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Deutsches Rotes Kreuz warnt vor erhöhter Zeckengefahr

Zecke auf Grashalm
© Bigstock/ Oleksandr Yucynskyi

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt vor einer noch höheren Zeckengefahr als im Rekordjahr 2020. Dadurch steigt das Risiko einer FSME oder einer Ansteckung mit Borreliose-Erregern. Worauf du jetzt achten musst, erfährst du hier.

169 FSME-Risikogebiete in diesem Sommer

Die Zahl der FSME-Risikogebiete in Deutschland ist erneut gestiegen: Insgesamt sind 169 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert. Die meisten davon befinden sich in Süddeutschland. In diesem Jahr sind folgende fünf Risikogebiete neu dazugekommen:

  • Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt)
  • Dillingen a. d. Donau (Bayern)
  • Fulda (Hessen)
  • Mittelsachsen (Sachsen) und
  • Weimarer Land (Thüringen)

Eine Übersicht des Robert Koch-Instituts über alle Risikogebiete findest du hier.

Zahl der FSME-Erkrankungen steigt

Im vergangenen Jahr gab es so viele FSME-Erkrankungen wie noch nie zuvor. In diesem Jahr rechnen die Experten des DRK mit einer weiteren Steigerung, da sich die Menschen seit der Corona-Pandemie vermehrt in der Natur aufhalten.

Eine Impfung schützt zuverlässig gegen eine Ansteckung mit dem Virus der FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalitis, auslöst.

FSME verursacht eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Erste Krankheitsanzeichen sind grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen.

Borreliose-Risiko

Neben FSME können Zecken auch Borreliose-Erreger übertragen. Nach einer umfassenden Datenanalyse der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung ist die Borreliose-Gefahr im Osten des Landes am größten. Aber: Es ist in ganz Deutschland möglich sich mit Borreliose zu infizieren, nicht nur in den Risikogebieten.

Nach einem Zeckenstich musst du die Haut beobachten. Sollte sich ein roter Kreis um die Stichstelle bilden, kann dies ein Anzeichen für Borreliose sein. Die Hautrötungen gehen ebenfalls mit Kopf-, Glieder-, sowie Muskelschmerzen und Müdigkeit einher.

: Verbreitung in Deutschland

Wenn du Symptome bei dir oder deiner Familie bemerkst, solltest du nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen. Das Gleiche gilt, wenn Teile der Zecke in der Haut stecken geblieben sind, die du selbst nicht herausbekommst.

Darauf solltest du achten

Das DRK empfiehlt, den Körper mit heller und dicht anliegender Kleidung zu bedecken. Am besten trägst du eine lange Hose und steckst diese in die Socken. Anti-Zecken-Sprays bieten keinen ausreichenden Schutz, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin in einer Meldung des Roten Kreuz.

Vermeide möglichst durch dichtes Unterholz und hohes Gras zu laufen. Nach dem Aufenthalt im Freien solltest du Kleidung und Haut von dir und deinen Kindern auf Zecken untersuchen. Vor allem Kniekehlen, Achselhöhlen, Bauchnabel, Hals, Haaransatz, Hautfalten und behaarte Körperstellen.

Tipps, wie du Zecken richtig entfernst, liest du auch in unserem umfassenden Artikel über Zeckenstiche bei Kindern.

Quellen

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