Haarausfall bei Frauen - So kannst du ihn stoppen

Haarausfall bei Frauen – So kannst du ihn stoppen

Haarausfall bei Frauen – ein Alptraum für viele von ihnen. Denn schließlich sei eine voluminöse, volle Haarpracht doch das Symbol für Weiblichkeit schlechthin. Gegen manche Formen des Haarausfalls kannst du vorbeugen, wir zeigen dir wie.

Eine junge Frau guckt zum Boden
Haarausfall kann Frauen in jedem Alter treffen. © Unsplash / Sndrei Coman

Jeder Mensch verliert Haare, jeden Tag. Deshalb leiden wir nicht alle automatisch an Haarausfall. Bei Frauen und Männern ist es vollkommen normal, wenn sie 100 Haare pro Tag verlieren. Bedenklich wird es erst, wenn die Haare nicht mehr gleichmäßig, sondern vermehrt an einzelnen Stellen ausfallen. Dann sollte man besser einen Arzt aufsuchen und die Ursache herausfinden lassen.

Haarausfall bei Frauen: Ursachen

Die Ursachenforschung ist aber gar nicht so einfach, denn Haarausfall bei Frauen kann viele Ursachen haben. Unter anderem spielen erbliche Faktoren oder auch eine Schwangerschaft eine Rolle.

Erblich bedingter Haarausfall

Dies ist die häufigste Form des Haarausfalls bei Frauen. Im Gegensatz zu Männern, bei denen sich der Haarausfall in Form von Geheimratsecken andeutet, fallen bei Frauen die Haare entlang des Scheitels aus. Grund dafür ist eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Hormon Testosteron und seinem Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT). DHT greift die Haarwurzel an und verkürzt die Wachstumsphase der Haare. Meist setzt der Haarausfall mit dem Beginn der Wechseljahre ein. Während dieser Zeit kommt es zu einem Ungleichgewicht von männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen, zugunsten der männlichen Hormone.

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Bei jungen Frauen setzt der Haarausfall oft, wenn sie die Pille absetzen. Das liegt ebenfalls am plötzlichen Ungleichgewicht im Hormonhaushalt. Der Körper muss von jetzt auf gleich auf viele gewohnte Hormone verzichten und sich an diese Situation erstmal gewöhnen.

Schwangerschaft

Häufig haben Frauen auch nach der Schwangerschaft mit einem Haarausfall zu kämpfen – auch postportales Effluvium genannt. Schuld am Haarausfall nach der Schwangerschaft ist ein Absinken des Östrogenspiegels. Während der Schwangerschaft produziert der Körper übermäßig viel Östrogen, das Haarwachstum wird angeregt. Nach der Geburt jedoch sinkt der Östrogenspiegel wieder, die Haarproduktion wird eingeschränkt und es kommt in den ersten drei Monaten zu vermehrtem Haarausfall bei Frauen. Im Gegensatz zu erblich bedingten Haarausfall fallen hier die Haare nicht gleichmäßig aus, man spricht von diffusem Haarausfall.

Manche Frauen verlieren die Haare aber auch schon während der Schwangerschaft. Das liegt dann meist an einem Eisenmangel. Der kann aber leicht von einem Arzt festgestellt und mit den richtigen Tabletten schnell gestoppt werden.

Mangelernährung

Auch dein Vitaminmangel aufgrund von Krankheiten, Diäten oder eines ungesunden Lebenswandels kann zu einem Haarverlust führen.

Psychische Ursachen

Haarausfall bei Frauen kann auch ein Resultat von körperlichem Stress sein. Ein Teufelskreis: Denn der zusätzliche Haarausfall sorgt bei vielen für zusätzlichen Stress.

Mittel gegen Haarausfall bei Frauen

Ein einheitliches Mittel gegen Haarausfall bei Frauen gibt es nicht, dafür sind die Ursachen zu verschieden. Die Behandlung muss individuell abgestimmt werden. Daher ist es ratsam, das Gespräch mit einem Hautarzt zu suchen.

Bei einem Haarausfall nach der Schwangerschaft brauchst du dir keine allzu großen Sorgen zu machen, meist normalisiert sich das Haarwachstum von alleine wieder. Sollte der hormonell bedingte Haarausfall nach der Geburt allerdings länger als sechs Monate andauern, solltest du einen Termin bei einem Dermatologen machen. Denn dann könnte der Haarausfall auch andere Ursachen haben.

Auch der Haarausfall aufgrund einer Mangelernährung lässt sich in der Regel gut behandeln. Eine abwechslungsreiche Ernährung wirkt meist schon Wunder. Notfalls helfen auch Vitaminpräparate. Um jedoch nicht gleich wieder einen Rückfall zu erleiden ist es wichtig, seine Essgewohnheiten dauerhaft zu ändern.

Ähnliches gilt für stressbedingten Haarausfall bei Frauen. Er lässt sich – so banal es klingen mag – behandeln, indem man den Stress vermeidet. Geh selbst auf Ursachenforschung und hinterfrage kritisch, was dich in deinem Alltag am meisten belastet und versuche so deinen Stress zu reduzieren.

Am schwersten zu behandeln ist erblich bedingter Haarausfall. Dagegen werden meist Hormonpräparate verschrieben, die das hormonelle Ungleichgewicht deines Körpers wieder einpendeln sollen.

Was du selber gegen Haarausfall tun kannst

Es gibt ein paar einfache Tricks, mit denen du deine Haare dauerhaft schonen und Haarausfall nicht weiter begünstigen kannst.

  • Strapaziere deine Haare nicht unnötig
    Lockenwickler, Glätteisen und Co sollten jetzt in der Schublade bleiben. Vermeide auch Zöpfe und sei sparsam mit Gel oder Haarspray
  • Haare nicht zu heiß föhnen
  • Aufs richtige Shampoo achten
    Benutze Shampoo und Spülung mit Biotin und Kieselerde
  • Ausgewogene Ernährung
    Viel Obst und Gemüse zu essen kann Wunder wirken

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