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„Finden Sie das angemessen?“ – meine kuriosesten Stillerlebnisse

Stillen in der Öffentlichkeit? Ganz normal, sollte man meinen! Tja, blöde Sprüche oder kuriose Situationen bleiben dennoch nicht aus. Mama Daniela Kirschbaum kann nach zwei Stillkindern ein Lied davon singen!

Stillen sie doch auf dem Klo!  Bitte wie?
Stillen sie doch auf dem Klo! Bitte wie?
© Bigstock / vverve

Mit dem Stillen ist das wie mit vielen anderen Dingen: Bevor man es nicht gemacht hat, kann man es sich nicht vorstellen! Sobald sich alles gut eingespielt hat, wird es aber meistens zur natürlichsten Sache der Welt. Das Baby hat Hunger? Das Baby bekommt die Brust! So einfach… Wirklich? Nun ja, zumindest das Stillen in der Öffentlichkeit sorgt manchmal durchaus für skurrile Erlebnisse und lustige Anekdoten. Hier meine Top 6 für euch.

# 1: Essen Sie doch auf dem Klo!

Ins Restaurant oder Café mit Baby? Kein Problem! So lange sie noch nicht mobil sind, klappt das naturgemäß sehr gut. Dass das Baby natürlich auch nicht zu kurz kommt, ist klar. Hat es Hunger, wird es selbstverständlich vor Ort gestillt. Das geht ja durchaus recht dezent. Eine Dame, die sich wohl von den obszönen Schmatzgeräuschen meines Säuglings gestört fühlte, war da aber anderer Meinung. „Können Sie das nicht auf dem Klo machen?“, sprach sie und sah übertrieben pikiert in eine andere Richtung.  Meine Antwort: „Also hören Sie mal! Essen Sie doch auf dem Klo!“  Danach war sie ruhig!

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# 2: Herbert, schau weg!

Wir waren gerade unterwegs zu meiner Schwester. Im vollbesetzten Bus meldete Töchterchen Hunger an. Nachdem die Busfahrt noch etwas dauern sollte, blieb mir also nichts anderes übrig. Schnell freigemacht und angelegt. Töchterchen war zufrieden und ruhig. Plötzlich die Stimme aus dem Off: „Herbert, schau da nicht so hin! Sie stillt nur!“ Das Grinsen konnte ich mir wirklich nicht verkneifen. Wer dieser ominöse Herbert gewesen ist, habe ich übrigens nicht mehr in Erfahrung gebracht.

# 3: Davon wird das Kind nicht satt!

Das war der gut gemeinte Ratschlag eines älteren Herren, nachdem ich meine Tochter auf einer Parkbank gestillt habe. Er müsse es ja wissen, er habe schließlich selbst fünf Kinder. Und bei seiner Frau habe die Milch eben nie gereicht. Kurzum: besser zufüttern! Muttermilch alleine, das ist wirklich zu wenig für ein Baby! Oje! Da lag Mutter Natur wohl ziemlich daneben mit ihrer Einschätzung. Ein Wunder, dass die Menschheit noch nicht ausgestorben ist!

# 4: Finden Sie das angemessen?

Ein strenger Blick eines jungen Mannes in einem Restaurant. Danach folgte dieser folgenschwere Satz: „Finden Sie das angemessen?“ Folgenschwer vor allem deshalb: Durch kindliche Entwicklungsschübe und ein heftiges Schlafdefizit war ich tatsächlich nicht ich selbst. Nein, nein, der Arme hatte es im Anschluss wirklich nicht lustig!

# 5: Milchmahlzeit in der Umkleidekabine

Ich war gerade in einem Bekleidungsgeschäft und stöberte nach neuen Socken für meinen Sohn, da meldete das Töchterchen Hunger an. Kein Problem! Rasch in die Umkleidekabine gesetzt und losgelegt. Plötzlich wird der Vorhang zur Seite geschoben und eine Frau steht da. „Entschuldigung, ich stille hier!“, waren meine spontanen Worte. Danach habe ich den Vorhang wieder zugezogen. Ihr Blick amüsiert mich bis heute!

# 6: Das sollten Sie besser zuhause machen!

Ich war mit meinen Kindern auf dem Spielplatz. Mein Sohn warf mit Sand um sich, meine Tochter wurde gerade gestillt. Da kam eine überambitionierte Oma zu mir rüber und raunte mir zu: „Das sollten Sie besser zuhause machen!“  „Wissen Sie“, raunte ich zurück, „wenn ich das nur mehr zuhause machen würde, dann könnten wir das Haus gar nicht mehr verlassen!“

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