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Warum ich bei meiner Tochter auf eine ambulante Geburt bestanden habe!

Kennt ihr das? Was man beim ersten Kind aus naheliegenden Gründen noch nicht weiß, macht man beim zweiten Kind richtig. Oder etwa doch nicht? Bei Mama Daniela Kirschbaum war solch eine Sache jedenfalls die Wahl der Geburt! Hier erzählt sie, warum sie bei ihrer zweiten Geburt so wenig Zeit im Krankenhaus wie möglich verbringen wollte…

Wie bekomme ich mein Baby? Das ist eine sehr persönliche Entscheidung...
Wie bekomme ich mein Baby? Das ist eine sehr persönliche Entscheidung...
© Unsplash / Piron Guillaume

Schwanger? So viele Entscheidungen sind zu treffen!

Beim ersten Kind ist man unsicher und restlos überfordert. Ich glaube, wer etwas anderes behauptet, der flunkert! So viele Entscheidungen müssen getroffen: Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft, die richtigen Vorsorgeuntersuchungen, die richtige Babyausstattung, der richtige Vorname und natürlich auch – wie sollte es anders sein – die richtige Art der Geburt!

Möglichkeiten gibt es viele: natürliche Geburt, PDA, Kaiserschnitt, im Krankenhaus mit eigener Hebamme, im Krankenhaus ohne eigene Hebamme, daheim, ambulant… Mein Babybauch wurde jedenfalls immer größer und ich konnte mich einfach nicht zwischen den verschiedenen Geburtsarten entscheiden. „Wir kriegen es einfach im Maisfeld!“, war bald mein Lieblingssatz. Schlussendlich entschied ich mich, dass ich nach der Geburt noch ein paar Tage mit meinem Baby im Krankenhaus bleiben wollte. Und diese Entscheidung habe ich so bereut, dass mir bei der zweiten Schwangerschaft klar war: Das mache ich nicht nochmal!

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Und dann war da die Geburt!

Warum ich die Erlebnisse meiner ersten Geburt nicht wiederholen wollte? Ich sage nur: Gut gefülltes Mehrbettzimmer! Nach diesen Tagen war ich ein nervliches Wrack und sehnte mich nur nach meinem Zuhause! Rein theoretisch bestand aus medizinischer Sicht kein Grund im Krankenhaus zu bleiben. Ich hatte ja nur leider keine Nachsorgehebamme und ohne diese wird man nach einer Geburt nicht einfach so entlassen. Tja, Pech gehabt!

Mehrbettzimmer? Geht gar nicht!

Da lag ich also im Mehrbettzimmer, hatte keine Sekunde lang Ruhe für mich oder mein Baby und der Zwerg schrie auch noch ununterbrochen. Während die anderen Babys zufrieden die Tage nach der anstrengenden Geburt verschliefen, war meines ständig wach und kaum zu beruhigen. Das machte mich zusätzlich unsicher. Was hatten die, was meines nicht hatte?

Heute sehe ich das natürlich entspannter. Babys sind nun mal verschieden. Damals machte mich das aber wirklich unruhig! Ich bin übrigens felsenfest davon überzeugt, dass mein Sohn sein erstes Lebensjahr über so bedürfnisintesiv war, weil er seine ersten Tage in einem hektischen Umfeld mit einer gestressten Mama verbringen musste.

Zweites Baby, zweite Chance!

Schon vor meiner zweiten Schwangerschaft mit meiner Tochter war mir klar: Ich entbinde ambulant! Vorausgesetzt natürlich, gesundheitlich ist alles in Ordnung. Kaum zeigte der Schwangerschaftstest positiv an, machte ich mich auf die Suche nach einer Nachsorgehebamme. Auf GAR KEINEN FALL wollte ich im Krankenhaus bleiben, wenn es nicht sein musste!

Unsere Tochter kam genauso unkompliziert auf die Welt wie ihr Bruder. Nur um einiges schneller! Auch nach ihrer Geburt war ich topfit und so stand einer Entlassung nichts im Wege! Mit meinem wenige Stunden alten Baby aus dem Krankenhaus zu spazieren war ein grandioses Gefühl! Kein Stress! Kein Mehrbettzimmer! Nur mein Mann, unser Sohn und unsere Tochter! Und vor allem: mein eigenes Klo, mein eigenes Bad, meine eigenen vier Wände!

Es war einfach die richtige Wahl für uns!

Die Tage nach der Geburt waren einfach nur schön und entspannt. Unser Sohn konnte sein Schwesterchen im gewohnten Umfeld kennenlernen und das Stillen klappte auf Anhieb. Dieses Baby war so ruhig, das kannte ich gar nicht! So entspannt! Manchmal mussten wir nachschauen, ob sie noch da war, weil sie sich einfach nie meldete…

Übrigens blieb sie das ganze erste Lebensjahr ein sehr zufriedenes und entspanntes Baby. Ob das damit zusammenhängt, dass wir zuhause waren? Das weiß ich natürlich nicht mit Sicherheit. Aber ganz ehrlich: Ich vermute, das war zumindest mit einer der Gründe…