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Mit Kindern gesund durch Herbst und Winter

Kinder sind häufig anfällig für Erkältungen und kleinere Infekte. Insbesondere in der kalten Jahreszeit ist dieses Risiko sehr groß, da die Kälte und Feuchtigkeit ihnen sehr zu schaffen machen. Der Herbst ist nass, der Winter ist kalt – die perfekten Voraussetzungen für Viren aller Art, um Kinder mit hartnäckigen Erkältungen anzustecken. Gerade im Kindergartenalter ist es fast unvermeidlich, in dieser Zeit des Jahres nicht die ein oder andere Infektion nach Hause zu bringen.

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Doch es gibt einige Maßnahmen, mit denen man die Kleinen sicher durch den Winter bringen kann – schließlich wollen sie zum Schlittenfahren und zu Weihnachten munter und auf den Beinen sein.

Immunsystem gestärkt halten

Prävention ist die beste Medizin. Wer sicherstellen will, dass die Krankheitstage in der Wintersaison auf ein Minimum reduziert werden, sollte nicht erst mit dem Auftreten der ersten Symptome damit beginnen, sie zu bekämpfen.

Täglich sind wir zahllosen Erregern und Bakterien ausgesetzt, in einer Zeit, in der Niesen und Husten in unserem Umfeld an der Tagesordnung steht sogar noch mehr als sonst. Ein leistungsfähiges Immunsystem ist daher die wichtigste Grundlage für einen gesunden Alltag.

Abwehrkräfte „trainieren“

Insbesondere bei Kindern ist eine gesunde Lebensweise sehr wichtig, da sich das Immunsystem noch nach und nach im Aufbau befindet. Damit dies auch gut funktioniert, ist es nötig, dass ihr Abwehrsystem auch hin und wieder etwas arbeiten muss – nur so kann sich der Körper auf verschiedene Erreger einstellen.

Daher ist es keine gute Idee, es mit Hygiene und Vorsicht zu übertreiben. Das bedeutet, dass man zwar auf Sauberkeit achten, jedoch mit Desinfektionsmitteln sparsam umgehen sollte. Auch hin und wieder draußen in Pfützen oder im Dreck zu spielen ist durchaus wichtig für die Bildung eines gesundes Immunsystems.

Darüber hinaus sollte jedoch ein möglichst gesunder Alltag gepflegt werden, besonders wenn die Temperaturen zu sinken beginnen. Häufig unterschätzen Erwachsene auch den Effekt des Winters auf das Immunsystem, da Kinder Risiken weit stärker ausgesetzt sind.

Nicht ohne Grund zählen sie in Bezug auf Grippeerkrankungen auch als Risikogruppe. Sie brauchen auch besonderen Schutz, da sie einer Erkrankung schlechter widerstehen können. Was Erwachsene für einige wenige Tage ans Bett fesselt, kann Kindern schwerer zusetzen.

© Adobe Stock / oleg_ermak
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Vitamine für eine gesunde Immunabwehr

Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung ist daher eine sehr wichtige Grundlage. Präparate zur Unterstützung sind prinzipiell nicht empfehlenswert, da die Aufnahmefähigkeit der meisten Nahrungsergänzungsmittel eher schlecht ausfällt.

Eine Ausnahme gibt es hier jedoch: Gerade im Winter benötigen viele jüngere Kinder einen Ausgleich für die körpereigene Produktion von Vitamin D. Da bei fehlendem Sonnenlicht die Eigensynthese des lebensnotwendigen Vitamins zurückgeht, wird bei Babys und Kleinkindern häufig eine Ergänzung über Präparate empfohlen.

Zusätzlich sind viel frische Luft und ausreichend Bewegung wichtig, um das Immunsystem fit zu halten. Durch die positiven Effekte auf unseren Kreislauf werden auch die Abwehrkräfte mit gestärkt, wenn Kinder sich regelmäßig draußen etwas sportlich betätigen.

Der Speiseplan im Winter

Vitaminreich und ausgewogen soll die Kost sein – so viel zur Theorie. Doch was bedeutet das im Detail und wie kombiniert man möglichst gesunde Mahlzeiten, so dass auch Kinder sie gerne essen?

