So wehrt sich eine Mama gegen das „Mom-Shaming“

So wehrt sich eine Mama gegen das „Mom-Shaming“

Ein offener Brief an alle Mütter: „Steigt endlich von eurem hohen Ross!“. Harte Worte, aber es ist die Wahrheit.

Frau mit Brille
Schluss mit "Mom-Shaming" ©Unsplash/ Gabriel Ecraela

Bin ich eine gute Mutter?

Diese Frage stellen wir uns viel zu häufig. Und wir lassen uns auch viel zu oft verunsichern. Denn besonders in den sozialen Netzwerken hagelt es regelmäßig meist unnötige, nicht-konstruktive Kritik am Erziehungsstil, an deinem Verhalten oder am Aussehen. Aber auch am Spielplatz werden verbale Spitzen ausgeteilt – wenn auch etwas subtiler.

Das paradoxe daran? Die größten Kritiker der Mütter sind andere Mütter. Und weil das mittlerweile so oft vorkommt, gibt es im englischen sogar einen eigenen Begriff dafür: „Mom-Shaming“. Eine Studie der University of Michigan zeigt, dass mittlerweile zwei von drei Mütter von dieser Art von Kritik betroffen sind. Die Folge: Mütter entwickeln ein Schamgefühl und glauben schließlich selbst, dass sie schlechte Mütter sind. Darunter leiden am Ende auch die Kinder. Eine traurige Entwicklung!

„Runter von eurem hohen Ross!“

Die Bloggerin Karen Johnson ist selbst Mutter und hat die Schnauze so richtig voll. In einem Facebook-Posting wehrt sie sich gegen die haltlose Kritik und fordert, Mütter müssten sich gegenseitig unterstützen, anstatt sich gegenseitig klein zu machen.

Girlfriends, I got to get something off my chest.My house is never clean. Like ever. I have friends (with kids) whose…

Gepostet von The 21st Century SAHM am Mittwoch, 19. Juli 2017

In ihrem Post schreibt sie:

Sie schreibt:
„Freundinnen, ich muss dringend etwas loswerden.

Mein Haus ist niemals sauber. Wirklich niemals. Ich habe Freundinnen (mit Kindern), deren Häuser makellos sind. Sind sie deswegen bessere Mütter als ich? Nein. Bin ich deswegen eine bessere Mutter als sie es sind? Nein.

Ich trainiere jeden Tag. Ich habe Freundinnen, die nicht trainieren (also, Kindern den ganzen Tag wie ein Verrückter nachrennen, zählt nicht). Macht das irgendeinen von uns zu einer besseren Mutter? Nein.

Ich habe eine Freundin, die ihr Baby in einem Pool in ihrem Wohnzimmer zur Welt gebracht hat. Ich habe meins im Krankenhaus bekommen, nachdem mich die PDA-Fee besucht hat. Wir beide sind gute Mütter.

Ich trinke gelegentlich ein Bier oder ein Glas Wein (manchmal sogar in der Gegenwart meiner Kinder!). Ich bin eine gute Mutter. Meine Nachbarin und gute Freundin trinkt nicht. Auch sie ist eine gute Mutter […].

Also, wie wäre es damit: Können wir bitte einmal alle nur für eine Sekunde von unserem hohen Ross heruntersteigen und die Vorurteile beiseitelassen? Und uns einfach nur gegenseitig unterstützen? Und sagen: Hey, Mutter zu sein ist schwer. Du machst einen tollen Job. Kinder großzuziehen kann erschöpfend sein. Aber Du packst das!“

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Wir hätten es nicht besser ausdrücken können und haben einen Vorschlag. Der nächsten Mutter, die versucht, ihr Kind in Bus oder der U-Bahn zu beruhigen, weil die anderen Mitfahrer schon gucken, oder die ihrem Kind hinterherschreit, weil es schon wieder davonläuft, schenken wir ein Lächeln, ein anerkennendes Nicken: Ich verstehe dich, ich bin auch Mutter!

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