„Meine Kinder bekommen nur 3 Geschenke zu Weihnachten!“

„Meine Kinder bekommen nur 3 Geschenke zu Weihnachten!“

Eine Mutter fordert: Schluss mit dem Geschenkewahn an Weihnachten. Diese Bloggerin warum sie sich entschieden hat, ihren Kindern weniger zu schenken.

Junge packt ein Geschenk aus und seine Schwester schaut ihm dabei zu.
Ist mehr gleich immer besser? ©Bigstock/ Roman Nerud

Je mehr, desto besser! Oder doch nicht?!

In vielen Familien ist Weihnachten inzwischen von einem Fest der Liebe, zu einem Fest der Geschenke geworden. Schon Wochen vorher hetzen viele von Einkaufszentrum zu Einkaufszentrum, um die unendlich lange Wunschliste der Kinder abzuarbeiten. Heiligabend ohne einen Berg voller Geschenke unter dem Weihnachtsbaum? Undenkbar, oder? Wenn das letzte Päckchen dann schließlich ausgepackt ist und sich ein riesiger Geschenkpapierberg gebildet hat, stellt sich ein seltsames Gefühl von Leere ein. Es ist der Moment, in dem man denkt: „Und das war jetzt alles?“

So oder so ähnlich ging es wohl auch der Bloggerin Nicole Weiß, bis sie von dem ganzen Weihnachtsstress und der „Weihnachtsdepression“ die Nase voll hatte und sich entschloss eine „Drei-Geschenke-Regeln“ einzuführen.

Ausgewählte Geschenke oder Zeit statt Zeug

Jedes ihrer Kinder bekommt seitdem „nur“ noch drei Geschenke. Die Geschenke von Omas, Opas und alle anderen Verwandten inklusive. Die Weihnachtszeit will die Familie stattdessen mit gemeinsamen Aktivitäten und schönen Erlebnissen füllen.

„Wir möchten uns bewusst Zeit nehmen, mit unseren Kindern gemeinsam die Vorweihnachts- und Weihnachtszeit zu gestalten. Wollen darüber sprechen, was diese Zeit so besonders macht und was uns wichtig ist.“, schreibt sie auf ihrem Blog.

Was zu viele Geschenke anrichten

In dem Magazin „Psychology Today“ hat der Psychotherapeut Sean Grover beschrieben, was passiert, wenn Kinder zu viele Geschenke bekommen. Laut dem Psychologen fehlt diesen Kindern später Empathie, sie haben ein schlechtes Selbstwertgefühlt und außerdem sollen zu viele Geschenke negative soziale und emotionale Auswirkungen haben.

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„Das war das Beste, was wir für unser Weihnachtsfest tun konnten“

Am Anfang hätten sie noch Bedenken gehabt, dass ihre Kinder enttäuscht sein könnten, wenn weniger unter dem Weihnachtsbaum liegt. Aber schließlich ist es ja so, dass ihnen ihre zwei größten Wünsche erfüllt werden und zusätzlich würde jedes Kind noch etwas bekommen, von dem sie denkt, dass es gerne genutzt werden wird. Außerdem waren sie sich sicher, dass ihre Kinder diese Dinge dann noch mehr wertschätzten würden – und genau so kam es dann auch.

„Die Anzahl der Weihnachtsgeschenke drastisch zu reduzieren, war das Beste, was wir für unser Weihnachtsfest tun konnten. Wir feiern nun viel entspannter, der Fokus liegt weit weniger auf den Geschenken […] und wir haben nicht mit viel zu viel Zeug zu kämpfen, von dem die Kinder überfordert sind.“, schreibt sie. Zusätzlicher Bonus: Die Wunschliste der Kinder sei mittlerweile auch kürzer geworden.