Abwechslungsreich und vielseitig

Außer Vitamin D sind besonders im Winter Vitamin C, Vitamin B9, und die Vitamine A und E sehr relevant für einen gesunden Lebensstil. Alleine um diese Ziele zu erreichen stehen schon Früchte, Paprika, grünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Fisch, Milchprodukte und Nüsse oder Vollkorn-Teigwaren auf dem Speiseplan.

Grundsätzlich ist viel verschiedenes Obst und Gemüse sehr wichtig, aber auch eine ausreichende Fettzufuhr, am besten mit pflanzlichen Ölen mit ungesättigten Fettsäuren, darf nicht vergessen werden. Am besten sind daher ohnehin ausgewogene Gerichte geeignet, die schon in einer Portion möglichst viele verschiedene dieser Bestandteile mitbringen. Nicht zuletzt wegen ihrer wärmenden Eigenschaft sind daher Eintöpfe zurecht sehr beliebte Wintergerichte.

Auch schon beim Frühstück können Kinder viele der empfohlenen Nährstoffe bereits erhalten, wenn die Essgewohnheiten entsprechend angepasst werden. Ein Vollkorn-Müsli mit Nüssen und Früchten kann so schon mit der ersten Mahlzeit am Morgen wichtige Stoffe liefern.

Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit

Zusätzlich zu einem ausgewogenen Speiseplan gilt immer, genügend zu trinken. Hauptsächlich Mineralwasser und ungezuckerter Tee sollte dazu dienen, den Durst über den Tag zu stillen. Obwohl man im Winter weniger schwitzt und sich daher nicht so schnell dehydriert fühlt, benötigt der Körper viel Flüssigkeit – insbesondere bei trockener Raumluft.

©Adobe Stock / prostooleh
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Die richtige Funktionskleidung

Dass wir mit unseren Kindern auch im Winter Zeit an der frischen Luft verbringen sollen, um das Immunsystem auf Trab zu halten, wurde bereits erklärt. Doch da es draußen kalt und nass ist, ist hier natürlich etwas besondere Vorsicht geboten.

Damit der Nachwuchs draußen unbeschwert spielen kann und dabei den Temperaturen und dem Wetter trotzt, ist die richtige Kleidung sehr wichtig. Sowohl warm als auch trocken halten muss sie die Kinder und noch dazu genügend Bewegungsfreiheit bieten, damit sie sich ungehindert austoben können.

Daher ist es vor allem für die äußerste Schicht sowie Schuhe essentiell, auf Qualität zu achten und eventuell einmal etwas mehr Geld zu investieren. Anders als bei sommerlichen T-Shirts gibt es hier sehr große Qualitätsunterschiede, die noch dazu einen Einfluss auf die Gesundheit haben können.

Funktionskleidung aus hautfreundlichen Materialien

Besonders bei wasserdichter Funktionskleidung ist vielen Eltern wichtig, dass die dafür verwendeten synthetischen Kunststoffe keine zusätzlichen Gesundheitsrisiken bergen. Bei Jacken und Wetterhosen lässt sich dies häufig umgehen, indem auf PFC-freie Kleidung geachtet wird. Die Membrane und Imprägnierungen von Funktionskleidung enthalten häufig sogenannte perfluorierte Chemikalien, die Wasser und Schmutz abweisen.

Da sie als gesundheitsschädlich eingestuft werden, wenn sich zu hohe Konzentrationen im Organismus anreichert, sind sie eher unerwünscht – insbesondere bei Outdoorbekleidung für Kinder. Auch aus Naturschutzgründen liegt vielen generell ein Verzicht auf diese Materialien am Herzen.

Funktionskleidung richtig pflegen

Entsprechende PFC-freie Winterjacken hoher Qualität können dabei etwas teurer ausfallen. Nicht zuletzt deswegen ist die richtige Pflege und Imprägnierung durchaus ein wichtiges Thema, um die teuren Jacken lange in einem guten Zustand und nachhaltig funktionsfähig zu halten.

Um Kleidung so zu pflegen, dass ihre Qualität erhalten bleibt, sollte auf verschiedene Punkte geachtet werden. So muss die Imprägnierung nach jedem Waschvorgang aufgefrischt werden, damit die Eigenschaft, Wasser abzuweisen, nicht nach und nach verloren geht.

