„So war der erste Tag im Kindergarten für meinen Sohn und mich“

„So war der erste Tag im Kindergarten für meinen Sohn und mich“

Irgendwann kommt der Tag und die lieben Kleinen müssen das wohlbehütete Nest verlassen. So war es auch bei uns – und so ist der Tag gelaufen:

Kind geht mit Rucksack im Wald spazieren
Wenn die Kleinen das erste Mal alleine unterwegs sind kann das auch für Mütter eine schwere Zeit sein. © Unsplash / Daiga Ellaby

Unser Sohn war nun über zwei Jahre alt und wir hielten es für sinnvoll, wenn er ein paar soziale Kontakte knüpfen kann und auch mal Impulse erhält, die nicht nur von Mama und Papa kommen. Das war also unser Gedanke. Leichter gesagt als getan.

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So ging er mit seinem Kindergartenrucksack durch die Tür – und mein Herz wurde schwer

Wir hatten natürlich die Zusage vom Kindergarten und nach den großen Sommerferien sollte es dann losgehen. Mein Mann ist an jenem Tag wie immer zur Arbeit gefahren und ich habe unseren Sohn dann für den Kindergarten fertig gemacht. Im Vorfeld haben wir natürlich einen süßen Kindergartenrucksack mit passender Brotdose besorgt und so schritt mein Sohn dann durch die Haustür. Rucksack auf und bereit für neue Abenteuer. Ich hingegen war da gar nicht so abenteuerlustig. Das ist nämlich ein ganz schön komisches Gefühl, wenn man sein Kind komplett in die Hände von anderen Leuten übergibt.

Die Tür vom Kindergarten ging auf und mein Sohn war begeistert

Tröstend ist natürlich, dass es nicht irgendwelche Leute, sondern ausgebildete Erzieherinnen sind. Das redete ich mir also fortan ein und nahm mir vor ganz stark zu sein. Und das schaffte ich dann tatsächlich auch. Als wir die Tür vom Kindergarten öffneten, wollte mein Sohn direkt ins große Bällebad im Flur hüpfen. Das gab mir als Mutter natürlich ein gutes Gefühl, denn er schien sich wohl zu fühlen. Und mit diesem Gefühl lag ich absolut richtig. Die Erzieherin aus seiner Gruppe hat uns ganz herzlich empfangen und uns alles gezeigt. Sie hat sich ganz viel Zeit für meinen Sohn genommen und ihn in die Gruppe zu den anderen Kindern begleitet.

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Er wollte gar nicht mehr nach Hause…

Während ich mich noch gefragt habe, wie ich mich jetzt am besten verabschieden soll, hat mein Sohn mir diese Entscheidung schon abgenommen. Er saß bereits auf dem Bauteppich und hat mit den anderen Kindern gespielt. Ich habe mich dann natürlich trotzdem kurz verabschiedet und sollte ihn nach einer Stunde wieder abholen. Diese Stunde kam mir ewig vor und ich rechnete fest damit, dass er weinen würde, sobald ich weg war.

Denkste – als ich nach der vereinbarten Stunde wieder in die Gruppe kam saß mein Sohn immer noch bei den anderen Kindern und hat gespielt. Er wollte gar nicht wieder nach Hause. Und genau so ist es dann auch geblieben. Bis heute geht er wirklich gerne in den Kindergarten und ist jeden Tag ein bisschen traurig, wenn er sich für diesen Tag von seinen Freunden verabschieden muss.

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