Warum ich jetzt in einer Mutti-Clique bin, obwohl ich das nie wollte

Warum ich jetzt in einer Mutti-Clique bin, obwohl ich das nie wollte

Sich mit anderen Mamis zu treffen, um über volle Windeln und Babybrei zu sprechen, klang für unsere Autorin Purista Merk in der Schwangerschaft ziemlich seltsam. Bis sie auf einmal selbst in einer Mami-Clique war…

Zwei Mamas gehen spazieren
Nur Mamai-Freundinnen? Nö! Aber ein paar tun der Seele gut. © Bigstock / DmyTo

Gruppen von Müttern, die ihre Kinderwägen gemeinsam durch den Park schieben und sich dabei über Wickeln, Wachstumsschübe und Wehwehchen unterhalten, habe ich vor meiner Schwangerschaft insgeheim belächelt. Eine von ihnen wollte ich nie werden. In meiner Vorstellung würde mein Leben mit unserer Tochter genau so weitergehen, wie davor. Ähnlicher Alltag, gleiche Wochenendplanung – und das alles noch mit denselben Freunden. Wozu sich nur mit Familien umgeben? Völlig unnötig, dachte ich.

Und schwups war ich in einer Mutti-Clique – und fand es schön!

Doch es kam, wie es kommen musste: Bei unserem Geburtsvorbereitungskurs lernte ich vier Frauen kennen, die mir nicht nur auf Anhieb sympathisch waren, sondern mit denen ich mich sogar gerne über Schwangerschaft und Co. unterhielt. Seit unsere Babys auf der Welt sind, gehöre ich nun also einer Mutti-Clique an, obwohl das nie auf meinem Plan stand.

Wir treffen uns um spazieren zu gehen, zum Mittag essen, um an den See zu fahren, verabreden uns auf Kindersachen-Flohmärkten oder Spielplätzen, in Cafés oder abwechselnd bei jemandem zu Hause. Und es ist einfach nur schön!

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Manche Frauen sind Einzelkämpferinnen – ich genieße die Gesellschaft

Es gibt viele Mütter, die gerne alleine bleiben, sich von der Welt zurückziehen und ihren Alltag als Einzelkämpferin meistern. Vielleicht, weil es ihnen gut damit geht oder weil sie die gleichen Vorurteile haben wie ich sie hatte. Nämlich, dass es bei diesen Mutti-Treffs nur um Baby-Kacka und nichts sonst geht. Doch diese Gruppe an Frauen ist für mich mehr als das: eine Bereicherung und Unterstützung im Alltag. Wir tauschen Spiel-Tipps aus, beratschlagen uns gemeinsam über Zufüttern, Krankheiten oder Kinderklamotten, hören uns gegenseitig zu, wenn bei einer von uns der Haussegen schief hängt und sprechen natürlich auch über Dinge, die nichts mit unseren Kindern zu tun haben.

Gemeinsam sind wir unschlagbar!

Aber auch meine anderen Mama-Freundinnen sind für mich zu wichtigen Ansprechpartnerinnen geworden, egal ob sie um die Ecke wohnen oder weiter weg. Unser gemeinsames Wissen und die gesammelten Erfahrungen machen uns zu besseren Müttern. Davon bin ich überzeugt. Ich kann also nur dafür plädieren: Mamas, tut euch zusammen. Denn gemeinsam sind wir unschlagbar!