Brustwarzen-Schmerzen: Woher kommen die Schmerzen?

Brustwarzen-Schmerzen: Woher kommen die Schmerzen?

Wenn die Brustwarzen schmerzen, kann jede leichte Berührung wehtun. Dann machen sich nicht nur stillende Mütter Gedanken über die Ursachen. Denn die Schmerzen können unterschiedlichste Gründe haben.

Eine Frau hält sich ihre Brust
Brustwarzen-Schmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. © Bigstock / Evilbeau

Schmerzende Brustwarzen als Vorbote

Häufig sind empfindliche Brustwarzen ein typisches Schwangerschaftsanzeichen. Die Hormonproduktion ist in vollem Gange, die Milchdrüsen beginnen zu wachsen und die komplette Brust wird empfindlicher gegenüber Berührungen. Wie der Körper außerdem sofort auf die Schwangerschaft reagiert, siehst du in diesem Info-Video: „8 Dinge, die sich sofort ändern, wenn du schwanger bist“. Aber auch die bald einsetzende Periode kann die Brustwarzen empfindlicher machen.

Brustwarzen-Schmerzen beim Stillen

Ist das Baby da, gehören schmerzende Brustwarzen leider zu den häufigsten Stillproblemen von Müttern. Meist werden sie durch falsches Anlegen des Babys verursacht. Wenn es die Brustwarze mit dem Mund nicht richtig zu fassen bekommt, kann es nicht richtig trinken, sondern nuckelt nur an den Brustwarzen – Schmerzen und wunde Brustwarzen sind die Folge.

Das sind die 3 besten Stillpositionen für Mama und Baby

Doch nicht nur die falsche Anlegeposition begünstigt die Schmerzen, auch die falsche Stillposition kann die Ursache sein. Ist der Abstand zwischen dir und deinem Kind während des Stillens zu groß, dann liegt die Brustwarze weiter vorne im Mund deines Kindes und ist größeren Belastungen (zum Beispiel durch seine kleinen Zähnchen) ausgesetzt.

Wenn du dir nicht sicher bist, wie du dein Baby richtig anlegen musst, frag am besten deine Hebamme. Sie wird dir zeigen, wie das Baby die Brustwarze mit seinem Mund gut umschließen kann.

Wenn sich wunde Brustwarzen entzünden

Ist die Brustwarze schon wund, können auch leichter Keime eindringen. Wenn Brustwarzen schmerzen und entzündet sind, spricht man von einer Brustdrüsenentzündung (Mastitis). Sie betrifft etwa 70 Prozent der Frauen im Wochenbett. Die entzündeten Brustwarzen sind dabei gerötet und fühlen sich heiß an. Wie du eine Mastitis richtig behandeln kannst, das liest du in diesem Artikel. „Mastitis: Kann ich bei einer Brustentzündung stillen?“

Video-Empfehlung

Nicht nur Brustwarzen-Schmerzen?

Wenn du nicht nur empfindliche Brustwarzen hast, sondern im Brustbereich auch noch ein paar auffällige Knötchen findest, solltest du unverzüglich zum Arzt. Dabei kann es sich nur um harmlose Milchknötchen handeln, die in Folge eines Milchstaus entstehen, aber auch ein Tumor muss ausgeschlossen werden – je früher, desto besser.

Falsche Kleidung

Um schmerzenden Brustwarzen vorzubeugen, solltest du unbedingt auf die richtige Kleidung achten. Denn auch falsche Kleidung kann Schmerzen im Brustbereich begünstigen. Wenn du häufiger keinen BH trägst achte darauf, keine zu enge Kleidung zu tragen, die Reibung scheuert an deinen Brustwarzen. Vermeide auch Stoffe, die sehr rau und kratzig sind. Durch zu häufiges Waschen kann sogar deine Lieblingskleidung betroffen sein. Das Schleudern in der Waschmaschine verändert die Struktur der Textilien.

Was tun gegen schmerzende Brustwarzen?

Damit die Brustwarzen sich schnell erholen können, ist es wichtig, sie auch mal zu entlasten. Wenn möglich, verzichte auf einen BH oder sorge dafür, dass viel Luft an deine Brustwarzen kommt.

Wenn du darauf achtest, nicht nur deine Hände, sondern auch deine Brüste vor und nach dem Stillen zu reinigen, kann das helfen, Brustwarzen-Schmerzen vorzubeugen.

Als Hausmittel haben sich Wickel aus starkem, schwarzen Tee bewährt. Einfach Kompressen in dem Tee einweichen, abkühlen lassen und die Brüste damit für zehn Minuten einwickeln. Danach die Brustwarzen mit einer pflegenden Creme – Hebammen empfehlen Lanolin-Salbe – einreiben.