Na super! - Das habe ich gemacht, als mein Kind im Urlaub krank wurde

Na super – wenn das Kind im Urlaub krank wird

Wenn das Kind im lang ersehnten Urlaub krank wird, dann leidet auch die Mama – weil ihr das Kind leid tut, aber auch sie selber. Hier erzählt eine Mama von ihrer ganz besonderen Italien-Reise.

Mutter und Kind sitzen am Strand
Natürlich blutet das Mutterherz mit, wenn das Kind im Urlaub krank wird. © Bigstock / Iuricazac

Urlaub – Monatelang freut mich sich auf die paar Tage in der Ferne, vielleicht am Meer, oder in einer tollen Stadt. Und man malt sich schon voller Vorfreude aus, wie die Tage dort aussehen werden. Bei mir stand dieses Jahr eine Woche Italien auf dem Plan. Ein Campingplatz für Familien, mit allen möglichen Aktivitäten, tollen Restaurants und einem wundervollen Strand fast vor der Haustüre. Ich habe mich selbst auf einer Luftmatratze über das Meer schippern sehen, Cocktails am Strand trinken und mit meinen Kindern das Poolparadies erkunden. Was soll ich sagen? Haben wir auch gemacht, aber leider viel zu kurz.

41 Grad Fieber – das war’s wohl mit Urlaub

Denn mein Töchterchen wurde krank,  und das direkt in der ersten Nacht im Urlaub. Fast 41 Grad Fieber sind kein Zuckerschlecken, und wenn das Kind dann nur hin und wieder für eine Stunde fieberfrei ist, dann macht das nicht nur dem Zwerg zu schaffen. Auch Mama leidet. Weil einem das Kind leid tut – und ganz ehrlich: auch man selbst. Denn wenn das Kind im Urlaub krank ist, dann ist es wohl meistens Mama, die ein bisschen auf der Strecke bleibt. Alle gehen zum Strand, amüsieren sich im Pool oder fahren Quad – nur die Mama und das kranke Kind bleiben im Bungalow sitzen. Ich war übrigens total froh über unsere Reiseapotheke, die wir natürlich für den Urlaub eingepackt hatten!

Muss das jetzt wirklich sein?

Weil bei vielen kranken Kindern eben nur die Mama wirklich helfen kann. Und den anderen deswegen den Spaß verbieten? Tut ja auch niemand mit gesundem Menschenverstand. Da ist es hilfreich, wenn ein Buchladen in der Nähe ist – und man Kekse hat, viele Kekse und Eis. So habe ich die ersten Tage Urlaub verbracht. Mit sehnsüchtigem Blick auf die Familien, die vergnügt ihren Urlaub genossen – und mit viel Kuscheln mit meiner kranken Maus. Und klar habe ich manchmal gedacht: Muss das jetzt wirklich sein? Verdammt, ich will auch ans Meer. Und ich habe die Tage gezählt: Nur noch fünf Tage bis wir heim müssen, nur noch vier Tage – aber so ist das halt. Und das ist auch nicht schlimm.

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Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen!

Mamas sind auch nur Menschen, und Mamas haben auch das Recht mal enttäuscht zu sein, wenn es aufgrund der geliebten Kinder mal nicht so läuft, wie sie sich das vorgestellt haben. Nachdem wir bei einem sehr netten Arzt vor Ort waren und meine Maus Antibiotika bekam, ging es übrigens endlich bergauf und wir konnten die letzten Tage Italien noch genießen. Was ich aus dem Urlaub dieses Jahr gelernt habe? Das Leben mit Kindern lässt sich einfach noch viel weniger planen, als es das eh schon tut. Und es ist nicht schlimm. Wichtig ist nur, wie wir mit unserer eigenen Enttäuschung umgehen.

Wie beim Spruch „Hinfallen, aufstehen, Krone richten!“ ist es wohlam besten, kurz enttäuscht zu sein, sich dann aber zusammen zu reißen und daran zu denken, was wirklich wichtig ist im Leben: unsere Kinder. Und für die verzichte ich im Endeffekt doch dann gerne auf den Cocktail am Strand.