Bookmark

Weltreise als Familie: Machbar oder nicht?

Viele Menschen träumen von einer Weltreise, doch irgendwie steht dem Plan immer etwas im Weg: Mal fehlt es an der Zeit, mal am Geld…und plötzlich sind schon Kinder da und damit muss der Traum scheinbar erst einmal beiseite geschoben werden. Dabei kann das Reisen mit der ganzen Familie zu einem unvergesslichen Abenteuer werden und viele Vorteile mitbringen. Ist die Weltreise als Familie also tatsächlich nicht machbar oder vielleicht doch – und wie?

© Adobe Stock / nadezhda1906 #287557712

Reise vs. Weltreise: Worin liegt der Unterschied?

Das Reisen mit Kind ist doch nicht ungewöhnlich, denkst du dir jetzt? Richtig! Allerdings stellt die Weltreise eine Sonderform dar, an welche sich viele Eltern nicht heranwagen. Im Gegensatz zu einer normalen Urlaubsreise, werden auf der Weltreise nämlich so viele verschiedene Länder wie möglich auf mindestens zwei oder mehr unterschiedlichen Kontinenten besucht. Dementsprechend dauert sie in der Regel mehrere Monate, manchmal sogar ein halbes bis ganzes Jahr oder länger an. Zudem beinhaltet sie viele Flüge, verschiedene Kulturen und Sprachen, neue Unterkünfte, andere Klimazonen und, und, und…

Auf gut Deutsch, ist eine Weltreise also kein Entspannungsurlaub, sondern ein Abenteuer, das sich zwar lohnt, aber eben auch sehr anstrengend werden kann. Da stellt sich eben die Frage, ob dieses Vorhaben für Kinder nicht zu strapaziös wäre – oder zu Streitigkeiten innerhalb der Familie führen würde. Wenn du also von der Weltreise träumst, solltest du dich einmal mit diesen und weiteren Fragen auseinandersetzen. Denn unter Umständen kannst du deinen Traum trotz Kindern realisieren oder gerade deshalb ist nun die perfekte Zeit dafür.

Welche Vorteile bringt das Reisen als Familie?

Wenn du schon einmal mit deiner Familie auf einer Reise warst, bist du wahrscheinlich auf den Geschmack gekommen und somit ist es kein Wunder, dass nun (erneut) das Fernweh ruft. Denn das Reisen mit der ganzen Familie bringt zahlreiche Vorteile mit. Es schweißt sie enger zusammen, sorgt für unvergessliche Erinnerungen und ist eine Möglichkeit, intensiv miteinander Zeit zu verbringen – abseits vom Alltagsstress oder von anderen Sorgen. Beim Reisen sind die meisten Menschen unbeschwert und glücklich. Für Paare kann das dabei helfen, die Liebe frisch zu entfachen und für Eltern bedeutet das Zeit mit den Kindern, die eine ganz neue Qualität hat. Während dem Spielen am Strand oder Wandern in atemberaubenden Naturlandschaften hast du endlich mal nicht den Haushalt im Hinterkopf oder Termindruck, weil du zur Arbeit musst.

Aber nicht nur für die Gesamtheit, sondern auch für jeden Einzelnen kann eine Weltreise eine gewinnbringende Erfahrung darstellen. Reisen bildet und lässt die Persönlichkeit reifen, sagt man – und in den meisten Fällen ist das wahr. Das betrifft die Erwachsenen ebenso wie die Kinder. Sie profitieren also zum Beispiel

