So machst du deinen Garten ganz einfach kindersicher

Wie mache ich meinen Garten kindersicher?

Endlich ist der Frühling da – das gibt allen Grund zur Freude. Vor allem die Kleinen können es oft gar nicht erwarten, endlich wieder draußen zu spielen. Aber auch im eigenen Garten können einige Gefahren lauern, an die Eltern denken sollten. Wir haben ein paar wichtige Tipps für dich gesammelt, damit du deine Kinder sorglos im Garten spielen lassen kannst

7 giftige Pflanzen, die du aus deinem Garten verbannen solltest

Ganz ohne Wehwehchen geht’s nicht

Erstmal vorweg: Auch in einem kindersicheren Garten wird es aufgeschürfte Knie, Kratzer und blaue Flecken geben. Das lässt sich nicht vermeiden und gehört auch zum Kind-Sein dazu. Jedoch gibt es in jedem Garten auch potenzielle Sicherheitslücken, die gefährlicher werden können. Jedoch können Eltern diese Risiken ganz einfach beseitigen und damit mögliche Unfälle vermeiden. Bevor du dein Kind im Garten herumtoben lässt, solltest du dir diese Fragen stellen:

Gras und Pflanzen im Garten

Sind giftige Gewächse im Garten?

Bunte Blumen und schöne Pflanzen werten jeden Garten optisch auf. Aber nicht jede Pflanze ist ganz ungefährlich. Zum Beispiel können Pflanzen, die stachelig sind oder Dornen haben zu Verletzungen führen. Es ist ratsam, auf solche Pflanzen zu verzichten oder sie entfernt vom Spielbereich zu halten.

Wichtiger ist meistens die Frage, ob eine Pflanze giftig sein könnte. Deshalb sollten Eltern sich vor dem Kauf über die jeweilige Pflanze informieren. Wichtig ist auch, dass so manches Obst und Gemüse auch giftig sein kann, wenn es noch nicht reif ist.  Hier kann es hilfreich sein, die eigenen Kinder schon früh über giftige Pflanzen zu informieren.

Kann mein Kind sicher auf der Wiese herumlaufen?

Kinder rennen gerne frei herum. Damit hier keine unnötigen Schürfwunden und blaue Flecken entstehen, sollte nichts auf dem Rasen liegen. Gartengeräte, Wasserschläuche und Wäschekörbe können hier schnell zu Stolperfallen werden.

Aber es sollten nicht nur Gegenstände berücksichtigt werden, sondern auch blühende Pflanzen. Gänseblümchen, Löwenzahn und Klee locken Bienen an. Das ist eine gute Sache für die Umwelt – aber nicht für Kinder, die mit nackten Füßen durch die Wiese laufen. Eltern, die sich einen bienenfreundlichen Garten wünschen, aber trotzdem ihre Kinder nicht immer mit Schuhen im Garten spielen lassen wollen, können zum Beispiel bienenfreundliche Blumenbeete anlegen.

Der Garten braucht einen Zaun – und die Regentonne einen Deckel

Sind alle Wasserstellen im Garten gesichert?

Dass Pools und Teiche ein gewisses Risiko mit sich bringen, ist den meisten Eltern bewusst. Aber auch Regentonnen und seichte Brunnen und können für Babys und kleine Kinder, die noch nicht schwimmen können, gefährlich sein. Damit die Ertrinkungsgefahr erheblich gesenkt wird, sollten Pools und Teiche mit einem Zaun oder einem rutschhemmenden Bodenbelag gesichert sein. Regentonnen können mit einer Abdeckung – dem dazugehörigen Deckel oder einer Holzplatte – kindersicher gemacht werden.

Grundsätzlich gilt aber trotzdem: Kleine Kinder sollten nie unbeaufsichtigt im oder in der Nähe von Wasser spielen!

Ist der ganze Garten umzäunt?

Kinder sind oft so tief in ihr Spiel vertieft, dass sie alles um sich herum vergessen. Deshalb können Kinder auch mal aus dem Garten rauslaufen oder krabbeln – im schlimmsten Fall direkt auf die Straße. Um das zu verhindern, müssen Eltern sicherstellen, dass der Garten komplett umzäunt ist. Meistens ist eine Hecke eher unsicher, da Kinder sich leicht durchdrücken können. Bei einem kinderfreundlichen Gartenzaun ist darauf zu achten, dass er keine Lücken hat und sich Kinder auch nicht an scharfen Kanten oder herausstehenden Nägeln verletzen können.

Video-Empfehlung

Ungefährliches Spielen an Geräten und im Sand

Ist die Spielausrüstung sicher?

Je größer der Garten, desto mehr ähnelt er oft einem Spielplatz. Klettergerüste, Rutschen und Schaukeln laden die Kinder zum Toben ein. Aber schon beim Kauf muss auf Qualitätssiegel geachtet werden. Außerdem sollte die Spielausrüstung immer nach Anleitung aufgebaut werden.

Sind die Geräte vollständig und richtig aufgebaut, sollten Eltern den Boden darunter in Angriff nehmen: Rasen, Sand und Mulch können zum Beispiel einen Fall gut abdämpfen.

Spielgeräte müssen außerdem regelmäßig auf Verschliss und Verwitterung überprüft werden. Das heißt, dass Eltern Schrauben nachziehen, metallische Teile auf Rost prüfen sollen und Seile auf Traggraft überprüfen sollen. Spielgeräte müssen auch rechtzeitig ausgewechselt werden, damit das Kind nicht zu groß für sie wird. Vor allem im Frühling bietet sich dafür eine gute Möglichkeit!

Wie sauber ist der Sandkasten?

Wenn man schon nicht am Strand Sandburgen bauen kann, dann muss der Sandkasten im Garten herhalten. Hier können die Kleinen sich stundenlang beschäftigen. Weil Kinder aber dazu neigen, sich auf mal die Finger in den Mund zu stecken oder sogar Sand essen, sollten Eltern sicherstellen, dass der Sand sauber ist. Ein Sandkasten ohne Abdeckung kann schnell zum Fuchs-, Hunden- der Katzenklo werden. Aber auch wenn der Sandkasten zugedeckt ist, solle der Sand jährlich gewechselt werden!

Das solltest du von deinem Kind ganz fernhalten

Sind alle Werkzeuge sicher verstaut?

Der Werkzeugschuppen sollte grundsätzlich eine No-Kids-Zone sein. Denn bei Sägen, Heckenscheren und Rechen haben Kinder nichts verloren.  Ein Gartenschuppen, den man abschließen kann, ist hier optimal. Aber auch hohe Regale und Sicherheitskästen sind eine Option.

Sämtliche Gartengeräte sollten nach jeder Verwendung sofort sicher verstaut werden. Auch bei elektrischen Geräten wie zum Beispiel Rasenmähern ist es wichtig, sie nach Gebrauch an einem sicheren Ort abzustellen. Dünger, Pflanzenschutz und andere giftige Substanzen sollten auch außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden – empfohlen wird hier ein abschließbarer Sicherheitsschrank.

Gibt es in meinem Garten offene Stromquellen?

Der erste Schritt, das eigene Haus kindersicher zu machen ist bei vielen Eltern, die Kindersicherungen an den Steckdosen zu befestigen. Aber oft werden Außensteckdosen dabei vergessen. Also am besten gleich checken und dementsprechend nachrüsten!