Dasselbe gilt im Prinzip auch für Schuhe. Nach dem regelmäßigen Saubermachen und dem Trocknen muss hier ebenfalls der Schutz gegen Feuchtigkeit erneuert werden.

Kinder richtig anziehen

Gute Winterbekleidung ist allerdings nur die halbe Miete. Mindestens ebenso entscheidend ist, dass sie richtig angewendet wird, damit Kinder möglichst gut vor den Elementen und der Kälte geschützt sind.

Hauptsächlich der Kopf und die Extremitäten benötigen lückenlosen Schutz vor der kalten Winterluft. Über diese Körperteile verlieren wir, aber insbesondere Kleinkinder, überproportional viel Wärme. Auch ist die Haut am Kopf und im Gesicht wesentlich kälteempfindlicher.

Daher sind Mützen, Schals und Handschuhe, bei extremer Kälte sogar eine Ski Maske und Ohrenschützer, besonders wichtig. Auch, wenn es sehr kalt ist, können gesunde Kinder ab dem ersten Lebensjahr zwar problemlos an die frische Luft – doch die Zeit draußen sollte dann nicht zu lang ausfallen.

Für die richtige Kleidung im Winter gelten ein paar weitere Faustregeln:

  • Zwiebelschalenprinzip: Mehrere Schichten übereinander anzuziehen anstatt einer dicken, sehr warm haltenden Jacke, ist ein gutes System. Dadurch lässt sich die Funktionsfähigkeit der Kleidung verbessern. Ebenso können damit einzelne Schichten abgelegt werden, wenn es den Kindern unterwegs zu warm wird. Ein guter Anhaltspunkt für die Kleidung jüngerer Kinder ist die Anzahl der Schichten, die Erwachsene tragen müssen, um nicht zu frieren – und dazu eine Schicht hinzuzufügen.
  • Nicht zu warm anziehen: Schwitzen ist im Winter gefährlich, vor allem bei Kindern, die es selbst eventuell nicht bemerken oder nichts sagen. Wenn Kinder zuerst schwitzen und dann abkühlen, vielleicht nach längerem Aufenthalt draußen oder in Ruhephasen nach viel Bewegung, erhöht dies die Erkältungsgefahr. Somit sollte vermieden werden, dass Kinder durch zu warme Kleidung zu schwitzen beginnen und dann der kalten Luft ausgesetzt sind.
  • Warme Socken: Die Füße sind für Kälte äußerst empfindlich. Noch dazu haben kalte Zehen mehrere Effekte auf den gesamten Körper und Kreislauf, wodurch die Erkältungsgefahr stark ansteigt. Da die Durchblutung insgesamt abnimmt, wenn sie und die Beine unterkühlt sind, leiden auch die Schleimhäute entsprechend darunter und trocknen aus. Kalte Füße hängen somit direkt mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko zusammen und sollten möglichst vermieden werden. Warme Socken, die nicht zu eng sind und den Blutfluss einschränken, sind also absolut wichtig.
  • Schuhe alternieren: Besonders, wenn häufiger draußen im Schnee gespielt wird, ist es eine gute Idee, zwei Paar Schuhe für die Jahreszeit zu haben. Diese sollten die Kinder dann abwechselnd tragen, so dass sie zwischen den Ausflügen an die frische Luft vollständig trocknen können. Nasse Füße kühlen schneller aus, was sich negativ auf die Körpertemperatur auswirkt – und schon haben Erkältungserreger leichtes Spiel.

Wer die Kinder in mehreren Schichten mit gut gepflegten wasserabweisenden Jacken (und eventuell Hosen) kleidet, darauf achtet, dass Hände und Kopf immer bedeckt sind und dafür sorgt, dass die Kleinen nicht schwitzen oder frieren, macht bereits vieles richtig. Dann kann der Nachwuchs ohne Bedenken auch bei feuchtem Wetter und kalten Temperaturen frische Luft schnappen.

©Adobe Stock / Tomsickova
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Der Erkältung keine Chance bieten

Damit man die Erkältungsgefahr möglichst minimiert, ist im Winter die wichtigste Grundregel, die Kinder den ganzen Tag über möglichst warm und trocken zu halten. Das trifft nicht nur auf die Zeit draußen zu, sondern auch im Haus.