  • vom Kennenlernen fremder Sprachen, Länder und Kulturen. Dadurch lernen sie (mehr) Toleranz und nehmen wichtiges Wissen mit – Geschichten, die sie ihren Freunden erzählen können, aber auch Lehren für ihr ganzes Leben.
  • vom Zurechtfinden in neuen Umgebungen, was sie selbstbewusster werden lässt und so zu einem unabhängigeren Menschen macht. Das gilt für (Wohn-) Orte ebenso wie für Menschen, Arbeitsplätze & Co. Kinder, die in jungen Jahren viel gereist sind, haben oft eine ausgeprägtere innere Heimat und fühlen sich somit insgesamt freier sowie weniger ängstlich.
  • vom Vertrauen auf die eigenen Eltern. Denn diese sind der wichtigste Bezugspunkt während der Reise. Wenn die Eltern es schaffen, ihren Kindern auch in der Ferne Beständigkeit sowie Geborgenheit zu bieten, verbessert das ihre Beziehung deutlich und das Kind wird später auch anderen Personen eher vertrauen können.
  • vom Spaß, denn das Reisen ist ein riesiges Abenteuer und selbst junge Kinder werden sich daran zumindest bruchstückhaft ihr ganzes Leben lang erinnern. Wenn sie später an die Weltreise zurückdenken und ihnen diese Erinnerungen ein glückliches Lächeln aufs Gesicht zaubern, verleiht das der Kindheit eine noch bessere Qualität.

Natürlich gibt es keine Studien zum Thema und jedes Kind ist individuell. Diese Aussagen basieren daher lediglich auf individuellen Erfahrungsberichten. Es lässt sich also nicht pauschal sagen, welche positiven Effekte eine Weltreise auf die Kinder haben wird. Prinzipiell können sie aber auf vielfältige Art und Weise von dieser Erfahrung profitieren und werden dadurch in ihrer Persönlichkeit reifen. Es handelt sich also sprichwörtlich um eine lebensverändernde Erfahrung. Wie positiv oder negativ diese geprägt ist, hängt schlussendlich zu großen Teilen von den Eltern ab.

© Adobe Stock / Robert Kneschke #246567926
© Adobe Stock / Robert Kneschke #246567926

Sind Nachteile zu befürchten und welche?

Ja, tatsächlich kann so eine Weltreise auch negativ geprägt sein – wenn sich das Kind beispielsweise überfordert, von den Eltern vernachlässig oder mit zu großen Herausforderungen konfrontiert sieht. Wenn die Eltern nur streiten oder während der Reise keine Rücksicht auf die Bedürfnisse des Kindes genommen wird, in solchen und ähnlichen Fällen kann die Weltreise zu einer Art Trauma für das Kind oder die gesamte Familie werden.

Aber nicht nur in psychischer Hinsicht können beim Reisen Risiken lauern. Auch Kriminalität oder Krankheiten können zur Gefahr für die Familie und vor allem für die Kinder werden. Eine ausgiebige Vorbereitung und vorsichtige Auswahl der Reiseziele ist daher unerlässlich, wenn du mit der ganzen Familie reisen möchtest. Nicht jeder Kontinent, jedes Land und jede Region ist geeignet. Je nach Einzelfall, sind also tatsächlich Nachteile zu befürchten. Mit der richtigen Organisation kannst du diese aber umgehen und die Weltreise als Familie stattdessen zu einer gewinnbringenden Erfahrung für alle Beteiligten machen.

Zwischenfazit: Ist die Weltreise machbar?

Prinzipiell spricht also nichts gegen die Weltreise mit Kindern. Allerdings muss diese Weltreise dann auch auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Kinder ausgerichtet werden. Für dich bedeutet das, eventuell Abstriche machen und Veränderungen an deinem eigentlichen „Traumplan“ vornehmen zu müssen. Einige Reiseziele musst du vielleicht vollständig streichen, an anderen Orten länger bleiben als gedacht oder den Zeitraum der Weltreise ändern. Das Kindeswohl hat dabei stets an oberster Stelle zu stehen!

Wenn das für dich in Ordnung ist und du bereit bist, die Reisepläne weniger an die Bedürfnisse der Erwachsenen und mehr an jene der Kinder anzupassen, könnt ihr eine unvergesslich schöne Zeit als Familie verbringen. Und auch während der Reise sollte es für dich oberste Priorität haben, dass es den Kindern gut geht. Du musst psychisch und physisch voll für sie da sein. Du musst Rücksicht nehmen. Du musst dein Kind und seine Entwicklung beobachten. Und wenn es unter der Situation leiden sollte, musst du auch bereit sein, die Weltreise spontan abzubrechen und in die Heimat zurückzukehren. Die Frage lässt sich daher mit einem „Ja“ beantworten…allerdings auch mit einem großen „Aber“.

