des richtigen Sonnenschutzes für dein Kind, will überlegt getroffen werden. Im Folgenden haben wir dir aufgelistet, auf was du achten solltest:

  • Suche dir ein Produkt mit möglichst hohem Sonnenschutz von LSF 30, 50 oder sogar 50+ aus.
  • Die Creme sollte vor UVA-Strahlen sowie UVB-Strahlen schützen.
  • Wenn die Sonnencreme auch für den Urlaub am Meer oder den nächsten Badesee-Aufenthalt genutzt wird, achte auf die Wasserfestigkeit.
  • Kaufe nur dermatologisch getestete Produkte, welche speziell für empflindliche Kinderhaut geeignet sind.

Erwachsenen und Kindersonnencremen unterscheiden sich stark. Kindersonnencremen sind auf sensible Haut ausgelegt und enthalten meist nur mineralische Filter. Laut der Deutschen Haut- und Allergiehilfe, sind chemische Filter bei Kindern nicht zu empfehlen.

Kindersonnencremes sind fester und lassen sich nicht so leicht auftragen. Oft hinterlassen sie einen weißen Schutzmantel auf der Haut.  

Unterschied mineralische- und chemische Filter

Chemische Filter wandeln die UV-Strahlen auf der Haut in Wärme um. Mineralische Filter reflektieren hingegen das Sonnenlicht auf der Haut. Dadurch haben sie den Vorteil, dass man auf die Chemie verzichten kann und sie grundsätzlich gut vertragen werden.

Quellen