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Corona-Selbsttests bald auch bei Discountern erhältlich

vonMarisa Dathe

Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass es ab März Corona-Selbsttests für zu Hause geben wird. Die ersten Discounter planen, die Tests bereits ab kommenden Samstag zu verkaufen. Ab Montag soll es sie auch in Drogeriemärkten und Apotheken geben.

vonMarisa Dathe
© Unsplash/Mediakit ltd.

Selbsttests für öffentliche Einrichtungen und zu Hause

Während es mit den Corona-Impfungen in Deutschland zäh voran geht, gibt es nun wenigstens gute Nachrichten hinsichtlich der Corona-Tests. Denn bald sollen diese schnell und einfach auch von zu Hause aus gemacht werden können.

Bisher dürfen Corona-Schnelltests nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Jetzt haben die ersten Schnelltests vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Sonderzulassung bekommen, die jeder selbstständig machen darf:

  • „Clinitest Rapid Covid-19 Self-Test“ von Healgen Scientific LLC,
  • „Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card“ von Xiamen Boson Biotech und
  • „Lyher Covid-19 Antigen-Schnelltest (Nasal)“ von Hangzhou Laihe Biotech.

Diese Discounter bestätigten den Verkauf

Als erster bringt der Discounter Aldi die Schnelltests als Aktionsware in seine Supermarktregale. Diese sollen bereits ab dem kommenden Samstag erhältlich sein. Eine Packung mit fünf Tests soll 24,99 Euro kosten. Das sind knapp fünf Euro pro Stück. Aldi hat bereits angekündigt, dass zunächst an jeden Kunden maximal eine Packung verkauft werde, um Hamsterkäufen vorzubeugen.

Von anderen Discountern wie Lidl oder Netto gibt es weniger konkrete Pläne: man prüfe derzeit mögliche Angebote. Ähnliches erklären auch die Rewe-Group (Rewe, Penny und Toom Baumarkt) und Edeka.

Verkaufsstart bei dm & Müller in der nächsten Woche

Von den Drogeriemarktketten Müller und dm heißt es, man wolle ab dem 9. März Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung anbieten. „Wir rechnen mit einer Verfügbarkeit für unsere Kunden frühestens ab dem 9. März, sofern die Lieferzusagen des Herstellers eingehalten werden können“, erklärte der zuständige Geschäftsführer von dm, Sebastian Bayer der tagesschau.

Bis voraussichtlich zum 17. März plant auch Rossmann, die Schnelltest in die Regale zu bringen. Zu welchem Preis die Corona-Schnelltests in den Drogerien verkauft werden, ist noch nicht bekannt.

Selbsttestung: Handhabung und Zuverlässigkeit

Um es den Laien bei der Selbsttestung so einfach wie möglich zu machen, werden die Proben bei allen drei bisher zugelassenen Selbsttests durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen. Außerdem gäbe es laut den Herstellern eine verständliche Bedienungsanleitung, die auch genau befolgt werden sollte.

Was die Zuverlässigkeit angeht, so schlagen die Tests am besten bei einer hohen Viruslast an. Stark ansteckende Menschen werden vom Selbsttest also gut erkannt. Wer einen negativen Test hat, kann davon ausgehen, dass er in den nächsten 24 Stunden nicht infektiös ist.

Das Bundesgesundheitsministerium betonte jedoch, die Selbsttests hätten gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Deshalb ist ihre Aussagekraft nur begrenzt. Negative Resultate sind keine Garantie dafür, dass man nicht ansteckend ist. Und positive Ergebnisse sollten laut dem Ministerium, immer durch einen PCR-Test bestätigt werden.

Eine Meldepflicht gibt es bei den Selbsttests übrigens nicht. Die Regierung setzt dabei auf Eigenverantwortung.

Quellen

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