Kinderwunsch trotz Krankheit oder OP: die Nachwirkungen einer Operation

Kinderwunsch trotz Krankheit oder OP

Operation können weitreichende Nachwirkungen haben, die sich zum Teil destruktiv auf den eigenen Kinderwunsch auswirken. Beispielsweise sind Verwachsungen der Grund für eine ausbleibende Schwangerschaft. Was raten die Fachärzte, wenn sich Frauen vor der Schwangerschaft oder Geburt einer OP unterziehen wollen?

Mama hält Babyschühchen vor ihren schwangeren Bauch
Pixabay © canidiamesa

Endlich schwanger –  Verwachsungen durch OP entfernen

Spürbar treten diese Verwachsungen gar nicht auf. Sie können sich in Folge von Vernarbungen entwickeln. Handelt es sich um eine Bauch-OP, wirken sich diese Verwachsungen auf den Unterleib und den Bauchraum aus. Gehen diese auf den Innenraum der Gebärmutter über, könnte sich ein Embryo dort gar nicht einnisten. Infolgedessen kann es vielfach zu Fehlgeburten kommen.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich nach einer Fehlgeburt auf Verwachsungen untersuchen zu lassen. Der behandelnde Arzt wird eine Laparoskopie und eine Bauchspiegelung vornehmen. Viele Frauen, die ihre Verwachsungen entfernen lassen, freuen sich wenige Monate später über eine Schwangerschaft.

 

Frauen mit einem Kinderwunsch sollten bei einer Brust OP oder bei einem Eingriff vor oder nach der Schwangerschaft einige Punkte bedenken. Wäre es vielleicht ratsam, bis zum Zeitpunkt nach der Geburt zu warten? Hat der Eingriff überhaupt Auswirkungen auf die Schwangerschaft und den Kinderwunsch? Diese und ähnliche Fragen gilt es, vor einem Eingriff und einer Operation unbedingt zu beantworten.

Wann ist der geeignete Zeitpunkt für eine Operation?

Fachärzte raten im Zusammenhang mit der Familienplanung immer zu einem möglichen Termin einer Brustoperation nach der Geburt und Schwangerschaft. Nicht in jedem Fall ist dies je nach Dringlichkeitsgrad möglich. Dennoch ist nach der Schwangerschaft von den wenigsten Komplikationen auszugehen. Die Auswirkungen, die eine Operation, auf die Schwangere oder werdende Mutter hat, sind jeweils von der Intensität und dem Umfang des Eingriffes abhängig. Es macht zum Beispiel einen Unterschied, ob die Brustwarze vom Arzt versetzt wird und die werdende Mama danach stillen möchte.

Die weibliche Brust ist nicht nur eines der sekundären Geschlechtsmerkmale, sondern auch ein Lieferant für die Muttermilch, die in Abhängigkeit von den Hormonen zur Verfügung steht. Je nach Körpergewicht der Frau kann der Zeitpunkt für den Milcheinschuss und die Intensität der Milchproduktion variieren. Auch ist es denkbar, dass sich im Nachhinein Größenschwankungen ergeben. Handelt es sich zum Beispiel um eine Vergrößerung der Brust, nimmt das Brustvolumen zumeist bei Damen mit einer natürlich kleinen Brust zu. Hier sind die Risikofaktoren begrenzt.

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Chancen der Adipositas-Operation vor der Schwangerschaft

Außerdem kann starkes Übergewicht für das Ausbleiben der Schwangerschaft verantwortlich sein und die Risiken in den kommenden neun Monaten nach oben setzen. Im direkten Vergleich erkranken adipöse Frauen oftmals an Schwangerschaftsdiabetes, was wiederum Frühgeburten hervorruft. Neben erschwerten Ultraschalluntersuchungen, leiden die Schwangeren unter zu hohem Blutdruck und einer gesteigerten Gefahr für Präeklampsie. Die Daten berufen sich auf weiterführende Studien, wie zum Beispiel die Analyse von Kari Johansson in Stockholm. Ausgehend vom Scandinavian Obesity Surgery Registry gemeinsam mit dem Geburtsregister von Schweden hat er die Daten für den Schwangerschafts-Verlauf verglichen.

