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Die lieben Babypfunde kamen unerwartet

Bevor ich Mama wurde war ich groß und sehr schlank. Und als chronischer Sportmuffel habe ich nie etwas für meine Figur getan. Sie war einfach von Natur aus so. Ich habe auch nie groß auf meine Ernährung geachtet, ich konnte eigentlich essen was ich wollte und habe dennoch konstant mein Gewicht gehalten. Dann wurde ich schwanger…

Die Babypfunde nach der Schwangerschaft.
Die Babypfunde nach der Schwangerschaft.
©Bigstock/ Kryzhov

… und litt vom ersten bis zum letzten Tag an Schwangerschaftsübelkeit. Die ersten 16. Wochen nahm ich erstmal stetig ab, bis ich in der 20. Woche endlich wieder mein Gewicht vor der Schwangerschaft erreicht hatte. Am Ende waren es dann nur 8 kg mehr, als zu der Zeit bevor ich schwanger wurde.

Dann kam die Geburt und ich verlor direkt wieder 6 kg. Klar, meine Tochter wog schon über 3 kg, dann das ganze Fruchtwasser was nun weg war. Das vermehrte Blut und alles andere, was während der Schwangerschaft „größer und erweitert“ war, bildete sich zurück.

Wenige Wochen nach der Geburt trug ich bereits meine Jeans von vor der Schwangerschaft und ich war stolz auf mich und meinen Körper, dass ich die Schwangerschaft so gut weggesteckt hatte.

Neue Routine, neue Kilos

Doch dann kam die Elternzeit und eine unregelmäßigere Ernährung. Mein Mann war in den ersten Monaten viel auf Geschäftsreise und ich mit dem Baby viel allein. Ich vergaß den ganzen Tag über anständig zu essen. Wenn ich aß, dann nur irgendwelche schnellen Snacks auf die Hand. Und als meine Tochter abends im Bett war, wühlte ich mich durch die Reste im Kühlschrank und aß oft spät in der Nacht irgendwelches ungesunde Zeug, da ich tagsüber keine Zeit fand mir etwas zu kochen.

In wenigen Monaten hatte ich mir dadurch ganze 10 kg angefressen, ohne es wirklich zu merken. Doch irgendwann stellte ich es an meinen Hosen fest, denn die waren verdammt unbequem. Aber als frisch gebackene Mama achtet man nicht so sehr auf sich selbst, sondern eben nur auf das Kind.

Mein Trick gegen die Babypfunde

Ich musste dringend etwas ändern, denn ich war träge und unförmig geworden. So kannte ich mich gar nicht und fühlte mich auch nicht mehr sonderlich wohl in meiner Haut. Doch wie sollte ich Sport treiben, wenn mein Mann nie da ist und das Baby ständig bei mir? Also fing ich an joggen zu gehen. Mit Baby. Im Kinderwagen. Klappte ganz gut, bis es Winter wurde und es mich außerdem total nervte.

Also fing ich an, wieder mehr auf meine Ernährung zu achten. Ohne hier Werbung machen zu wollen: Bodychange, Low Carb, WeightWatchers – ich habe alles durchprobiert. So hungerte ich mich wieder von meinen 10 überschüssigen Kilos runter. Nebenher machte ich, so gut es ging, täglich ein kleines Workout-Programm zu Hause. Liegestütz, Kniebeugen, Sit-ups, Burpees und wie diese ganzen Übungen auch heißen. Ich hasste sie, aber es half. Zumindest, um das Gewicht zu reduzieren.

Mein „ausgeleierter“ Bauch blieb mir leider bis heute. Aber ich kann damit leben, schließlich würde es ohne diesen Bauch auch meine Tochter nicht geben und das macht alles wieder wett.