Video-Empfehlung

© Adobe Stock / Andrii IURLOV #275235399
© Adobe Stock / Andrii IURLOV #275235399

Wann ist von den Reiseplänen abzuraten?

Zudem gibt es natürlich Situationen, in welchen eine Weltreise mit der ganzen Familie keine gute Idee ist. Einige von vielen möglichen Beispielen für solche Situationen sind:

  • Wenn die Beziehung oder Ehe kriselt, ist eine Weltreise nicht geeignet, um diese zu retten. Stattdessen können sich die Differenzen der Eltern negativ auf die Kinder auswirken, denn bei einer Reise um die Welt verbringt ihr viel Zeit auf engstem Raum. Wichtig ist daher, dass die Erwachsenen an einem Strang ziehen und sich auf das Kindeswohl konzentrieren können, anstatt um eigene Probleme.
  • Wenn das Kind nicht bei voller Gesundheit ist, müssen sämtliche Reisepläne unbedingt mit dem Kinderarzt abgesprochen werden – was sich übrigens stets im Vorfeld einer solchen Weltreise empfiehlt. Gibt er ohne jeden Zweifel das „OK“, ist die Weltreise in geeignete (!) Länder kein Problem. Besteht allerdings nur der geringste Zweifel daran, dass das Kind gesundheitlich in der Verfassung für ein solches Vorhaben ist, solltest du die Pläne lieber streichen oder zumindest verschieben.
  • Wenn das Kind zwar körperlich in der Verfassung ist, aber dem Plan psychisch nicht gewachsen sein könnte, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Schließlich soll die Weltreise auch für das Kind eine schöne Erfahrung werden und eben nicht – wie bereits erwähnt – zu einer Art Trauma. Die Eltern können wohl am besten einschätzen, ob und wie sie eine Weltreise mit ihrem Kind unternehmen können.
  • Zu jung sollte das Kind auch nicht sein. Zwar gibt es keine offizielle Altersgrenze, ab wann ein Baby mit auf eine Reise darf. Dennoch ist das direkt nach der Geburt natürlich nicht zu empfehlen, schließlich müssen sie sich erst einmal von den Strapazen erholen. Zudem muss sich die Familie aneinander gewöhnen – sozusagen an die neue Konstellation – und einen Alltag finden. Prinzipiell gilt also: Je älter, desto besser. Denn dann ist die Reise unkomplizierter, weniger riskant und das Kind selbst hat auch mehr davon. Trotzdem ist es möglich, bereits mit einem Baby im Alter von wenigen Monaten eine größere Reise zu unternehmen, wie Erfahrungsberichte beweisen.
  • Auf der anderen Seite darfst du aber auch nicht zu lange warten. Denn spätestens, sobald das älteste der mitreisenden Kinder schulpflichtig wird, ist eine Weltreise kaum noch möglich. Sechs Wochen Sommerferien sind dafür nur bedingt ausreichend und das Kind für die Reise aus der Schule zu befreien, ist natürlich weder machbar noch sinnvoll.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es durchaus gute Gründe geben kann, weshalb eine Weltreise keine gute Idee ist – oder zumindest noch nicht.  Kommst du jedoch zu dem Ergebnis, dass es kein Gegenargument gibt, kannst du zur Planung übergehen. Die beste Zeit für eine Weltreise ist demnach, wenn das jüngste Kind mindestens mehrere Monate alt und das älteste Kind noch nicht schulpflichtig ist. Je nach Familienkonstellation, bleibt also durchaus ein geeigneter Zeitraum von mehreren Jahren, sodass du ausreichend Zeit zum Planen hast und deinen Traum von der gemeinsamen Weltreise mit etwas Geschick wahrmachen kannst.