Eine Operation gegen Adipositas hat das Risiko von Diabetes auf 1,9 Prozent von ursprünglich 6,8 Prozent herabgesetzt. So ließ sich in der Folge Schwangerschaftsdiabetes deutlich senken von 22,4 Prozent auf 8,6 Prozent bei den operierten Frauen. Bei schwerwiegenden Eingriffen wie der Bypass OP besteht dennoch die Gefahr, dass die Nährstoffversorgung des Fötus gefährdet ist. Schließlich verkürzt sich auch die Resorptionsstrecke direkt im Dünndarm, so dass die Kinder häufiger mit einem niedrigeren Gewicht auf die Welt kommen. Für Schwangere gilt es, auf jeden Fall die Risiken und die Vorteile genauestens abzuwägen, meine folgerichtige Entscheidungen zu treffen.

Erleidet eine Schwangere einen Leistenbruch, sollte sie ebenso zügig Rücksprache mit ihrem Arzt nehmen, da sich diese Risiken auch unter den zunehmenden Belastungen der Schwangerschaft und nicht zuletzt der Geburt ausweiten kann.

Ausgehend vom Ärzteblatt unterziehen sich ungefähr 2 Prozent in der Schwangerschaft einer Abdominaloperation infolge einer nichtgeburtlichen Indikation. Es handelt sich hierbei um eine OP im Bereich des Bauches infolge hormonell bedingter Verformungen oder einer Vergrößerung des Uterus.

Mögliche Komplikationen nach einer Operation

Eine der schwerwiegenden Komplikationen nach einer Brust OP ist die Komplikation direkt an den Brustdrüsen. Mittlerweile hat sich jedoch eine so ausgefeilte Technik entwickelt, dass die Risiken sinken. Zudem gibt es unterschiedliche Techniken, die auch weiterhin die Stillfähigkeit nach dem Eingriff erhalten.

Achtung: Damen, die eine Brustverkleinerung wünschen, erzielen mit dem Eingriff oftmals ein stark abweichendes Bild in Abhängigkeit vom Anfangsstatus. Zudem vergrößert sich hormonell bedingt in diesen Fällen zumeist die Brust im Laufe der Schwangerschaft, so dass die Ergebnisse nach der Brust OP abweichen und in Einzelfällen einer nochmaligen Korrektur bedürfen.

Stillen mit Brustimplantaten?

Bis zum heutigen Tag gehört die Brustvergrößerung und die Brust OP zu einer der häufigsten Schönheitsoperationen, der sich Frauen in Deutschland unterziehen. Wünscht eine Dame mehr Volumen, entscheidet sie sich für Eigenfett oder Silikon. Viele Frauen befürchten, mit einem Implantat später nicht mehr stillen zu können. Doch diese Sorge ist unbegründet. Schließlich sitzt das Implantat hinter der Drüse und in den meisten Fällen sogar hinter dem Brustmuskel.

Zudem gibt es die Möglichkeit, vorab mit den Chirurgen zu sprechen, um eine möglichst optimale Position der Implantate zu erreichen. Einzig und allein am Zugang über den Rand am Warzenhof kann es vergleichsweise häufiger zu einem Milchstau kommen. Unvorstellbar, dass über lange Zeit Müttern sogar von dem Stillen mit Brustimplantaten abgeraten wurde. Die Befürchtung lag damals nahe, dass sich Schadstoffe vom Silikon absondern und in die Muttermilch geraten. Diese Anschauung gilt heute als veraltet und vollkommen überholt.

 

FAZIT: Kleine Eingriffe vermeiden große Risiken

Für viele kleinere Eingriffe, wie die Entfernung von Krampfadern, empfehlen die Ärzte nicht mehr allumfassend, bis nach der Schwangerschaft zu warten. Oftmals gibt es für die Schwangeren des Öfteren die Gelegenheit, sich ausgiebig von den Strapazen des Eingriffes zu erholen. Bestehende Krampfadern können sich durch das deutlich erhöhte Blutvolumen in der Schwangerschaft verschlimmern. Um aus einem kleinen Problem kein großes erwachsen zu lassen, empfiehlt es sich, frühzeitig mit dem Arzt Rücksprache zu nehmen.

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