Ich habe mein Baby auf eine Party mitgenommen – und das ist passiert

Ich habe mein Baby auf eine Party mitgenommen – und das ist passiert

„Wenn du erst einmal ein Baby hast, dann wirst du nicht mehr so schnell auf eine Party kommen!“ Das war ein Satz, den ich während meiner Schwangerschaft nicht nur einmal gehört habe.

Frauen stehen zusammen und lachen
Kann man ein Baby zu einer Feier mitnehmen? Unsere Autorin hat es ausprobiert. © Unsplash/ Priscilla du Preez

Wird es einfacher, wenn die Babys größer werden?

Jetzt, als Mama eines Kleinkindes weiß ich: wenn sie Babys sind, geht vieles deutlich leichter, als wenn sie schon ein oder zwei Jahre alt sind. Denn mit Baby hatte ich gefühlt noch sehr viele Freiheiten, konnte die kleine Krawalli (wie ich meine Tochter hier in der Kolumne liebevoll nenne) eigentlich überall mitnehmen. Die meiste Zeit schlief sie entweder im Kinderwagen oder in der Trage, wurde von mir gestillt oder freute sich über lächelnde Gesichter und blinkende Lichter.

Ich brauchte auf vieles nicht zu verzichten

Als Baby hatte sie keine Angst vor fremden Menschen, ließ sich von ratternden Kaffeemaschinen und Co nicht aus der Ruhe bringen und konnte schlafen, egal wo wir waren. Deshalb musste ich auf vieles gar nicht verzichten, trotz Baby. Egal ob wir sie mit vier Wochen zu einem Ritterfest mitnahmen oder eben zwei Wochen später auf die Geburtstagsparty meines Cousins.

Auf eine Party gehen mit einem nicht einmal zwei Monate altem Baby?

Krawalli war so unkompliziert und zufrieden, dass ich mir dachte: probieren können wir es ja – wenn es nicht klappt, dann fahren wir eben wieder nach Hause. Die Party begann abends um sieben – als wir dort ankamen war meine Tochter noch wach. Nachdem ich fünf Minuten mit Freunden zusammenstand und ratschte schlummerte sie langsam in meinen Armen ins Traumland. Und dann? Schlief sie selig, und zwar den kompletten Abend. Einmal wurde sie wach, da stillte ich sie im Schlafzimmer, wickelte sie und ging wieder zur Partygesellschaft. Es war eine Wohnungsparty, also wurde an allen Ecken geredet und gelacht, geraucht wurde nur auf dem Balkon und die Lautstärke der Musik war natürlich auch völlig in Ordnung. Deshalb hatte mein Baby keinerlei Probleme wieder einzuschlafen. Ich hatte einen tollen Abend, jeder war begeistert von unserer Maus und ich hatte Spaß.

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Es spricht nichts dagegen, sein Kind auf Feiern mitzunehmen

Jetzt, mit zwei Jahren, nehmen wir sie auf Geburtstage immer noch gerne mit. Natürlich geht das aber nicht mehr so einfach und so lange wie bei einem Neugeborenen, das überall und immer schläft. Jetzt hat sie Spaß, wird irgendwann aber müde und schlecht gelaunt. Dann heißt es: Abfahrt, ab nach Hause ins Bett. Das ist auch total okay. Ich finde es spricht nichts dagegen, sein Kind auch abends ab und zu mitzunehmen.

 

Trotzdem gibt es Regeln!

Nur ein paar Punkte sind wichtig: es darf nicht geraucht werden, die Gesellschaft muss „kinderfreundlich“ sein und das allerwichtigste: wenn das Baby sich nicht entspannen kann, weint, nicht schlafen kann oder schlecht drauf ist, sollte man sofort nach Hause fahren. Denn das Wohl des Kindes steht wie immer an erster Stelle. Trotzdem: Einige wären sicherlich überrascht, wieviel trotz Baby noch geht – eben auch eine Geburtstagsparty am Abend.