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Eine Kochbox für die ganze Familie: Eine Mutter berichtet

vonNadja Brand

Unsere Autorin Nadja hat mit ihrer Familie eine Kochbox getestet. Was ihr gut und weniger gut gefallen hat und wie schwierig es war eine 3-Jährige damit zufriedenzustellen, erzählt sie hier.

vonNadja Brand
© Pexels / Elly Fairytale

Kochen, aber nicht planen

Vor vielen Jahren flatterte mir einmal ein Gutschein für eine Kochbox ins Haus. Damals war ich noch keine Mama. Mein Mann und ich arbeiteten beide in Vollzeit und legten viel Wert auf gesunde Ernährung, hatten aber wenig Zeit ausgewogen zu kochen.

Da kam der Gutschein für die Kochbox genau richtig. Damals waren wir von der Kochbox relativ begeistert, sodass wir immer wieder in unregelmäßigen Abständen welche orderten. Auch von verschiedenen Herstellern.

Irgendwann schlief das alles ein, da wir dann die frische Kochbox hatten, aber spontan zum Essen eingeladen wurden.

Oder uns dann doch für etwas anderes entschieden hatten. Wir hatten damals einfach nicht so richtig Lust, die Mahlzeiten der kompletten Woche durchzuplanen.

Als Mama ist es anders

Nun bin ich Mama und lege wieder viel Wert auf gesunde Nahrung, natürlich auch für mein Kind. Was ja, wie viele sicher wissen, nicht gerade eine einfache Disziplin ist. Außerdem planen wir die Mahlzeiten der Woche grob durch.

Die erste Familien-Kochbox kam also mit drei Rezepten:

  • Debreziner-Würstchen mit Kartoffelstampf und Feldsalat
  • Chicken Nuggets mit selbstgemachten Süßkartoffelpommes
  • Chili sin Carne mit Reis und Avocado

Oh wie lecker. Für meinen Mann und mich waren alle drei Rezepte sehr ansprechend, was für uns ein Pluspunkt bedeutet. Die Box kam mit UPS und war durch einige Coolpacks auch super gut gekühlt. Definitiv ein Pluspunkt.

Da konnte garantiert nichts verderben. Bei näherer Betrachtung stellten wir auch fest, dass alle Zutaten wie Gemüse und Fleisch von regionalen Anbietern stammten. Das war ein weiterer Pluspunkt.

: Das Auge isst mit

Also machten wir uns gleich am Liefertag daran, das erste Rezept zu kochen.

Bei Kochboxen hatten wir früher schon festgestellt, sieht die Küche nach der Zubereitung aus wie ein Schlachtfeld.

Es werden bei jedem Gericht mindestens 4 Töpfe und 2 Pfannen benötigt – übertrieben dargestellt natürlich. Also es fällt jedenfalls viel Arbeit für die Spülmaschine an. Unser erstes Gericht waren die Debreziner.

Meine Tochter als schärfster Kritiker

Oh wie lecker das schon duftete! Doch leider ist eine 3-jährige weniger offen für neue Gerichte… Das Würstchen sah komisch aus, Kartoffelstampf mochte sie (angeblich) noch nie, und Salat ja schon gleich gar nicht.

Für eine dreiköpfige Familie waren 4 Würstchen enthalten. Überschaubar. Der Kartoffelstampf war ausreichend, Salat im Überfluss.

Es wurde also definitiv am Fleisch gespart. ABER es war sehr lecker, wenn auch wenig. Meine Tochter aß zwei der vier Würstchen, sonst nichts. Den Rest haben mein Mann und ich gegessen. Mal sehen was der nächste Tag bringt.

Ganz nach unserem Geschmack

Am zweiten Tag machten wir die Chicken Nuggets mit den Süßkartoffelpommes. Wir lieben Süßkartoffelpommes! Eifrig machte ich mich an die Zubereitung. Bei diesem Gericht war von allem reichlich vorhanden und wir wurden alle gut satt.

Selbstverständlich musste meine Tochter auch hier erst einmal abwertende Kommentare wie „das sieht aber komisch aus“ von sich geben, hat ihren Teller dann aber doch zügig weggeputzt.

Veggi ja, aber bitte mehr davon

Tag 3 war Chili sin Carne mit Reis und Avocado dran. Ein vegetarisches Gericht ist in jeder Box enthalten. Ich war gespannt.

Geschmacklich war es tatsächlich sehr gut, optisch leider weniger ansprechend.

Mein Mann und ich konnten da gut drüber weg sehen – meine Tochter natürlich nicht.

Es sah alles komisch aus und Avocado ist bäh und auf Reis hatte sie heute auch so gar keine Lust mehr.

Ende vom Lied war, das meine Tochter nach einem Löffel, den Teller weggeschoben hatte und ein Gelbwurstbrot eingefordert hat.

Von der Menge her, hat es für meinen Mann und mich gerade so gereicht, um satt zu werden. Wenn unsere Tochter mitgegessen hätte, hätte auch dieses Gericht nicht für uns alle gereicht.

: So wichtig ist es wirklich

Unser Fazit

Kochboxen sind durchaus für die Familie geeignet, wenn auch manche Portionen echt überschaubar sind und durchaus mehr sein könnten.

Wenn man die Rezepte aus einer größeren Vorgabe auswählen könnte, wäre es perfekt, da man so Gefahr läuft auch mal Rezepte zu bekommen, die das Kind/die Kinder nicht mögen. Aber wir würden auch zukünftig wieder Kochboxen bestellen.

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