Die Temperatur beeinflusst das Immunsystem spürbar, daher sollte man darauf achten, alle Aufenthaltsräume angemessen zu heizen. Daher sollte eine Raumtemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius angepeilt werden.

Zu trockene Luft vermeiden

Auch die Luftfeuchtigkeit hat großen Einfluss auf das Wohlbefinden. Etwa 50 Prozent Luftfeuchtigkeit sollte das Ziel sein. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, was man insbesondere im Winter bei Heizungsluft spüren kann, kann man diese beispielsweise mit kleinen Wasserschüsseln auf dem Heizkörper oder mit Luftbefeuchtern regulieren.

Wenn im Winter die Schleimhäute in der Nase langsam austrocknen, was sowohl bei sehr kalter Luft draußen als auch bei trockener Heizungsluft in der Wohnung passieren kann, schadet dies deren Abwehrfunktion. Erreger werden dann nicht in der Feuchtigkeit gefangen und abtransportiert, sondern haben direkten Hautkontakt und können sich im Körper einnisten.

Daher ist es sehr wichtig, auch die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten. Insbesondere im Schlaf- beziehungsweise Kinderzimmer ist ein angenehmes Raumklima essenziell für die Gesundheit. So sollte auch die Temperatur nachtsüber nicht zu hoch sein – zwischen 16 und 18 Grad Celsius sind optimal zum Schlafen.

Hygiene im Winter erhöhen

Ein weiterer Punkt, der keineswegs unterschätzt werden darf: Gerade in Risikozeiten sollte großer Wert auf eine angemessene Hygiene gelegt werden. Regelmäßig die Hände zu waschen, vor allem nach Kontakt mit anderen Menschen, schränkt die Menge der Erreger, denen Kinder im Tagesverlauf ausgesetzt sind, spürbar ein.

Außerhalb der klassischen Grippe- und Erkältungszeit sollte man es übervorsichtiger Hygiene und vor allem mit Desinfektionsmitteln zwar nicht übertreiben, um wie bereits beschrieben das Immunsystem gesund auszubilden, doch insbesondere, wenn Viren umgehen, ist akute Prävention damit durchaus angemessen.

Was bei Kindern ohnehin für die Gesundheit sehr wichtig ist und im Hinblick auf ein gestärktes Immunsystem umso relevanter wird: Genügend erholsamer Schlaf ist eine wichtige Grundlage für solide Abwehrkräfte.

Kleiner Exkurs: Herbstzeit ist Läusezeit

Wenn nach den Sommerferien die Schule oder Kitas wieder öffnen, geht dies häufig auch mit einem Anstieg an Fällen von Kopfläusen überein. Dabei hat dies mit dem feuchten oder kühler werdenden Herbstklima nichts zu tun, sondern nur mit der Tatsache, dass zu dieser Zeit Kinder, die viel draußen gespielt haben, wieder vermehrt auf engem Raum miteinander Kontakt haben und spielen.

Spätestens, wenn dann auch noch Mützen wegen den Temperaturen gebraucht werden, wird dies zu einem größeren Problem. Daher ist es durchaus eine gute Idee, in dieser Zeit vermehrt auf die Hygiene zu achten und möglichst regelmäßig zu prüfen, ob vielleicht ein Befall vorliegt.

Falls ja, sollte direkt Anti-Läuse-Shampoo eingesetzt werden – mit normalen Hausmitteln kommt man den kleinen Schädlingen nur selten bei. Sollten Winterkleider davon betroffen sein, hilft eine ausgiebige Wäsche auf 60 Grad.

Was tun bei Fieber, Husten und Grippe?

Vor allem für junge Eltern ist ein krankes Kind häufig eine große Herausforderung. Doch schon bald gehört es zum Alltag dazu und dann muss vor allem eines gelernt sein: Ruhe bewahren, aber tatsächliche Risiken nicht unterschätzen.

© Adobe Stock / nyul
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Ab wann muss man zum Arzt?

Kleinere Infektionen und Schnupfen sind in den Wintermonaten fast unvermeidlich. Kleinkinder, deren Immunsystem die verschiedenen Erreger noch kennenlernt, werden häufig mehrmals pro Jahr krank. Doch eine triefende Nase ist noch kein Drama und solange darüber hinaus keine Beschwerden bestehen, ist ein Arztbesuch nicht nötig.

