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Einfacher Satz, soll Wutausbruch bei Kindern stoppen

Mama kniet neben wütendem Kind
Ein hilfreicher Tipp – nicht nur bei kindlichen Wutanfällen.
© Unsplash / Sai de Silva

Der amerikanische Eltern-Coach Destini Ann ist überzeugt: Mit einem einfachen Satz kann sie jeden Wutausbruch ihrer Kinder stoppen. Hier erklärt sie, wie das funktioniert.

Wut lässt sich nicht vermeiden

Die Wutanfälle unserer Kleinen kommen meist ohne Vorwarnung. Dabei hat Wut immer einen Auslöser und ist oft nur ein Deckmantel für eine tiefer sitzendes Gefühl. Nur was uns gerade so wütend macht, ist im akuten Moment nicht so leicht herauszufinden – schon gar nicht für Kinder.

Mama und Eltern-Coach Destini Ann verrät in ihrem viralen TikTok-Video den perfekten Satz, um den kindlichen Wutanfall zu deeskalieren. “Was versucht deine Wut dir zu sagen?”: Den Satz sagt Mama Destini ihrer Tochter, wenn sie merkt, dass sich ihre Wut gerade hochschaukelt.

Wut ist ein Warnsignal, dass gerade etwas nicht stimmt. Dieses intensive Gefühl setzt den Körper in Alarmbereitschaft – er ist im “Flucht oder Kampf”-Modus. Was die Wut auslöst, kann ganz unterschiedlich sein. Zum Beispiel eine Grenze, die überschritten wird, die Hilflosigkeit in einer unangenehmen Situation oder die Überforderung, wenn etwas nicht so abläuft, wie wir uns das vorgestellt haben.

Mit Niederlagen und Enttäuschungen umzugehen, das müssen vor allem Kinder erst noch lernen. Bekommen die Kleinen nicht ihren Willen, reagieren sie mit Wut und Aggression – vor allem in der Trotzphase.

Mit dem Satz “Was versucht deine Wut dir zu sagen?” möchte Destini Ann erreichen, dass ihre Tochter lernt, ihre Gefühle zu verstehen. Und wer seine Bedürfnisse in Worte verpacken kann, erreicht viel wahrscheinlicher, dass diese auch erfüllt werden.

Wut ist keine schlechte Emotion

Das Wichtigste an dieser Herangehensweise ist, dass Destini ihrer Tochter die Wut nicht aberkennt. Anstatt zu sagen “Wenn du so schreist, rede ich nicht mit dir”, geht die Frage “Was versucht deine Wut dir zu sagen?” der eigentlichen Ursache auf den Grund.

Das Kind weiß so, dass die Gefühle anerkannt werden und kann durch die Wut hindurcharbeiten und gemeinsam mit Mama oder Papa eine Lösung finden.

Einen Schritt zurückgehen

Eine TikTok-Userin kommentiert unter dem Video, ihr Sohn würde auf die Frage nach dem Grund der Wut nur mit “Ich weiß nicht” antworten und fragt nach Tipps von Mama Destini. Auch dafür hat der Eltern-Coach eine tolle Lösung gefunden.

: Fakten über die kindliche Wut

Besonders kleinen Kindern fällt es schwer, selbst zu ergründen, was der Auslöser für die Wut war. Destini rät gemeinsam mit dem Kind einen Schritt zurückzugehen und die Momente vor dem Wutanfall noch einmal zu betrachten. Dabei hilft es aufzuzählen, was passiert ist und zu fragen: “Wann hast du angefangen, wütend zu werden?”

Dieser Tipp ist nicht nur hilfreich bei kindlichen Wutanfällen. Auch uns selbst sollten wir viel öfter die Frage nach dem “Warum” unserer belastenden Gefühle stellen.

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