Das habe ich meinen Kindern noch nie erlaubt!

Schild mit Verboten
Bei manchen Dingen bleibe ich hart...
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In jeder Familie gibt es – mehr oder weniger nachvollziehbare – Regeln. Welche das bei Mama Daniela sind und weshalb sie bei diesen wenigen Ausnahmen über die Jahre konsequent geblieben ist, erzählt sie uns hier.

Von Regeln und Werten

Ich würde nicht sagen, dass es bei uns wahnsinnig viele Regeln gibt. Verglichen damit, wie meine eigene Generation aufgewachsen ist, haben meine beiden Kinder doch recht viele Freiheiten, finde ich. Bei manchen Dingen gehe ich aber keine Kompromisse ein. Vermutlich, weil sie mit meinen persönlichen Werten zusammenhängen. Das Gute daran: Der Nachwuchs dürfte das instinktiv spüren. Obwohl ich sonst nicht unbedingt als strenge und konsequente Mama gelte – daran halten sie sich!

Diese 5 Dinge habe ich noch nie erlaubt

Nachfolgend nun die fünf Dinge, die ich meinen Kindern in über 13 Jahren des Mama-Seins tatsächlich noch nie erlaubt habe.

# 1: Mit Spielzeugwaffen zu spielen

Da bin ich sehr streng! Ich wollte nie, dass meine Kinder mit Spielzeugwaffen – das schließt auch Spritzpistolen mit ein – spielen und habe ihnen immer erklärt, wieso das so ist. In einer Welt, in der Krieg so allgegenwärtig ist und es viele Flüchtlingsbewegungen gibt, muss das wirklich nicht sein.

Es dürfte Wirkung gezeigt haben, denn es hat die beiden tatsächlich nie interessiert. Nicht am Spielplatz, nicht bei Freunden, nicht im Spielzeugladen – nirgends! Zum Glück! Mittlerweile sind sie ohnehin zu groß dafür.

# 2: Unbegrenzten Fernsehspaß

Ich gebe es ehrlich zu: Mir wird immer ganz anders, wenn ich in der Öffentlichkeit Kleinkinder am Tablet vor YouTube sitzen sehe. Auch viele Freunde meiner Kinder streamen ganz uneingeschränkt Videos. Das kann ich absolut nicht verstehen und habe ich deshalb auch nie erlaubt. Auch in Vor-Handy-Zeiten durften meine Kinder nie nach Gutdünken das Fernsehprogramm aussuchen. Film- und Serienabende gab es natürlich, aber da kam die Filmauswahl von mir.

Am Handy sind entsprechende Dienste für sie nicht frei zugänglich. Das heißt nicht, dass sie YouTube, Netflix und Co. nicht nutzen dürfen, aber sie müssen vorher fragen und Bescheid geben, WAS sie sehen wollen. Und ja, da lege ich ab und zu auch mein Veto ein. Ob ich zu streng bin? Kann sein! Aber ich kenne kaum einen Erwachsenen, der aus seiner eigenen Kindheit nicht ein wenig traumatisiert von Horrorfilmen, Krimiserien oder Aktenzeichen XY ist – inklusive mir selbst. Da bin ich also lieber streng!

# 3: Ohne geputzte Zähne ins Bett gehen

Die Zahngesundheit meiner Kinder ist mir extrem wichtig. Das Zähneputzen einmal ausfallen zu lassen, gibt es bei mir nicht. Egal wie müde, fiebrig oder vergesslich der Nachwuchs auch sein mag – zweimal am Tag wird Zähne geputzt. Ich habe auch bei beiden relativ lange nachgeputzt. Der Erfolg in Form von zwei kariesfreien Gebissen dankt es mir. Die Kinder eventuell auch irgendwann. Aktuell gehe ich ihnen mit meinem Zahnputz-Wahn wohl eher auf die Nerven.

# 4: Beschimpfungen

Mit Fluchen und Schimpfen habe ich kein Problem, aber bei Beschimpfungen kann ich ganz schön böse werden. Mir ist jedes herzhafte „Scheiße“ lieber als ein gemurmeltes „dumme Kuh“. Abwerten mit Worten? Geht gar nicht! Schon bei meinen Kleinkindern habe ich da ganz rigoros eingegriffen. Das dürfte Wirkung gezeigt haben, denn zum Beschimpfen neigen sie kaum. Nicht einmal gegenseitig, wenn sie heftig streiten. Da haben sie wohl gemerkt, dass mir das ordentlich gegen den Strich geht und es um einiges stressfreier ist, wenn sie es sich lieber verkneifen. Im Zweifelsfall können sie es sich ja denken, denn die Gedanken sind ja bekanntlich frei.

# 5: Videospiele, die nicht altersgemäß sind

Videospiele kamen bei uns sowieso recht spät ins Haus. Ich finde das immer ein wenig schräg, wenn Kinder wissen, wie sie mit einer Konsole umgehen müssen, aber mit einfachen Tätigkeiten wie Ausschneiden, mit Besteck essen oder Händewaschen überfordert sind. Wenn Grundschüler Spiele für Jugendliche zocken – mit Wissen der Eltern – ist das für mich irgendwie befremdlich. Bei uns darf übrigens mittlerweile gespielt werden, aber nur in Maßen und altersgerecht. Das ist der Kompromiss. Funktioniert auch!

So streng bin ich übrigens nicht immer

Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Ich bin grundsätzlich keine sehr strenge Mama. Es gibt allerhand Dinge, die ich ohne mit der Wimper zu zucken erlaube, da würde manch anderer Elternteil die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Abends lange aufbleiben, ein zweites Eis, auch einmal länger draußen bleiben oder den verhassten Schulausflug schwänzen zum Beispiel. So hat eben jede Familie ihre ganz eigenen Regeln, Werte und Prioritäten.