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Baby wird mit COVID-19-Antikörpern geboren

Wie geht es dem Ungeborenen bei einer Infektion?
Wie geht es dem Ungeborenen bei einer Infektion?
© Unsplash / Kevin Liang

In Singapur kam ein Neugeborenes mit Antikörpern gegen das Corona-Virus auf die Welt. Seine Mutter hatte sich während der Schwangerschaft mit dem Virus angesteckt.

Endlich hat Celine Ng-Chan Gewissheit: Ihr Sohn Aldrin kam am 7. November gesund zur Welt -mit COVID-19-Antikörpern. Die 31-Jährige hatte sich zu Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus angesteckt. Das berichtet die Zeitung “Straits Times”.

Im März verbrachte Ng-Chan ihren Urlaub in Europa und erkrankte anschließend an COVID-19. Doch sie hatte Glück: Die Krankheit verlief bei ihr mild und nach zwei Wochen durfte sie das Krankenhaus wieder verlassen.

Sorgen um ihr ungeborenes Kind machte sie sich trotzdem. Noch sind viele Details unerforscht, wie und ob das Virus auf Ungeborene übergehen kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. erklärt, dass eine Infektion während der Schwangerschaft zwar möglich sei, aber bisher in weniger als drei Prozent der Fälle aufgetreten wäre.

Mutter übertrug vermutlich COVID-19-Antikörper

Wie Ng-Chan der “Strait Times” berichtet, vermute der zuständige Arzt des National University Hospital, in dem sie entbunden hat, dass sie ihre Antikörper auf ihr Baby übertragen habe und ihr Sohn somit (vorerst) immun gegen das Virus sei. Bei der Mutter selbst konnten keine Antikörper mehr im Blut nachgewiesen werden.

Mittlerweile ist die Familie zuhause und die Mutter kann sich von der Schwangerschaft erholen.

Wie kam es zu der Übertragung der Antikörper?

Die Übertragung von Antikörpern während einer Schwangerschaft auf das Baby ist in Singapur bisher ein Einzelfall. Auch andere Fälle sind kaum dokumentiert. Daher lässt sich nicht genau sagen, wie das Ungeborene die Antikörper bilden konnte.

An sich sind der mütterliche und kindliche Blutkreislauf durch die sogenannte Plazentaschranke voneinander getrennt. Daher gehen Ärzte und Wissenschaftler von einer gewissen Schutzfunktion der Plazenta gegen das Corona-Virus aus. Allerdings wird das immer noch diskutiert. Noch gibt es einfach zu wenig Daten.

Quellen

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