Zu viele Eltern unterschätzen die Gefahr durch den eigenen Familienhund

Zu viele Eltern unterschätzen Gefahr durch den eigenen Familienhund

„Der tut nichts, der will nur spielen!“ Bei fremden Hunden schon oft gehört. Aber beim eigenen? Der tut den eigenen Kindern doch erst recht nichts an, oder?

Zwei Hunde stehen vor dem Gartentor
Auch die eigenen Hunde können zur Gefahr für Kinder werden ©Pexels

Unfälle häufig in Anwesenheit der Eltern

Obwohl die meisten Eltern glauben, den eigenen Hund gut einschätzen zu können und im Griff zu haben, passieren die Unfälle zwischen Kindern und dem Familienhund meist in Anwesenheit der Eltern. Das fanden Forscher des Instituts für Tierhaltung und Tierschutz der Vetmediuni Vienna bei einer Online-Befragung heraus.

„Der Großteil der Befragten war sich des generellen Risikos von Bissvorfällen sehr wohl bewusst“, so Studienleiterin Christine Arhant. Die Gefahr, die von fremden Hunden ausgeht, hielten sie dabei aber für deutlich höher. Dass der eigene Hund ein Risiko sein könnte, unterschätzen viele Eltern, so Arhant. Schließlich besitzt man ihn ja meistens schon seitdem er ein kleiner Welpe ist, hat ihn erzogen und weiß wie der eigene Hund tickt. Und den Kindern würde er ja niemals etwas antun. Oder? Dem Misstrauen fremden Hunden steht also das grenzlose Vertrauen dem eigenen Hund gegenüber.

Auch Hunde haben Bedürfnisse

Laut Studie gehen viele Hundebesitzer den Grundbedürfnissen ihrer Lieblinge, wie Spazierengehen und der Schaffung von Schlaf- und Fressplätzen zwar nach, aber für mehr Privatsphäre reicht es oft nicht. Denn auch Hunde brauchen mal eine Auszeit. Von Menschen und besonders von kleinen Kindern. Denn sie sind besonders laut und aktiv und wissen oft nicht, die Reaktionen des Hundes richtig zu deuten.

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An diesen Anzeichen erkennst du einen angespannten Hund

Es gibt einige Anzeichen, an denen du einen gestressten Hund erkennen kannst. Gerade Kinder können viele Symptome fehlinterpretieren.

Auf folgende Anzeichen solltest du achten:

  • erhöhte Körperspannung
  • häufiges Lecken der Schnauze
  • Gähnen
  • Knurren

So gelingt ein friedliches Zusammenleben

Damit das Zusammenleben zwischen Hund und Familie weiterhin friedlich bleibt ist es vor allen Dingen wichtig, dass Eltern Hunden Rückzugsorte bieten, die kindersicher sind. Zudem ist es wichtig, dass du deinen Kindern erklärst, dass ein Hund eben nicht wie ein Geschwisterchen ist, das sagen kann, wenn es mal keine Lust hat, zu spielen oder zu kuscheln. Solche einfachen Verhaltensregeln können laut Experten das Zusammenleben für alle sicherer machen.

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