© Adobe Stock / Alessandro Biascioli #296519376
© Adobe Stock / Alessandro Biascioli #296519376

Tipps für die Organisation der „Familienweltreise“

Wie du nun bereits weißt, ist eine Weltreise mit Kindern nicht ohne eine sorgfältige Organisation möglich. Nur so könnt ihr für alle Beteiligten sicher sowie entspannt reisen und aus dem Abenteuer eine tolle Erfahrung machen. Mit der Planung solltest du also frühzeitig beginnen. Die erste Frage hast du dabei bereits geklärt: Sind alle Mitreisenden körperlich sowie geistig in der Verfassung für eine solche Reise? Wenn du diese bejahen konntest, folgen nun die nächsten Schritte:

1. Zeitraum

Eine Weltreise braucht viel Zeit. Das gilt vor allem, wenn du mit einem oder mehreren Kindern unterwegs bist. Denn dann solltet ihr keinesfalls von Reiseziel zu Reiseziel hetzen. Stattdessen braucht ihr ausreichend Pufferzeiten, damit sich alle Familienmitglieder akklimatisieren und in der neuen Umgebung zurechtfinden können. Die Kinder sollten also stets die Gelegenheit bekommen, zumindest mehrere Tage oder ein bis zwei Wochen in derselben Unterkunft zu verbringen und beispielsweise Freundschaften zu anderen Kindern von Reisenden zu knüpfen. Sie sollten auch mal spielen oder sich ausruhen können, ohne stets zum nächsten Ausflug oder wieder zum Flughafen zu müssen.

Je nachdem, wie viele Destinationen du bereisen möchtest, solltest du also mehrere Monate einplanen. So viel Zeit freizuschaufeln, ist für Erwachsene zwischen Job und anderen Verpflichtungen nicht immer einfach. Eine optimale Gelegenheit stellt dafür die Elternzeit dar, denn so können beide Elternteile zur gleichen Zeit eine längere bezahlte Auszeit nehmen. Ist das nicht möglich, bieten sich auch Alternativen wie zum Beispiel

  • ein Sabbatical,
  • unbezahlter Urlaub,
  • eine Kündigung oder
  • eine ortsunabhängige Selbstständigkeit

an, um nur einige von vielen Möglichkeiten zu nennen. Gewiss ist hier also für jeden Reisewilligen ein Modell dabei, welches ausreichend Zeit zur Verfügung stellt. Die einen sind dabei etwas wagemutiger und kündigen beispielsweise kurzerhand ihren Job, um sich nach der Reise eine neue Anstellung zu suchen. Andere gehen lieber auf Nummer sicher und nutzen die Elternzeit oder das Zusammenlegen zweier Jahresurlaube. Gewiss findest auch du eine passende Variante!

2. Kosten

Ist die zeitliche Frage geklärt, bleibt jene nach den Finanzen. Vor allem, wenn es sich um eine unbezahlte Auszeit handelt, brauchst du nämlich entsprechende Rücklagen, um die Reisekosten sowie die laufenden Kosten während deiner Abwesenheit bezahlen zu können. Wie viel eine Weltreise kostet, lässt sich nicht pauschal sagen. Sicher ist aber, dass für eine Familie mit Kindern ein hoher vierstelliger oder sogar kleiner fünfstelliger Betrag als Minimum einzurechnen ist. Wenn du frühzeitig mit der Planung beginnst, kannst du bereits so viel Geld wie möglich auf die Seite bringen. Bestenfalls hast du zudem während der Weltreise eine Form von Einkommen, beispielsweise durch eine Selbstständigkeit, einen Arbeitgeber oder das Elterngeld. Sollten die Ersparnisse sowie Einkünfte dennoch nicht ausreichen, kannst du auch darüber nachdenken, einen Kredit aufzunehmen.

Bei Banken ist das allerdings nur ratsam, wenn du entsprechende Sicherheiten hast und die Schulden anschließend an die Reise problemlos zurückzahlen kannst. Ansonsten helfen dir vielleicht auch Angehörige wie deine Eltern aus…oder du musst eben doch noch einen Nebenjob annehmen, um bis zur Abreise genügend Geld anzusparen. Welche Möglichkeiten du hast, hängt also stark von deiner individuellen Situation ab. Zu groß sollte das finanzielle Risiko aber nicht sein, welches du für deinen Traum von der Weltreise eingehst, schließlich musst du währenddessen und natürlich auch anschließend problemlos deine Kinder versorgen können. Außerdem solltest du stets mindestens so viele Rücklagen haben, dass sie im Notfall für eine spontane Rückreise der gesamten Familie ausreichen!

