Bookmark

„Ich hasse alles daran, schwanger zu sein!“

Ist es ok zu sagen, dass man es hasst, schwanger zu sein? Reality-Star und Dreifach-Mama Luisa Zissman hat genau das getan und musste dafür heftig Kritik einstecken.

War der Shitstorm gerechtfertigt?
War der Shitstorm gerechtfertigt?
©Pexels/Janko Ferlic

Sie spricht Klartext – und erntet Shitstorm

Schwanger zu sein kann echt hart sein und ist nicht immer so magisch wie uns Filme, Serien oder Social Media das weismachen wollen. Besonders in den sozialen Netzwerken sieht man sehr oft strahlende Mütter in Seiden-Kimonos, auf einer weißen Wolldecke liegend, das berühmte „Schwangerschafts-Strahlen“ im Gesicht. Dass das mit der Realität oft nicht viel zu tun hat vergessen wir zu oft. Doch eine Mutter spricht Klartext.

„Ich genieße rein gar nichts an der Schwangerschaft“

Denn Schwangerschaft kann auch ganz anders aussehen: geschwollene Beine, Schwangerschaftsakne oder 24/7-Übelkeit. Der britische Reality-Star Luisa Zissman hat sich auf Instagram einmal ihren ganzen Frust von der Seele geschrieben und musste für ihre Ehrlichkeit harte Kritik einstecken.

„Ich hasse das Gefühl, wenn ein Baby in einem heranwächst und ich genieße rein gar nichts an der Schwangerschaft“, schreibt sie in dem Instagram-Post. „Außerdem dauert es ewig. Ich habe das Gefühl, als wäre ich schon Jahre schwanger. Ich weiß, ich sollte mich nicht beschweren. Zum Glück liebe ich es zu gebären.“

Video-Empfehlung

Riesen Aufregung – aber auch Unterstützung

Es ist vor allem der erste Satz, der für Aufregung sorgt. Viele Frauen zeigten sich entsetzt und fühlten sich durch diesen Kommentar persönlich angegriffen. Sie könnten nicht verstehen, wie man sich auch nur eine Sekunde beklagen kann, wenn man das Glück hat, überhaupt schwanger werden zu können.

„Hast du mal eine Minute über die Frauen nachgedacht, die seit Jahren ohne Erfolg versuchen schwanger zu werden? Du bist so egoistisch. Wenn du es hasst schwanger zu sein, hör auf Kinder zu bekommen“ lautet ein Kommentar.

In der britischen Talk-Show „Loose Women“ hat sie sich für ihren Instagram-Post gerechtfertigt. Nur weil sie es hasse,  schwanger zu sein, würde das nicht bedeutet, dass sie das ungeborene Kind in ihr nicht wollen würde. „Ich kann die Leute vollkommen verstehen. Aber ich werde mich nicht von Personen zensieren lassen, die denken, dass ich deswegen egoistisch bin.“, so Zissman in der Talk-Show.

Allerdings ist das Internet nicht nur voller Kritiker, denn mittlerweile überwiegen sogar die positiven Kommentare. Viele Frauen bedanken sich bei ihr. Endlich traue sich mal jemand die Wahrheit zu sagen. Ihnen sei es selbst nicht anders ergangen, sie hätten es allerdings für sich behalten, weil sie sich deswegen schuldig gefühlt hätten.