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Ich verzichte auf Schlaf, damit ich mehr aktive Zeit für mich habe

© Pexels / cottonbro

Die Zeit mit Kindern ist kostbar. Aber genauso die Zeit, die man ohne sie hat. Wie Mama Nadja sich freie Zeit schafft und was sie dafür einbüßt, liest du hier.

Damals, vor der Geburt…

Früher bevor ich Mama wurde, habe ich unheimlich gerne geschlafen und war immer der Meinung, ich würde dennoch zu wenig Schlaf abbekommen. Erst als dann meine Tochter zur Welt kam, wusste ich, wie viel ich damals geschlafen hatte. Denn meine Tochter brauchte von Geburt an extrem wenig Schlaf und brachte uns häufig wegen Schlafmangel fast zur Verzweiflung.

Fulltimejob Mama

Seit drei Jahren bin ich nun eigentlich dauernd müde und habe mich irgendwie an diesen Zustand gewöhnt. Tagsüber Arbeit und Kind bespaßen und abends hin und wieder Zeit mit meinem Mann verbringen, das alles gehört fest zu meinem Alltag und ich liebe es so wie es ist. Dennoch sehne ich mich danach, auch mal wieder Zeit für mich zu haben.

Ein Buch zu lesen, einen Film zu sehen, meine Nägel zu lackieren, ein sinnloses Handygame zu zocken oder etwas zu zeichnen oder auch einfach mal gar nichts tun. Mir fallen tausende Dinge ein, die ich gerne mal wieder machen wollen würde, zu denen ich tagsüber aber nur selten komme.

Schlafen hat nicht die oberste Priorität

Eigentlich bin ich abends ab 21 Uhr müde und könnte einfach ins Bett fallen. Aber dadurch würde ich auf meine Me-Time verzichten, was es mir dann doch nicht wert ist. Stattdessen gehe ich nie vor 23 Uhr ins Bett und nutze die Zeit für mich und verzichte lieber auf meinen Schlaf. Müde bin ich so oder so.

Seit etwa einem halben Jahr schläft meine Tochter nun nachts endlich durch. Ja, sie hat erst mit 2,5 Jahren angefangen durchzuschlafen. Davor waren die Nächte durchwachsen. Entweder sie schlief durch (was eher selten vorkam), oder sie war nachts teilweise mehrere Stunden am Stück wach. Es kam alles vor.

Aber seit einem halben Jahr genieße ich nun meine neue, nächtliche Freiheit in vollen Zügen. Und die lasse ich mir auch nicht nehmen, denn vorher war das gar nicht möglich. So wäre ich jedes Mal Gefahr gelaufen, dass ich erst spät ins Bett gehe, um dann nach einer Stunde wieder aufzustehen, weil Madam der Meinung ist, jetzt nicht mehr schlafen zu müssen. Das hätte ich wohl nie durchgehalten.

Daumen drücken für mehr Me-Time

Ein paar Mal habe ich es damals gewagt, aber am nächsten Tag dann bitter bereut. Jetzt traue ich es mich wieder öfter und hoffe, dass meine Tochter weiterhin so gut schläft, dass ich meine neu gewonnene Freiheit nicht so schnell wieder aufgeben muss.

Das mag jetzt zwar sehr egoistisch klingen, aber als Mama muss man schließlich auch schauen, wo man bleibt 😉

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