Eine Mama gesteht: „Ich war nicht gerne schwanger!“

Eine Mama gesteht: „Ich war nicht gerne schwanger!“

Wächst ein Baby im Bauch heran, ist das ein wahres Wunder. Naheliegend, dass viele Frauen ihre Schwangerschaft zelebrieren. Doch was, wenn man das „Wunder Mensch“ nicht so recht genießen kann? Hier erzählt unsere Autorin Daniela Kirschbaum ihre persönliche Geschichte.

Schwangere Frau steht vor einem Fenster in schwarz weiß
Was, wenn man es nicht genießen kann, schwanger zu sein? So ging es Mama Daniela. © Unsplash / Camila Cordeiro

Gerne schwanger? Nein, das war ich nicht!

Ich liebe meine beiden Zwerge und bin überglücklich, sie zu haben. Doch gerne schwanger? Nein, das war ich wirklich nicht! Natürlich habe ich mich gefreut, als die Schwangerschaftstests das Leben in mir anzeigten. Ich habe unendlich fest gehofft, dass alles gut geht und durfte glücklicherweise zwei unkomplizierte und gesunde Schwangerschaften erleben. Trotzdem war ich alles andere als gerne schwanger!

Erst kotzte ich mir die Seele aus dem Leib, dann hatte ich furchtbares Sodbrennen

Meine beiden Kinder machten von Anfang an sehr deutlich auf sich aufmerksam. Schwangerschaftssymptome? Ich hatte sie alle und zwar gefühlt gleichzeitig!

In der Schwangerschaft mit meinem Sohn kotzte ich mir die ersten Monate die Seele aus dem Leib. Nach der 12. Schwangerschaftswoche, so hoffte ich, würde die Übelkeit bestimmt nachlassen. Tja, Pustekuchen! Bitte weiterhin Kloschüssel umarmen, das war die Devise! Etwa ab der 25. Schwangerschaftswoche war der Spuk von einen Tag auf den anderen glücklicherweise vorbei. Übelkeit und Erbrechen wurden allerdings postwendend von extremem Sodbrennen abgelöst, was mich erst nach Sohnemanns Geburt wieder verließ.

Es zwickte und zwackte überall

Auch Töchterchens Existenz zeigte sich früh durch die altbekannte Übelkeit. Wenigstens musste ich mich in dieser Schwangerschaft nicht nonstop übergeben… Dafür machte der rasch wachsende Babybauch allerdings auf Nerven aufmerksam, die ich vorher gar nicht kannte. Ich sage nur ein Wort: Ischias! Nichts half! Den Großteil der Schwangerschaft mit Töchterchen schleppte ich mich also schmerzgeplagt durch den stressigen Alltag mit einem Kleinstkind. Aber ich hatte es ja so gewollt! Töchterchens Geburt war übrigens ein Segen, denn endlich waren die Ischiasschmerzen Geschichte!

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Das Käse-Buffet? Nicht für werdende Mamis!

Schon klar, mit einem Baby im Bauch geht man kein Risiko ein. Keine Zigaretten, kein Alkohol, kein roher Fisch oder rohes Fleisch – alles in allem kein Problem für mich! Doch dann saß ich mit meinem Mann bei einem großartigen Bio-Brunch und übte mich in Verzicht. Was ich nämlich vergessen hatte: Auch Rohmilch ist nicht! Damit waren so gut wie alle herrlichen Käsesorten am Buffettisch für mich tabu…

Der Zweck heiligt die Mittel…

Daher finde ich es etwas ironisch, dass schwangere Frauen auf mich stets so strahlend und in sich ruhend wirken – ich selbst fiel meiner bescheidenen Selbstwahrnehmung nach viel eher in die Kategorie schnaufendes Walross… Obwohl ich nicht gerne schwanger war, bin ich natürlich bis heute unendlich dankbar für meine beiden Schwangerschaften, die mir zwei wunderbare Persönchen beschert haben. Für die besten Kinder überhaupt habe ich all die unangenehmen Begleiterscheinungen selbstverständlich gerne in Kauf genommen…