Samenspende für das Wunschkind: So funktioniert es

Samenspende für das Wunschkind: So funktioniert es

Eine Samenspende kommt für Paare dann in Frage, wenn der Mann unfruchtbar ist, oder das Risiko zu groß ist, dass er schwere Erbkrankheiten weitergibt. Hierfür gibt es spezielle Samenbanken und Kinderwunschkliniken, aber es besteht auch die Möglichkeit sich über private Online-Plattformen einen Samenspender zu suchen. Die Infos im Überblick.

Ein Pärchen blickt sich glücklich in die Augen.
Eine Samenspende kann eine Möglichkeit sein, sich den Kinderwunsch zu erfüllen. © Unsplash / Priscilla du Preez

Samenspende über eine Samenbank

Eine Samenbank sucht nach Männern, die ihr Sperma spenden wollen. Dabei soll es aber nicht um den wirtschaftlichen, sondern vor allem um den sozialen Aspekt gehen, Paaren helfen zu wollen. Der Spender wird gesundheitlich untersucht, wobei eine gesunde Lebensweise, Ernährung und der allgemeine Gesundheitszustand eine große Rolle spielen.

Bei der Samenspende wird das Sperma auf Krankheiten, wie HIV, Gelbsucht, Chlamydien, Syphillis, Gonorrhö und Cytomegalie untersucht. Außerdem dürfen in der Familie keine genetischen Erkrankungen vorliegen. Nach einem halben Jahr wird eine weitere Blutuntersuchung beim Spender durchgeführt, um mögliche Krankheiten nochmals auszuschließen.

Samenspender gesucht: Ablauf der Samenspende

Habt ihr euch für eine Samenspende mithilfe einer Samenbank entschieden, könnt ihr euch beraten lassen und erhaltet eine Dokumentenmappe mit allen wichtigen Informationen. Wenn ein Samenspender gesucht wird, dürft ihr ihn euch anhand der persönlichen Daten, wie Lebenstil und Aussehen aussuchen.

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Anschließend werden die Samen von der Samenbank an euren behandelnden Arzt verschickt. Mittels Ultraschall-und Hormonuntersuchungen bestimmt der Arzt den optimalen Zeitpunkt für die Samenübertragung der Samenspende. Dabei werden die Samen in der Regel mithilfe eines Plastikschlauches über die Scheide in die Gebärmutter eingesetzt (Insemination). Wenn nach zwölf bis 14 Tagen keine Regelblutung eintritt, könnt ihr einen Schwangerschaftsstest durchführen. Grundsätzlich liegt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei etwa 15 bis 20 Prozent.

Kosten für eine Samenspende

Die Kosten für die Samen der Samenspende können von Klinik zu Klinik variieren: Bei der Erlanger Samenbank betragen die Kosten pro Spendersamenprobe etwa 500 Euro und die dazugehörigen Versandkosten etwa 110 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für das Lagern und Aufbereiten der Samen und die ärztlichen Behandlungskosten von insgesamt etwa 400 bis 500 Euro.

Samenspende über private Anbieter: Besser nicht

Wer schon einmal nach „Samenspender“ gegooglet hat, der wir vielleicht schon auf diverse fragwürdige Online-Portale gestoßen sein. Auch wenn die Angebote „preiswert“ sind, solltet ihr euch besser auf eine seriöse Samenbank verlassen. Diese geht mit der Samenspende viel bewusster um und überprüft die Spermien und den Spender zuverlässig