Bookmark

Rasenmäher-Eltern sind die neuen Helikopter-Eltern

Von „Helikopter-Eltern“ hast du bestimmt schon gehört. Doch nun gibt es eine neue Art zu erziehen: die „Rasenmäher-Eltern“. Vor den Folgen dieses Erziehungsstil warnt jetzt dieser Lehrer.

Helikopter war gestern. Nun kommen die „Rasenmäher-Eltern“.
Helikopter war gestern. Nun kommen die „Rasenmäher-Eltern“.
©Bigstock/Alinsa

Helikopter war gestern. Nun kommen die „Rasenmäher-Eltern“

Rasenmäher-Eltern: Dieser überfürsorgliche Eltern-Typ mäht sämtliche Hindernisse, die für das eigene Kind auftauchen, schon nieder, bevor es gemerkt hat, dass es da überhaupt ein Hindernis gab. Sie greifen in das Leben ihrer Kinder permanent ein, um Probleme für Ihre Kinder zu lösen. Dies ist beispielweise der Fall, wenn Eltern für ihre Kinder die Hausaufgaben machen. Das hilft dem Kind vielleicht kurzfristig. Auf lange Sicht gesehen, hätte dieses Verhalten allerdings schwere Folgen.

 „Diese Kinder lernen nie ein echtes Problem zu lösen“

Der Begriff ging im Netz viral, nachdem ein Lehrer anonym auf der amerikanischen Online-Plattform „We are Teachers“ einen Text über „Lawnmover Parents“ verfasst hat. Sie sollen die Steigerung von Helikopter-Eltern sein.

In dem Beitrag schreibt er, dass es diese Eltern zwar gut meinen würden, aber damit nicht gerade dazu beitragen, eine glückliche Generation zu erziehen. So würden sie ihre Kinder zwar vor Auseinandersetzungen und Misserfolgen schützen, aber gleichzeitig bereiten sie ihren Nachwuchs nicht auf Herausforderungen vor. Die Folge: Ihre Kinder würden nie lernen ein echtes Problem selbstständig zu lösen, was später in Hilflosigkeit und Versagensangst gipfelt.

Video-Empfehlung

„Wir erschaffen eine Generation, die keine Ahnung hat, was sie tun soll, wenn sie tatsächlich mal auf ein Hindernis stößt. Eine Generation, die beim bloßen Gedanken an einen Misserfolg in Panik ausbricht oder komplett abschaltet.“

Gemischte Reaktionen auf Blogeintrag

In den über hundert Facebook-Kommentaren findet man gemischte Reaktionen auf den Post.

Ein User schreibt beispielsweise: „(…) Ich glaube, dass dies eine große Rolle im Anstieg der Suchtkranken und Selbstmorde spielt. Kinder „entkommen“ lieber, als zu lernen mit ihren Problemen umzugehen.“

Eine andere Lehrerin kommentiert: „Solange die Eltern das tun was für IHR Kind das Beste ist, welches Recht haben wir als Lehrer sie an den Pranger zu stellen. Wir wissen nicht was im Leben dieser Familien vor sich geht (…)“

Du erkennst dich hier wieder?

Rasenmäher-Eltern sind keine schlechten Eltern, schließlich handeln sie aus Liebe um ihr Kind zu schützen. Gib ihm aber ein bisschen Freiraum. Sei für dein Kind da, aber lass es seine eigenen Fehler machen.

So lernt dein Kind mit Misserfolgen richtig umzugehen und macht die Erfahrung, dass über die meisten Fehler mit der Zeit sowieso Gras wächst.