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Farbe der Badekleidung kann das Leben retten

vonSarah Diedenhoven

Dieser Farb-Test macht deutlich: Auf Weiß und Blau solltest du bei der Badekleidung deiner Kinder unbedingt verzichten. Alle Ergebnisse und Empfehlungen liest du hier.

vonSarah Diedenhoven
© Pexels / Alexandr Podvalny

Die richtige Farbe für mehr Badesicherheit

Vom Beckenrand zu sehen, ob ein Kind gerade ertrinkt, ist selbst für geschulte Bademeister nicht immer einfach. Vor allem, wenn viele Kinder im Schwimmbecken spielen.

: Dieses Wissen rettet Leben

Wie wichtig in einem solchen Notfall die Farbe der Badebekleidung wird, zeigt ein Experiment der amerikanischen Organisation ALIVE Solutions. Sie setzt sich für Wasser- und Badesicherheit ein.

Die Organisation hat untersucht, wie schnell ein Kind unter Wasser nicht mehr deutlich sichtbar ist. Dabei fällt auf, dass die Farbe der Badebekleidung einen wichtigen Unterschied macht. Sowohl in klarem Poolwasser als auch in trüberem Seewasser, kommen ALIVE Solutions zum gleichen Ergebnis.

Badebekleidung im Pool-Test

Im Schwimmbecken verschwinden weiße und hellblaue Farben fast vollständig unter Wasser. Auch Blautöne fallen nicht ausreichend auf. Selbst Grüntönen und helles Gelb sind nicht mehr gut sichtbar – vor allem, wenn das Wasser in Bewegung ist.

Auf Instagram hat die Gruppe ihre Ergebnisse geteilt. In der oberen Reihe sind die Farben bei ruhigem Wasser dargestellt, in der unteren Reihe bei Bewegung.

Weiter erklären die Experten, von ALIVE Solutions, dass dunkle Badekleidung sich zwar von der Umgebung abhebt, aber schnell mit Pool-Verunreinigungen, wie Blättern oder einem Schatten verwechselt werden kann.

Der klare Sieger im Pool-Test sind:

  • leuchtende Farben, wie Pink und Orange,
  • am besten in Neon

Im See oder Meer: Doppelte Vorsicht

Diesen Test wiederholte die Gruppe für trübere Gewässer in einem See. Das erschreckende Ergebnis: Noch weniger Farben fallen wirklich auf. Sobald die Badebekleidung unter Wasser getaucht wurde, ist sie kaum mehr zu erkennen.

 

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Für den Badespaß in natürlichen Gewässern solltest du für dein Kind bei Badehosen, Badeanzug & Co unbedingt auf dunkle Farben verzichten. Besonders Badekleidung in Schwarz, Rot, Blau und Grau werden nahezu unsichtbar.

Klare Empfehlung: Neon-Farben

Neon-Orange geht als klarer Sieger aus beiden Tests hervor.

Die Experten betonen jedoch: „Helle und kontrastreiche Farben helfen der Sichtbarkeit, aber es macht keinen Unterschied, was deine Kinder anhaben, wenn du sie nicht effektiv beaufsichtigst […].“

Kinder ertrinken leise. Sie werden nicht durch Rufen auf sich aufmerksam machen können. Daher ist es extrem wichtig, dass du dein Kind im Wasser nicht aus dem Auge lässt. Das gilt besonders dann, wenn dein Kind noch kein sicherer Schwimmer ist.

In diesem Zusammenhang betont die DLRG immer wieder: Das „Seepferdchen“ hat keine Aussagekraft über die Schwimmfähigkeit eines Kindes! Als sicherer Schwimmer zählt ein Kind erst, wenn es mindestens das bronzene Schwimmabzeichen (früher „Freischwimmer-Abzeichen“) gemacht hat. Und selbst dann solltest du es nicht unbeaufsichtigt lassen.

Quellen

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