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Adoption bereut: Eltern bringen Kind zurück ins Heim

Mädchen ist allein
© Pexels / Pixabay

Nachdem ihre alleinerziehende Mutter verstarb, kam ein Mädchen aus Russland in ein Waisenheim. Sie wird von ihrem Onkel adoptiert und zieht nach Schweden. Leider hält das neue Familienglück nicht lange an.

Von Russland nach Schweden und zurück

Als die alleinerziehende Mutter eines Mädchens aus Russland stirbt, wird das Kind in ein örtliches Waisenhaus gebracht. Sie hat in Russland keinerlei Angehörige.

Schließlich meldet sich der Onkel des Kindes, der in Schweden lebt. Er und seine Frau beantragen die Adoption, um das Mädchen zu sich zu holen.

Nach einem langen Adoptionsprozess können die Beiden das kleine Mädchen Ende 2019 zu sich nach Schweden holen.

Probleme von Anfang an

Doch bereits nach wenigen Monaten habe es immer wieder Probleme in der neuen Familie gegeben, wie es in verschiedenen Medienberichten heißt. Mitarbeiter des Kindergartens, den das Mädchen in Schweden besucht, hätten sich besorgt an das Jugendamt gewandt.

Schließlich habe das Jugendamt im Mai und im Oktober 2020 Ermittlungen in der Familie vorgenommen. Beide Untersuchungen seien aber ohne Ergebnis wieder geschlossen worden.

Zurück nach Russland

Im Februar dieses Jahrs wurde das Jugendamt erneut hinzugezogen. Die Erzieher des Mädchens waren besorgt, weil es nach den Winterferien nicht mehr in den Kindergarten zurückgekommen ist.

Als das Amt sich dem Fall erneut widmete, stellten sie fest, dass die Adoptiveltern das mittlerweile vierjährige Mädchen allein zurück nach Russland geschickt hatten. Eine offizielle Begründung des Onkels und seiner Frau über den Vorfall gibt es nicht.

Schwedischer Anwalt eingeschaltet

Ein Anwalt aus Schweden kämpft nun dafür, das Mädchen zurück nach Schweden zu holen. Sie hat mit der Adoption die schwedische Staatsbürgerschaft erhalten.

„Sie haben dem 4-jährigen Mädchen alles genommen, was es kannte und zurück in das russische Waisenhaus geschickt, aus dem es kam. Ich arbeite seit 15 Jahren mit Adoptionsfragen. Noch nie hat mich etwas so abgestoßen. Es ist eine fürchterliche Situation. Stell dir vor, du bist vier Jahre alt und vollkommen hilflos.“

– So äußert sich Anwalt Mikael Svegfors in der schwedischen Zeitung Dagens Nyheter.

Seine Arbeit gestaltet sich schwierig. Russland habe den damaligen Adoptionsvertrag bereist aufgehoben. Außerdem ist der Aufenthaltsort des Kindes nicht bekannt. Es ist unklar, ob die Vierjährige zurück in das Waisenhaus geschickt wurde oder einer Pflegefamilie übergeben wurde, oder bereits bei einer neuen Adoptivfamilie lebt.

Quelle

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