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Schwanger trotz Periode? Blutungen in der Schwangerschaft

Kann ich trotz Periode schwanger sein? Es gibt unterschiedliche Gründe für Blutungen in der Frühschwangerschaft. Erfahre mehr im Video.

Es gibt unterschiedliche Gründe für Blutungen in der Frühschwangerschaft
Es gibt unterschiedliche Gründe für Blutungen in der Frühschwangerschaft
© Pexels/ Lucas Mendes

Schwanger trotz Periode – Ist das wirklich möglich?

Der Mythos, man könnte seine Periode während der Schwangerschaft bekommen ist weit verbreitet aber falsch. Schwanger trotz Periode zu sein ist nicht möglich. Der weibliche Zyklus beginnt mit dem Beginn der Regelblutung. Etwa am 13. Tag des Zyklus wird der Eisprung (auch Follikelsprung) eingeleitet. Der Eierstock beginnt daraufhin, unabhängig davon ob der Eisprung stattfand oder nicht, Progesteron zu bilden. Das baut die Gebärmutterschleimhaut auf. Sollte die Befruchtung ausbleiben, wird die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und aus der Gebärmutter ausgeschieden. Das passiert während der Periode.
Während einer Schwangerschaft die Periode zu bekommen ist also auf keinen Fall möglich. Blutungen können in der Schwangerschaft dennoch auftreten und verschiedene Ursachen haben.

Blutung Schwangerschaft: Kann ich schwanger trotz Blutung sein?

Auch wenn eine Schwangerschaft trotz Periode unmöglich ist, können verschiedene Formen von Blutungen vor allem in der Frühschwangerschaft vorkommen. Generell gilt: Unabhängig davon, ob die Blutungen während der Schwangerschaft leicht oder stark sind, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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Einnistungsblutung

Nach der Befruchtung dauert es etwa zehn Tage, bis die Einnistung abgeschlossen ist. Während dieser Zeit kann es bei dem Einnistungsverlauf zu leichten Verletzungen der Gebärmutterschleimhaut kommen. Das wiederrum kann für leichte, aber auch starke Blutungen während der Schwangerschaft sorgen. Diese sind als Schmier- oder Tröpfchenblutungen wahrzunehmen. Solche Blutungen werden als Einnistungsblutungen bezeichnet und haben einen hellroten bis braunen Farbton. Die Einnistungsblutung tritt nach der Befruchtung auf, weshalb sie oftmals mit der Periode verwechselt wird.

Hormonumstellung

In der ersten Schwangerschaftshälfte durchläuft jede Frau eine Hormonumstellung. Daran muss sich der Körper erst gewöhnen. Dadurch können in der Frühschwangerschaft leichte Blutungen auftreten, die durch die Hormonveränderung ausgelöst werden. Diese erscheinen häufig in dem Zeitraum, in dem normalerweise die Periode auftreten würde. Verwechslungen sind daher nicht ausgeschlossen. Viele Frauen haben zu Beginn der Schwangerschaft einen zu niedrigen Progesteronspiegel. Dieses Gelbkörperhormon ist notwendig, um die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten. Sollten die Blutungen verstärkt auftreten, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Kontaktblutungen

Kontaktblutungen entstehen durch kleine Verletzungen. Diese können beim Geschlechtsverkehr oder auch bei vaginalen Untersuchungen entstehen und treten kurz danach auf. Während der Schwangerschaft ist die Gebärmutter (also die Schleimhaut des Muttermunds) besonders gut durchblutet. Dadurch reagiert der Muttermund empfindlicher auf Berührungen.

Tieflegende Plazenta (plazenta praevia)

Blutungen trotz Schwangerschaft können aufgrund einer tiefsitzenden Plazenta entstehen. Diese zeigen sich im Normalfall anhand schmerzloser hellroter Blutungen. Zu einem späteren Zeitpunkt können intensive Schmerzen auftreten, die die Folgen einer vorzeitigen Plazentaablösung sein könnten. Dabei sammelt sich Blut hinter der Plazenta und löst sich somit.

Fehlgeburt

Auch eine Fehlgeburt kann Grund für eine Blutung während der Schwangerschaft sein. Die Blutungen können leicht, aber auch sehr stark auftreten und können außerdem mit wehenähnlichen Unterleibsschmerzen einher gehen. Um eine Fehlgeburt festzustellen, wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt und der Beta-hCG-Spiegel bestimmt.

Wie oben bereits erwähnt, solltest du bei jeder Art von Blutung in der Schwangerschaft einen Arzt aufsuchen. Mach dir aber nicht gleich Sorgen. Oftmals sind die Blutungen harmlos und weder für dich, noch dein Kind gefährlich.

Quellen