Darum solltest du Spinat für dein Kind nicht wieder aufwärmen

Darum solltest du Spinat für dein Kind nicht wieder aufwärmen

Aufgewärmt schmeckt nur Gulasch, das wusste schon unsere Oma. Ja, manchmal bietet es sich natürlich an, die Reste vom gestrigen Mittagessen noch einmal aufzuwärmen. Aber Vorsicht: Gerade Spinat kann – wärmt man ihn ein zweites Mal auf – giftige Stoffe entwickeln.

Baby will seinen Brei nicht essen und hält sich sein Lätzchen vor den Mund
Ab diesem Alter ist auch Spinat für dein Kind unbedenklich ©goldenKB via Bigstock

Frischer Spinat ist gesund

Wird Spinat frisch zubereitet und gegessen ist es ein sehr gesundes Gemüse. Trotz seiner wenigen Kalorien strotzt es nur so vor Vitaminen. Spinat ist dabei besonders reichhaltig an Eisen, Calcium und Beta Carotin. Diese Stoffe fördern den Muskelaufbau und schützen die Augen.

Bereits mit einer Schale Spinat am Tag deckt man 50 Prozent des Tagesbedarfs an Magnesiums eines erwachsenen Menschen.

Darum ist aufgewärmter Spinat schädlich

So gesund frischer Spinat ist, so ungesund ist das grüne Gemüse für unsere Kinder, wenn es wieder aufgewärmt wird. Spinat enthält von Natur aus Nitrat, das entsteht während der Wachstumsphasen. Für uns ist das total unbedenklich. Doch während des Erhitzens wandelt sich das Nitrat im Spinat in Nitrit um. Und kann bei Säuglingen und kleinen Kindern den Sauerstofftransport im Blut einschränken und zur sogenannten Blausucht führen.

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Bei einer Blausucht färben sich Haut und Schleimhäute der Betroffenen blau, Grund dafür ist ein Sauerstoffmangel im Blut. Deshalb wird empfohlen, dass Kinder nur frisch verarbeiteten Spinat essen. Auch in wieder aufgewärmten Tiefkühlspinat kann Nitrit vorkommen. Wird der Spinat roh verarbeitet hat er einen hohen Säuregehalt und ist deshalb erst für Kinder ab fünf Monaten geeignet.

Nitratgehalten senken

Mit einfach Tricks kann der Nitratgehalt im Spinat von Anfang an gesenkt werden. Dafür musst du (bei frischem) Spinat nur die großen Stiele entfernen und den Spinat vor dem Essen gut abwaschen oder kurz blanchieren. Auch Vitamin C-reiche Lebensmittel eigenen sich, um den Umbau von Nitrat zu Nitrit zu verhindern. Zu Spinat eigenen sich zum Beispiel Petersilie, Brokkoli, Blumenkohl oder auch mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte.

Deshalb solltest du essen, was dein Kind übrig lässt

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