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5 Streitthemen, die alle Neu-Eltern kennen

Die Geburt eines Babys ist eines der einschneidendsten Erlebnisse im Leben vieler Eltern. Doch so bezaubernd der neue Alltag als Familie auch ist, so anstrengend ist er. Da heißt es: Nerven bewahren! Mama Purista Merk erzählt von ihren häufigsten Streitigkeiten und gibt Tipps, wie der Frieder gewahrt werden kann.

Interview: Welchen Satz kann sich dein Partner sparen?

#1 Räumt Papa oder Mama mehr auf?

Sobald der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat, steht die Welt Kopf – besonders die Ordnung in der Wohnung. In der Küche stapelt sich dreckiges Geschirr, der Fußboden im Bad ist schmierig und überall türmen sich Klamottenberge. Neu-Eltern verbringen anfangs ihre Zeit hauptsächlich damit, das Baby kennenzulernen – zum Aufräumen bleibt keine Zeit. Wenn doch einer Ordnung macht, wird dem Partner diese Heldentat sofort unter die Nase gerieben.

Dieser entgegnet, er habe erst gestern das ganze Bad geputzt, wonach der andere mit dem Mittagessen kochen kontert – so schaukelt sich die Diskussion bis zum erbitterten Streit nach oben. Beide Elternteile sind erschöpft und ein bisschen überfordert. Doch das bisschen Haushalt macht sich eben nicht von selbst. Um dieses Streitthema zu lösen, sollte entweder eine Art Putzplan erstellt oder Aufgaben verteilt werden. Sind die Partner sich nicht einig, kann man über eine Putzhilfe nachdenken – oder man lässt alle Fünfe grade sein und genießt die schöne Zeit zu dritt.

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#2 Steht Mama oder Papa heute Nacht auf?

Babys machen die Nacht zum Tag – wenn der Bauch drückt, Hunger sich meldet oder die Zähne kommen. Da kann es passieren, dass das Kleine sich im Halbstundentakt meldet. Für Eltern sind diese Horrornächte reiner Überlebenskampf. Keiner möchte aufstehen, wenn das Baby weint – erst wird diskutiert, wer dran ist. Müdigkeit und Stress produzieren schlechte Laune und diese wird gnadenlos aneinander ausgelassen.

Der Fehler im System? Streit entzieht zusätzliche Energie und bewirkt womöglich weitere Schlafstörungen. Besser ist es, wenn die Eltern in Schichten arbeiten. Jeder übernimmt eine Nacht, während der andere auf der Couch durchschlafen kann. Die Devise „geteiltes Leid ist halbes Leid“ ergibt in dieser Situation nämlich leider keinen Sinn.

#3 Wer muss dieses Mal die Windel wechseln?

So sehr Mama und Papa ihren kleinen Schatz lieben, das Thema Windeln wechseln gehört nicht gerade zu den Lieblingsaufgaben im Eltern-Alltag. Besonders dann nicht, wenn das Baby sein großes Geschäft erledigt hat. Da wird akribisch Buch darüber geführt, wer die Stinkbombe zuvor entschärft hat, Deals ausgehandelt, damit der Kelch an einem vorüber geht – und manchmal entbrennt sogar ein heftiger Streit. Mama hat das Gefühl, sie wechselt sowieso den ganzen Tag nur Windeln und Papa möchte abends Feierabend haben.

Da hilft nur: Nase zu und durch! Denn die Windel wechselt sich nicht von allein. Und wenn man einmal begonnen hat, ist es in der Regel auch wirklich nicht so schlimm.

#4 Welches Elternteil gönnt sich mehr Freizeit?

„Du durftest letzte Woche ins Kino gehen!“, „Dafür bist du mit den Mädels Kaffee trinken gewesen.“ Diese und ähnliche Diskussionen kommen vielen Neu-Eltern vermutlich bekannt vor. Die eigene Freizeit muss sich mit der Geburt des Nachwuchses oft erst wieder erkämpft werden. Denn neben dem Alltagsstress möchten auch Eltern ab und an „sich selbst sein“ und ein bisschen Abwechslung erleben. Streit entsteht dann, wenn keiner dem anderen das Dinner Date oder den Bar Besuch gönnt und sich stattdessen jeder benachteiligt fühlt. Aus lauter Frust und Neid geht kein Elternteil mehr aus und beide sitzen gemeinsam mit schlechter Laune Zuhause.

In dieser Situation hilft es, miteinander zu sprechen, um an einer ausgeglichenen Lösung zu arbeiten. Jeder sollte Baby-Dienste haben und jeder sollte auch regelmäßig Zeit allein oder mit Freunden verbringen dürfen.

#5 Arbeiten gehen oder mit dem Baby Zuhause sein?

„Du darfst den ganzen Tag Zuhause sein und es dir gemütlich machen.“ Wenn Mamas diesen Satz hören, würden sie am liebsten sofort ihren Kampfgürtel auspacken. Während Väter, die nach Feierabend Daheim zum Aufräumen verdonnert werden, sich ungerecht behandelt fühlen. Sie arbeiteten ja schließlich den ganzen Tag. Wie man diese Debatte auch dreht und wendet – ein Richtig oder Falsch gibt es nicht. Obwohl die moderne Rollenverteilung mehr und mehr auf dem Vormarsch ist, fehlt das gegenseitige Verständnis oft trotzdem. Väter und Mütter haben jeweils das Gefühl, mehr für die Familie zu tun und selbst zurückstecken zu müssen. Wichtig für die Konfliktlösung: Hört einander zu, habt Verständnis und seid nett zueinander. Eigentlich wollen ja beide nur das Beste für die Familie!