Viele Eltern fragen sich, ob es nicht besser wäre, lieber auf Nummer Sicher zu gehen und einen Doktor zu konsultieren. Nur so kann vermieden werden, dass eventuelle Risiken auf Folgeerkrankungen übersehen werden.

Diese Vorsicht ist natürlich nicht ganz unangebracht, doch mit einem leichten Schnupfen ist es noch nicht wirklich nötig, die Kinder in ein Wartezimmer zu setzen. Doch bei welchen Symptomen sollte man nicht zögern, einen Mediziner aufzusuchen?

  • Ab Fieber, bei dem die 39 Grad deutlich überschritten werden. Außerdem brauchen Kinder dann dringende Bettruhe. Falls niedrigeres Fieber nicht nach etwa drei Tagen abklingt sollte ebenfalls ein Arzt kontaktiert werden.
  • Wenn das Kind einen hartnäckigen Husten aufweist, der über eine Woche anhält oder bei Atembeschwerden und Schmerzen in Atemwegen oder Hals- und Rachenraum.
  • Wenn eine Entzündung der Bronchien vermutet wird. Eine gewöhnliche Erkältung befällt nur die oberen Atemwege. Sobald dies tiefer geht, ist ärztlicher Rat zu empfehlen.
  • Wenn die Symptome verdächtig von denen eines leichten Infekts abweichen, etwa, wenn das Kind schmerzempfindlich auf Berührung reagiert oder sehr schläfrig und teilnahmslos wirkt.
  • Falls das Kind über Schmerzen im Bereich der Ohren oder des Gesichts klagt. Dann könnte eine Mittelohr- oder Nebenhöhlenentzündung vorliegen.
© Adobe Stock / Kzenon
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Selbsthilfe bei kleinen Infekten

Wenn sich nun erste Anzeichen einer Infektion zeigen, aber noch kein ärztlicher Rat nötig ist beziehungsweise bereits eingeholt wurde, können Ruhe und Hausmittel den Kindern Linderung verschaffen. Was kann man zuhause gegen erste Anzeichen und die klassischen Infektionen unternehmen?

  • Viel trinken für die Schleimhäute: Zum einen verlieren kranke Menschen viel Wasser und müssen den Flüssigkeitshaushalt ohnehin aufrechterhalten – dazu kommt noch, dass der Schleim dann dünnflüssiger wird und leichter abgehustet werden kann.
  • Medikamente vorsichtig verwenden, etwa Hustensaft – ob ein Löser oder Hustenstiller empfehlenswert ist und welche Sorte und Dosierung empfohlen wird, klärt am besten ein Arzt oder Apotheker. Bei starkem Fieber kann auch einmal Ibuprofen oder Paracetamol verabreicht werden, um dieses leicht zu senken.
  • Viel Ruhe und Hausmittel schaffen schon bei den ersten Symptomen Linderung – Kräutertee mit Honig gegen Husten, Wickel und Umschläge gegen Grippe und Bauchweh, Inhalieren gegen gereizte Atemwege.
  • Bei Flüssigkeitsverlust und mangelndem Appetit kräftige Hühner- oder Gemüsebrühe kochen, um den Elektrolythaushalt wiederherzustellen.

Leichtere Erkältungen sind permanente Begleiter der Wintermonate – daher kann man die Kinder nicht durchgehend im Bett ruhen lassen. Auch mit einem leichten Schnupfen können Kinder raus, die richtige Kleidung vorausgesetzt. Bei leichtem Fieber jedoch sollten sie auf keinen Fall nach draußen gehen, sondern sich ausruhen.

Wie sinnvoll ist eine Grippe-Impfung?

In den USA beispielsweise ist sie die Norm und setzt sich auch hierzulande immer mehr durch. Ältere Kinder, die keine andere Erkrankung haben und sonst ein gutes Immunsystem vorweisen, müssen jedoch nach Ansicht des Robert Koch-Institutes nicht geimpft werden.

Für Risikogruppen – also immungeschwächten Kindern und bei Vorerkrankungen wie Asthma, Diabetes oder Krankheiten der Leber, Nieren oder des Herzkreislaufs wird jedoch von offizieller Stelle eine Impfung dringend empfohlen.