3. Reiseziele

Konntest du ausreichend Zeit sowie Geld freischaufeln, kann es an die konkrete Planung der Weltreise gehen. Wie bereits erwähnt, eignen sich nicht alle Reiseziele für Familien mit Kindern. Auch hierbei darfst du kein Risiko eingehen. Meide daher Destinationen, die gefährlich sein könnten – wo also zum Beispiel gefährliche Krankheiten auftreten, Aufstände herrschen oder die Kriminalität sehr hoch ist. Beachte außerdem stets die aktuellen Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Als gut geeignet für deine Weltreise mit der ganzen Familie gelten zum Beispiel:

  • Alle Länder der Europäischen Union, wozu natürlich Deutschland selbst gehört, aber auch das umliegende Ausland oder die zugehörigen Inseln. Für den Einstieg kann die Familie also erst einmal in der Nähe bleiben und sozusagen „testen“, wie gut die Reise mit den Kindern tatsächlich funktioniert.
  • Der nordamerikanische Kontinent mit den USA und Kanada, wobei der hohe Norden vor allem in den kalten Monaten nur bedingt geeignet ist. In den gemäßigten Klimazonen findest du hier aber abwechslungsreiche Landschaften, die sich hervorragend für das Erkunden mit dem Camper eignen. Informiere dich vorab über eventuelle Gefahren wie Bären oder Schlangen. Wenn du weißt, wie du dich im Fall der Fälle richtig verhältst, ist das Risiko durch solche Wildtiere jedoch sehr gering.
  • Südostasien, allen voran die beliebte Urlaubsdestination Thailand. Das Land besticht durch landschaftliche Vielfalt und Traumstrände, gilt aber dennoch als sehr fortschrittlich und sicher. Zudem handelt es sich um ein vergleichsweise günstiges Reiseziel mit vielen weiteren Vorzügen, die es zu einer der beliebtesten Destinationen der Deutschen machen.
  • Neuseeland ist eines der am weitesten entfernten Ziele, doch die Reise lohnt sich. Das Land verfügt über riesige Flächen unberührter Naturlandschaften, welche durch die Filmreihe „Herr der Ringe“ berühmt geworden sind. Klimatisch ist es Deutschland sehr ähnlich und auch ansonsten gilt es als sehr einfaches sowie sicheres Reiseziel.

Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten. Wie bereits erwähnt, musst du dich einfach vorab gut informieren und die Reiseziele vernünftig wählen, dann findest du problemlos eine geeignete Route.

4. Organisatorisches

Sobald die Reiseroute feststeht, sollten alle Mitreisenden einen Arzt aufsuchen. Einerseits werden spezielle Reiseimpfungen notwendig, andererseits muss dieser – wie bereits erwähnt – vor allem bei den Kindern das „OK“ geben. Zudem gilt es, den Versicherungsschutz zu klären und eventuell noch Kreditkarten zu beantragen oder andere typische Vorbereitungen zu treffen, wie sie für jede Weltreise anfallen.

© Adobe Stock / 279photo #142284817
© Adobe Stock / 279photo #142284817

Was du sonst noch beachten musst…

…ist, die Bedürfnisse des Kindes oder der Kinder „einzuplanen“. Denn wie bereits geschildert, steht oder fällt der Erfolg deines Vorhabens damit, wie sich die Eltern verhalten. Sie sollten als geschlossene Einheit auftreten, den Kindern ein Gefühl von Sicherheit sowie Geborgenheit vermitteln und ein offenes Ohr für deren Bedürfnisse, Wünsche, Sorgen, Gefühle & Co haben.

Du musst verstehen, dass die Weltreise für dein Kind einen großen Einschnitt im Leben bedeutet.  Weg aus der gewohnten Umgebung. Weg von Freunden. Weg von Bezugspersonen wie den Großeltern. Weg aus dem eigenen Zimmer. Weg vom Spielzeug. Plötzlich ist alles anders. In jungen Jahren sind die Eltern aber noch die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder, sodass diese meist gut mit einer solchen Situation klarkommen, wenn die Beziehung zu den Eltern stabil und „wie gewohnt“ bleibt. Bei älteren Kindern empfiehlt es sich hingegen, diese einfach zu fragen, ob sie dieses Abenteuer unternehmen möchten oder nicht?!