Gebärmuttersenkung – der Kampf gegen die Schwerkraft

Gebärmuttersenkung – der Kampf gegen die Schwerkraft

Gebärmuttersenkung, ist das gefährlich? Was die Ursachen sind, wie du die Symptome spürst und ob du danach noch schwanger werden kannst, erfährst du hier.

Frau hält mit ihren Händen den Bauch
Ist eine Gebärmuttersenkung lebensgefährlich? ©Bigstock / AndreyPopov

Gebärmuttersenkung im Überblick

Bei einer Gebärmuttersenkung lockert sich das Gewebe und die Muskeln des Beckenbodens. Dies führt dazu, dass die Gebärmutter langsam absinkt. Die Beckenbodenmuskulatur kann durch viele Risikofaktoren geschwächt werden, was dazu führt, dass die Gebärmutter sich langsam absenkt.

Gebärmuttersenkung: 4 Schweregrade

  • Grad I: Senkung in das obere Scheidendrittel
  • Grad II: Senkung bis zum Scheideneingang
  • Gad III: Gebärmutter ragt durch die Scheide hinaus (Gebärmuttervorfall)
  • Grad IV: Totalprolaps – GM stülpt sich nach außen und zieht Scheidenwände mit

Gebärmuttersenkung: nach Geburt oder Wechseljahren

Zu einer Gebärmuttersenkung kann es zunächst während der Schwangerschaft durch die starke Ausdehnung des Gewebes im Bauch dazu kommen. Für das Baby besteht hierbei aber normalerweise keine Gefahr. Zudem kann der enorme Druck des Babys, der auf den Beckenboden während der Schwangerschaft lastet, eine Absenkung nach der Geburt hervorrufen. Aber keine Panik, dies kommt häufig erst nach dem dritten Kind vor. Auch während und vor allem nach den Wechseljahren ist das Risiko gegeben. Im fortgeschrittenen Alter, kann das Bindegewebe im Beckenboden elastischer werden, was eine Gebärmuttersenkung zu Folge haben kann.

Aber nicht nur im fortgeschrittenen Alter oder nach der Geburt kann dir das passieren. Risikofaktoren wie Übergewicht, körperlich anstrengende Jobs oder gar eine Bindegewebsschwäche können Auslöser sein.

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Gebärmuttersenkung Symptome

Du fragst dich nun aber, wie merkt man eine Gebärmuttersenkung? Das „herunter rutschen“ der Gebärmutter merkst du an einem drückenden Gefühl im unteren Bauch und in der Scheide. Es fühlt sich an, als hättest du einen Fremdkörper in dir. Auch deine Blase leidet darunter. Das kann zu Problemen und sogar Schmerzen beim Wasserlassen führen.

Die Gebärmuttersenkung ertasten, geht das? Je nach Ausprägung kannst du die Gebärmuttersenkung ertasten. Solltest du im dritten, bzw. vierten Schweregrad sein, ragt die Gebärmutter aus deiner Scheide sogar sichtbar heraus.

Ist eine Gebärmuttersenkung lebensgefährlich?

Ganz klar, Nein! Es besteht kaum ein Risiko für die Frau. Die Schmerzen und das unangenehme drückende Gefühl sind aber keine dauerhafte Lösung.

Ist die Gebärmuttersenkung soweit fortgeschritten, dass die Gebärmutter aus der Scheide herausragt, spricht man von einem Gebärmuttervorfall. Das ist wesentlich schmerzhafter. Hier raten Ärzte zu einem operativen Eingriff, um die Gebärmutter wieder zu festigen.

Gebärmuttersenkung Therapie

Es gibt bestimmte Beckenbodengymnastik-Übungen bei Gebärmuttersenkung, die dir helfen das Bindegewebe zu stärken um die Gebärmutter wieder an den richtigen Platz zu bringen. Sollte eine Gebärmuttersenkung schon weiter fortgeschritten sein, gibt es eine spezielle Gebärmuttersenkung Operation. Hierbei wird bei einem operativen Eingriff die Gebärmutter mit Hilfsmitteln wieder in der richtigen Position befestigt.

Kann ich danach noch schwanger werden?

Ja, kannst du. Lediglich musst du auch während der Schwangerschaft auf dich aufpassen. Schweres Tragen und Heben ist Tabu, genauso wie bestimmte Sportarten wie Yoga oder Joggen.

Bei einer Absenkung der Gebärmutter brauchst du nicht sofort in Panik ausbrechen, bespreche mit deinem Arzt die Gebärmuttersenkung Therapie und ob ein operativer Eingriff notwendig ist.

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